Installation des Cyber Protection Agents schlägt mit der Fehlermeldung snapapi fails to build fehl

Für Cloud Backup

Wenn Ihnen bei der Installation des Cyber Protection Agents die Fehlermeldung snapapi fails to build angezeigt wird, müssen Sie sicherstellen, dass der laufende Kernel mit der neuesten installierten Version übereinstimmt. 

Im Folgenden sind hierfür 2 mögliche Vorgehensweisen und die dazu erforderlichen Schritte aufgeführt. 

Möglichkeit 1: Kernelversion prüfen und beim Neustart den neuen Kernel wählen (empfohlen)

  • Prüfen Sie zunächst die aktuell verwendete Kernelversion. Um diese zu prüfen, geben Sie den folgenden Befehl ein:
    uname -r

  • Installieren Sie das Kernel-Devel-Paket und prüfen Sie die Version. Geben Sie hierzu die folgenden Befehle ein:

    CentOS
    Kernel-Devel-Paket installieren:
    yum install kernel-devel
    Version prüfen:
    rpm -qa |grep kernel
    Ubuntu/Debian
    Kernel-Devel-Paket installieren:
    sudo apt install linux-headers-amd64
    Version prüfen:
    dpkg -l linux-headers-*

  • Wenn das Header/Devel-Paket eine höhere Versionsnummer als der aktuelle Kernel hat, müssen Sie einen neueren Kernel installieren. Geben Sie hierzu den bzw. die folgenden Befehl(e) ein:

    Centos
    yum update kernel 
    Wenn Sie bereits die neueste Kernelversion installiert haben, geben Sie den folgenden Befehl ein, um eine korrekte und kompatible Version des Kernel-Devel-Pakets zu installieren:
    sudo yum install "kernel-devel-uname-r == $(uname -r)"
    Debian
    sudo apt install linux-image-amd64
    Ubuntu/Debian
    Aktualisieren Sie alle Pakete. Geben Sie hierzu den folgenden Befehl ein:
    sudo apt update && apt upgrade
    sudo apt dist-upgrade

  • Führen Sie einen Neustart durch. Je nach Distribution sind hierzu unterschiedliche Schritte erforderlich:

    CentOS 7
    Stellen Sie die Kernelversion ein und führen Sie einen Neustart durch. Wie Sie die Kernelversion einstellen, wird im Abschnitt Kernelversion als Standard einstellen (CentOS 7) erklärt.

    Ubuntu
    Führen Sie ggf. einen Neustart durch und wählen Sie beim Bootvorgang den neuen Kernel im Grub-Menü aus.

  • Installieren Sie den Cyber Protection Agent. Eine Anleitung finden Sie hier:

    Cloud Server:
    Backup Agent installieren (Linux)

    Dedicated Server:
    Backup Agent installieren (Dedicated Server mit Linux)

    MyBackup:
    Cyber Protection Agent installieren (PC oder Laptop mit Windows)

Möglichkeit 2: Kernelversion prüfen, korrektes Linux-Headers-Paket herunterladen und in /usr/src/kernels verschieben (gilt nur für Debian)

Wenn Sie keinen Neustart durchführen oder einen anderen Kernel verwenden möchten, gehen Sie wie folgt vor: 

  • Prüfen Sie den aktuell verwendeten Kernel. Geben Sie hierzu den folgenden Befehl ein:
    uname -r
    Öffnen Sie die URL http://snapshot.debian.org/package/linux/ und suchen Sie die korrekte und kompatible Version Version des Linux-Headers-Pakets. Laden Sie anschließend sowohl die "AMD64“- als auch die "common"-.deb-Datei herunter. 

  • Um das Linux-Headers-Paket zu entpacken, geben Sie den folgenden Befehl ein:
    ar x linux-headers-VERSION.deb
    tar x data.tar.xz

    Beispiele:
    ar x linux-headers-4.17.0-1-amd64_4.17.3-1_amd64.deb
    tar x data.tar.xz

    ar x linux-headers-4.17.0-1-common_4.17.3-1_all.deb
    tar x data.tar.xz

  • Um die Daten in das Verzeichnis /usr/src zu verschieben, geben Sie den folgenden Befehl ein:
    mv ./usr/src/* /usr/src

  • Installieren Sie den Cyber Protection Agent und ignorieren Sie hierbei die Fehlermeldung bezüglich des fehlenden Pakets. Eine Anleitung zur Installation des Cyber Protection Agents finden Sie hier:

    Cloud Server:
    Backup Agent installieren (Linux)

    Dedicated Server:
    Backup Agent installieren (Dedicated Server mit Linux)

    MyBackup:
    Cyber Protection Agent installieren (PC oder Laptop mit Windows)

Höchste, installierte Kernelversion als Standard einstellen (CentOS 7)

Um die höchste, installierte Kernelversion als Standard einzustellen, gehen Sie wie folgt vor:

  • Öffnen Sie die Datei /etc/default/grub mit dem Editor vi. Geben Sie hierzu den folgenden Befehl ein:
    [root@localhost ~]# vi /etc/default/grub

  • Ersetzen Sie den Wert beim Eintrag GRUB_DEFAULT= durch 0:
    GRUB_TIMEOUT=1
    GRUB_DEFAULT=0
    GRUB_DISTRIBUTOR="$(sed 's, release .*$,,g' /etc/system-release)"
    GRUB_DEFAULT=saved
    GRUB_DISABLE_SUBMENU=true
    GRUB_TERMINAL_OUTPUT="console"
    GRUB_CMDLINE_LINUX="no_timer_check console=tty0 console=ttyS0,115200n8 net.ifnames=0 biosdevname=0 elevator=noop crashkernel=auto"
    GRUB_DISABLE_RECOVERY="true"

    Andere Kernel können z. B. mit dem Eintrag GRUB_DEFAULT=1 oder GRUB_DEFAULT=2 ausgewählt werden.

  • Generieren Sie die Grub-Konfigurationsdatei neu. Geben Sie hierzu den folgenden Befehl ein:
    [root@localhost ~]# sudo grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg