Das Konzept der Mindmaps erweckt den Eindruck, recht neuartig zu sein, wohl auch dank der eng­li­schen Be­zeich­nung. Tat­säch­lich hat der englische Autor, Redner und Bil­dungs­trai­ner Tony Buzan den Begriff aber schon in den 1970er Jahren geprägt. Und auch er hat das Rad dabei nicht neu erfunden, sondern es nur benannt. Die Mindmap als Dar­stel­lungs­form für Gedanken und Ideen findet nämlich schon seit Jahr­hun­der­ten Anwendung, denn sie ent­spricht der Art, wie das mensch­li­che Gehirn In­for­ma­tio­nen ver­ar­bei­tet, speichert und wieder abruft.

Kein Wunder also, dass die Pro­fes­so­ren, Studenten, Start-ups und Groß­kon­zer­ne des neuen Jahr­tau­sends dieses prak­ti­sche Werkzeug für sich wie­der­ent­deckt haben. Alles was es braucht, ist ein Stift und ein Blatt Papier – und natürlich kreatives Denken. Aber es gibt auch Software-Lösungen, die die Er­stel­lung von und die Arbeit mit Mindmaps nicht nur ver­ein­fa­chen und be­schleu­ni­gen, sondern auch um einige Aspekte erweitern können. Erfahren Sie in unserem Ratgeber, welche Mindmap-Programme die besten sind. Aber zuerst: Was sind Mindmaps, wozu benötigt man sie, wie sieht eine gute Mindmap aus und was müssen Mind­map­ping-Tools können?

Was sind Mindmaps?

Als Mindmap be­zeich­net man im Groben eine struk­tu­rier­te Dar­stel­lungs­form für Konzepte, bei der man einzelne Elemente um ein zentrales Thema anordnet und mit­ein­an­der verbindet. Mit ihrem nicht­li­nea­ren, gra­fi­schen Layout hilft sie dem Anwender, komplexe oder gar chao­ti­sche Gedanken und Ideen as­so­zia­tiv abzurufen, intuitiv zu ordnen und an­spre­chend zu vi­sua­li­sie­ren. Im Gegensatz zu einer stur chro­no­lo­gisch auf­ge­bau­ten Liste ent­spricht eine Mindmap somit eher dem Aufbau und der Ar­beits­wei­se des mensch­li­chen Gehirns.

Das Stichwort lautet: Radiant Thinking (übersetzt in etwa: „strah­len­för­mi­ges Denken“). Diese na­tür­li­che Ei­gen­schaft des Ver­stan­des, unzählige Elemente und Konzepte komplex mit­ein­an­der zu ver­knüp­fen, greift die Mindmap in ihrer Be­schaf­fen­heit auf. Zudem soll sie beide He­mi­sphä­ren des jüngsten Teils der Groß­hirn­rin­de und somit eine ganze Reihe von kor­ti­ka­len Fä­hig­kei­ten gleich­zei­tig an­spre­chen, wodurch diese sich ge­gen­sei­tig ver­stär­ken und die Hirn­leis­tung im All­ge­mei­nen steigern sollen. Dies macht das Mind­map­ping zu einer hoch­ef­fek­ti­ven Methode, um In­for­ma­tio­nen im Gehirn ab­zu­spei­chern und von dort aus wieder abzurufen.

Jede Mindmap folgt dabei denselben Grund­prin­zi­pi­en. Zu­al­ler­erst weisen sie eine kar­ten­ar­ti­ge Struktur auf, die in der Mitte mit einer Grundidee (am besten durch ein Bild dar­ge­stellt) beginnt und sich von dort aus nach außen hin in immer feineren Ver­zwei­gun­gen „fort­pflanzt“. Sämtliche Ver­äs­te­lun­gen kann man dabei in beide Rich­tun­gen logisch nach­ver­fol­gen, wodurch Zu­sam­men­hän­ge und Wech­sel­wir­kun­gen klar er­sicht­lich werden. Zur besseren Ver­an­schau­li­chung kommen zudem ver­schie­de­ne Arten von Linien, Symbolen, Bildern, Formen, Schrift­ar­ten und Farben zum Einsatz, die die Mindmap mit zu­sätz­li­chen In­for­ma­tio­nen an­rei­chern und weitere Bereiche im Gehirn an­spre­chen. Erst dadurch wird die As­so­zia­ti­ons­fä­hig­keit sti­mu­liert und das Merken von In­for­ma­tio­nen er­leich­tert.

Wozu braucht man Mindmaps?

Da sie der na­tür­li­chen Grund­struk­tur des mensch­li­chen Ver­stan­des ent­spre­chen, ist die Funk­ti­ons­wei­se von Mindmaps uni­ver­sell ver­ständ­lich und für nahezu jeden The­men­kom­plex anwendbar.

Im Alltag dienen Mindmaps etwa dazu, Notizen auf nicht­li­nea­re Weise an­zu­fer­ti­gen, z. B. To-do- oder Ur­laubs­pack­lis­ten. Schüler und Studenten können mit ihnen kom­pli­zier­te Lern­stof­fe schneller ver­in­ner­li­chen. Mitunter hilft eine gut durch­dach­te Mindmap auch bei der Struk­tu­rie­rung und dem Verfassen von Texten – so auch bei diesem Ratgeber-Artikel.

Im pro­fes­sio­nel­len Bereich hat die Mindmap darüber hinaus klare Vorzüge für das kol­la­bo­ra­ti­ve Arbeiten. So können Redner damit ihre Ge­dan­ken­gän­ge fürs Publikum ver­an­schau­li­chen, und Ar­beits­grup­pen nutzen das Hilfs­mit­tel zur ef­fek­ti­ven Ent­schei­dungs­fin­dung und für Mar­ke­ting­kam­pa­gnen. Fi­nanz­pla­nung, Pro­to­kol­lie­rung sowie Event- und Pro­jekt­ma­nage­ment sind weitere denkbare An­wen­dungs­ge­bie­te.

Anstatt sich mit den Kollegen um ein großes Blatt Papier zu drängeln, ergibt es für Firmen und Agenturen jedoch deutlich mehr Sinn, auf digitale Mind­map­ping-Tools zu­rück­zu­grei­fen. Mit deren Hilfe kann das gesamte Team nämlich nicht nur gleich­zei­tig, sondern auch völlig orts­un­ab­hän­gig an derselben Mindmap arbeiten. Auf diese Weise sind diese Software-Lösungen dazu in der Lage, die Kom­mu­ni­ka­ti­on und Zu­sam­men­ar­beit im Un­ter­neh­men zu ver­bes­sern und zugleich Zeit, Energie und schluss­end­lich auch Geld ein­zu­spa­ren.

In­for­ma­tio­nen struk­tu­rie­ren mittels Mindmap-Software

Als Al­ter­na­ti­ve zu Stift und Papier (bzw. Tafel oder White­board) gibt es ver­schie­de­ne Mög­lich­kei­ten, Mindmaps auch mit digitalen Hilfs­mit­teln zu erstellen. Programme wie Photoshop bieten zwar – Krea­ti­vi­tät und tech­ni­sches Know-how vor­aus­ge­setzt – um­fang­rei­che Ge­stal­tungs­mög­lich­kei­ten, erweisen sich für diese Aufgabe aber als ver­gleichs­wei­se um­ständ­lich und ar­beits­in­ten­siv.

Glück­li­cher­wei­se gibt es spe­zia­li­sier­te Mind­map­ping-Tools derzeit zuhauf im Internet – diese sind ideal, wenn man im privaten oder pro­fes­sio­nel­len Alltag öfter auf Mindmaps zu­rück­greift. Kos­ten­lo­se Mindmap-Freeware und pro­fes­sio­nel­le Programme ähneln sich auf den ersten Blick sehr, die Un­ter­schie­de liegen jedoch im Detail.

Aber wie erkennt man eine gute Software? Da man eine Mindmap in der Regel einfach per Hand auf­zeich­net, muss ein digitales Tool schon klare Vorteile bieten, um überhaupt relevant zu sein. Dazu gehören vor allem:

  • Intuitive Bedienung: Nur wenn die Be­nut­zer­ober­flä­che selbst­er­klä­rend ist und die Er­stel­lung von Mindmaps genauso schnell oder sogar schneller als mit Stift und Papier von­stat­ten­geht, lohnt sich der Wechsel zur Tastatur und Maus.
  • Au­to­ma­ti­sie­rung: Mit nur wenigen Hand­grif­fen sollte es möglich sein, über­sicht­li­che und an­schau­lich struk­tu­rier­te Mindmaps mit idealer Platz­aus­nut­zung zu erstellen. Vor­ge­fer­tig­te Templates, die man ausfüllen und erweitern kann, dienen im Bestfall als schnell ver­füg­ba­re Mus­ter­grund­la­ge.
  • Leis­tungs­fä­hig­keit: Was in der phy­si­schen Welt nur im Pla­kat­for­mat möglich ist, sollte im digitalen Bereich kein Problem dar­stel­len. Das bedeutet, dass ein gutes Tool erlauben muss, Eingaben nach­träg­lich zu be­ar­bei­ten, zu re­ar­ran­gie­ren, zu kopieren und zu löschen, selbst wenn die Mindmap sehr groß und komplex ausfällt.
  • Ästhetik: In jedem Fall sollte jede digital erstellte Mindmap besser aussehen als eine schnelle Kritzelei auf der nächst­bes­ten Serviette. Äs­the­tisch an­spre­chen­de Vi­sua­li­sie­run­gen und Farben sind deshalb ein wichtiges Gü­te­kri­te­ri­um. Die Mög­lich­keit, Bilder und Symbole hin­zu­zu­fü­gen, kann zudem einen großen Mehrwert bedeuten.
  • Kos­ten­fak­tor: Da die Kosten für einen Stift und ein Blatt Papier quasi bei null liegen, sollte eine Mindmap-Software ein möglichst gutes Preis-Leistungs-Ver­hält­nis bieten – indem sie entweder kostenlos verfügbar ist oder das vom Anwender ein­ge­setz­te Geld mit um­fang­rei­chen Zu­satz­funk­tio­nen aufwiegen kann. Dazu gehören vor allem solche, die eine tra­di­tio­nel­le Mindmap nicht leisten kann, etwa das Einfügen von Links sowie Video- und Au­dio­da­tei­en oder das Speichern von Back-ups in der Cloud.

Noch etwas anderes ist bei Mindmap- und Brain­stor­ming-Tools von großer Bedeutung: der kol­la­bo­ra­ti­ve Aspekt. Mittels mehrerer Be­nut­zer­zu­gän­ge, Live-Ak­tua­li­sie­run­gen, Än­de­rungs­his­to­ri­en sowie Feedback- und Sharing-Funk­tio­nen er­mög­li­chen es viele clever pro­gram­mier­te Programme, in Echtzeit mit Kollegen zu­sam­men­zu­ar­bei­ten.

7 prak­ti­sche Mind­map­ping-Tools

Die im Folgenden vor­ge­stell­ten Mindmap-Programme erfüllen die meisten oder sogar alle der genannten Gü­te­kri­te­ri­en, heben sich aber durch ihre in­di­vi­du­el­len Stärken von­ein­an­der ab.

Ein­steig­er­freund­lich: coggle

Das wich­tigs­te Ver­kaufs­ar­gu­ment der Web-App coggle ist ihre einfache Bedienung und ihr über­sicht­li­ches Interface. Nach einer schnellen Re­gis­trie­rung via E-Mail- oder Google-Account ver­spre­chen die Ent­wick­ler, dass man das gesamte Tool innerhalb von nur fünf Minuten erlernen kann – dem in­tui­ti­ven Drag-and-Drop-System (das typisch für solche Tools ist) sei Dank. Trotz der Ein­steig­er­freund­lich­keit bleiben keine Wünsche offen, weder bei den Mindmaps noch in Sachen Echtzeit-Kol­la­bo­ra­ti­on: Man kann Bilder und An­mer­kun­gen zu Elementen hin­zu­fü­gen, Farben und Designs anpassen und Team­mit­glie­der per E-Mail zum Projekt einladen. Er­geb­nis­se lassen sich auf Facebook und Twitter teilen, als PDF oder PNG ex­por­tie­ren oder mittels IFRAME in die eigene Website in­te­grie­ren.

Bestimmte Features sind aber erst in den Be­zahl­mo­del­len des sonst kos­ten­lo­sen Programms verfügbar: Für ca. 5 US-Dollar monatlich gibt es un­be­grenzt viele Mindmaps, eine Upload-Funktion für hoch­auf­lö­sen­de Bilder und die Kol­la­bo­ra­ti­ons­funk­ti­on per E-Mail-Link; wenige Dollar mehr im Monat schalten Funk­tio­nen wie User- und Da­ten­ma­nage­ment und das XML-Framework SAML frei und erlauben es, Mindmaps mit einem per­sön­li­chen Branding zu versehen.

Kol­la­bo­ra­tiv: mind­meis­ter

Die Anwendung mind­meis­ter aus einem Münchner Ent­wick­ler­haus empfiehlt sich selbst als „Mindmap Col­la­bo­ra­ti­on Tool“ mit be­son­de­rem Fokus auf Un­ter­neh­men wie Elec­tro­nic Arts, CNN und Philips und will einen Funk­ti­ons­um­fang bieten, der dem selbst­ver­ge­be­nen Titel auch gerecht wird. Dazu gehören: Teilen von Mindmaps via Di­rekt­link, Bulk-Einladung für Gruppen, Wiki-Maps oder Google Drive, Echtzeit-Kol­la­bo­ra­ti­on mittels Live-Chat, Än­de­rungs­his­to­rie sowie Kommentar- und Ab­stimm­funk­ti­on für den Austausch von Feedback. Zudem ist mind­meis­ter als mobile App für iOS und Android verfügbar.

Die kos­ten­lo­se Basic-Variante verbietet das Hochladen von Bildern und Dateien und ist auf drei Mindmaps pro Account begrenzt. Zu­sätz­li­che Funk­tio­nen wie Word- und Power­Point-Exporte sowie eigene Themes fürs Un­ter­neh­men gibt es in den kos­ten­pflich­ti­gen Paketen, die entweder ca. 5 oder ca. 8 Euro für 6 Monate kosten. Im über 12 Euro teuren Business-Account kann man zudem Gruppen-Sharing, externe Back-ups und an­ge­pass­te Log-ins in Anspruch nehmen.

Open Source: wi­se­map­ping

wi­se­map­ping ist ein brow­ser­ba­sier­tes Open-Source-Tool für Ein­zel­per­so­nen und Firmen. Ein­zig­ar­tig im Vergleich zu den anderen Mindmap-Pro­gram­men in dieser Liste ist die Mög­lich­keit, die Software dank einer an­ge­pass­ten Apache-Version-2-Lizenz ganz ohne Plug-ins auf einem eigenen Server zu hosten. Das gelingt mittels eines absolut trans­pa­ren­ten Quell­codes, den man von der of­fi­zi­el­len Homepage beziehen kann. Bezahlen muss man dafür auch im pro­fes­sio­nel­len Rahmen nicht. Es reicht völlig aus, erstellte Mindmaps mit der Phrase „powered by wi­se­map­ping“ zu kenn­zeich­nen.

Ein weiterer Vorteil: Das Tool kann völlig anonym getestet werden, wobei man aber zustimmt, dass die fertige Mindmap als Promo-Beispiel öf­fent­lich auf der Homepage aus­ge­stellt wird. Hat man sich vom soliden Funk­ti­ons­um­fang überzeugt, kann man sich per E-Mail-, Twitter-, Facebook- oder Google+-Account re­gis­trie­ren und optional per PayPal spenden, um die Ent­wick­ler bei der Op­ti­mie­rung der Software zu un­ter­stüt­zen.

Äs­the­tisch: mapul

Bei mapul sticht vor allem die hand­ge­mal­te Ästhetik von Interface und Mindmaps hervor (man darf sich nicht von der wenig an­spre­chen­den Homepage beirren lassen!). Die mithilfe von Microsoft Sil­ver­light ent­wi­ckel­te Web-App überzeugt somit vor allem optisch, denn sie er­mög­licht deutlich kunst­vol­le­re und damit an­spre­chen­de­re Er­geb­nis­se als die meisten anderen Tools. Das eher lang­wei­li­ge Baum­dia­gramm wird hier ganz wort­wört­lich ver­stan­den: Un­ter­schied­lich dicke Äste gehen von einem farbig ge­stal­te­ten Stamm in immer fi­li­gra­ne­re Zweige über, an denen Begriffe und Bilder wie reife Früchte hängen.

Wer nicht genügend Muße für diesen or­ga­ni­schen und klas­si­schen Stil hat, kann aber auch die Auto-Layout-Funktion verwenden. Damit erstellt man Mindmaps rein per Tastatur, während das Programm die Anordnung der Ver­zwei­gun­gen übernimmt, die man später be­ar­bei­ten kann. Aufgrund des starken Fokus auf die äs­the­ti­sche Kom­po­nen­te steht mapul aber hinter anderen Tools zurück, was Kol­la­bo­ra­ti­ons­funk­tio­nen anbelangt. Zudem sind die meisten Funk­tio­nen in der kos­ten­frei­en Variante nicht verfügbar. Um mehr als nur eine einzelne Mindmap erstellen zu dürfen, braucht es ein Abo, das je nach Dauer um die 25 Dollar (für 3 Monate), 35 Dollar (für 6 Monate) oder 50 Dollar (für 1 Jahr) kostet.

Absolut kostenlos: mind42

Keine Lust, Geld zu in­ves­tie­ren? mind42 ist hun­dert­pro­zen­tig kostenlos, denn es fi­nan­ziert sich über Werbung, die bei der Ver­wen­dung des Tools aber nicht weiter stört. Nötig ist nur eine Re­gis­trie­rung per E-Mail. Trotzdem eignet sich die Web-App für den um­fang­rei­chen kol­la­bo­ra­ti­ven Einsatz, das steht auch schon im Namen (dieser wird „mind for two“ gelesen). Mit E-Mail- und Di­rekt­link-Ein­la­dun­gen sowie der Ein­bin­dung des Instant-Mes­sen­gers Google Talk gelingt Zu­sam­men­ar­beit in Echtzeit.

Zudem kann man Links, Notizen und Bilder direkt via URL hin­zu­fü­gen und fertige Mindmaps in diverse Formate ex­por­tie­ren – seien es gängige wie RTF, PDF, JPEG und PNG oder Dateien, die in Freemind, Mindjet Mind­ma­na­ger oder einer anderen Mindmap-Software her­ge­stellt wurden. Einen Wer­muts­trop­fen gibt es aber: Die Än­de­rungs­his­to­rie einer Mindmap ist nur für ihren Ersteller, nicht aber für Team­mit­glie­der einsehbar.

Platt­form­über­grei­fend in­te­griert: Mindomo

Nicht als Web-Anwendung, sondern als Software für die Be­triebs­sys­te­me macOS, Windows und Linux sowie iPad und Android-Geräte ent­wi­ckelt, setzt Mindomo auf volle platt­form­über­grei­fen­de In­te­gra­ti­on – und zwar mit Microsoft 365, Google Apps, Google Drive und Dropbox sowie Lern­ma­nage­ment-Systemen wie Canvas, Moodle und its­lear­ning. Gedacht ist das Programm nämlich nicht nur für die pro­fes­sio­nel­le Anwendung in Un­ter­neh­men, sondern auch im Bil­dungs­be­reich. Da es Lehrern und Studenten die Zu­sam­men­ar­beit er­leich­tern soll, kann man davon ausgehen, dass bei der Ent­wick­lung viel ge­dank­li­che Arbeit in­ves­tiert – und sicher auch viel Mind­map­ping betrieben wurde.

Für seine aka­de­mi­sche Ziel­grup­pe hält Mindomo z. B. einen prak­ti­schen Prä­sen­ta­ti­ons­mo­dus bereit. Zudem gibt es ver­schie­de­ne In­ter­faces für Lehrer und Schüler sowie die Mög­lich­keit, er­klä­ren­de Audio- und Vi­deo­da­tei­en sowie Bilder direkt aus dem Internet in eine Mindmap ein­zu­bin­den. Die kos­ten­lo­se Variante des Programms bietet leider nur wenige Features und er­mög­licht maximal drei Mindmaps. Mit einem 6-Monate-Abo für ca. 36 Euro (1 Benutzer), ca. 90 Euro (1 Benutzer und 5 Gäste) oder ca. 140 Euro (5 Benutzer) werden alle Be­gren­zun­gen auf­ge­ho­ben, zudem erhält man mehr Speicher, mehr Ex­port­for­ma­te und kann die Desktop-An­wen­dun­gen mit den mobilen Versionen ver­knüp­fen.

Praktisch statt hübsch: FreeMind

Das Tool FreeMind für macOS, Windows und Linux ist eher praktisch als chic, hat aber genau deshalb seine treue Fan­ge­mein­de. Dieser verdankt es auch, dass das spezielle FreeMind-Format von zahl­rei­chen anderen Mind­map­ping-Tools erkannt wird und somit im­por­tiert werden kann. Ver­gli­chen mit der Kon­kur­renz sieht die absolut kos­ten­lo­se Open-Source-Ap­pli­ka­ti­on zwar etwas an­ge­staubt aus und steuert sich weniger intuitiv, erweist sich in seiner finalen Version aber als flexibel und leis­tungs­stark.

Der Funk­ti­ons­um­fang von FreeMind be­schränkt sich haupt­säch­lich auf die Kern­auf­ga­ben des Mind­map­pings. Kol­la­bo­ra­ti­on ist zwar bedingt möglich, für diesen Ein­satz­zweck gibt es aber bessere Programme. Stärken von FreeMind sind das Einbinden von Links und Mul­ti­me­dia-Dateien, orts­ba­sier­tes Mind­map­ping sowie ein en­ga­gier­ter Support, der bei Problemen wie Da­ten­ver­lust gerne wei­ter­hilft.

Die Ei­gen­schaf­ten der 7 besten Mindmap-Programme in der Übersicht

Im Folgenden sehen Sie sämtliche re­le­van­ten Ei­gen­schaf­ten und Stärken der vor­ge­stell­ten Mindmap-Programme über­sicht­lich zu­sam­men­ge­fasst:

Tool Stärke Export-Formate Verfügbar als Re­gis­trie­rung via Preise
coggle Ein­steig­er­freund­li­che Bedienung PDF, PNG Web-App E-Mail, Google+ Free: kostenlos Awesome: ca. 5 $/Monat Or­ga­ni­sa­ti­on: ca. 8 $/Monat
mind­meis­ter Um­fang­rei­che Kol­la­bo­ra­ti­ons­funk­tio­nen DOC, PPT, ZIP, PDF, RTF, Grafik Web-App, mobile Versionen für iOS, Android E-Mail, Google+, Facebook, Twitter Basic: kostenlos Personal: ca. 5 €/Monat Pro: ca. 8 €/Monat und Benutzer Business: ca. 12,50 €/Monat und Benutzer
wi­se­map­ping Hosting vom eigenen Server möglich PDF, SVG, FreeMind Web-App E-Mail, Google+, Facebook, Twitter Kostenlos
mapul Optisch besonders an­spre­chend SVG, JPG Web-App E-Mail Free: kostenlos 3 Monate: ca. 25 $ 6 Monate: ca. 35 $ 1 Jahr: ca. 50 $
mind42 Gutes Preis-Leistungs-Ver­hält­nis RTF, PDF, JPEG, PNG, FreeMind, Mindjet Mind­ma­na­ger Web-App E-Mail Kostenlos
Mindomo Platt­form­über­grei­fend in­te­griert PDF, TRF, TXT, MPX, HTML, PNG Versionen für macOS, Windows, Linux sowie iPad und Android-Geräte E-Mail, Google+, Facebook, Yahoo!, Microsoft 365, Windows Live, Clever, MC Online, Yilan Free: kostenlos Premium: ca. 36 €/6 Monate Pro­fes­sio­nal: ca. 90 €/6 Monate Team: ca. 142 €/6 Monate
FreeMind Praktisch, flexibel, leis­tungs­stark HTML/XHTML, PDF, Open­Do­cu­ment, SVG, PNG Versionen für macOS, Windows, Linux Nicht notwendig Kostenlos

Fazit: Die richtige Mindmap-Software ist Ge­schmacks­sa­che

Wie Sie sehen, liegt der Un­ter­schied zwischen den besten Mind­map­ping-Tools auf dem Markt vor allem im Detail. Über­sicht­li­che und optisch an­spre­chen­de Mindmaps lassen sich schnell und einfach mit jedem dieser Programme erstellen, kol­la­bo­ra­ti­ve Funk­tio­nen sind dagegen un­ter­schied­lich stark vorhanden. Dafür hat jedes Programm seine in­di­vi­du­el­len Stärken. Welches für Sie das richtige ist, hängt also haupt­säch­lich von Ihren per­sön­li­chen Prä­fe­ren­zen ab und ob Sie bereit sind, dafür Geld aus­zu­ge­ben. Beispiel-Screen­shots, Promo-Videos und kos­ten­lo­se Test­ver­sio­nen auf den Homepages können Ihnen bei der Ent­schei­dung helfen – ebenso wie ein aus­gie­bi­ges Brain­stor­ming per Mindmap.

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