Die Funktion paste() in R: Elemente formatieren und verknüpfen

Mit paste() in R können Sie nicht nur Zeichenketten, sondern auch numerische Werte oder andere Datentypen kombinieren. Die Funktion konvertiert die angegebenen Elemente automatisch in Strings.

Wozu dient die Funktion paste() in R?

Die paste()-Funktion in R wird verwendet, um Elemente zu kombinieren und Zeichenketten zu erstellen. Sie akzeptiert eine variable Anzahl von Argumenten, die entweder Strings oder andere Datenobjekte sein können. Als Ergebnis gibt paste() in R eine Zeichenkette zurück, die die übergebenen Elemente miteinander verbindet. Die Funktion ermöglicht die Konkatenation sowohl in horizontaler als auch in vertikaler Richtung.

Durch die Möglichkeit, die Formatierung der resultierenden Zeichenkette zu steuern, ist paste() sehr gut für die Textverarbeitung in R geeignet. In Kombination mit Funktionen wie sprintf() oder paste0() sind zudem komplexe Textmanipulationen möglich und die Daten können in einem gut lesbaren Format präsentiert werden. Beispiele hierfür sind die Erstellung von aussagekräftigen Achsenbeschriftungen in Grafiken, die Formatierung von Ausgabeberichten oder die Zusammenstellung von Variablennamen.

Die grundlegende Syntax von paste() in R

Die paste()-Funktion bietet verschiedene Methoden für die Formatierung von Zeichenketten, einschließlich der Option, leere Felder zu behandeln oder benutzerdefinierte Platzhalter einzufügen.

Die allgemeine Syntax besteht aus:

paste(x, sep=" ", collapse=NULL)
R
  • x: Der Parameter x repräsentiert die Argumente, die kombiniert werden sollen.
  • sep: Dieses Argument gibt das Trennzeichen (Separator) an, das zwischen den kombinierten Elementen eingefügt wird. Der Standardwert ist ein Leerzeichen.
  • collapse: Dieser Parameter führt die Elemente eines Vektors zu einer einzigen Zeichenkette zusammen.

Praktische Anwendung von paste() in R

Im Folgenden stellen wir Ihnen typische Einsatzmöglichkeiten von paste() vor, die Ihnen bei der Textverarbeitung und Datenvisualisierung in R begegnen.

Einfache Konkatenation

Sie können der paste()-Funktion Elemente als Input übergeben, ohne die Parameter sep oder collapse verwenden zu müssen. Es werden dann die Standardwerte eingesetzt.

result <- paste("Hello", "World")

R

Im Ergebnis sehen wir, dass die beiden Elemente "Hello" und "World" zu einem einzelnen String mit einem Leerzeichen dazwischen verknüpft wurden. Der Standardwert von sep ist Whitespace und der von collapse ist NULL. Sie können beliebig viele Argumente an paste() in R übergeben und diese miteinander kombinieren.

Verwendung des Separator-Parameters

Das Trennzeichen lässt sich über den Parameter sep festlegen.

result <- paste("Apple", "Banana", "Orange", sep = ", ")
# result = "Apple, Banana, Orange"
R

In diesem Beispiel kombinieren wir die Zeichenketten "Apple", "Banana" und "Orange" mit einem Komma und einem Leerzeichen als Trennzeichen. Als Ergebnis erhalten wir einen zusammengesetzten String. collapse haben wir hier nicht explizit angegeben, und daher wird eine Zeichenkette zurückgegeben, in der die kombinierten Elemente nur durch den Separator getrennt sind.

Verwendung von collapse

Wenn Sie paste() in R auf einen Vektor anwenden, funktioniert der Separator-Parameter sep nicht wie erwartet. In solchen Fällen kommt collapse zum Einsatz. Er repräsentiert das Symbol oder die Werte, um die Elemente im Vektor zu trennen, wenn sie zu einer einzigen Zeichenkette kombiniert werden.

paste(c(0,40,33,15,7,98), collapse = "-")
# result = "0-40-33-15-7-98"
R

Wir haben den collapse-Parameter auf - eingestellt. Das bedeutet, dass jedes Element im Vektor durch einen Bindestrich im Ergebnis-String getrennt wird.

paste()-Funktion mit sep und collapse gleichzeitig

Die Parameter sep und collapse können auch beide spezifiziert werden, wenn Sie mit Vektoren arbeiten.

paste(c('a', 'b'), 1:10, sep = '-', collapse = ' and ')
# result = "a-1 and b-2 and a-3 and b-4 and a-5 and b-6 and a-7 and b-8 and a-9 and b-10"
R

Das Ergebnis dieser Operation ist eine Zeichenkette, in der jedes Element aus dem ersten Vektor ('a' 'b') mit dem entsprechenden Element aus dem zweiten Vektor (Zahlen von 1 bis 10) verbunden ist.

Tipp

Weitere Funktionen in R zur Textmanipulation wie R substring() oder R gsub() und sub() finden Sie in unserem Ratgeber.

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