# DNS-Flush: So leeren Sie Ihren DNS-Cache

Betriebssysteme wie Windows erzeugen im sogenannten DNS-Cache automatisch **temporäre Einträge** über alle besuchten Websites. Die enthaltenen Informationen sind dabei für eine fest definierte Zeitspanne gültig. Ein DNS-Flush, also ein **Leeren des Zwischenspeichers**, entfernt die Daten vor Ablauf der Frist vom System.

## Was versteht man unter einem DNS-Flush?

Als DNS-Flush bezeichnet man den Vorgang, bei dem die temporären Einträge eines DNS-Caches **manuell gelöscht** werden. Ohne diesen direkten Eingriff in den Zwischenspeicher existieren die Einträge so lange, bis ihre definierte **Lebensspanne** („Time to live“, TTL) abgelaufen ist.

Typischerweise erledigen Sie den Löschprozess über die **systemspezifischen Kommandozeilen-Tools**: Auf Mac-Geräten nutzen Sie beispielsweise das Terminal und den passenden Befehl für die jeweilige Version des Apple-Systems. In Windows führen Sie den Flush des DNS per CMD, also via Eingabeaufforderung, und mit dem Befehl „ipconfig /flushdns“ durch.

## Was ist der DNS-Cache?

Damit sich Domain-Namen wie *www.example.com* **in numerische Adressen** umwandeln lassen, kommen sogenannte [DNS-Server](https://www.ionos.de/digitalguide/server/knowhow/namensaufloesung-im-netz-was-ist-ein-dns-server/ "Namensauflösung im Netz: Was ist ein DNS-Server?") zum Einsatz. Diese „**Nameserver**“ werden standardmäßig bei jedem Aufruf der entsprechenden Projekte über den Browser kontaktiert, was deren Ladezeit geringfügig erhöht und bei einem **hohen Besucheraufkommen** auch zu einer **Überlastung** des DNS-Servers führen kann. Fehlermeldungen wie „[Der DNS-Server antwortet nicht](https://www.ionos.de/digitalguide/server/knowhow/dns-server-antwortet-nicht-was-nun/ "DNS-Server antwortet nicht – was nun?")“ sind dann die häufige und unliebsame Folge.

Betriebssysteme wie Windows und macOS setzen aus diesem Grund auf einen eigenen Zwischenspeicher für **aufgerufene und aufgelöste Adressen** – den sogenannten DNS-Cache. Dieser speichert alle Informationen, die für die Namensauflösung relevant sind, etwa [IP-Adresse](https://www.ionos.de/digitalguide/server/knowhow/was-ist-eine-ip-adresse/ "Was ist eine IP-Adresse?"), Hostnamen oder Protokollversion. Jeder Eintrag ist dabei für eine gewisse **Zeitspanne** gültig. Innerhalb dieser Spanne werden entsprechende Anfragen **direkt aus dem Cache beantwortet**, ohne den Umweg über den DNS-Server gehen zu müssen.

Hinweis Auch verschiedene Anwendungen wie Webbrowser sowie die Nameserver von Internet-Service-Providern haben einen eigenen DNS-Cache, um die Namensauflösung zu beschleunigen.

## Warum ist ein regelmäßiger DNS-Flush sinnvoll?

Insbesondere drei Gründe sprechen dafür, das DNS-Register in aller Regelmäßigkeit unabhängig von der eigentlichen Gültigkeitsdauer der einzelnen Einträge durch einen DNS-Flush auf null zu setzen:

1. **Surfverhalten verbergen**: Die verzeichneten Adressen inklusive der zusätzlichen Informationen wie Gültigkeitsdauer geben einen ungefähren Überblick über Ihren **Seitenverlauf**. Je umfangreicher die Sammlung zwischengespeicherter Adressen ist, desto mehr geben Sie von sich preis.
2. **Sicherheit gegen Manipulation**: Wenn sich Cyberkriminelle **Zugriff auf den DNS-Zwischenspeicher verschaffen**, können diese die Einträge manipulieren und Sie beispielsweise auf falsche Websites umleiten. Mit diesem sogenannten [DNS-Spoofing](https://www.ionos.de/digitalguide/server/sicherheit/dns-spoofing/) (auch DNS-Cache-Poisoning) sollen sensible Login-Daten abgegriffen werden, etwa beim Onlinebanking.
3. **Technische Probleme lösen**: Ein DNS-Flush kann technische Probleme beim Aufruf von Webanwendungen beheben, z. B. wenn aufgrund **veralteter Einträge** eine falsche Version der aufgerufenen Website angezeigt wird. Nach dem Flush wird die Anfrage erneut vom zuständigen DNS-Server beantwortet, und der Verbindungsaufbau zum Webprojekt funktioniert wieder wie geplant.

Tipp Sie können sich den aktuell auf Ihrem System gespeicherten DNS-Cache jederzeit anzeigen lassen. Unter Windows öffnen Sie hierfür wie beim Flush-DNS-CMD die **Eingabeaufforderung** und geben den Befehl „**ipconfig /displaydns**“ ein.

## DNS-Cache löschen: So funktioniert’s

Es gibt keine Regel, mit der sich der perfekte Moment für einen DNS-Flush bestimmen lässt – außer es besteht gerade ein akutes technisches Problem, das sich durch das **Leeren des Zwischenspeichers** lösen lässt. Entscheiden Sie sich dafür, den [DNS-Cache zu löschen](https://www.ionos.de/digitalguide/server/konfiguration/dns-cache-loeschen/ "DNS Cache löschen"), ist der Vorgang aber schnell und unkompliziert durchgeführt. Als Windows-Nutzer oder -Nutzerin gehen Sie beispielsweise folgendermaßen vor:

**Schritt 1: Kommandozeile aufrufen**

Nutzen Sie die Tastenkombination **\[Windows\]** + **\[R\]**, um den „Ausführen“-Dialog aufzurufen. Anschließend führen Sie das Kommando „**cmd**“ aus, um die Eingabeaufforderung zu starten.

[![Bild: Windows 11: Ausführen der Eingabe „cmd“](https://www.ionos.de/digitalguide/fileadmin/_processed_/c/9/csm_windows-11-cmd-eingabe_2d37220c76.webp "Windows 11: Ausführen der Eingabe „cmd“")](https://www.ionos.de/digitalguide/fileadmin/DigitalGuide/Screenshots_2022/windows-11-cmd-eingabe.png) Windows 11: Ausführen der Eingabe „cmd“ **Schritt 2: DNS-Flush mit „ipconfig /flushdns**“

Um nun den Flush des DNS via CMD durchzuführen, nutzen Sie die Möglichkeiten des Kommandozeilenbefehls [ipconfig](https://www.ionos.de/digitalguide/server/konfiguration/ipconfig/ "ipconfig"). Geben Sie hierfür den folgenden Befehl ein und bestätigen Sie diesen mit der [Eingabetaste](https://www.ionos.de/digitalguide/websites/web-entwicklung/eingabetaste/ "Eingabetaste"):

```none
ipconfig /flushdns
```

Nach erfolgreicher Ausführung erhalten Sie die Meldung, dass der DNS-Auflösungscache geleert wurde.

[![Bild: DNS-Flush via „ipconfig /flushdns“ in Windows 11](https://www.ionos.de/digitalguide/fileadmin/_processed_/6/0/csm_dns-flush-ipconfig-flushdns-windows-11_fc8e008635.webp "DNS-Flush via „ipconfig /flushdns“ in Windows 11")](https://www.ionos.de/digitalguide/fileadmin/DigitalGuide/Screenshots_2022/dns-flush-ipconfig-flushdns-windows-11.png) DNS-Flush via „ipconfig /flushdns“ in Windows 11  Hinweis Sie brauchen sich keine Sorgen zu machen, dass der DNS-Flush einen negativen Effekt auf Ihr Weberlebnis hat: Lediglich der jeweils **erste Aufruf eines Webprojekts** nach dem Reset des Zwischenspeichers dürfte ein bisschen länger als gewöhnlich dauern.


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