Im deutsch­spra­chi­gen Raum noch eher unbekannt, ist das Dank­schrei­ben für ein Vor­stel­lungs­ge­spräch in England und den USA sehr beliebt. Freund­lich bedankt man sich nach einem Job-Interview nochmals schrift­lich bei seinem Ge­sprächs­part­ner oder der Ge­sprächs­part­ne­rin und verstärkt auf diese Weise den guten Eindruck, den man hof­fent­lich hin­ter­las­sen hat. Wie hat so ein Dank­schrei­ben aus­zu­se­hen?

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Dank­schrei­ben nach dem Vor­stel­lungs­ge­spräch: Mit Mustern zum Erfolg

Es kann schwer­fal­len, den richtigen Ton zu treffen. Deshalb haben wir Ihnen ver­schie­de­ne Beispiele zu­sam­men­ge­stellt. Sie können für Ihre E-Mail nach dem Vor­stel­lungs­ge­spräch diese Muster als Aus­gangs­punkt nehmen. In­di­vi­dua­li­sie­ren Sie Ihre Nachricht auf jeden Fall!

Beispiel 1

Betreff: Vielen Dank für das Gespräch vom 15.01.

Sehr geehrte [Name der An­sprech­part­ne­rin],

hiermit möchte ich mich gern bei Ihnen für das freund­li­che Gespräch bezüglich der Stelle als [Job-Be­zeich­nung] bedanken. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und kann mir meine Zukunft bei [Name des Un­ter­neh­mens] nun noch mehr vor­stel­len. Besonders Ihre Aus­füh­run­gen zu [Ge­sprächs­punkt] haben mich fas­zi­niert und noch lang ge­dank­lich be­schäf­tigt.

Sollten Sie noch Fragen zu meiner Bewerbung haben, zögern Sie nicht, mich an­zu­schrei­ben oder unter [Ihre Te­le­fon­num­mer] anzurufen.

Mit freund­li­chen Grüßen

[Ihr Name]

Im Betreff machen Sie direkt Inhalt und Kontext Ihrer E-Mail klar und kommen im ersten Satz schon auf den Anlass zu sprechen. Im Anschluss be­kräf­ti­gen Sie Ihr Interesse an der An­stel­lung und greifen einen konkreten Punkt aus dem Gespräch auf. Das zeigt Ihrem An­sprech­part­ner oder Ihrer An­sprech­part­ne­rin, dass Sie sich ge­dank­lich mit der Un­ter­hal­tung aus­ein­an­der­ge­setzt haben. Schließ­lich verweisen Sie auf Ihre Te­le­fon­num­mer und si­gna­li­sie­ren Kom­mu­ni­ka­ti­ons­be­reit­schaft.

Beispiel 2

Betreff: Re: Einladung zum Vor­stel­lungs­ge­spräch

Liebe [Name der ersten An­sprech­part­ne­rin], lieber [Name des zweiten An­sprech­part­ners],

ich möchte mich gern bei euch für das nette und in­ter­es­san­te Gespräch am 15.01. bedanken. Ich habe mich sehr wohl gefühlt und kann mir nun noch mehr vor­stel­len, bei [Un­ter­neh­mens­na­me] zu arbeiten.

Bei unserer Un­ter­hal­tung hatten wir auch über [konkreter Ge­sprächs­in­halt] ge­spro­chen. Auch danach musste ich noch über das Thema nach­den­ken und habe das hier [Link zum Thema] her­aus­ge­sucht. Viel­leicht findet ihr den Text ja auch in­ter­es­sant.

Ich freue mich, bald wieder von euch zu hören!

Mit lieben Grüßen

[Ihr Name]

Bei diesem Muster gehen wir davon aus, dass Sie auf eine E-Mail nach dem Vor­stel­lungs­ge­spräch antworten. Dadurch befindet sich die vorherige Kon­ver­sa­ti­on noch unter der neuen Nachricht und hilft den Emp­fän­gern bei der Ein­ord­nung. Dieses Beispiel ist sehr viel in­for­mel­ler. Die Art der Ansprache entnehmen Sie dem Vor­stel­lungs­ge­spräch. Wurde dort bei­spiels­wei­se geduzt, sollten Sie das auch in der weiteren Kom­mu­ni­ka­ti­on bei­be­hal­ten. Wenn Sie das Gespräch mit mehreren Personen geführt haben, sprechen Sie auch jeden einzeln (hier­ar­chisch sortiert) am Anfang des Dank­schrei­bens an.

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Wurde im Vor­stel­lungs­ge­spräch ein be­stimm­tes Thema aus­führ­li­cher an­ge­spro­chen, können Sie gern in der Dan­kes­mail erneut darauf zu­rück­kom­men. Bei­spiels­wei­se können Sie auf einen Fach­ar­ti­kel verweisen und damit zum einen Ihre Kenntnis beweisen und zum anderen Ihre Mo­ti­va­ti­on zum Ausdruck bringen. Das sollten Sie aber nur dann tun, wenn Sie auch wirklich einen Beitrag zu leisten haben. Der Empfänger bzw. die Emp­fän­ge­rin kann dann immer noch ent­schei­den, ob er bzw. sie dem Link folgen möchte.

Beispiel 3

Betreff: Vielen Dank! Vor­stel­lungs­ge­spräch 15.01. zur Stelle als [Job­be­zeich­nung]

Sehr geehrter [Name des An­sprech­part­ners],

haben Sie vielen Dank für das auf­schluss­rei­che Gespräch und dass Sie sich die Zeit für eine kurze Führung genommen haben. Das Team war mir sehr sym­pa­thisch und ich würde mich freuen, ein Teil dessen sein zu dürfen. Bei unserer Un­ter­hal­tung habe ich gemerkt, dass Sie ähnliche Schwer­punk­te in Bezug auf [Ar­beits­feld] setzen wie ich.

Ich freue mich sehr auf Ihre Rück­mel­dung. Falls Sie noch weitere Fragen zu meiner Bewerbung haben, zögern Sie nicht. Sie können mich auch te­le­fo­nisch unter [Ihre Te­le­fon­num­mer] erreichen.

Mit freund­li­chen Grüßen

[Ihr Name]

Kurz, freund­lich und mit allen Infos: In diesem Muster kommen Sie schnell zum Punkt und gehen darauf ein, was Ihnen gut gefallen hat. Dabei loben Sie Ihren Ge­sprächs­part­ner bzw. ihre Ge­sprächs­part­ne­rin nur indirekt und werden somit nicht un­an­ge­nehm. Auch hier bieten Sie sich für weitere Gespräche an. Die Te­le­fon­num­mer hat Ihre An­sprech­per­son auch in Ihren Be­wer­bungs­un­ter­la­gen. Schreiben Sie diese aber noch in die E-Mail, braucht er oder sie nach dem Vor­stel­lungs­ge­spräch nicht lang danach suchen.

Das perfekte Timing: Wann bedanken Sie sich für das Vor­stel­lungs­ge­spräch?

Beim Dan­kes­schrei­ben spielt der richtige Zeitpunkt eine große Rolle. Weder zu früh noch zu spät sollte die Nachricht bei den Ent­schei­dungs­trä­gern ein­tref­fen, sonst verliert die E-Mail ihre Wirkung. Als gutes Maß haben sich ein bis zwei Tage bewährt. Erreicht die Nachricht Ihre An­sprech­part­ner in diesem Zeit­rah­men, machen Sie einen guten Eindruck. Es zeigt, dass Sie weiterhin über das Gespräch nach­den­ken, und wirkt somit ehrlich:

  • Zu früh: Meldet man sich noch am gleichen Tag, wirkt man zum einen über­eif­rig und vertut zum anderen die Chance, sich ins Ge­dächt­nis zu­rück­zu­brin­gen. Innerhalb weniger Stunden hat man Sie noch nicht wieder vergessen.
  • Zu spät: Kommt Ihr Dank­schrei­ben erst an, wenn man die Ent­schei­dung schon fast getroffen hat, spielt die Freund­lich­keit keine Rolle mehr. Eventuell sind Sie sogar schon gar nicht mehr im Rennen. Außerdem wirkt der ver­spä­te­te Dank nicht mehr au­then­tisch.
Tipp

Zu einem späteren Zeitpunkt haben Sie noch Ge­le­gen­heit, einen Nach­fass­brief zu senden. In diesem er­kun­di­gen Sie sich nach dem aktuellen Stand des Be­wer­bungs­ver­fah­rens und zeigen so Ihr weiterhin be­stehen­des Interesse an der An­stel­lung.

Für das Vor­stel­lungs­ge­spräch bedanken: For­mu­lie­ren Sie richtig!

Ihr Dank­schrei­ben nach dem Vor­stel­lungs­ge­spräch sollte auf jeden Fall ehrlich und sym­pa­thisch ankommen. Auf­dring­lich­keit kann einen guten Eindruck, den man ei­gent­lich mit dem Schreiben un­ter­strei­chen möchte, nach­hal­tig be­schä­di­gen. Ver­zich­ten Sie daher bei der Nachricht auf jegliche For­de­run­gen.

Ein freund­li­cher Dank reicht voll­kom­men aus. Wenn Sie Ihrem An­sprech­part­ner oder Ihrer An­sprech­part­ne­rin unnötig Honig um den Mund schmieren, fühlt sich dieser bzw. diese womöglich veralbert.

Ohnehin gilt es, sich kurz zu fassen. Kei­nes­falls sollten Sie mit einem über­trie­ben langen Dank­schrei­ben für zu­sätz­li­che Arbeit sorgen. Mit wenigen, freund­li­chen Sätzen ver­bes­sern Sie die Laune und sammeln Plus­punk­te.

Damit Sie sich auch an der richtigen Stelle bedanken können, sollten Sie schon zuvor die richtigen Kon­takt­da­ten Ihres An­sprech­part­ners bzw. Ihrer An­sprech­part­ne­rin in Erfahrung bringen. Gerade beim E-Mail-Verkehr läuft die Kom­mu­ni­ka­ti­on meist über eine all­ge­mei­ne Adresse der Per­so­nal­ab­tei­lung. Nutzen Sie daher das Gespräch vor Ort und fragen Sie zum Abschluss nach einer Vi­si­ten­kar­te. Auf diese Weise erreichen Sie direkt die richtige Person.

Vergessen Sie außerdem nicht, dass auch dieses Schreiben als Teil Ihrer Bewerbung absolut feh­ler­frei sein muss. Gerade weil sich das Dank­schrei­ben nur über wenige Sätze erstreckt, wiegt jeder Recht­schreib-, Grammatik- oder For­mu­lie­rungs­feh­ler ex­tra­schwer.

Fakt

Sollte es ein Brief sein oder reicht eine Dan­kes­mail nach dem Vor­stel­lungs­ge­spräch? Ob man das Schreiben elek­tro­nisch oder pos­ta­lisch versendet, richtet sich nach dem vor­he­ri­gen Prozedere. Wenige Un­ter­neh­men fordern Be­wer­bungs­un­ter­la­gen noch per Brief an. Dann sollten Sie aber auch Ihren Dank mit der Post versenden. Bedenken Sie dabei die längere Zu­stel­lungs­zeit im Vergleich zu einer E-Mail.

Dos & Don’ts: Damit das Dank­schrei­ben nach dem Vor­stel­lungs­ge­spräch auch gelingt

Das Risiko, mit einer un­be­dach­ten Nachricht die komplette Bewerbung zu dis­kre­di­tie­ren, ist nicht un­rea­lis­tisch – keine Frage. Wer aber gekonnt ge­fähr­li­che Fall­stri­cke umgeht, bringt sich und seine Bewerbung mit einem freund­li­chen Dank nach vorn.

Dos Don’ts
Zeitpunkt Ein bis zwei Tage nach dem Vor­stel­lungs­ge­spräch können Sie sich positiv ins Ge­dächt­nis zu­rück­brin­gen. Wenn Sie zu lang mit der Dan­kes­mail warten, verpassen Sie die Ge­le­gen­heit, einen guten Eindruck zu hin­ter­las­sen.
Umfang Eine kurze und nette Nachricht, die keine Antwort benötigt, erfreut den Empfänger. Wenn Sie zu ausufernd schreiben und den Empfänger bzw. die Emp­fän­ge­rin auf­for­dern, aktiv zu werden, erzeugen Sie eine Be­läs­ti­gung.
Ton Richten Sie sich beim Ton nach der Um­gangs­form während des Gesprächs. Höflicher oder in­for­mel­ler als beim Gespräch: Der Empfänger der Nachricht wird sich vor den Kopf gestoßen fühlen.
Fehler Als Teil der Bewerbung muss auch das Dank­schrei­ben feh­ler­frei sein. Eine hastig verfasste und mit Fehlern durch­zo­ge­ne Nachricht macht einen un­pro­fes­sio­nel­len Eindruck.
Ehr­lich­keit Ihr Schreiben soll ein ehrlicher Dank sein und auf diese Weise ein positives Gefühl bei der An­sprech­per­son hin­ter­las­sen. Wenn man merkt, dass Sie versuchen, durch die Blume etwas anderes zu erreichen, wird man Ihnen das negativ auslegen.
Au­then­ti­zi­tät Ver­stel­len Sie sich nicht: Lieber weniger schreiben und au­then­tisch bleiben, denn das macht einen sym­pa­thi­schen Eindruck. Ge­küns­tel­te Freund­lich­keit und ge­zwun­ge­ne Höf­lich­keit sind durch­schau­bar und werden negativ bewertet.
Auf­dring­lich­keit Mit Zu­rück­hal­tung und einem freund­li­chen Ton machen sie einen sym­pa­thi­schen Eindruck. Wenn Sie es über­trei­ben und zu viele Kom­pli­men­te in Ihre Nachricht stopfen, ist das dem Empfänger bzw. der Emp­fän­ge­rin womöglich un­an­ge­nehm.
Intimität Behalten Sie eine freund­li­che Distanz, denn Sie kennen die andere Person kaum. Mit intimen Details aus Ihrem Pri­vat­le­ben sowie per­sön­li­chen Fotos über­for­dern Sie den Per­so­na­ler bzw. die Per­so­na­le­rin und machen einen un­pro­fes­sio­nel­len Eindruck.
Tipp

Oft fällt es auf dem Job-Markt schwer, aus der Masse von Be­wer­bun­gen her­aus­zu­ste­chen. Eine kreative Art, sich von der Kon­kur­renz ab­zu­set­zen, ist eine Be­wer­bungs­home­page. Wie dies einfach gelingt, erfahren Sie in unserem Artikel zum Thema Be­wer­bungs­home­page erstellen.

Wofür ist die Dan­kes­mail nach dem Vor­stel­lungs­ge­spräch gut?

Es ist niemals verkehrt, durch Freund­lich­keit und Höf­lich­keit auf­zu­fal­len – nicht im Alltag und schon gar nicht im Be­wer­bungs­ver­fah­ren. Eine kurze und nette Nachricht, mit der Sie sich für das Job-Interview bedanken, bringt Ihnen gleich drei Vorteile:

  • Sie hin­ter­las­sen einen positiven Eindruck: Mit der Nachricht senden Sie nach­träg­lich positive Signale und erreichen, dass die ent­spre­chen­den Ent­schei­der und Ent­schei­de­rin­nen Sie wohl­wol­lend bewerten.
  • Sie bringen sich in Er­in­ne­rung: Bei der Masse an Be­wer­bun­gen verlieren auch erfahrene Per­so­na­ler mal den Überblick. Mit einer freund­li­chen Nachricht nach dem Gespräch stechen Sie aus der Menge heraus.
  • Sie bestärken Ihr Interesse: Eine zu­sätz­li­che, un­auf­ge­for­der­te Nachricht beweist Ihr En­ga­ge­ment für die An­stel­lung. Wenn Sie sich zudem auf konkrete Ge­sprächs­in­hal­te beziehen, beweisen Sie Auf­merk­sam­keit.

Da ein solches Dank­schrei­ben bzw. eine solche E-Mail nach dem Vor­stel­lungs­ge­spräch im deutsch­spra­chi­gen Raum eher unüblich ist, hat man durch den Versand einen Wett­be­werbs­vor­teil: Im Gegensatz zu anderen Bewerbern und Be­wer­be­rin­nen nutzt man ein zu­sätz­li­ches Mittel, um einen positiven Eindruck zu hin­ter­las­sen – wenn man es denn richtig macht.

Hinweis

Mit dem Dank­schrei­ben nach dem Vor­stel­lungs­ge­spräch un­ter­stüt­zen Sie einen guten Eindruck. Sollte das Job-Interview jedoch gänzlich in die Hose gegangen sein, kann auch eine freund­li­che Nachricht nichts mehr retten.

Reviewer

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