Das Arbeiten im Ho­me­of­fice bringt viele Frei­hei­ten und mehr Fle­xi­bi­li­tät mit sich. Vor allem Eltern stehen jedoch schnell vor der Her­aus­for­de­rung, Berufs- und Fa­mi­li­en­all­tag unter einen Hut bekommen zu müssen. Wenn Schulen, Kin­der­gär­ten bzw. Kitas ge­schlos­sen haben, kann das Arbeiten von zu Hause aus mit Kind zur Her­aus­for­de­rung für alle Be­tei­lig­ten werden. Kleine Kinder verstehen oft noch nicht, warum das Zuhause plötzlich zum Ar­beits­platz wird und Mama und Papa nicht durch­gän­gig für sie Zeit haben, obwohl sie da sind. Um größere Krisen und zu­sätz­li­chen All­tags­stress zu vermeiden, ist es wichtig, klare Struk­tu­ren ein­zu­füh­ren und vorab Grenzen zu setzen. Wir haben Ihnen ein paar wichtige Tipps zu­sam­men­ge­stellt, mit denen Sie das Ho­me­of­fice mit Kind effizient umsetzen können.

Feste Orte und Zeiten für Ihr Ho­me­of­fice mit Kind

Bevor Sie anfangen, mit Kind von zu Hause aus zu arbeiten, sollten Sie mit allen Be­trof­fe­nen klar kom­mu­ni­zie­ren, was zu erwarten ist. Nicht nur Ihr Ar­beit­ge­ber, sondern auch Ihr Kind sollte darüber in­for­miert werden, wie Sie Ihre Zeit im Ho­me­of­fice gestalten und zu welchen Zeiten Sie verfügbar sind. Al­ters­ge­mä­ße Kom­mu­ni­ka­ti­on hilft Ihren Kleinen zu verstehen, warum Sie nicht durch­gän­gig an­sprech­bar sind und wann Ruhe gefordert ist. Klare Grenzen lassen sich dabei am besten durch feste Ar­beits­zei­ten und eine ent­spre­chen­de Ein­rich­tung des Ho­me­of­fice umsetzen. Sprechen Sie hierfür mit Ihrem Ar­beit­ge­ber, ob Sie bei der Heim­ar­beit durch­gän­gig er­reich­bar sein müssen.

Ein eigenes Ar­beits­zim­mer im Ho­me­of­fice ein­zu­rich­ten ist nicht für jeden möglich. Doch auch schon das Auf­stel­len eines pro­vi­so­ri­schen Ar­beits­plat­zes, z. B. im Schlaf­zim­mer, kann Ihnen bereits den nötigen Abstand zum ruhigen und kon­zen­trier­ten Arbeiten bieten. Zu­sätz­lich kann Ihr Kind lernen, dass Sie nur außerhalb des Ar­beits­plat­zes verfügbar sind und Sie am Ar­beits­platz nicht gestört werden wollen. Be­spre­chen Sie vorab, dass eine ge­schlos­se­ne Tür kon­zen­trier­tes Arbeiten bedeutet und der Raum nur nach vor­he­ri­gem Klopfen betreten werden darf. Dadurch lassen sich unnötige Störungen und Un­ter­bre­chun­gen während Ihrer Ar­beits­zeit auf ein Min­dest­maß be­schrän­ken.

Tipp

Ebenso wichtig wie eine bequeme Ein­rich­tung Ihres Ho­me­of­fice-Ar­beits­plat­zes sind die passenden Ar­beits­mit­tel. Dokumente aller Art erstellen und be­ar­bei­ten Sie bei­spiels­wei­se auf einfache und elegante Weise mit den Microsoft-365-Business-Lösungen von IONOS – inklusive sicherem On­line­spei­cher und eigener Domain.

Ho­me­of­fice mit Kind: Teilen Sie sich die Kin­der­be­treu­ung auf

Leben Sie mit Ihrem Partner zusammen und arbeiten beide von zu Hause aus, bietet es sich an, die Kin­der­be­treu­ung un­ter­ein­an­der in Schichten auf­zu­tei­len. Vor allem beim Arbeiten zu Hause mit Baby oder jüngeren Kindern, die noch in­ten­si­ve­re und direkte Betreuung brauchen, schaffen Sie es so, ab­wech­selnd in kurzen Blöcken kon­zen­triert und effizient arbeiten zu können. Wichtig hierbei ist die klare Kom­mu­ni­ka­ti­on mit Ihrem Partner und dem Ar­beit­ge­ber, um keine Miss­ver­ständ­nis­se und Frus­tra­ti­on aufkommen zu lassen.

Zudem sollten Sie zur Ent­las­tung Ihres Alltags und Ihrer Beziehung auf Ihr Netzwerk zu­rück­grei­fen: Spannen Sie Groß­el­tern, Ge­schwis­ter, ältere Kinder oder Nachbarn und Freunde in die Kin­der­be­treu­ung mit ein. So können auch größere Kin­der­grup­pen im Wechsel in der Nach­bar­schaft betreut und somit mehrere Eltern gleich­zei­tig entlastet werden.

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Legen Sie bewusste Pausen ein und lassen Sie Spielraum zu

Die Kin­der­be­treu­ung im Ho­me­of­fice stellt immer eine Dop­pel­be­las­tung für Sie dar. Beide Aufgaben erfordern ein hohes Maß an Auf­merk­sam­keit, was auf Dauer sehr er­schöp­fend sein kann. Aus diesem Grund sind bewusste Pausen besonders wichtig, damit Sie sich erholen und weiterhin produktiv arbeiten können. Planen Sie Pausen – sofern möglich – separat von Ihrem Ar­beits­platz und Ihrem Kind ein, sodass Sie kurz alleine ent­span­nen können. Be­we­gungs­übun­gen können dabei helfen, An­span­nun­gen zu lösen und sich wieder voll und ganz auf die nächste Aufgabe zu kon­zen­trie­ren.

In der Regel stellt das Ho­me­of­fice mit Kind eine Aus­nah­me­si­tua­ti­on dar. Daher können Sie in stres­si­gen Si­tua­tio­nen auch mal ein Auge zudrücken, wenn nicht alle Regeln wie gewünscht ein­ge­hal­ten werden. Lassen Sie sich etwas Spielraum, um auch mal etwas nach­zu­ge­ben. Längere Fern­seh­zei­ten, eine Handvoll Sü­ßig­kei­ten oder die etwas spätere Bettzeit können in schwie­ri­gen Si­tua­tio­nen den Stress auf beiden Seiten re­du­zie­ren.

Be­schäf­ti­gen Sie Ihr Kind al­ters­ge­recht und erlauben Sie Nähe

Die Mög­lich­kei­ten der Be­schäf­ti­gung Ihres Kindes während Ihrer Ho­me­of­fice-Arbeit richtet sich nach dem Alter und dem Grad der Selbst­stän­dig­keit. Ältere Kinder werden in der Regel bereits durch die Schule mit Haus­auf­ga­ben und Lern­übun­gen versorgt und können sich zwi­schen­durch für eine bestimmte Zeit auch allein be­schäf­ti­gen. Zudem können Teenager bis zu einem gewissen Maße in die Betreuung jüngerer Ge­schwis­ter und Haus­halts­auf­ga­ben ein­ge­spannt werden und Sie somit weiter entlasten.

Das Ho­me­of­fice mit Kindern jüngeren Alters erfordert mehr Betreuung, auch wenn diese natürlich – je nach Alter – ebenfalls selbst­stän­dig spielen können. Un­ter­schät­zen Sie nicht die Ei­gen­krea­ti­vi­tät Ihres Kindes und lassen Sie durchaus auch Lan­ge­wei­le zu – nicht immer brauchen die Kleinen Anleitung, womit sie sich als Nächstes be­schäf­ti­gen sollen. Viele Kinder freuen sich al­ler­dings, durch das Ho­me­of­fice mehr Zeit mit den Eltern ver­brin­gen zu können. Mit der Ein­rich­tung eines Kinder-Büros in der Nähe Ihres Ar­beits­plat­zes werden Sie dem Wunsch Ihres Kindes gerecht, nah bei Mama und Papa zu sein, und geben ihm die spannende Chance, mit Stiften, Telefon und selbst­ge­bas­tel­tem Laptop unter Ihrer direkten Aufsicht Büro zu spielen. Dies sollte jedoch kein Dau­er­zu­stand sein.

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