Installation des Cyber Protection Agents schlägt mit der Fehlermeldung snapapi fails to build fehl
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Für Cloud Backup und Cloud Server, VPS, VPS+, Dedicated Server mit Ubuntu 22.04, Ubuntu 24.04, Debian 12, Debian 13, AlmaLinux 8, AlmaLinux 9, AlmaLinux 10, Rocky Linux 8, Rocky Linux 9 und Rocky Linux 10
In diesem Artikel wird erklärt, wie Sie die Fehlermeldung "snapapi fails to build" beheben können, die bei der Installation des Cyber Protection Agents auftritt.
Wenn Ihnen bei der Installation des Cyber Protection Agents die Fehlermeldung snapapi fails to build angezeigt wird, müssen Sie sicherstellen, dass der laufende Kernel mit der neuesten installierten Version übereinstimmt.
Im Folgenden sind hierfür 2 mögliche Vorgehensweisen und die dazu erforderlichen Schritte aufgeführt.
Möglichkeit 1: Kernelversion prüfen und beim Neustart den neuen Kernel wählen (empfohlen)
Prüfen Sie zunächst die aktuell verwendete Kernelversion. Um diese zu prüfen, geben Sie den folgenden Befehl ein:
uname -r
Installieren Sie das Kernel-Devel-Paket und prüfen Sie die Version. Geben Sie hierzu die folgenden Befehle ein:
AlmaLinux 8, 9 und 10 und Rocky Linux 8, 9 und 10
Kernel-Devel-Paket installieren:dnf install kernel-devel
Version prüfen:
rpm -qa |grep kernel
Debian 12 und Debian 13
Kernel-Devel-Paket installieren (Empfohlen, wenn Sie den aktuellen Standardkernel verwenden):sudo apt update
sudo apt install linux-headers-amd64Falls ein älterer oder abweichender Kernel läuft:
sudo apt install "linux-headers-$(uname -r)"
Version prüfen:
dpkg -l linux-headers-*
Ubuntu 22.04, Ubuntu 24.04
Kernel-Devel-Paket installieren:sudo apt update
sudo apt install linux-headers-genericVersion prüfen:
dpkg -l linux-headers-*
Wenn das Header-/Devel-Paket eine höhere Versionsnummer als der aktuelle Kernel hat, müssen Sie einen neueren Kernel installieren. Geben Sie hierzu den bzw. die folgenden Befehl(e) ein:
AlmaLinux 8, 9 und 10 sowie Rocky Linux 8, 9 und 10dnf update kernel
Wenn Sie bereits die neueste Kernelversion installiert haben, geben Sie den folgenden Befehl ein, um eine korrekte und kompatible Version des Kernel-Devel-Pakets zu installieren:
sudo dnf install "kernel-devel-$(uname -r)"
Debian 12 und Debian 13
sudo apt install linux-image-amd64
Ubuntu 22.04. und Ubuntu 24.04
sudo apt install linux-image-generic
Gilt für Debian 12, Debian 13, Ubuntu 22.04. und Ubuntu 24.04
Führen Sie ein Update der Paketlisten durch und aktualisieren Sie anschließend die Distribution (inkl. Kernel-Updates).sudo apt update && sudo apt dist-upgrade
Führen Sie einen Neustart durch. Je nach Distribution sind hierzu unterschiedliche Schritte erforderlich:
AlmaLinux und Rocky Linux 8, 9 und 10
Führen Sie ggf. einen Neustart durch und wählen Sie beim Bootvorgang den neuen Kernel im GRUB-Menü aus, falls dies nicht automatisch geschieht.Debian 12, Debian 13, Ubuntu 22.04. und Ubuntu 24.04
Führen Sie ggf. einen Neustart durch und wählen Sie beim Bootvorgang den neuen Kernel im GRUB-Menü aus.Prüfen Sie nach dem Neustart, ob die Version nun aktuell ist. Geben Sie hierzu den folgenden Befehl ein:
uname -r
Installieren Sie den Cyber Protection Agent. Eine Anleitung finden Sie in den folgenden Artikeln:
Cloud Server:
Backup Agent installieren (Linux)
Dedicated Server:
Möglichkeit 2: Kernelversion prüfen, korrektes Linux-Headers-Paket herunterladen und in /usr/src verschieben (gilt nur für Debian)
Wenn Sie keinen Neustart durchführen oder einen anderen Kernel verwenden möchten, gehen Sie wie folgt vor:
Prüfen Sie den aktuell verwendeten Kernel. Geben Sie hierzu den folgenden Befehl ein:
uname -r
Öffnen Sie die URL http://snapshot.debian.org/package/linux/ und suchen Sie die korrekte und kompatible Version des Linux-Headers-Pakets. Laden Sie anschließend sowohl die "AMD64-“ als auch die "common"-.deb-Datei herunter.
Um das Linux-Headers-Paket zu entpacken, geben Sie den folgenden Befehl ein:
ar x linux-headers-VERSION.deb
tar x data.tar.xzBeispiele:
ar x linux-headers-4.17.0-1-amd64_4.17.3-1_amd64.deb
tar x data.tar.xzar x linux-headers-4.17.0-1-common_4.17.3-1_all.deb
tar x data.tar.xzDebian 12/13, falls .zst verwendet wird, verwenden Sie die folgenden Befehle:
ar x linux-headers-VERSION.deb
tar --zstd -xvf data.tar.zstUm die entpackten Daten in das Verzeichnis /usr/src zu verschieben, geben Sie den folgenden Befehl ein:
sudo mv ./usr/src/* /usr/src
Installieren Sie den Cyber Protection Agent und ignorieren Sie hierbei die Fehlermeldung bezüglich des fehlenden Pakets. Eine Anleitung zur Installation des Cyber Protection Agents finden Sie in den folgenden Artikeln:
Cloud Server:
Backup Agent installieren (Linux)
Dedicated Server:
Backup Agent installieren (Dedicated Server mit Linux)
Falls der neue Kernel nicht automatisch bootet: Standard-Kernel einstellen
Falls der Server nach dem Update nicht mit dem neuen Kernel startet, müssen Sie diesen als Standard festlegen.
AlmaLinux 8, 9, 10 und Rocky Linux 8, 9, 10
Diese Systeme nutzen grubby zur Verwaltung.
Prüfen Sie mit grubby die verfügbaren Kernel:
sudo grubby --info=ALL
Um den gewünschten Kernel als Standard zu setzen, notieren Sie sich den Pfad (z. B. /boot/vmlinuz-4.18...) aus der Liste oben. Passen Sie anschließend den folgenden Befehl an und führen Sie diesen aus:
sudo grubby --set-default /boot/vmlinuz-<VERSION>
Um den eingestellten Kernel zu prüfen, geben Sie den folgenden Befehl ein:
sudo grubby --default-kernel
Debian 12, Debian 13, Ubuntu 22.04. und Ubuntu 24.04
Bei diesen Distributionen wird der neueste Kernel standardmäßig automatisch ausgewählt. Sollte dies nicht geschehen, wählen Sie ihn beim Booten im GRUB-Menü unter "Advanced options for Ubuntu/Debian" aus.
Inhalt
- Möglichkeit 1: Kernelversion prüfen und beim Neustart den neuen Kernel wählen (empfohlen)
- Möglichkeit 2: Kernelversion prüfen, korrektes Linux-Headers-Paket herunterladen und in /usr/src verschieben (gilt nur für Debian)
- Falls der neue Kernel nicht automatisch bootet: Standard-Kernel einstellen
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