Nach einer Bewerbung keine Rück­mel­dung zu erhalten, kann frus­trie­rend sein. Dennoch sollten Sie dem je­wei­li­gen Un­ter­neh­men aus­rei­chend Zeit geben, bevor Sie den Stand der Bewerbung nach­fra­gen. Nach einer an­ge­mes­se­nen Wartezeit, können Sie sich in einer freund­li­chen E-Mail nach dem Status er­kun­di­gen und so mög­li­cher­wei­se den Ent­schei­dungs­pro­zess be­schleu­ni­gen. Dabei gibt es jedoch einige Punkte zu beachten.

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Bewerbung: Wann nach­fra­gen?

Grund­sätz­lich gibt es keine Richt­li­nie, wann man nach der Bewerbung nach­fra­gen sollte. Daher gilt: Er­kun­di­gen Sie sich nach dem Stand der Bewerbung, sobald Sie dies für sinnvoll halten – jedoch frü­hes­tens ein bis zwei Wochen, nachdem Sie sich beworben haben. Wann der ideale Zeitpunkt fürs Nach­fra­gen bei einer Bewerbung ist, hängt von zahl­rei­chen Faktoren ab, die Sie als Bewerber oder Be­wer­be­rin in der Regel nicht be­ein­flus­sen können – darunter die Größe des Un­ter­neh­mens, die internen Ent­schei­dungs­pro­zes­se und die Ver­füg­bar­keit der zu­stän­di­gen Per­so­nal­ver­ant­wort­li­chen. Indem Sie nach dem Be­wer­bungs­sta­tus fragen, un­ter­strei­chen Sie Ihr Interesse, was für Ar­beit­ge­be­rin­nen und Ar­beit­ge­ber ein positives Signal sein kann. Es wird demnach nicht negativ bewertet, solange es höflich und pro­fes­sio­nell geschieht. Sie sollten also kei­nes­falls davor zu­rück­schre­cken – vor­aus­ge­setzt, Sie fragen nicht zum wie­der­hol­ten Mal nach. Falls Sie keine Antwort auf Ihre E-Mail erhalten, können Sie es te­le­fo­nisch versuchen. Meist werden Sie auf die freund­li­che Frage nach Ihrer Bewerbung hin mit der zu­stän­di­gen Person verbunden. Für die Re­kru­tie­rung neuer Mit­ar­bei­ten­den ist die Per­so­nal­ver­wal­tung ver­ant­wort­lich.

Wegen Bewerbung nach­fra­gen: For­mu­lie­rung und Muster

Für das For­mu­lie­ren der E-Mail gibt es ein paar Emp­feh­lun­gen, an die Sie sich halten sollten, damit Sie am Ende nicht negativ auffallen oder als auf­dring­lich ab­ge­stem­pelt werden:

  1. Seien Sie höflich: Mit Ihrer E-Mail möchten Sie einen pro­fes­sio­nel­len Eindruck ver­mit­teln – dafür ist eine höfliche Begrüßung Pflicht. Nennen Sie die per­so­nal­ver­ant­wort­li­che Person beim Namen. Bedanken Sie sich, wenn Sie z. B. eine Emp­fangs­be­stä­ti­gung erhalten haben.
  2. Halten Sie sich kurz: Schildern Sie Ihr Anliegen möglichst kurz und präzise. So kann der ent­spre­chen­de Per­so­nal­ma­na­ger oder die Per­so­nal­ma­na­ge­rin dieses schnell verstehen und be­ar­bei­ten.
  3. For­mu­lie­ren Sie eine präzise Be­treff­zei­le: Die Be­treff­zei­le sollte die Position be­inhal­ten, für die sich beworben haben sowie Ihren Namen. So kann die per­so­nal­ver­ant­wort­li­che Person Ihre E-Mail leichter zuordnen.
  4. Machen Sie Ihr Interesse deutlich: Wenn Sie ein starkes Interesse an der Ar­beits­stel­le haben, ist das Ihr Antrieb, wegen der Bewerbung nach­zu­fra­gen. Erinnern Sie Ihren po­ten­zi­el­len Ar­beit­ge­ben­den daran, dass gerade Sie die Stelle optimal besetzen würden. Holen Sie dabei jedoch nicht unnötig weit aus.
  5. Stellen Sie eine Frage: For­mu­lie­ren Sie ein konkretes Anliegen, etwa in Form einer Frage. Wann können Sie mit einer Rück­mel­dung rechnen? Wie wird der weitere Be­wer­bungs­pro­zess ablaufen?
  6. Si­gna­li­sie­ren Sie, dass Sie für ein Gespräch zur Verfügung stehen: Sie können in Ihrer E-Mail mitteilen, wann Sie für ein Ken­nen­ler­nen vor Ort verfügbar wären. Generell sollten Sie sich offen für eine Kon­takt­auf­nah­me zeigen.
  7. Über­prü­fen Sie die E-Mail: Nicht nur durch Ihre Be­wer­bungs­un­ter­la­gen, sondern auch durch Ihre E-Mail haben Sie die Mög­lich­keit, einen positiven Eindruck zu hin­ter­las­sen. Dafür sollte der Text unbedingt feh­ler­frei sein. Über­prü­fen Sie ihn daher zum Schluss noch einmal auf Grammatik und Recht­schrei­bung. Ver­ge­wis­sern Sie sich außerdem, dass Sie den Adres­sa­ten korrekt benannt haben, bevor Sie die Mail ab­schi­cken.
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Bewerbung nach­fra­gen per E-Mail: Mus­ter­vor­la­gen

E-Mail-Vorlagen können Ihnen dabei helfen, Ideen für mögliche For­mu­lie­run­gen zu sammeln. Jedoch müssen Sie die E-Mail immer an den je­wei­li­gen Job anpassen, für den Sie sich beworben haben. Diese beiden Vor­schlä­ge können Sie als Muster verwenden:

Muster 1

Sehr geehrte(r) [Herr/Frau X],

vielen Dank für Ihre Emp­fangs­be­stä­ti­gung vom [TT.MM.JJJJ].

Selbst­ver­ständ­lich ist mir bewusst, dass ein qua­li­ta­ti­ver Be­wer­bungs­pro­zess Zeit in Anspruch nimmt. Dennoch möchte ich mich gerne er­kun­di­gen, bis wann ich vor­aus­sicht­lich mit einer Rück­mel­dung zu meiner Bewerbung rechnen kann. An einer Tätigkeit als [Job­be­zeich­nung] in Ihrem Un­ter­neh­men habe ich nach wie vor großes Interesse.

Sollten Sie Fragen zu meinen Be­wer­bungs­un­ter­la­gen haben, stehe ich Ihnen gerne per E-Mail oder te­le­fo­nisch unter [Han­dy­num­mer] zur Verfügung.

Ich freue mich über Ihre Rück­mel­dung.

Mit freund­li­chen Grüßen

[Ihr Vor- und Nachname]

Muster 2

Sehr geehrte(r) [Herr/Frau Z],

ich bedanke mich ganz herzlich für Ihre freund­li­che Mail vom [TT.MM.JJJJ].

In­zwi­schen sind seit dem Be­wer­bungs­schluss einige Wochen vergangen. Daher möchte ich mich auf diesem Weg er­kun­di­gen, wann und wie der Aus­wahl­pro­zess wei­ter­ge­hen wird.

Da ich nach wie vor an der Stelle als [Job­be­zeich­nung] in Ihrem Un­ter­neh­men in­ter­es­siert bin, würde ich mich sehr über eine baldige und positive Rück­mel­dung freuen. Für Fragen zu meinen Be­wer­bungs­un­ter­la­gen stehe ich Ihnen gerne per E-Mail oder te­le­fo­nisch unter [Han­dy­num­mer] zur Verfügung.

Mit freund­li­chen Grüßen

[Ihr Vor- und Nachname]

Gründe für eine aus­blei­ben­de Antwort

Je nach Un­ter­neh­men kann ein Be­wer­bungs­pro­zess un­ter­schied­lich lange dauern – von zwei Wochen bis hin zu zwei Monaten. Dabei hängt die Länge des Prozesses in der Regel von der Größe und Per­so­nal­si­tua­ti­on des Un­ter­neh­mens ab. In kleineren Un­ter­neh­men dauert es meistens weniger lang, weil hier die Wege kürzer und die Ver­ant­wort­lich­kei­ten weniger stark verteilt sind als in größeren Un­ter­neh­men. Dennoch kann es immer sein, dass Be­wer­bun­gen aufgrund drin­gen­der Aufträge oder anderer Gründe liegen bleiben. Wenn Sie den Status Ihrer Bewerbung nach­fra­gen, sollten Sie diese Mög­lich­kei­ten nicht außer Acht lassen.

Warum haben Sie noch keine Rück­mel­dung erhalten?

  • Der Be­wer­bungs­schluss ist noch nicht erreicht.
  • Die ver­ant­wort­li­chen Mit­ar­bei­ten­den sind krank oder im Urlaub.
  • Die ver­ant­wort­li­chen Mit­ar­bei­ten­den sind mit dring­li­che­ren Aufgaben aus­ge­las­tet.
  • Es haben sich mehr Personen auf die Position beworben als erwartet.
  • Die Auswahl der Kan­di­da­ten und Kan­di­da­tin­nen nimmt mehr Zeit in Anspruch als geplant.
  • Die Ent­schei­dung der prä­fe­rier­ten Person steht noch aus.
  • Aufgrund von internen Ent­schei­dun­gen im Un­ter­neh­men wird die Stelle doch nicht besetzt.
Tipp

Oft fällt es schwer auf dem Job-Markt, aus der Masse von Be­wer­bun­gen her­aus­zu­ste­chen. Eine kreative Weise, um sich von der Kon­kur­renz ab­zu­set­zen ist eine Be­wer­bungs­home­page. Wie dies einfach gelingt, erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema „Be­wer­bungs­home­page erstellen“.

Nach der Bewerbung fragen: Dos und Don’ts

Mit einer auf die Bewerbung folgende E-Mail können Sie bei den Per­so­nal­ver­ant­wort­li­chen Plus­punk­te sammeln – wenn Sie dabei ein paar Regeln beachten. Daran sollten Sie sich halten, wenn Sie bezüglich Ihrer Bewerbung nach­fra­gen:

Dos Don’ts
Fragen Sie höflich, freund­lich und ohne Vorwürfe nach dem Stand der Bewerbung. Üben Sie keinen Druck auf die Recruiter aus.
Lassen Sie auch kleinen Un­ter­neh­men min­des­tens ein bis zwei Wochen Zeit für die Be­ar­bei­tung. Fragen Sie nicht kurz vor oder nach der Be­wer­bungs­dead­line nach dem Zwi­schen­stand.
Er­kun­di­gen Sie sich nach den nächsten Schritten im Be­wer­bungs­pro­zess. The­ma­ti­sie­ren Sie nicht das Gehalt. Zu Beginn des Be­wer­bungs­pro­zes­ses sollten Sie nicht nach der Vergütung oder möglichen Ver­güns­ti­gun­gen fragen.
Bekunden Sie Ihr Interesse an der Position im Un­ter­neh­men auf eine un­auf­dring­li­che Weise.

Nach Bewerbung nach­fra­gen per E-Mail – oder doch lieber per Telefon?

Eine weitere Mög­lich­keit, um Ihren Be­wer­bungs­stand zu erfragen, ist die Kon­takt­auf­nah­me per Telefon. Worin un­ter­schei­den sich E-Mail und Telefon hierbei?

E-Mail Telefon
Man weiß nicht, wann und von wem die E-Mail gelesen wird. Die Kom­mu­ni­ka­ti­on erfolgt schneller und direkter.
Die Nachricht kann in Ruhe for­mu­liert werden. Ein Telefonat ist oft per­sön­li­cher als eine E-Mail.
Die An­sprech­per­son hat aus­rei­chend Zeit, um qua­li­fi­ziert auf das Anliegen zu reagieren. Es besteht die Mög­lich­keit eines spontanen In­ter­views.
Die An­sprech­per­son könnte vergessen, die E-Mail zu be­ant­wor­ten. Die An­sprech­per­son könnte in einer Be­spre­chung oder abwesend sein.

Darüber hinaus sind viele Per­so­nal­ver­ant­wort­li­che auf pro­fes­sio­nel­len Social-Media-Platt­for­men wie Xing oder LinkedIn aktiv. Auch hierüber ist das Nach­fra­gen des Standes der Bewerbung möglich. Es gelten prin­zi­pi­ell die gleichen Standards wie bei einer E-Mail. Der Vorteil: Klickt die Kon­takt­per­son Ihr Profil an, können Sie womöglich gleich damit punkten – natürlich, sofern es seriös und an­spre­chend gestaltet ist.

Be­wer­bungs­stand nach­fra­gen nach einem Vor­stel­lungs­ge­spräch

Wie in­for­miert man sich nach dem Vor­stel­lungs­ge­spräch über den aktuellen Stand im Be­wer­bungs­pro­zess? Wurde viel­leicht schon eine Ent­schei­dung getroffen? Mit einigen einfachen Maßnahmen machen Sie sich das Leben leichter und bleiben den Per­so­nal­ver­ant­wort­li­chen positiv im Ge­dächt­nis.

  • Er­kun­di­gen Sie sich – z. B. bei der Einladung zum Vor­stel­lungs­ge­spräch – über die Namen Ihrer An­sprech­per­son und deren Funktion im Un­ter­neh­men.
  • Bitten Sie Ihre Ge­sprächs­part­ner und -part­ne­rin­nen um eine Vi­si­ten­kar­te.
  • Fragen Sie zum Ende des Gesprächs nach dem weiteren Verlauf.
  • Senden Sie nach dem Be­wer­bungs­ge­spräch ein Dank­schrei­ben per E-Mail – damit bestärken Sie Ihr Interesse an einer Mitarbeit.

Ist trotz allem bereits einige Zeit seit dem Vor­stel­lungs­ge­spräch ver­stri­chen, haben Sie das gute Recht, nach­zu­fra­gen. Bleiben Sie auch dabei stets freund­lich und höflich und machen Sie weder Druck noch Vorwürfe. Bekunden Sie Ihr Interesse und fragen Sie die Per­so­nal­ver­ant­wort­li­chen, wann in etwa eine Ent­schei­dung getroffen wird.

Liegt Ihnen bereits ein weiteres Job­an­ge­bot vor und müssen Sie daher eine Ent­schei­dung treffen, schildern Sie Ihre Situation sachlich: Weisen Sie z. B. auf die bald aus­lau­fen­de Kün­di­gungs­frist bei Ihrem jetzigen Ar­beit­ge­ber oder das vor­lie­gen­de Angebot eines anderen Un­ter­neh­mens hin, das Sie al­ter­na­tiv annehmen würden. Achtung: Wenn Sie gleich mehrere andere Optionen erwähnen, könnte das so wirken, als sei Ihnen die Stelle bei diesem Un­ter­neh­men nicht wichtig.

Tipp

Bewerben Sie sich weiter! Auch wenn Sie denken, Sie hätten den passenden Job für sich gefunden, sollten Sie nicht aufhören, sich nach Al­ter­na­ti­ven umzusehen.

Reviewer

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