Software-RAID Status prüfen / Überwachen (Linux)

Für Dedicated Server Linux

Den Status des Software-RAIDs können Sie in der Shell mit dem Befehl cat /proc/mdstat auslesen.

Bitte beachten Sie: Alle Befehle sind beispielhaft und müssen entsprechend angepasst werden!

Zunächst ein Beispiel für eine Statusmeldung, wenn beide Platten vorhanden und korrekt eingebunden sind:

cat /proc/mdstat
Personalities : [raid1]
read_ahead 1024 sectors
md2 : active raid1 sda3[1] sdb3[0]
262016 blocks [2/2] [UU]

md1 : active raid1 sda2[1] sdb2[0]
119684160 blocks [2/2] [UU]

md0 : active raid1 sda1[1] sdb1[0]
102208 blocks [2/2] [UU]

unused devices: <none>

Das Beispiel zeigt drei RAID-Arrys (md0, md1, md2). In der jeweils zweiten Zeile wird am Ende in eckigen Klammern der Zustand der einzelnen Partitionen angezeigt. Ein U bedeutet, dass das jeweilige Gerät in Ordnung (up) ist.

Fehlt eine Platte (hier sdb), sieht die Ausgabe ähnlich wie folgt aus:

cat /proc/mdstat
Personalities : [raid1]
read_ahead 1024 sectors
md0 : active raid1 sda1[1]
102208 blocks [2/1] [_U]

md2 : active raid1 sda3[1]
262016 blocks [2/1] [_U]

md1 : active raid1 sda2[1]
119684160 blocks [2/1] [_U]

unused devices: <none>

An [_U] erkennen Sie, dass hier etwas nicht in Ordnung ist.

Details zu RAID-Device anzeigen

Ausführliche Informationen zu einem RAID-Device liefert der Befehl mdadm -D /dev/md1

Hier ein Beispiel für ein funktionierendes RAID:

mdadm -D /dev/md1
/dev/md1:
Version : 0.90
Creation Time : Tue Sep 11 21:33:24 2012
Raid Level : raid1
Array Size : 4194240 (4.00 GiB 4.29 GB)
Used Dev Size : 4194240 (4.00 GiB 4.29 GB)
Raid Devices : 2
Total Devices : 2
Preferred Minor : 1
Persistence : Superblock is persistent

Update Time : Wed Jun 10 11:11:05 2015
State : clean
Active Devices : 2
Working Devices : 2
Failed Devices : 0
Spare Devices : 0

UUID : 2db35cef:bde058e8:1f51fb89:78ee93fe
Events : 0.251

Number Major Minor RaidDevice State
0 8 1 0 active sync /dev/sda1
1 8 17 1 active sync /dev/sdb1

Bei einer fehlenden Platte sieht die Ausgabe ähnlich wie folgt aus:

mdadm -D /dev/md0
/dev/md0:
Version : 00.90.00
Creation Time : Thu Aug 21 12:22:43 2003
Raid Level : raid1
Array Size : 102208 (99.81 MiB 104.66 MB)
Device Size : 102208 (99.81 MiB 104.66 MB)
Raid Devices : 2
Total Devices : 1
Preferred Minor : 0
Persistence : Superblock is persistent

Update Time : Fri Oct 15 06:25:45 2004
State : dirty, no-errors
Active Devices : 1
Working Devices : 1
Failed Devices : 0
Spare Devices : 0


Number Major Minor RaidDevice State
0 0 0 0 faulty removed
1 3 1 1 active sync /dev/sda1
UUID : f9401842:995dc86c:b4102b57:f2996278

RAID überwachen

Mdadm lässt sich auch als Dämon starten. Indem man nun in der Datei /etc/mdadm.conf die Zeile

MAILADDR admin@meinedomain.de 

konfiguriert, erhält man bei einem Plattenausfall eine Fehlermeldung per E-Mail.

Beispielszenario:

Das Array soll alle 300 Sekunden geprüft werden. Falls ein Ereignis auftritt, soll eine E-Mail gesendet werden und das Ereignis im System-Logfile notiert werden. Die Option --daemonise lässt das Überwachungsprogramm kontinuierlich im Hintergrund laufen. Somit sähe der Befehl wie folgt aus:

 ./mdadm --monitor --mail=root@localhost --syslog --delay=300 /dev/md0 --daemonise

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