Mit den richtigen Methoden für das Zeit­ma­nage­ment lassen sich wichtige von un­wich­ti­gen Aufgaben un­ter­schei­den, To-dos besser planen sowie strin­gen­ter durch­füh­ren und Er­geb­nis­se ef­fi­zi­en­ter erreichen.

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Was ist Zeit­ma­nage­ment?

Zeit­ma­nage­ment dient Menschen dazu, ihre ver­füg­ba­re Zeit möglichst effizient zur Er­le­di­gung ihrer Aufgaben ein­zu­set­zen. Näher be­trach­tet trifft der Begriff jedoch den Kern der Sache nicht – denn ei­gent­lich ist es nicht die Zeit, die wir managen können, sondern unsere Ar­beits­wei­se. Daher wird statt­des­sen seit einigen Jahren zunehmend der Begriff „Selbst­ma­nage­ment“ verwendet, wenn es um Selbst­or­ga­ni­sa­ti­on und einen möglichst ef­fi­zi­en­ten Umgang mit der ver­füg­ba­ren Zeit geht.

Es exis­tie­ren mitt­ler­wei­le viele ver­schie­de­ne Zeit­ma­nage­ment­sys­te­me bzw. Zeit­ma­nage­ment-Methoden, mit denen Sie ihre be­ruf­li­chen und privaten Aufgaben prio­ri­sie­ren, planen, durch­füh­ren und auf Erfolg kon­trol­lie­ren können.

Hinweis

Keine Zeit­ma­nage­ment-Methode ist per se besser oder schlech­ter als die andere. Wie gut eine Methode bei Ihnen funk­tio­niert, hängt von Ihrer Per­sön­lich­keit, Ihrem Ar­beits­stil und den Tä­tig­kei­ten ab, auf die Sie die jeweilige Methode anwenden. Sie können also nur für sich selbst das wirk­sams­te Zeit­ma­nage­ment­sys­tem (oder eine Kom­bi­na­ti­on mehrerer Methoden) finden.

Die Vorteile von Zeit­ma­nage­ment-Methoden

Wenn Sie Ihr Zeit­ma­nage­ment ver­bes­sern wollen, brauchen Sie zunächst etwas Durch­hal­te­ver­mö­gen. Denn Sie sollten ver­schie­de­ne Methoden testen und jede jeweils über mehrere Wochen kon­se­quent anwenden. Manche Methoden ver­ur­sa­chen zunächst Mehr­auf­wand, be­schleu­ni­gen die Ar­beits­pro­zes­se später aber enorm. Erst wenn Sie eine Zeit­ma­nage­ment-Methode zur Ge­wohn­heit gemacht haben, können Sie wirklich be­ur­tei­len, ob sie für Sie funk­tio­niert. Häufig ergibt sich die Wirkung auch aus der Kom­bi­na­ti­on mehrerer Methoden. Der Prozess des Aus­pro­bie­rens ist etwas mühsam, kann sich aber lohnen.

Wer Zeit­ma­nage­ment be­herrscht, pro­fi­tiert in vielerlei Hinsicht:

  • Höhere Pro­duk­ti­vi­tät
  • Stress­re­du­zie­rung
  • Mehr Zeit für sich selbst, Familie und Freunde
  • Bessere Work-Life-Balance

Die 8 besten Methoden für Zeit­ma­nage­ment im Überblick

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht über die be­kann­tes­ten und er­folg­reichs­ten Zeit­ma­nage­ment­sys­te­me bzw. Zeit­ma­nage­ment-Methoden, aus der Sie Ihren eigenen Zeit­ma­nage­ment-Mix ent­wi­ckeln können.

Ei­sen­hower-Prinzip

Sie haben Schwie­rig­kei­ten, Aufgaben zu prio­ri­sie­ren, und neigen dazu, so viel Zeit in die Be­ant­wor­tung von E-Mails zu in­ves­tie­ren, dass kon­zen­trier­te Ar­beits­pha­sen Man­gel­wa­re werden? Sie lassen sich Ihren Ter­min­ka­len­der von Meetings und Te­le­fo­na­ten diktieren? Dann sollten Sie sich das Ei­sen­hower-Prinzip ansehen.

Dabei ka­te­go­ri­sie­ren Sie alle Ihre Aufgaben mithilfe der Ei­sen­hower-Matrix in einen von vier Qua­dran­ten:

Bild: Darstellung der Eisenhower-Matrix
Die Ei­sen­hower-Matrix un­ter­schei­det Aufgaben nach Dring­lich­keit und Wich­tig­keit.

A-Aufgaben sollten Sie sofort erledigen, da es sonst zu Problemen kommen kann. B-Aufgaben sollten Sie fest einplanen und nicht ver­nach­läs­si­gen (was gerne getan wird). C-Aufgaben sind dazu prä­de­sti­niert, delegiert zu werden – hier sollten Sie Ihre Aufgaben re­du­zie­ren. D-Aufgaben hingegen können Sie eli­mi­nie­ren oder – wenn es sich nicht anders ein­rich­ten lässt – ebenfalls de­le­gie­ren.

Pareto-Prinzip

Sie sind ständig be­schäf­tigt und sehen trotzdem, wie andere mit an­schei­nend deutlich weniger Aufwand an Ihnen vor­bei­zie­hen? Dann können Sie Ihr Zeit­ma­nage­ment mithilfe des Pareto-Prinzips ver­bes­sern. Die Methode sorgt dafür, dass Sie sich in Ihrer Ar­beits­zeit auf die Aufgaben fo­kus­sie­ren, die die größten Aus­wir­kun­gen auf das Ergebnis haben.

Bild: Darstellung des Pareto-Prinzips
Das Pareto-Prinzip wird auch „80-20-Regel“ genannt.

Das Pareto-Prinzip besagt, dass 20 Prozent der Aufgaben für 80 Prozent des Er­geb­nis­ses ver­ant­wort­lich sind. Es gilt also, die ent­schei­den­den 20 Prozent aus dem eigenen Auf­ga­bensta­pel her­aus­zu­fil­tern.

ABC-Analyse

Die ABC-Analyse ist ein klas­si­sches be­triebs­wirt­schaft­li­ches In­stru­ment, um die grund­le­gen­de Aus­rich­tung eines Un­ter­neh­mens zu über­prü­fen. Das Zeit­ma­nage­ment­sys­tem un­ter­stützt dabei, Faktoren zu vi­sua­li­sie­ren, die ent­schei­dend zum Un­ter­neh­mens­er­folg beitragen.

Die Analyse un­ter­sucht z. B. folgende Fragen:

  • Welche Kunden sorgen für den größten Anteil am Un­ter­neh­mens­um­satz?
  • Welche Produkte oder Dienst­leis­tun­gen leisten den größten Beitrag zum Un­ter­neh­mens­ge­winn?
  • Welche Rohstoffe ver­ur­sa­chen die höchsten Be­schaf­fungs- und La­ger­kos­ten?

Bei der Be­ant­wor­tung dieser Fragen werden die be­trach­te­ten Elemente in die Ka­te­go­rien „A“ (sehr wichtig), „B“ (durch­schnitt­lich wichtig) und „C“ (weniger wichtig) ein­ge­teilt. Auch eine Ein­tei­lung in mehr als drei Gruppen ist möglich – Haupt­sa­che, diese sind klar definiert.

Bild: ABC-Analyse-Grafik: Klassische Gruppenverteilung
Bei der ABC-Analyse teilt man Aufgaben Prio­ri­täts­stu­fen zu.

So ergibt sich eine Richt­schnur, worauf sich die weitere Un­ter­neh­mens­pla­nung fo­kus­sie­ren sollte und welche Aufgaben als nächste anzugehen sind. Die Analyse dient also eher als Vor­be­rei­tung für das weitere Zeit­ma­nage­ment.

ALPEN-Methode

Die ALPEN-Methode widmet sich nicht den großen Fragen der Un­ter­neh­mens­pla­nung, sondern der besseren Or­ga­ni­sa­ti­on des einzelnen Ar­beits­ta­ges. Sie zeigt, wie Sie Ihren Tag für größt­mög­li­che Ef­fek­ti­vi­tät struk­tu­rie­ren, und verwendet dazu fünf Schritte, die na­mens­ge­bend für die Methode sind.

Bild: Grafik: Die fünf Schritte der ALPEN-Methode
Mithilfe der ALPEN-Methode struk­tu­rie­ren Sie Ihren Ar­beits­tag.

Aufgaben de­fi­nie­ren: Ver­schaf­fen Sie sich eine Übersicht über alle zu er­le­di­gen­den To-dos.

Länge schätzen: Schätzen Sie die Zeit, die Sie für die Er­le­di­gung der einzelnen Aufgaben benötigen. Die Summe der somit ver­plan­ten Zeit gibt Ihnen einen Eindruck, ob Sie Ihr geplantes Ta­ges­pen­sum überhaupt be­wäl­ti­gen können.

Puf­fer­zei­ten einplanen: Sie sollten nur 60 Prozent Ihrer Ar­beits­zeit verplanen und 40 Prozent für un­er­war­te­te Er­eig­nis­se sowie soziale Ak­ti­vi­tä­ten re­ser­vie­ren.

Ent­schei­dun­gen treffen: Ent­schei­den Sie, welche Aufgabe Sie zuerst und welche im weiteren Ta­ges­ver­lauf be­ar­bei­ten. Hierzu sind Prio­ri­sie­rungs- und Zeit­ma­nage­ment-Methoden wie die Ei­sen­hower-Matrix und die ABC-Analyse hilfreich.

Nach­kon­trol­le: Prüfen Sie am Abend, wie gut Ihre Planung auf­ge­gan­gen ist und ob Sie Ihre Ziele erreicht haben.

Pomodoro-Technik

Vor allem Bü­ro­ar­bei­ter und Bü­ro­ar­bei­te­rin­nen kennen die Ver­su­chun­gen, die im Computer lauern: Social Media, E-Mails, Nach­rich­ten. Wenn es Ihnen schwer­fällt, den „Feinden der Pro­duk­ti­vi­tät“ zu wi­der­ste­hen und über längere Zeit kon­zen­triert an einer Aufgabe zu arbeiten, sollten Sie die Pomodoro-Technik testen.

Statt sich vor­zu­neh­men, mit reiner Wil­lens­kraft jetzt aber wirklich diese eine Aufgabe ab­zu­ar­bei­ten, bevor ir­gend­et­was anderes angefasst wird, un­ter­teilt die Pomodoro-Technik Aufgaben in kleine, hand­hab­ba­re Teil­auf­ga­ben, die in Zeit­in­ter­val­len von je 25 Minuten be­ar­bei­tet werden. Nach jeder 25-Minuten-Einheit (pomodoro) folgt eine fünf­mi­nü­ti­ge Pause. Nach vier pomodori legen Sie eine längere Pause von 30 Minuten ein. Damit haben Sie eine voll­stän­di­ge Pomodoro-Session ab­ge­schlos­sen.

Bild: Grafik, die den Ablauf einer Pomodoro-Session darstellt
Die „pomodori“ sind einzelne Ar­beits­pha­sen, die auf­ein­an­der­fol­gend eine Session ergeben.

Durch den re­gel­mä­ßi­gen Wechsel von Kon­zen­tra­ti­on und Ent­span­nung ist das Gehirn deutlich eher in der Lage, auch über mehrere Stunden fo­kus­siert und effektiv zu arbeiten.

SMART-Methode

Damit Sie und Ihre Mit­ar­bei­te­rin­nen und Mit­ar­bei­ter Aufgaben motiviert und effizient erledigen, müssen Sie zunächst die richtigen Ziele setzen. Wer un­kon­kre­te, un­rea­lis­ti­sche Ziele ohne fest­ste­hen­de Deadline vorgibt, sabotiert seinen Erfolg und wird keine guten Er­geb­nis­se erzielen – egal, welche Zeit­ma­nage­ment-Methode er für die tägliche Auf­ga­ben­be­wäl­ti­gung her­an­zieht.

Um Fehler bei der Ziel­for­mu­lie­rung zu vermeiden, können Sie auf die SMART-Methode zu­rück­grei­fen. Nach diesem bewährten Modell müssen gute Ziele fünf Kriterien erfüllen: Sie sollen spe­zi­fisch, messbar, attraktiv, rea­lis­tisch und ter­mi­niert sein.

Bild: Grafik, die das Akronym SMART aufschlüsselt
Die fünf Kriterien der SMART-Methode helfen Ihnen dabei, handfeste Ziele zu for­mu­lie­ren.

Getting Things Done (GTD)

Sie haben viele be­ruf­li­che und private Ver­pflich­tun­gen und wollen si­cher­ge­hen, dass keine Termine un­ter­ge­hen oder Sie plötz­li­che Zeit­fens­ter ungenutzt ver­strei­chen lassen? Das Zeit­ma­nage­ment­sys­tem Getting Things Done (GTD) ist ein All­round­sys­tem aus Listen und Ter­min­ka­len­der für Beruf und Pri­vat­le­ben.

Indem Sie alle Aufgaben und Projekte schrift­lich fest­hal­ten, entlasten Sie Ihr Gehirn und können nichts mehr vergessen. Jede neue In­for­ma­ti­on oder Aufgabe, die Sie erreicht, können Sie nach dieser Methode be­ar­bei­ten. Sie besteht aus fünf Schritten: Sammeln, Ver­ar­bei­ten, Or­ga­ni­sie­ren, Durch­se­hen, Erledigen.

Die Ver­ar­bei­tung muss re­gel­mä­ßig erfolgen. Um zu ent­schei­den, wie mit einer Aufgabe zu verfahren ist, bietet Getting Things Done einen de­tail­lier­ten Ent­schei­dungs­pro­zess.

Bild: Darstellung des Getting-Things-Done-Workflows
Der Ablauf der Getting-Things-Done-Methode funk­tio­niert nach klaren stu­fen­wei­sen Ent­schei­dun­gen.

Sofern Sie eine Aufgabe nicht innerhalb von zwei Minuten erledigen können, setzen Sie diese auf eine passende Liste, z. B. „Projekte“, „Nächste Schritte“ oder „Warten auf“. Termine tragen Sie in Ihren Kalender ein. Min­des­tens einmal am Tag sichten Sie Ihre Listen und ent­schei­den, welche Aufgaben Sie als nächste be­ar­bei­ten wollen.

Time Boxing

Aus dem Pro­jekt­ma­nage­ment stammt die Zeit­ma­nage­ment-Methode des Time Boxing (auch Ti­me­boxing). Dabei werden für Aufgaben konkrete Zeit­blö­cke definiert, innerhalb derer die Aufgabe unbedingt ab­zu­schlie­ßen ist. Dahinter steht die Annahme, dass Aufgaben häufig so viel Zeit in Anspruch nehmen, wie vorhanden ist. Ohne klare Deadline können Budgets ausufern oder sich Projekte unnötig verzögern. Time Boxing schafft pro­duk­ti­ven Hand­lungs­druck.

Bild: Time Boxing: Beispiel eines Wochenplans mit Zeitblöcken
Beim Time Boxing teilen Sie Ihre Aufgaben in genau fest­ge­leg­te Zeit­blö­cke ein.

Legen Sie Zeit­blö­cke fest, in denen Sie oder Ihr Team fo­kus­siert eine Aufgabe erledigen bzw. ein Ergebnis erzielen sollen. Zeit­blö­cke können Stunden, Tage oder Wochen umfassen, je nachdem, ob die Zeit­ma­nage­ment-Methode für einzelne Aufgaben oder ganze Pro­jekt­sprints verwendet wird. Für die Wirkung der Methode ist ent­schei­dend, dass die Zeit­blö­cke nicht zu lang, aber auch nicht zu kurz gewählt werden, da sonst Stress entsteht, der gute Er­geb­nis­se blockiert.

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