# Linux-Version anzeigen: Befehle für Distribution &amp; Kernel

Um die aktuelle Linux-Version anzuzeigen, öffnen Sie das Terminal. Der Befehl `cat /etc/os-release` liefert Details zur Distribution. Die Kernel-Version rufen Sie mit `uname -r` ab. Bei modernen systemd-Distributionen zeigt `hostnamectl` wichtige Systeminformationen gebündelt an.

## Was sagen Distribution und Kernel aus?

[Linux](https://www.ionos.de/digitalguide/server/knowhow/linux-das-steckt-hinter-den-open-source-betriebssystemen/) ist kein einzelnes Betriebssystem, sondern der [Kernel](https://www.ionos.de/digitalguide/server/knowhow/was-ist-ein-kernel/) bildet zusammen mit GNU-Werkzeugen, Bibliotheken und einer Benutzeroberfläche eine [Linux-Distribution](https://www.ionos.de/digitalguide/server/konfiguration/linux-distributionen/). Bekannte Distributionen sind Ubuntu, [Debian](https://www.ionos.de/digitalguide/server/knowhow/debian-die-universelle-system-software/), [Fedora](https://www.ionos.de/digitalguide/server/knowhow/fedora-coreos-vorgestellt/), [openSUSE](https://www.ionos.de/digitalguide/server/knowhow/opensuse/) und [Linux Mint](https://www.ionos.de/digitalguide/server/konfiguration/linux-mint/). Die Distributionsversion beschreibt den Stand dieses Gesamtpakets; die Kernel-Version bezeichnet den Betriebssystemkern.

Für Support, Updates und die Auswahl passender Pakete benötigen Sie häufig beide Angaben. Aktuelle Distributionen sind beispielsweise:

- Ubuntu 26.04
- Debian 13.6
- Fedora 44
- openSUSE Leap 16.0
- Linux Mint 22.3

Die aktuelle Kernel-Version ist 7.2.4 (Stand: September 2026).

Welche Version auf Ihrem System installiert ist, lesen Sie direkt im Terminal aus.

## Welche Befehle zeigen die Linux-Version an?

Die folgende Übersicht ordnet die wichtigsten Befehle ihrem Ergebnis zu:

<table>
  <thead>
    <tr>
      <th>Befehl</th>
      <th>Distribution</th>
      <th>Kernel</th>
      <th>Architektur</th>
    </tr>
  </thead>
  <tbody>
    <tr>
      <td>`cat /etc/os-release`</td>
      <td></td>
      <td></td>
      <td></td>
    </tr>
    <tr>
      <td>`uname -r`</td>
      <td></td>
      <td></td>
      <td></td>
    </tr>
    <tr>
      <td>`hostnamectl`</td>
      <td></td>
      <td></td>
      <td></td>
    </tr>
    <tr>
      <td>`lsb_release -a`</td>
      <td></td>
      <td></td>
      <td></td>
    </tr>
  </tbody>
</table>

## Distribution mit `/etc/os-release` prüfen

Öffnen Sie das Terminal und geben Sie den folgenden Befehl ein:

```bash
cat /etc/os-release
```

Die Datei `/etc/os-release` enthält standardisierte Angaben des Distributionsanbieters. Achten Sie besonders auf `PRETTY_NAME` und `VERSION_ID`. Der Befehl funktioniert auf praktisch allen modernen Linux-Distributionen und benötigt kein zusätzliches Paket.

Eine kompakte Ausgabe erhalten Sie mit:

```bash
grep -E '^(PRETTY_NAME|VERSION_ID)=' /etc/os-release
```

## Linux-Kernel-Version auslesen

Mit `uname -r` zeigen Sie ausschließlich die Kernel-Version an:

```bash
uname -r
```

Für zusätzliche Angaben wie Rechnerarchitektur, Hostname und Build-Informationen verwenden Sie:

```bash
uname -a
```

Für eine Supportanfrage notieren Sie die vollständige Ausgabe, nicht nur die Hauptversionsnummer.

## Systeminfos mit `hostnamectl` anzeigen

Auf systemd-basierten Distributionen liefert `hostnamectl` die wichtigsten Angaben in einer Ausgabe:

```bash
hostnamectl
```

Der Befehl zeigt unter anderem **Operating System**, **Kernel**, **Architecture** und den Hostnamen. Damit prüfen Sie schnell, welches Linux Sie haben und auf welcher Architektur es läuft. Auf Systemen ohne systemd steht der Befehl möglicherweise nicht zur Verfügung; nutzen Sie dann `/etc/os-release` und `uname`.

## `lsb_release` optional installieren

`lsb_release -a` liefert zusätzliche Informationen im Linux-Standardformat. Das Kommando gehört jedoch nicht auf jeder Installation zum Basissystem. Unter Debian und Ubuntu installieren Sie das benötigte Paket mit:

```bash
sudo apt install lsb-release
```

Anschließend führen Sie den Befehl aus:

```bash
lsb_release -a
```

Verwenden Sie auf Debian- und Ubuntu-Systemen `apt` als aktuellen Paketmanager-Befehl.

## Alle Angaben mit Inxi bündeln

Das Diagnosewerkzeug Inxi fasst Angaben zu Distribution, Kernel und Desktop zusammen. Installieren Sie es unter Debian oder Ubuntu mit:

```bash
sudo apt install inxi
```

Danach starten Sie die Kurzabfrage:

```bash
inxi -Sz
```

Die Schreibweise des Befehls ist klein; Linux unterscheidet bei Befehlen zwischen Groß- und Kleinschreibung.


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