Root-Passwort zurücksetzen (Dedicated Server Linux)

Für Dedicated Server, die nach dem 28.10.2018 erworben wurden.

In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie das Root-Passwort Ihres Dedicated Server Linux mit Hilfe des Rescue Systems zurücksetzen.

Voraussetzungen:
  • Sie haben sich in das Cloud Panel eingeloggt. 
  • Der Server ist eingeschaltet. 
  • Sie befinden sich im Bereich Infrastruktur > Server
  • Sie haben ein Image von dem betreffenden Server erstellt. 
     

So setzen Sie das Root-Passwort Ihres Dedicated Server Linux zurück:

  • Aktivieren Sie den gewünschten Server. 

  • Klicken Sie auf Aktionen > Neu starten.

  • Aktivieren Sie die Methode Rescue System

  • Klicken Sie auf Ja

    Der Server wird in das Rescue-System gebootet.

  • Stellen Sie mittels SSH eine Netzwerkverbindung zu Ihrem Server her. Die Zugangsdaten werden Ihnen im Abschnitt Funktionen angezeigt.

    Wenn Sie das Betriebssystem Microsoft Windows verwenden, können Sie mit Putty eine verschlüsselte Netzwerkverbindung zu Ihrem Server herstellen.

  • Um Informationen zu allen Datenträgern aufzurufen, geben Sie den folgenden Befehl ein: 
    rescue:~# fdisk -l

  • Ermitteln Sie die Root-Partition. Der Name der Root-Partition eines Dedicated Servers mit Software-Raids lautet md126 bzw. md2. Der Name der Root-Partition eines Dedicated Servers mit Hardware-Raids enthält die Bezeichnung sda2. Beispiele: 

    Software-Raid:
    Disk /dev/md127: 419.2 GiB, 450103148544 bytes, 879107712 sectors
    Units: sectors of 1 * 512 = 512 bytes

    Hardware-Raid:
    /dev/sda2      6144   58593279   58587136    28G Linux filesystem

  • Um die Root-Partition zu mounten, geben Sie den bzw. den folgenden Befehl ein:
    rescue:~# mount /dev/MEINEROOTPARTITION /mnt
    Ersetzen Sie den Platzhalter MEINEROOTPARTITION durch den Namen der Root-Partition Ihres Dedicated Servers. Beispiele:

    Software-Raid:
    rescue:~# mount /dev/md126 /mnt/
    rescue:~# mount /dev/md2 /mnt/
    Hardware-Raid:
    rescue:~# mount /dev/sda2 /mnt

  •  Für die weiteren Schritte ist es notwendig, die Partitionen für /usr, /home und /var zu mounten. Um sich den Inhalt der Datei fstab anzeigen zu lassen und die zugehörigen Devices zu ermitteln, geben Sie den folgenden Befehl ein:
    rescue:~# cat /mnt/etc/fstab
    Der Inhalt der Datei fstab wird Ihnen angezeigt. Beispiel: 
    /dev/md2        /               ext3    defaults,noatime        1 1
    /dev/sda3       none            swap    sw
    /dev/sdb3       none            swap    sw
    /dev/vg00/usr   /usr            ext4    defaults,noatime        0 2
    /dev/vg00/var   /var            ext4    defaults,usrquota,noatime       0 2
    /dev/vg00/home  /home           ext4    defaults,usrquota,noatime       0 2
    devpts          /dev/pts        devpts  gid=5,mode=620  0 0
    none            /proc           proc    defaults        0 0
    none            /tmp    tmpfs   defaults        0 0

  •  Mounten Sie die Partitionen für /usr, /home und /var. Beispiel: 
    rescue:~# mount /dev/vg00/usr /mnt/usr
    mount /dev/vg00/var /mnt/var
    mount /dev/vg00/home /mnt/home 

  • Prüfen Sie mit dem Befehl mount, ob alle Partitionen eingehängt sind: 
    rescue:~# mount
    /dev/ram0 on / type ext4 (rw,relatime,block_validity,delalloc,barrier,user_xattr,acl)
    devtmpfs on /dev type devtmpfs (rw,relatime,size=8116868k,nr_inodes=2029217,mode=755)
    sysfs on /sys type sysfs (rw,nosuid,nodev,noexec,relatime)
    proc on /proc type proc (rw,nosuid,nodev,noexec,relatime)
    tmpfs on /dev/shm type tmpfs (rw,nosuid,nodev)
    devpts on /dev/pts type devpts (rw,nosuid,noexec,relatime,gid=5,mode=620)
    tmpfs on /run type tmpfs (rw,nosuid,nodev,mode=755)
    tmpfs on /run/lock type tmpfs (rw,nosuid,nodev,noexec,relatime,size=5120k)
    tmpfs on /sys/fs/cgroup type tmpfs (ro,nosuid,nodev,noexec,mode=755)
    cgroup on /sys/fs/cgroup/systemd type cgroup (rw,nosuid,nodev,noexec,relatime,xattr,release_agent=/lib/systemd/systemd-cgroups-agent,name=systemd)
    cgroup on /sys/fs/cgroup/cpuset type cgroup (rw,nosuid,nodev,noexec,relatime,cpuset)
    cgroup on /sys/fs/cgroup/cpu,cpuacct type cgroup (rw,nosuid,nodev,noexec,relatime,cpu,cpuacct)
    cgroup on /sys/fs/cgroup/blkio type cgroup (rw,nosuid,nodev,noexec,relatime,blkio)
    cgroup on /sys/fs/cgroup/devices type cgroup (rw,nosuid,nodev,noexec,relatime,devices)
    cgroup on /sys/fs/cgroup/freezer type cgroup (rw,nosuid,nodev,noexec,relatime,freezer)
    systemd-1 on /proc/sys/fs/binfmt_misc type autofs (rw,relatime,fd=22,pgrp=1,timeout=300,minproto=5,maxproto=5,direct)
    debugfs on /sys/kernel/debug type debugfs (rw,relatime)
    mqueue on /dev/mqueue type mqueue (rw,relatime)
    fusectl on /sys/fs/fuse/connections type fusectl (rw,relatime)
    /dev/md126 on /mnt type ext3 (rw,relatime,data=ordered)
    /dev/mapper/vg00-usr on /mnt/usr type ext4 (rw,relatime,data=ordered)
    /dev/mapper/vg00-var on /mnt/var type ext4 (rw,relatime,data=ordered)
    /dev/mapper/vg00-home on /mnt/home type ext4 (rw,relatime,data=ordered)

  • Setzen Sie die eingehängten Partitionen in eine Change-Root-Umgebung:
    rescue:~# chroot /mnt

  • Um ein neues Passwort zu setzen, geben Sie den folgenden Befehl ein: 
    rescue:~# passwd

  • Geben Sie das neue Passwort ein und wiederholen Sie es. 

  • Öffnen Sie das Cloud Panel.

  • Klicken Sie auf Aktionen > Neu starten.

  • Aktivieren Sie die Methode Aktuelles Betriebssystem.

  • Klicken Sie auf Ja.

Der Server wird neu gestartet. Anschließend können Sie sich mit dem neuen Passwort auf dem Server einloggen.