Daten und Endgeräte mit einer passenden Backup-Strategie schützen

In diesem Artikel wird erklärt, wie Sie Daten und Endgeräte mit einer passenden Backup-Strategie schützen. 

Der Verlust von Daten kann zu tiefgreifenden und kostspieligen Schäden führen. Um im Schadenfall bei einem Hardware- oder Softwaredefekt gewappnet zu sein, sollten Sie möglichst frühzeitig eine passende Backup-Strategie entwickeln. Dies gilt sowohl für Daten, die sich auf Ihrem PC, Laptop oder auf Ihrem Smartphone oder Tablet befinden.

Erste Schritte zur Entwicklung einer Backup-Strategie

Eine Backup-Strategie sollte gut durchdacht sein, um Ihre Daten schnell, effizient und vollständig wiederherstellen zu können. Bei der Entwicklung der passenden Backup-Strategie sollten Sie verschiedene Faktoren berücksichtigen. Diese können je nach Anwendungsszenario eine sehr unterschiedliche Gewichtung haben. Im Folgenden sind einige dieser Faktoren aufgeführt:

  • Klassifizieren Sie Ihre Daten. Überlegen Sie sich, welche Daten Sie sichern müssen und wie oft diese aktualisiert werden. Dies können z. B. Fotos, Dokumente oder systemrelevante Daten sein. Verschaffen Sie sich hierzu einen Überblick über alle Verzeichnisse.

  • Kategorisieren Sie die Verfügbarkeit der Daten. Überlegen Sie sich hierbei, ob ein zeitlicher Datenverlust ggf. vertretbar ist.

  • Überlegen Sie sich, wie oft ein Backup erstellt werden soll und berechnen Sie die Datenmenge, die regelmäßig gesichert werden muss. Berücksichtigen Sie hierbei auch die voraussichtliche Entwicklung des Datenbestands.

  • Legen Sie fest, wie lange Backups aufbewahrt werden müssen und berücksichtigen Sie hierbei ggf. geltende Lösch- und Aufbewahrungsfristen sowie gesetzliche Vorgaben.

  • Legen Sie fest, ob ein ggf. ein besonderer Zugriffschutz erforderlich ist. Prüfen Sie, ob ggf. gesetzliche Vorgaben existieren.

  • Überlegen Sie sich, welche Anwendungen gesichert werden müssen. Grundsätzlich empfiehlt sich die Erstellung eines vollständigen Backups, bevor Sie Sicherheitspatches und Updates für Ihre Anwendungen und Plugins  testen oder installieren. Darüber hinaus sollten Sie festlegen, wie oft und wie viele Backups erstellt werden müssen, damit Sie im Schadenfall jederzeit die letzte oder falls erforderlich eine ältere Version wiederherstellen können.

Backup-Methoden

Ein weiterer sehr wichtiger Bestandteil der Backup-Strategie ist die Auswahl der passenden Backup-Methode. Welche Methoden existieren und welche Vor- und Nachteile die einzelnen Methoden haben, wird im Folgenden erklärt:

Vollständiges Backup

Mit einem vollständigen Backup sichern Sie den vollständigen Datenbestand eines Laufwerks oder eines Volumes. Dies umfasst sowohl Ihre persönlichen Daten, als auch die Daten des Betriebssystems. Bei einem vollständigen Backup benötigen Sie keine weiteren Backups, um die Daten wiederherzustellen. Somit müssen sich bei einem vollständigen Backup keine Gedanken machen, welche Daten Sie sichern. 

Wenn Sie regelmäßig vollständige Backups erstellen und die alten Backups nicht löschen, steigt der erforderliche Speicherplatz stetig an. Darüber hinaus ist der Zeitaufwand bei dieser Backup-Methode höher als bei anderen Backup-Methoden.

Differentielles Backup

Bei einem differentiellen Backup werden alle Dateien gesichert, die seit dem letzten vollständigen Backup geändert wurden oder neu hinzugekommen sind. Die Veränderungen werden immer in Bezug zum vollständigen Backup gemacht. Differentielle Backups werden von Tag zu Tag größer, bis Sie wieder ein vollständiges Backup durchführen. Sie benötigen jedoch weniger Speicherplatz als ein vollständiges Backup und können schneller durchgeführt werden. Für die Wiederherstellung der Daten wird bei dieser Backup-Methode stets das letzte vollständige Backup benötigt.

Inkrementelles Backup

Inkrementelle Backups sind sehr platzsparend und können schnell durchgeführt werden. Bei einem inkrementellen Backup werden nur die Daten gesichert, die seit dem letzten Backup erstellt oder verändert wurden. Hierbei ist es unerheblich, ob es sich um ein vollständiges Backup oder ein inkrementelles Backup handelt.

Um ein inkrementelles Backup wiederherstellen zu können, müssen Sie folglich auch Zugriff auf andere Backups haben, die sich in der Backup-Kette befinden, da die Backups voneinander abhängig sind. Wenn Sie eines der vorherigen inkrementellen Backups oder ein vollständiges Backup löschen, können Sie die Gesamtgruppe nicht mehr wiederherstellen. 

Backups planen

Nachdem Sie die oben genannten Punkte festgelegt haben, sollten Sie einen Schutzplan erstellen, um Ihre Backups regelmäßig automatisiert zu erstellen. Berücksichtigen Sie hierbei unbedingt die Abstände, in denen sich Ihre Daten ändern.

Prüfen Sie nach der Erstellung Ihrer Backups, ob eventuell Fehler aufgelistet werden und beheben Sie diese.

MyBackup: Informationen zu vorkonfigurierten Schutzplänen

Büro-Arbeiter (Acronis Antivirus): Dieser Schutzplan ist für Benutzer optimiert, die im Büro arbeiten und bevorzugt die Acronis Antivirus-Software verwenden wollen.

Büro-Arbeiter (Dritthersteller-Antivirus): Dieser Schutzplan ist für Benutzer optimiert, die im Büro arbeiten und bevorzugt die Antivirus-Software eines Drittanbieters verwenden wollen. Der wesentliche Unterschied besteht darin, dass bei diesem Plan das Antivirus & Antimalware Protection-Modul und die Active Protection-Funktion deaktiviert sind.

Remote-Arbeiter: Dieser Schutzplan ist speziell für Benutzer optimiert, die aus der Ferne (remote) arbeiten wollen. Der Schutzplan Remote-Arbeiter bietet häufigere Tasks (wie Backup, Antimalware Protection, Schwachstellenbewertung), strengere Schutzaktionen sowie optimierte Performance- und Energieoptionen. 

Weitere Informationen zu diesen Standard-Schutzplänen finden Sie hier:

https://dl.managed-protection.com/u/baas/help/20.08/user/de-DE/index.html#47840.html

Schutzplan erstellen

Informationen, wie Sie einen Schutzplan erstellen, finden Sie hier:

MyBackup: Erste Schritte

Cloud Backup: Erste Schritte

Backup-Methode in einem bestehenden Schutzplan auswählen

Um eine Backup-Methode in einem Schutzplan auszuwählen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Melden Sie sich mit dem Gerät, auf dem Sie den Cyber Protection Agent bzw. die App Acronis Cyber Backup installieren möchten, in Ihrem IONOS Kundenkonto an.

  • Klicken Sie in der Titelleiste auf Menü > Server & Cloud.
    Optional: Wählen Sie den gewünschten MyBackup-Vertrag aus.

    Das Cloud Panel öffnet sich und der Bereich Backup > Backup Paket wird angezeigt.

  • Um die Backup-Konsole zu öffnen, klicken Sie im Bereich Verwaltung unter dem gewünschten Aufbewahrungsort der Backups (z. B. Europa) auf Zugriff auf die Backup-Konsole.

  • Klicken Sie in der Navigationsleiste links auf Geräte > Alle Geräte.

  • Aktivieren Sie das gewünschte Gerät.

  • Klicken Sie auf Schützen.

  • Klicken Sie rechts neben dem Namen des Schutzplans auf die drei Punkte.

  • Klicken Sie auf Bearbeiten.

  • Klicken Sie rechts neben Planung auf das gewählte Intervall.

  • Wählen Sie im Bereich Backup-Schema die gewünschte Backup-Methode.

Hinweis

Je nach Kombination und Konfiguration der Backup-Pläne kann es unter Umständen vorkommen, dass die nachträgliche Änderung des Backup-Schemas nicht möglich ist. In diesem Fall ist die Erstellung eines neuen Backup-Plans erforderlich

MyBackup und Cloud Backup: Weitere Informationen zu Schutzplänen und Backup-Methoden

Eine Übersicht über die Backups und Backup-Methoden, die Sie mit MyBackup und/oder Cloud Backup durchführen können, finden Sie im folgenden Artikel:

https://dl.managed-protection.com/u/baas/help/20.08/user/de-DE/index.html#33579.html

Backups regelmäßig testen

Gerade bei differentiellen und inkrementellen Backups ist es sehr wichtig, dass Sie die Wiederherstellung Ihrer Daten regelmäßig testen, damit Sie im Ernstfall vorbereitet sind.

Legen Sie vor diesen Tests stets ein vollständiges Backup manuell an.

Weitere Informationen zur den ersten Schritten in MyBackup finden Sie hier:

MyBackup: Erste Schritte

Wenn Sie Cloud Backup verwenden, finden Sie im folgenden Artikel weitere Informationen zu den erforderlichen ersten Schritten:

Cloud Backup: Erste Schritte