# Linux-ls-Befehl: So lassen Sie sich Verzeichnisse anzeigen

Mit dem ls-Befehl für [Linux](https://www.ionos.de/digitalguide/server/knowhow/linux-das-steckt-hinter-den-open-source-betriebssystemen/ "Linux: Das steckt hinter den Open-Source-Betriebssystemen") können Sie sich die Inhalte eines Verzeichnisses oder Ordners anzeigen lassen. Durch zahlreiche Optionen lässt sich dieser Command noch verfeinern.

## Was ist der Linux-ls-Befehl?

Zu den wichtigsten und am häufigsten verwendeten [Linux-Befehlen](https://www.ionos.de/digitalguide/server/konfiguration/linux-befehle-terminal-kommandos-im-ueberblick/ "Linux-Befehle | Terminal-Kommandos im Überblick") gehört ls. Dieser Befehl wird benötigt, um den **gesamten Inhalt eines Ordners oder Verzeichnisses in der Kommandozeile anzuzeigen**. Der Inhalt wird standardmäßig in alphabetischer Reihenfolge ausgegeben. ls gehört in den meisten [Linux-Distributionen](https://www.ionos.de/digitalguide/server/konfiguration/linux-distributionen/ "Linux-Distributionen") wie [Ubuntu](https://www.ionos.de/digitalguide/server/knowhow/ubuntu-das-linux-system-fuer-jedermann/ "Ubuntu: das Linux-System für jedermann") zu den Standardtools und kann durch verschiedene Optionen unterschiedliche und sehr zielgenaue Funktionen ausführen. „ls“ steht dabei für „List“.

## Wie funktioniert der ls-Befehl?

Wenn Sie den ls-Befehl in der Kommandozeile eingeben und ausführen, ruft dieser alle verfügbaren Informationen eines bestimmten Ordners oder Verzeichnisses ab und zeigt Ihnen diese in der **alphabetischen Reihenfolge der Dateinamen** an. So müssen Sie nicht extra mit dem Linux-cd-Befehl in ein anderes Verzeichnis wechseln, um dieses zu betrachten. Aus diesem Grund ist der ls-Befehl ein wertvolles Werkzeug, das Ihnen die Arbeit merklich erleichtert. Wenn Sie kein bestimmtes Verzeichnis angeben, zeigt Ihnen das System die verfügbaren Informationen zum aktuell verwendeten Verzeichnis an.

## Wie sieht die Syntax des ls-Befehls aus?

Die Syntax des Linux-ls-Befehls ist vergleichsweise einfach und sieht folgendermaßen aus:

```none
$ ls [Optionen] [Verzeichnis]
```

ls ist der eigentliche Befehl, den Sie durch Optionen spezifizieren können. Das Verzeichnis muss korrekt angegeben werden, um die Informationen abzurufen.

## Welche Optionen hat der ls-Befehl?

Wenn Sie den ls-Befehl ohne Optionen ausführen, werden alle sichtbaren Informationen in der Reihenfolge ihrer Dateinamen ausgegeben. Um die Ausgabe zu verfeinern, eignen sich die folgenden Optionen:

- **-A oder --almost-all:** Durch diese Option werden auch versteckte Dateien aufgelistet.
- **-a oder --all:** Durch diese Optionen werden neben den versteckten Dateien auch Verzeichnisse wie . und .. aufgelistet.
- **-C:** Gibt die Namen der Dateien nebeneinander aus. Diese Einstellung ist der Standard.
- **-c:** Mit dieser Option werden die Informationen nach dem Datum der letzten Änderung sortiert. Die Ausgabe beginnt dann mit den neuesten Beiträgen.
- **-d oder --directory:** Listet lediglich die Verzeichnisnamen und nicht deren Inhalte auf.
- **-h oder --human readable:** Durch diese Option wird die Größe in einem für Menschen besser erfassbaren Format ausgegeben. Sie wird in Kombination mit -l verwendet.
- **-i:** Mit dieser Option geben Sie die Inode-Nummer vor dem Dateinamen aus.
- **-l:** Gibt die Datei-Informationen in Langform aus.
- **-m:** Diese Option sorgt dafür, dass die Namen in einer Zeile ausgegeben werden.
- **-R oder --recursive:** Zeigt die Informationen rekursiv an, berücksichtigt also auch Unterverzeichnisse.

## Beispiele für den ls-Befehl

Damit Sie besser verstehen können, wie der ls-Befehl genutzt wird, zeigen wir Ihnen hier ein paar praktische Beispiele:

```none
$ ls -la BEISPIEL
```

So lassen Sie sich alle Informationen des Verzeichnisses BEISPIEL in Langform anzeigen. Durch die Option -a werden dabei auch versteckte Dateien berücksichtigt.

```none
$ ls -R
```

Mit diesem Befehl rufen Sie alle sichtbaren Informationen Ihres aktuellen Verzeichnisses und seiner Unterverzeichnisse ab.


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