Der Sprung in die Selbst­stän­dig­keit ist eine auf­re­gen­de Sache. Be­hör­den­gän­ge, die Ent­wick­lung von Produkten, Kun­den­ak­qui­se und natürlich die Ein­rich­tung des ersten Büros. Ganz gleich, ob Sie ein Büro für ein kleines Un­ter­neh­men von Grund auf neu ein­rich­ten oder Ihr Ar­beits­zim­mer für die optimale Pro­duk­ti­vi­tät im Home-Office gestalten möchten – bei all den ver­schie­de­nen Bau­stel­len, Mög­lich­kei­ten und auch Pflichten geht leicht der Überblick verloren.

Immerhin gibt es, an­ge­fan­gen von der optimalen Auswahl der Räum­lich­kei­ten über ar­beits­recht­li­che Be­stim­mun­gen und die Schaffung des Corporate Designs bis hin zur Auswahl er­go­no­mi­scher Büromöbel und der an­spre­chen­den De­ko­ra­ti­on, so einiges zu tun. Unsere Tipps geben Ihnen einen um­fas­sen­den Überblick über die wich­tigs­ten Bau­stel­len und legen damit das Fundament für er­folg­rei­ches und pro­duk­ti­ves Arbeiten im Büro und Home-Office.

Das erste Büro ein­rich­ten – Die Chance für griffiges Corporate Design

Bevor wir uns im Detail der Auswahl, Ge­stal­tung und Ein­rich­tung von Bü­ro­räu­men zuwenden, wollen wir erst einmal zwei Schritte zu­rück­ge­hen. Die Ein­rich­tung eines neuen Büros ist Ihre Chance, Ihrem Un­ter­neh­men ein ein­deu­ti­ges Corporate Design zu verpassen. Corporate Design ist ein ele­men­ta­rer Be­stand­teil der Corporate Identity. Es spiegelt gegenüber Ihren Mit­ar­bei­tern und Kunden das Image und die Werte Ihres Un­ter­neh­mens wider und fördert neben der Iden­ti­fi­ka­ti­on auch die Treue von Mit­ar­bei­tern.

Das Corporate Design ist sozusagen die räumliche Vi­si­ten­kar­te Ihres Un­ter­neh­mens. Bevor Sie sich also an die Suche passender Büroräume machen, Möbel aussuchen oder die De­ko­ra­ti­on planen, gehen Sie am besten in sich und machen sich einige Gedanken über Ihr Un­ter­neh­men, Ihre Botschaft und Ihre Vision. Stellen Sie sich bei­spiels­wei­se die folgenden Fragen:

  • Was sollen Au­ßen­ste­hen­de denken, wenn Sie das Un­ter­neh­men betreten?
  • Auf welche Ar­beits­wei­se sollen Ihre Räum­lich­kei­ten aus­ge­rich­tet sein?
  • Welcher Ein­rich­tungs­stil un­ter­streicht meine Un­ter­neh­mens­phi­lo­so­phie am besten?
  • Gibt es Elemente wie Logos oder Farben, die bei der Raum­ge­stal­tung und Ein­rich­tung auf­ge­nom­men werden sollen?

Die Antworten auf diese Fragen helfen Ihnen dabei, unsere Tipps optimal auf Ihr Un­ter­neh­men um­zu­mün­zen und er­folg­reich um­zu­set­zen.

Was Sie bei der Auswahl Ihrer Büroräume generell beachten müssen

Den Anfang macht die Suche nach dem optimalen Räum­lich­kei­ten für die Ein­rich­tung Ihres Büros. Auch wenn der Im­mo­bi­li­en­markt die Im­mo­bi­li­en­su­che nach dem Motto „Wünsch dir was“ aktuell erschwert, sollten Sie sich nicht für das erstbeste Objekt ent­schei­den. Achten Sie nicht nur auf eine gute Ver­kehrs­an­bin­dung und aus­rei­chend Platz, sondern auch auf das Objekt selbst. Passt dieses zu den Werten Ihres Un­ter­neh­mens und der Botschaft, die Sie ver­mit­teln möchten?

Gerade bei jungen Un­ter­neh­men, die in ab­seh­ba­rer Zeit wachsen, sollte auch die Mög­lich­keit zur Er­wei­te­rung der Räum­lich­kei­ten bestehen, ohne dass Sie gleich nach einer neuen Immobilie Ausschau halten müssen. Planen Sie bei der Suche Ka­pa­zi­tä­ten für kurz­fris­ti­ges Wachstum ein. Ein Raum mehr ist also deutlich besser als ein Raum zu wenig.

Ein weiterer ent­schei­den­der Faktor sind die Licht­ver­hält­nis­se am Ar­beits­platz. Wichtig ist, dass in jedem Raum zumindest ein Fenster vorhanden ist, sodass genügend Ta­ges­licht hin­ein­ge­langt. Na­tür­li­ches Ta­ges­licht ist deutlich stärker als künst­li­ches Licht. Es hemmt die Aus­schüt­tung des Schlaf­hor­mons Melatonin und hält uns somit wach. Mit­ar­bei­ter, die bei viel Ta­ges­licht arbeiten, sind damit deutlich fitter und pro­duk­ti­ver.

Über­prü­fen Sie vor dem Abschluss des Miet­ver­trags zudem mögliche Um­welt­ein­flüs­se. Aus­rei­chen­der Lärm­schutz ist für pro­duk­ti­ves Arbeiten enorm wichtig. Schall­schutz­fens­ter sind daher ideal. Achten Sie außerdem darauf, dass Au­ßen­roll­lä­den vorhanden sind. Auf diese Weise halten Sie die Hitze im Sommer draußen und ver­hin­dern Blend­ef­fek­te und Spie­ge­lun­gen. Sind keine Au­ßen­roll­lä­den vorhanden, sollten Sie zumindest in­nen­lie­gen­de Falt­ja­lou­sien montieren.

Open-Space-Konzepte, Klein­bü­ros oder Ein­zel­bü­ro?

Ein we­sent­li­ches Kriterium, bevor Sie überhaupt an Schreib­ti­sche, Regale und Co. denken, ist die Raum­auf­tei­lung. Grund­sätz­lich haben Sie die Wahl zwischen Groß­raum­kon­zep­ten, Ein­zel­bü­ros und Klein­bü­ros für jeweils 2–4 Mit­ar­bei­ter. Alle diese Konzepte haben ihre eigenen Vor- und Nachteile. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich vor der Auswahl einer Immobilie bereits Gedanken über das Raum­kon­zept machen.

Open-Space-Konzepte: Vor- und Nachteile

Open Space-Büros sind gerade bei Start-ups besonders beliebt. Immerhin ver­spre­chen Sie eine besonders soziale, in­no­va­ti­ve und ge­schäf­ti­ge Ar­beits­at­mo­sphä­re. Für Ar­beit­ge­ber bieten solche Lösungen al­ler­dings auch einen Kos­ten­vor­teil durch ein­ge­spar­te Bü­ro­flä­che gegenüber Ein­zel­bü­ros. Ar­beits­plät­ze lassen sich schnell und un­kom­pli­ziert auf- und abbauen, was der ef­fi­zi­en­ten Raum­nut­zung und der schnellen In­te­gra­ti­on neuer Mit­ar­bei­ter zu­gu­te­kommt.

Der große Nachteil von Open Space-Konzepten ist al­ler­dings die Ablenkung durch die vor­han­de­ne Laut­stär­ke. Schon Werte von 55 Dezibel empfinden wir als Stress. Durch die Gespräche zwischen Mit­ar­bei­tern, laute Te­le­fo­na­te, das Klappern von Tas­ta­tu­ren und das Rattern von Druckern ist dieser Wert schnell erreicht. In manchen Groß­raum­bü­ros werden gar 70 Dezibel erreicht, was bei Ihren Mit­ar­bei­tern auf Dauer zu Kopf­schmer­zen, Müdigkeit und Schlaf­pro­ble­men führen kann. Je mehr Mit­ar­bei­ter in einem solchen Büro arbeiten, desto akuter das Problem. Ist es zu laut bei Ihnen im Büro? Entdecken Sie jetzt Telefon- und Akus­tik­bo­xen.

Grund­sätz­lich spricht man ab ca. 20 Ar­beits­plät­zen von einem klas­si­schen Groß­raum­bü­ro. Hier ist das Risiko für Probleme, die das Wohl­be­fin­den und die Pro­duk­ti­vi­tät Ihrer Mit­ar­bei­ter belasten, besonders hoch. Open Space-Konzepte mit deutlich weniger als 20 Ar­beits­plät­zen bieten sich als Kom­pro­miss an, um die Vorteile des sozialen Mit­ein­an­ders zu nutzen.

Ein­zel­bü­ros: Vor- und Nachteile

Ein klas­si­sches Ein­zel­bü­ro ist der ideale Raum für kon­zen­trier­tes Arbeiten ohne ab­len­ken­de Stör­fak­to­ren. Hier bestimmt der Mit­ar­bei­ter selbst die Rah­men­be­din­gun­gen seiner Arbeit. Zudem bietet sich die Mög­lich­keit, das Büro in­di­vi­du­ell zu gestalten, was das Arbeiten an­ge­neh­mer macht und die Pro­duk­ti­vi­tät fördert.

Auch Faktoren wie Be­leuch­tung, Raum­tem­pe­ra­tur und Frisch­luft­zu­fuhr sind in Ein­zel­bü­ros keine Streit­fak­to­ren. Ebenfalls von Vorteil ist die vor­han­de­ne Pri­vat­sphä­re für Te­le­fo­na­te und Kun­den­ge­sprä­che mit ver­trau­li­chem Charakter. Gerade im Winter können Ein­zel­bü­ros durch die geringere An­ste­ckungs­ge­fahr zudem dazu beitragen, den Kran­ken­stand in Ihrem Un­ter­neh­men so gering wie möglich zu halten.

Gegen die Ein­rich­tung von Ein­zel­bü­ros spricht die Isolation Ihrer Mit­ar­bei­ter. Die räumliche Trennung erschwert die direkte Kom­mu­ni­ka­ti­on, den kreativen Austausch und womöglich das Teamwork innerhalb der Be­leg­schaft.

Klein­bü­ros als flexible Kom­pro­miss­lö­sung

Klein­bü­ros für zwei bis vier Mit­ar­bei­ter sind ein Kom­pro­miss zwischen Open-Space-Konzepten und Ein­zel­bü­ros. Durch die geringe Anzahl der in einem Raum ar­bei­ten­den Personen hält sich die Ge­räusch­ku­lis­se in Grenzen. Auch hin­sicht­lich der Kosten sind Klein­bü­ros ein at­trak­ti­ver Kom­pro­miss. Die etwas privatere At­mo­sphä­re wird von vielen Menschen als besonders angenehm empfunden.

Sie bietet eine Kom­bi­na­ti­on aus pro­duk­ti­vem Austausch, sozialer In­ter­ak­ti­on, in­di­vi­du­el­ler Ar­beits­platz-Ge­stal­tung und der Mög­lich­keit, sich durch einfache Rück­sicht­nah­me auf­ein­an­der kon­zen­trie­ren zu können. In einem Open-Space-Büro mit 10, 15 oder 20 Mit­ar­bei­tern ist dies ohne Lärm­schutz­maß­nah­men undenkbar.

Sollte der Chef mit­ten­drin sitzen oder ein Ein­zel­bü­ro haben?

Als Un­ter­neh­mer oder leitende Füh­rungs­kraft haben Sie in Ihrem Un­ter­neh­men natürlich eine Son­der­stel­lung. Die Frage danach, ob Sie ein Ein­zel­bü­ro beziehen oder ebenfalls in einem Open-Space-Büro Platz nehmen, stellt sich da wie von selbst. Diese Ent­schei­dung hat aber nicht nur etwas mit per­sön­li­chen Be­find­lich­kei­ten zu tun, sondern auch mit hand­fes­ten Per­for­mance-Faktoren. Wenn Sie Ihre Mit­ar­bei­ter ständig im Blick haben, arbeiten diese kon­zen­trier­ter, surfen weniger im Internet und lassen sich weniger schnell von privaten Dingen ablenken?

Falsch gedacht, hier handelt es sich nämlich um das so­ge­nann­te „Trans­pa­renz-Paradoxon“. Wie Forscher der Harvard Business School im Rahmen einer Studie her­aus­ge­fun­den haben, ist die au­gen­schein­li­che Pro­duk­ti­vi­tät oftmals nur vor­ge­spielt. Tat­säch­lich arbeiten Mit­ar­bei­ter, denen Sie mehr Pri­vat­sphä­re zu­ge­ste­hen, um bis zu 15 Prozent ef­fek­ti­ver. Ein wenig Präsenz ist dennoch notwendig.

Der Chef sollte in jedem Fall ein Ein­zel­bü­ro haben, das seinen Status re­prä­sen­tiert und ebenfalls der Ort für ver­trau­li­che Gespräche mit Kunden und Mit­ar­bei­tern ist. Dennoch ist es sinnvoll, wenn Sie für sich als Chef oder für andere Füh­rungs­kräf­te einen Ar­beits­platz in einem Open-Space-Büro re­ser­vie­ren. Ob voll­wer­ti­ger Ar­beits­platz mit Desktop-Rechner oder bloß die nötige In­fra­struk­tur für die Arbeit am Notebook – die Ent­schei­dung für die richtige Ge­stal­tung bleibt Ihnen über­las­sen. Für optimale Er­geb­nis­se reicht es bereits aus, wenn Chefs und Füh­rungs­kräf­te an einigen Wo­chen­ta­gen jeweils für ein paar Stunden Präsenz zeigen.

Wie viel Platz muss ich meinen Mit­ar­bei­tern laut Ar­beits­schutz bieten?

Nachdem Sie sich nun mit einigen Ideen für die grund­sätz­li­che Ge­stal­tung Ihrer Büroräume vertraut gemacht haben, geht es nun an die harten Fakten. Gesetze und Re­gu­la­ri­en legen fest, wie groß Büroräume für eine bestimmte Anzahl an Mit­ar­bei­tern sein müssen. Maß­geb­lich ist die „Tech­ni­sche Regel für Ar­beits­stät­ten ASR A1.2 Raum­ab­mes­sun­gen und Be­we­gungs­flä­chen“ im Rahmen der Ar­beits­stät­ten­ver­ord­nung.

Die Ar­beits­stät­ten­ver­ord­nung gibt an, wie viel Platz ein Mit­ar­bei­ter an seinem Ar­beits­platz haben muss. Dabei wird sowohl der Stellraum für Möbel als auch der Be­we­gungs­spiel­raum be­rück­sich­tigt. In einem Ein­zel­bü­ro liegt der Richtwert bei 8–10 m² pro Mit­ar­bei­ter. Für Klein­bü­ros mit 2–4 Mit­ar­bei­tern kommen zu den min­des­tens 8 m² pro zu­sätz­li­chem Mit­ar­bei­ter min­des­tens 5 m² Bo­den­flä­che hinzu. In Open Spaces und klas­si­schen Groß­raum­bü­ros sieht die Ar­beits­stät­ten­ver­ord­nung pro Mit­ar­bei­ter eine Bo­den­flä­che von 12–15 m² vor.

Ebenfalls vor­ge­schrie­ben ist eine Min­dest­be­we­gungs­flä­che, auf der sich ein Mit­ar­bei­ter frei bewegen kann. Diese beträgt min­des­tens 1,5 m². Die Tiefe und Breite der Be­we­gungs­flä­che am Bild­schirm­ar­beits­platz muss dabei min­des­tens einen Meter betragen. Achten Sie darauf, dass sich die Be­we­gungs­be­rei­che Ihrer Mit­ar­bei­ter nicht über­schnei­den oder sich mit Si­cher­heits­ab­stän­den oder Verkehrs- und Flucht­we­gen über­la­gern.

Die wich­tigs­ten Ar­beits­schutz­be­stim­mun­gen im Büro

  •  Bü­ro­flä­che von min. 8–10 m² pro Mit­ar­bei­ter in Ein­zel­bü­ros
  • Zu­sätz­li­che 5 m² Bo­den­flä­che pro zu­sätz­li­chem Mit­ar­bei­ter
  • 12–15 m² Fläche pro Mit­ar­bei­ter in Groß­raum­bü­ros
  • Raumhöhe von min. 2,5 m bei bis zu 50 m²
  • Raumhöhe von min. 3,0 m ab 100 m²
  • Lärmpegel unter 65 dB(A), unter 50 dB(A) bei vor­nehm­lich geistiger Tätigkeit
  • Minimale Licht­stär­ke von 500 Lux
  • Indirekte Be­leuch­tung (keine direkt auf den Schreib­tisch ge­rich­te­ten Spots)
  • Fens­ter­flä­che beträgt min. 10 Prozent der Bo­den­flä­che
  • Raum­tem­pe­ra­tur 20–25 Grad Celsius
  • Luft­feuch­tig­keit zwischen 40 und 60 Prozent

Büro ein­rich­ten – Toiletten, Pau­sen­raum und Ge­mein­schafts­kü­che

Ganz gleich, ob Sie ein Groß­raum­bü­ro ein­rich­ten oder für Ihr Un­ter­neh­men ein kleines Büro gestalten. Mit der Ein­hal­tung von Regeln und kreativen Büro-Ideen für die ei­gent­li­chen Ar­beits­plät­ze ist es nicht getan. Auch Toiletten und Pau­sen­räu­me stehen Ihren Mit­ar­bei­tern laut Ar­beits­schutz zu. Wonach Sie sich richten müssen, hängt vor allem von der Un­ter­neh­mens­grö­ße ab.

Wie viele Toiletten muss ich meinen Mit­ar­bei­tern bieten?

Als Ar­beit­ge­ber müssen Sie Ihren Mit­ar­bei­tern Toiletten zur Verfügung stellen. Diese sollten weniger als 50 m und dürfen nicht mehr als 100 m bzw. maximal eine Etage vom je­wei­li­gen Ar­beits­platz getrennt sein. Die Anzahl der not­wen­di­gen Toiletten richtet sich nach dem Ge­schlecht Ihrer Mit­ar­bei­ter sowie der Gleich­zei­tig­keit der Nutzung. Grund­sätz­lich ist eine Ge­schlech­ter­tren­nung vor­ge­se­hen. In Betrieben mit bis zu neun Be­schäf­tig­ten ist jedoch eine Ausnahme möglich. Sofern die zeitlich getrennte Nutzung si­cher­ge­stellt werden kann, reicht ein Toi­let­ten­raum für alle Be­schäf­tig­ten aus.

Die Anzahl der Toiletten pro Ge­schlecht hängt ebenfalls von der Mit­ar­bei­ter­zahl und der Gleich­zei­tig­keit der Benutzung ab. In einem klas­si­schen Bü­ro­be­trieb ist die In­ten­si­tät der gleich­zei­ti­gen Benutzung eher gering. In einer Fabrik mit festen Zeiten für die Band­ar­beit dagegen ist die Gleich­zei­tig­keit eher hoch. Sie können sich daher an folgenden Richt­wer­ten ori­en­tie­ren:

Min­dest­an­zahl an Toiletten und Wasch­ge­le­gen­hei­ten pro Ge­schlecht
Bis 5 Mit­ar­bei­ter 1 Toilette plus 1 Urinal für Männer sowie 1 Hand­wasch­be­cken
6–10 Mit­ar­bei­ter 1 Toilette plus 1 Urinal für Männer sowie 1 Hand­wasch­be­cken
11–25 Mit­ar­bei­ter 2 Toiletten und 1 Hand­wasch­be­cken
26–50 Mit­ar­bei­ter 3 Toiletten und 1 Hand­wasch­be­cken
51–75 Mit­ar­bei­ter 5 Toiletten und 2 Hand­wasch­be­cken
76–100 Mit­ar­bei­ter 6 Toiletten und 2 Hand­wasch­be­cken
101–130 Mit­ar­bei­ter 7 Toiletten und 3 Hand­wasch­be­cken
131–160 Mit­ar­bei­ter 8 Toiletten und 3 Hand­wasch­be­cken
161–190 Mit­ar­bei­ter 9 Toiletten und 3 Hand­wasch­be­cken
191–220 Mit­ar­bei­ter 10 Toiletten und 4 Hand­wasch­be­cken
221–250 Mit­ar­bei­ter 11 Toiletten und 4 Hand­wasch­be­cken
Je weitere 30 Mit­ar­bei­ter eine zu­sätz­li­che Toilette

Ab wann muss ich einen Pau­sen­raum zur Verfügung stellen?

Nach der ASR A4.2 müssen Sie einen Pau­sen­raum zur Verfügung stellen, sofern Sie min­des­tens 10 gleich­zei­tig anwesende Mit­ar­bei­ter be­schäf­ti­gen. Diese Regelung gilt jedoch nicht für Mit­ar­bei­ter, die über­wie­gend im Au­ßen­dienst unterwegs sind oder pro Tag maximal 6 Stunden arbeiten. Eine Ausnahme besteht, wenn Sie Mit­ar­bei­ter in Bü­ro­räu­men be­schäf­ti­gen, die ähnliche Ei­gen­schaf­ten bieten wie Pau­sen­räu­me.

Das trifft bei­spiels­wei­se auf Ein­zel­bü­ros zu. Al­ler­dings ist der Verzicht auf einen Pausen- bzw. Ge­mein­schafts­raum eine vertane Chance. Immerhin bietet ein kreativ ge­stal­te­ter Pau­sen­raum enormes soziales Potenzial und wird damit zum Wohn­zim­mer Ihrer Mit­ar­bei­ter. Abseits von den Vor­schrif­ten der ASR A4.2 sollten Sie ab ca. 10–15 Mit­ar­bei­tern für einen Pausen- bzw. Ge­mein­schafts­raum sorgen.

Das Gleiche gilt für Sitzecken. Be­spre­chungs­räu­me können sich abhängig von der Ge­stal­tung der Räum­lich­kei­ten auch bei weniger als 10 Mit­ar­bei­tern lohnen. So etwa, wenn re­gel­mä­ßig Be­spre­chun­gen mit Kunden oder der gesamten Be­leg­schaft anstehen. Wer Platz sparen möchte, nutzt das Chef-Büro, um dort einen ge­räu­mi­gen Be­spre­chungs­tisch zu plat­zie­ren.

Hinweis

Außerhalb der Pau­sen­zei­ten darf der Pau­sen­raum auch für Schu­lun­gen oder Be­spre­chun­gen „zweck­ent­frem­det“ werden.
Welche ge­setz­li­chen Pau­sen­re­ge­lung einem Ar­beit­neh­mer zustehen, erklären wir Ihnen in unserem Artikel zum Thema Ar­beits­recht Pausen.

Keine Lust mehr auf Fil­ter­kaf­fee? Kaf­fee­au­to­mat jetzt günstig mieten!  

Woran muss ich denken, wenn ich eine Ge­mein­schafts­kü­che anbiete?

Als Ar­beit­ge­ber müssen Sie i. d. R. ab 10 Mit­ar­bei­tern einen Pau­sen­raum zur Verfügung stellen. Eine voll­wer­ti­ge Küche mit Kühl­schrank, Mi­kro­wel­le und Kaf­fee­ma­schi­ne muss es hingegen nicht sein. Natürlich gehört eine kleine Büroküche zum guten Ton, wenn Sie die Ein­rich­tung für das Büro planen. Wenn Sie eine Ge­mein­schafts­kü­che anbieten, steht die Si­cher­heit der Elek­tro­ge­rä­te an oberster Stelle.

Viel zu häufig kommt es durch veraltete Elek­tro­ge­rä­te, die häufig von Mit­ar­bei­tern mit in den Betrieb gebracht werden, zu Bränden. Gehen Sie auf Nummer sicher und schaffen Sie hoch­wer­ti­ge Neugeräte an. Ver­ein­ba­ren Sie mit Ihren Mit­ar­bei­tern, dass diese keine Kü­chen­ge­rä­te mit­brin­gen. Verbinden Sie dies am besten mit einer Un­ter­wei­sung, dass alle Elek­tro­ge­rä­te bei längerer Nicht­be­nut­zung, z. B. vor dem Fei­er­abend, durch das Ziehen des Netz­ste­ckers sicher vom Strom getrennt werden.

Breite, Ge­stal­tung und Frei­hal­ten von Flucht­we­gen

Ganz gleich, ob Sie große oder kleine Büroräume ein­rich­ten – die Ar­beits­stät­ten­ver­ord­nung macht auch Vorgaben zu Verkehrs- und Flucht­we­gen. Wenn Sie Ihre Büro-Ein­rich­tungs­ideen umsetzen, sollten Sie darauf achten, dass Ver­kehrs­we­ge, die zum Fenster oder Heiz­kör­per führen, min­des­tens 0,5 m breit sein müssen. Die Min­dest­brei­te für Flucht­we­ge hängt von der Mit­ar­bei­ter­zahl ab, die diese Wege maximal benutzen:

  • min. 87,5 cm bei max. 5 Personen
  • min. 100 cm bei max. 20 Personen
  • min. 120 cm bei max. 200 Personen
  • min. 180 cm bei max. 300 Personen
  • min. 240 cm bei max. 400 Personen

Si­cher­heit bieten Verkehrs- und Flucht­we­ge selbst bei ent­spre­chen­der Breite nur dann, wenn sie auch frei sind. Schon ein im Weg stehender Karton kann im Notfall zur tödlichen Stol­per­fal­le werden. Sorgen Sie daher dafür, dass nichts die Breite der Wege ein­schränkt. Weder Schränke noch Kartons, Gar­de­ro­ben oder aus­la­den­de Topf­pflan­zen.

Sorgen Sie außerdem dafür, dass Flucht­we­ge klar mit Schildern ge­kenn­zeich­net sind. Im Bereich von Flucht­we­gen sollten Schränke zudem nicht mit Flü­gel­tü­ren aus­ge­stat­tet sein, die den Durchgang verengen können. Wenn Sie In­nen­ein­rich­tung fürs Büro kaufen, greifen Sie für diese Punkte am besten zu Schränken mit Rollläden oder Schie­be­tü­ren.

Worauf muss ich bei der Auswahl des Fuß­bo­den­be­lags achten?

Der perfekte Fußboden für ein Büro darf nicht nur schick aussehen, sondern muss belastbar und wi­der­stands­fä­hig sein. Nur so kann er den täglichen Be­las­tun­gen stand­hal­ten und möglichst lang genutzt werden. Grund­sätz­lich haben Sie die Wahl zwischen Teppich, Laminat, Parkett, PVC-Böden und Fliesen, wobei alle Ma­te­ria­li­en Ihre Vor- und Nachteile haben. Un­ab­hän­gig davon, für welches Material oder Design Sie sich ent­schei­den, lohnt es sich, ein paar Euro mehr in hoch­wer­ti­ge Fuß­bo­den­be­lä­ge zu in­ves­tie­ren.

Teppich – Ein Stück Ge­müt­lich­keit am Ar­beits­platz

Der Teppich hat nicht nur im Wohn­zim­mer seinen Platz, sondern macht auch den Ar­beits­platz etwas hei­me­li­ger. Teppiche sorgen für an­spre­chen­de Farb­kon­tras­te, schlucken Tritt­schall, re­du­zie­ren den Hall, hemmen den Staubflug und sorgen für eine angenehme Wärme. Teppiche sind jedoch auf­wen­di­ger zu reinigen als Holzböden. Im Gegenzug müssen Sie bei der Auswahl des richtigen Teppichs zudem auf einige weitere Punkte achten:

  • Wählen Sie nach Mög­lich­keit dunklere Farben, auf denen sich Schmutz nicht allzu schnell festsetzt.
  • Zu dicke Teppiche er­schwe­ren das Rollen mit Bü­ro­stüh­len.
  • Kaufen Sie aus­schließ­lich an­ti­sta­ti­sche Teppiche. Auf diese Weise schonen Sie ihre Elek­tro­ge­rä­te und ver­hin­dern, dass sich Ihre Mit­ar­bei­ter beim Gehen statisch aufladen.

Laminat im Büro

Laminat ist der Klassiker für die Ge­stal­tung von Bü­ro­räu­men. Der Bo­den­be­lag ist nicht nur pfle­ge­leicht und preis­güns­tig, sondern sieht zudem hoch­wer­tig aus. Dank der Ver­füg­bar­keit in etlichen Stilen von heller Buche bis hin zu dunklem Wal­nuss­holz bleiben keine Wünsche offen. Damit passt Laminat zu jedem Ein­rich­tungs­kon­zept. Ins­be­son­de­re günstiges Laminat ist jedoch sehr kratz­an­fäl­lig und nutzt sich schnell ab.

Edles Parkett am Ar­beits­platz

Im Vergleich zu Laminat ist Parkett teils deutlich teurer. Der Vorteil liegt al­ler­dings in der höheren Lang­le­big­keit und Ro­bust­heit gegenüber Kratzern. Selbst tiefe Kratzer können Sie durch das Ab­schlei­fen entfernen. Eine erneute Ver­sie­ge­lung macht das Parkett abermals un­emp­find­lich gegen Flüs­sig­kei­ten und er­leich­tert die Reinigung. Die Auswahl un­ter­schied­li­cher Farben und Designs ist bei Parkett ähnlich groß wie bei Laminat. Um das Material zu schonen, sollten Sie bei der Be­schaf­fung von Bü­ro­ein­rich­tung an Bo­den­mat­ten denken.

PVC-Böden – Günstig und pfle­ge­leicht

PVC-Böden bestehen aus be­last­ba­rem Kunst­stoff, der bei ent­spre­chen­der Qualität über viele Jahre zu­ver­läs­sig hält. Eine Be­son­der­heit ist die große Auswahl an Mustern, Farben und Holz­imi­ta­tio­nen. Der große Vorteil ist, dass Sie PVC-Böden sowohl im Holz­de­sign als auch im Fliesen-, Na­tur­stein- oder Be­ton­de­sign bekommen. Letzteres eignet sich besonders gut für Büros im modernen In­dus­tri­al-Design. Da PVC-Böden ver­gleichs­wei­se kühl wirken, sollten Sie ten­den­zi­ell zu dunkleren Farben und kräf­ti­ge­ren Konturen greifen. Groß­flä­chi­ge Muster wirken im pro­fes­sio­nel­len Umfeld zudem fehl am Platze. Auch bei PVC-Böden sind Bo­den­schutz­mat­ten für Ihre Bü­ro­stüh­le Pflicht.

Fliesen - Einfache Reinigung, kühle At­mo­sphä­re

Fliesen sind äußerst robust, langlebig und leicht zu reinigen. Für den Einsatz im Büro eignen sie sich jedoch nur sehr ein­ge­schränkt. Ei­ner­seits schaffen Fliesen eine kühle At­mo­sphä­re. Auf der anderen Seite ver­ur­sacht der harte Boden eine starke Ge­räusch­ent­wick­lung durch Schritte und das Rollen mit Bü­ro­stüh­len. Zudem sind die Kosten für das Material und das Verlegen zu beachten. Fliesen spielen Ihre Stärken nicht in den Ar­beits­räu­men, sondern in der Küche und in den Sa­ni­tär­räu­men aus. Sollten Sie sich für Fliesen ent­schei­den, sind dezente Designs eine gute Wahl. Auf­fäl­li­ge Muster bringen Unruhe an den Ar­beits­platz und sind damit keine gute Wahl.

Gezielter Einsatz von Wand­far­ben

Während Sie bei der Wahl der Bo­den­be­lä­ge farblich aus dem Vollen schöpfen können, sieht das hin­sicht­lich der Wand­far­ben anders aus. Grund­sätz­lich empfehlen sich helle Farben. Gerade, wenn Sie kleine Büroräume ein­rich­ten möchten, sind Klassiker wie Weiß als Grund­far­be her­vor­ra­gend geeignet. Helle Farben lassen Räume größer wirken und re­flek­tie­ren das ein­fal­len­de Licht für ein an­ge­neh­me­res Ar­beits­kli­ma. Vor allem Wand­flä­chen, die direkt vom Ta­ges­licht be­schie­nen werden, sollten möglichst hell gehalten werden.

Abgesehen davon können Sie Ihre Büroräume mit anderen Wand­far­ben ak­zen­tu­ie­ren. In­ter­es­sant ist das nicht nur im Hinblick auf das Design und die Kreation eines Corporate Designs, sondern auch im Hinblick auf die At­mo­sphä­re. Bestimmte Farben lassen sich nämlich gezielt einsetzen, um Krea­ti­vi­tät, Ent­span­nung, Auf­merk­sam­keit oder Kon­zen­tra­ti­on zu fördern. Ganz nebenbei be­sei­ti­gen Farb­ak­zen­te die sterile Bü­ro­at­mo­sphä­re.

Hinweis

An dieser Stelle wollen wir uns vorrangig mit der farb­li­chen Ge­stal­tung in Fir­men­räu­men befassen, die gewissen Ein­schrän­kun­gen un­ter­lie­gen. Im Home-Office dagegen haben Sie deutlich mehr Ge­stal­tungs­spiel­raum, weshalb wir uns der farb­li­chen Ge­stal­tung im Ar­beits­zim­mer noch einmal in zweiten Teil unseres Ratgebers zuwenden.

Farben und ihre Wirkung

Rot verleiht Energie Rot ist eine sehr dominante und zugleich positiv ver­stär­ken­de Farbe. Sie steht für Dynamik, Energie, Krea­ti­vi­tät und Selbst­si­cher­heit. Damit eignet sich Rot ideal für Mee­ting­räu­me oder für Team­ar­beits­plät­ze, an denen ein reger Ideen­aus­tausch statt­fin­den soll. Ganze Wände rot zu streichen, ist al­ler­dings nicht emp­feh­lens­wert. Besser ist die Ak­zen­tu­ie­rung einer einzigen Wand oder das Aufmalen eines ho­ri­zon­ta­len Streifens. Da Rot aber auch Aufregung und Gefahr triggern kann, ist Rot nicht als Wandfarbe für Ein­zel­bü­ros geeignet, in denen Ihre Mit­ar­bei­ter Ruhe finden sollen
Blau fördert die Kon­zen­tra­ti­on Die Farbe Blau wird in der Farb­psy­cho­lo­gie mit einer be­ru­hi­gen­den und ent­span­nen­den Wirkung as­so­zi­iert. Während Blau auf der einen Seite kühl wirkt, fördert die Farbe jedoch auch Ei­gen­schaf­ten wie Ge­nau­ig­keit und Kon­zen­tra­ti­on. Damit sind blaue Akzente sowohl für Ein­zel­bü­ros als auch für Open Spaces geeignet. Aufgrund der Farb­do­mi­nanz sollten Sie aber auch hier nur Teile des Raumes blau streichen.
Grün macht kreativ Grün gilt als neutrale Farbe zwischen warmen Rot-, Braun- und Oran­ge­tö­nen und eher kühlen Blautönen. Von Haus aus verbindet unser Gehirn die Farbe Grün mit Freiheit, Glück und Ent­span­nung. In Räumen mit grünen Elementen fühlen wir uns wohl. Wir sind en­er­gie­ge­la­den und sprühen nur so vor Ideen. Grüne Wandfarbe ist im Büro daher uni­ver­sell ein­setz­bar. Sowohl in Ein­zel­bü­ros als auch in Klein- und Groß­raum­bü­ros sorgen einzelne grüne Wände bzw. grüne Akzente für eine kreative Ar­beits­at­mo­sphä­re. In Be­spre­chungs- und Kon­fe­renz­räu­men hat Grün dagegen nichts verloren.
Gelb entspannt den Geist Gelb wirkt in seiner Reinform ermüdend, da es die Netzhaut stark sti­mu­liert. Dem­entspre­chend ist Gelb eine her­vor­ra­gen­de Farbe für Ge­mein­schafts- und Pau­sen­räu­me, in denen sich Ihre Mit­ar­bei­ter ent­span­nen sollen. In einem ent­spre­chen­den Ver­hält­nis mit Weiß gemischt, lässt sich Gelb aber auch als Raumfarbe für Büros verwenden. In Mee­ting­räu­men oder im Chef-Büro sind ent­span­nen­de Farben wie Gelb al­ler­dings fehl am Platz.
Weiß - Der Klassiker Mit weißen Wänden machen Sie nichts falsch, wenn Sie Ihr Büro ver­schö­nern. Da reines Weiß sehr kühl, ermüdend und steril wirkt, sollten Sie die Farbe zumindest nicht in ihrer reinsten Form verwenden. Bereits ein einfaches Alt- oder Cremeweiß macht das Raumklima deutlich an­ge­neh­mer und reduziert störende Re­flek­tio­nen. Weiß eignet sich zudem ideal als Ba­sis­far­be für die Kom­bi­na­ti­on mit kräftigen Farb­ak­zen­ten.

Kreativ oder Produktiv – Wie sieht die optimale Wand­ge­stal­tung aus?

Wer ein neues Büro gestalten möchte, steht vor der Wahl zwischen einer kreativen und einer pro­duk­ti­ven Wand­ge­stal­tung. Was hier die beste Option ist, hängt von der Ver­wen­dung des Raumes ab. Bei Be­spre­chungs­räu­men sollte die Pro­duk­ti­vi­tät an oberster Stelle stehen. Die Wände sind daher vor­nehm­lich White­boards, Kalendern und Prä­sen­ta­ti­ons­bild­schir­men vor­be­hal­ten. Möglich ist die Auf­lo­cke­rung durch einige hoch­wer­ti­ge Grafiken.

Ge­mein­schafts­räu­me und Open Spaces eignen sich dagegen ideal für eine kreative Wand­ge­stal­tung. Gerne darf diese auch die Corporate Identity wi­der­spie­geln. Erlaubt ist, was zu Ihrem Un­ter­neh­men und Ihrer Fir­men­kul­tur passt. Ob nun Fi­scher­net­ze für das Anbringen von Ur­laubs­kar­ten, in­di­vi­du­el­le Drucke, Mo­ti­va­ti­ons­sprü­che, in­spi­rie­ren­de Zitate oder 3D-Logos. Al­ter­na­tiv bieten sich auch Regale zur Aus­stel­lung von Preisen oder Pro­dukt­mus­tern an.

In Einzel- und Teambüros dagegen ist eine Kom­bi­na­ti­on aus pro­duk­ti­ver und kreativer Wand­ge­stal­tung ein guter Kom­pro­miss. Grund­sätz­lich gilt hier jedoch: Je in­di­vi­du­el­ler und kreativer ein Büro ein­ge­rich­tet ist, desto wohler fühlen sich die Mit­ar­bei­ter. Lassen Sie Ihren Mit­ar­bei­tern also auch selbst einen groß­zü­gi­gen Spielraum für die in­di­vi­du­el­le Wand­ge­stal­tung.

Wie sieht das ideale Ein­rich­tungs­kon­zept für mein Un­ter­neh­men aus?

Die Büroräume eines Un­ter­neh­mens sind wie eine Vi­si­ten­kar­te. Wenn Sie Ihr Büro ein­rich­ten, müssen Sie somit auf eine klare Linie achten. Ein Fli­cken­tep­pich aus ver­schie­de­nen Ein­rich­tungs­sti­len macht keinen guten Eindruck. Zudem sollte der von Ihnen gewählte Ein­rich­tungs­stil zu Ihrer Branche, Ihrem Image, Ihrem Selbst­ver­ständ­nis und Ihrer Vision als Un­ter­neh­men passen.

Während sich für kreative Start-ups etwa der Scan­di­na­vi­an-Stil eignet, setzen Un­ter­neh­men aus der Fi­nanz­bran­che auf viel Glas und Metall. Der In­dus­tri­al-Look dagegen ist bei jungen IT-Firmen ebenso beliebt wie der rustikale Up-Cycling-Stil bei Un­ter­neh­men, die Nach­hal­tig­keit in ihrer DNA tragen. Un­ab­hän­gig von der sti­lis­ti­schen Ent­schei­dung sollten Büromöbel immer funk­tio­nal und er­go­no­misch sein sowie genügend Stauraum bieten.

Eine besondere Rolle nehmen Schreib­ti­sche und Bü­ro­stüh­le ein. Worauf es bei der Auswahl guter Schreib­ti­sche und Bü­ro­stüh­le ankommt, möchten wir im zweiten Teil unseres Ratgebers erläutern, da diese Thematik nicht nur für Fir­men­bü­ros in­ter­es­sant ist, sondern auch wenn Sie Ihr Ar­beits­zim­mer ein­rich­ten.

Pflanzen am Ar­beits­platz auf­stel­len, worauf muss ich achten?

Pflanzen gehören zur Ein­rich­tung für das Büro ebenso dazu wie Flipchart und Schreib­tisch. Studien belegen, dass Grün­pflan­zen eine be­ru­hi­gen­de Wirkung haben und sowohl die Kon­zen­tra­ti­ons- als auch die Leis­tungs­fä­hig­keit ver­bes­sern können. Darüber hinaus schlucken Büro­pflan­zen störenden Schall, pro­du­zie­ren Sau­er­stoff und filtern neben Staub auch Schad­stof­fe aus der Luft. Das Problem ist al­ler­dings, dass ein Büro nicht unbedingt der beste Ort für Pflanzen ist.

Immerhin wachsen diese unter Be­din­gun­gen, die ihrem na­tür­li­chen Le­bens­raum nach­emp­fun­den sind, am besten. Auf exotische Pflanzen sollten Sie daher ver­zich­ten, selbst wenn diese noch so schön sind. Am besten greifen Sie zu robusten Pflanzen, die trockene Luft vertragen, mit wenig Son­nen­licht auskommen und auch dann nicht eingehen, wenn zwischen stres­si­gen Meetings das Gießen mal unter den Tisch fällt.

Besonders gut für Büros geeignete Pflanzen
Gummibaum Der Gummibaum ist ein relativ an­spruchs­lo­ser Bü­ro­klas­si­ker, der sogar mit dunkleren Räumen und wenig Wasser klarkommt.
Kaktus Kakteen sind ideal für Büros, in denen Mit­ar­bei­ter be­schäf­tigt sind, die gerne einmal das Gießen vergessen. Kakteen be­vor­zu­gen einen sonnigen und warmen Ort am Fenster. Dank un­ter­schied­lichs­ter Blü­ten­far­ben eignen sich Kakteen optimal als Farb­tup­fer.
Farn Als echte Über­le­bens­künst­ler sind Farne die ideale Bü­ro­be­grü­nung. Sie benötigen keine direkte Son­nen­ein­strah­lung, kommen mit wenig Licht aus, begnügen sich mit 20 Grad Raum­tem­pe­ra­tur und über­zeu­gen zudem durch ihre Optik.
Grünlilie Die Grünlilie ist ein „zu­ver­läs­si­ger Mit­ar­bei­ter“. Sie übersteht auch längere Durst­stre­cken und wächst sowohl im Dunkeln als auch im Hellen. Über die separaten Ab­le­ger­trie­be können Sie die Pflanze zudem pro­blem­los ersetzen, sollte die Grünlilie doch einmal den „Bürotod“ sterben.
Zwerg­dat­tel­pal­me Auch die Zwerg­dat­tel­pal­me ist eine Pflanze aus der Kategorie „an­spruchs­los“. Sie gedeiht auch in dunkleren Räumen, benötigt wenig Wasser und macht eine gute Figur.
Dra­chen­baum Der Dra­chen­baum ist eine optimale Wahl für dunkle Räume, denn er benötigt neben einer Ex­tra­por­ti­on Wasser lediglich einen schat­ti­gen Standort.

Und wenn es doch etwas Exo­ti­sches sein soll?

Exotische Pflanzen sind zwar sehr an­spruchs­voll, aber ideal, um ein Büro zu ver­schö­nern. Mitt­ler­wei­le sind die Her­stel­lungs­ver­fah­ren so weit fort­ge­schrit­ten, dass hoch­wer­ti­ge Pflanzen aus Kunst­stoff kaum mehr von echten Pflanzen zu un­ter­schei­den sind. Wenn Sie bereit sind, ein paar Euro mehr aus­zu­ge­ben, können Sie bei­spiels­wei­se zu Ko­kos­pal­men oder Man­go­bäu­men greifen. Außerdem besteht die Mög­lich­keit Pflanzen für Ihr Büro zu mieten.

Das Ar­beits­zim­mer ein­rich­ten – So wird das Home-Office richtig produktiv

Das Home-Office ist für viele Selbst­stän­di­ge der Dreh- und An­gel­punkt ihrer Arbeit. Aber auch für etliche An­ge­stell­te gehört das Ar­beits­zim­mer in den eigenen vier Wänden mitt­ler­wei­le zum Alltag. Umso wichtiger, dass Sie auch hier an den richtigen Stell­schrau­ben drehen, um Ihr Ar­beits­zim­mer optimal ein­zu­rich­ten. Während einige unserer Tipps aus Teil eins unseres Ratgebers aus­schließ­lich für die Ein­rich­tung von Fir­men­bü­ros gelten, sind andere Dinge auch in­ter­es­sant, wenn Sie Ihr Ar­beits­zim­mer ein­rich­ten möchten. Um genau diese Punkte sowie um Spe­zi­al­fäl­le, die das Ar­beits­zim­mer betreffen, wollen wir uns im Folgenden kümmern.

Nie mehr Platz­man­gel - Dach­schrä­gen effizient nutzen

Während Wohn­zim­mer, Esszimmer und Kin­der­zim­mer meist ideale Vor­aus­set­zun­gen zum Wohnen bieten, findet das Ar­beits­zim­mer oft unter dem Dach seinen Platz. Die Folge: Dach­schrä­gen schränken den zur Verfügung stehenden Platz im Ar­beits­zim­mer ein. Für die optimale Nutzung gibt es einige Büro-Ideen. Abhängig ist die Art der Nutzung vor allem von der Knie­stock­hö­he. Ist diese deutlich höher als 120 Zen­ti­me­ter, können Sie den Schreib­tisch entlang der Dach­schrä­ge auf­stel­len.

Die Be­leuch­tung lässt sich dann in Form einer platz­spa­ren­den LED-Leiste oberhalb des Schreib­ti­sches direkt in der Schräge in­te­grie­ren. Al­ter­na­tiv nutzen Sie ein Stu­fen­re­gal aus dem Möbel-Fach­han­del, um den Platz in der Dach­schrä­ge best­mög­lich als Stauraum zu nutzen. Wer hand­werk­lich begabt ist, passt selbst Schränke bzw. Regale in seine Dach­schrä­gen ein.

Wand­ge­stal­tung im Home-Office

Im Home-Office gelten die gleichen Emp­feh­lun­gen für die Farb­ge­stal­tung. Der Vorteil beim hei­mi­schen Ar­beits­zim­mer ist jedoch die größere Ge­stal­tungs­frei­heit. Erlaubt ist hier, was gefällt. Als Grund­far­be bietet sich am hei­mi­schen Ar­beits­platz ein gedecktes Weiß an. Dieses können Sie mit Farbtönen wie Glet­scher­blau oder mit kreativ ge­stal­te­ten Farb­ver­läu­fen und Mustern kom­bi­nie­ren. Auf­ge­mal­te Palmwedel sind als Kontrast ebenso möglich wie ver­schie­de­ne Streifen- oder in­spi­rie­ren­de Wel­len­mus­ter.

Al­ter­na­tiv lassen Sie Ihrer kreativen Ader mit Hilfe von Struk­tur­putz oder Wand­flie­sen aus Holz oder Stein als Blickfang freien Lauf. Ver­schie­de­ne Farben und Wand­be­lä­ge eignen sich gerade im Home-Office ideal, um dieses in ver­schie­de­ne Bereiche auf­zu­tei­len. Gerade wenn Sie ein großes Ar­beits­zim­mer zur Verfügung haben, empfiehlt sich die farbliche Ab­tren­nung eines Arbeits-, Be­spre­chungs- und Er­ho­lungs­be­reichs.

Darauf sollten Sie beim Schreib­tisch-Kauf achten

Der Schreib­tisch ist der Ort, an dem laut der Bun­des­an­stalt für Ar­beits­schutz rund 80 Prozent der Ar­beits­zeit ab­ge­leis­tet werden. Ein optimal passender Schreib­tisch fördert aber nicht nur die Pro­duk­ti­vi­tät, sondern nutzt auch der Ge­sund­heit.

Auf Größe und Form kommt es an

Grund­sätz­lich sollte eine Schreib­tisch­plat­te eine Min­dest­grö­ße von 160 x 80 Zen­ti­me­tern aufweisen. So ist genügend Platz für 1–2 Bild­schir­me und Un­ter­la­gen ge­währ­leis­tet. Ob Sie sich für eine recht­ecki­ge Platte, eine L-Form oder einen Freiform-Schreib­tisch ent­schei­den, bleibt Ihnen selbst über­las­sen. Achten Sie hier darauf, dass Sie Ihre räum­li­chen Vor­aus­set­zun­gen best­mög­lich aus­schöp­fen. Während Freiform- und Nieren-Schreib­ti­sche viel Platz einnehmen, sind L- oder Winkel-Schreib­ti­sche optimal, um Raumecken aus­zu­nut­zen. In Büros eignen sich Schreib­ti­sche in Winkel-, V- und L-Form auch op­ti­mal­für Ar­beits­plät­ze, die für die Kun­den­be­ra­tung genutzt werden.

Gute Schreib­ti­sche sind hö­hen­ver­stell­bar

Sowohl bei der Ein­rich­tung von Fir­men­räu­men als auch bei der Ein­rich­tung des hei­mi­schen Ar­beits­zim­mers gilt eine goldene Regel: Ein Schreib­tisch muss hö­hen­ver­stell­bar sein. Nur so lässt er sich er­go­no­misch an die Kör­per­grö­ße des Nutzers anpassen. Ein Spielraum zwischen 68 cm und 118 cm ist optimal. Somit kann der Schreib­tisch bei Bedarf auch zum rü­cken­freund­li­chen Steh­ar­beits­platz um­funk­tio­niert werden.

Aus Gründen der Ergonomie und des Komforts empfiehlt sich die An­schaf­fung elek­trisch hö­hen­ver­stell­ba­rer Schreib­ti­sche. Der Wechsel zwischen Steh- und Sitz­ar­beits­platz geht so pro­blem­los per Knopf­druck. Ein guter Schreib­tisch sollte zudem über Ka­bel­durch­läs­se, eine in­te­grier­te Ka­bel­füh­rung, ab­ge­run­de­te Kanten und genügend Bein­frei­heit verfügen. Schreib­ti­sche mit klobigen Un­ter­bau­ten sind also nicht emp­feh­lens­wert.

Tipp

Die optimale Höhe des Schreib­tischs können Sie mit der Faust­for­mel: „Kör­per­grö­ße in Metern : 2,43“ berechnen. Wer 1,80 m groß ist, benötigt also einen 74 cm hohen Schreib­tisch. Wer dagegen 1,95 m groß ist, kommt auf eine optimale Höhe von 80 cm.

So plat­zie­ren Sie Ihren Schreib­tisch optimal

Gute Schreib­ti­sche zu kaufen ist eine Sache, einen Schreib­tisch auch noch korrekt zu plat­zie­ren, eine ganz andere. Stellen Sie Ihren Schreib­tisch sowohl im Home-Office als auch im Fir­men­bü­ro seitlich zum Fenster auf. Auf diese Weise sorgen Sie für optimale Licht­ver­hält­nis­se auf dem Schreib­tisch. Vermeiden Sie es, dass Sie oder Ihre Mit­ar­bei­ter mit dem Rücken oder dem Gesicht frontal zum Fenster sitzen.

Während die frontale Aus­rich­tung zu Ablenkung durch den Blick aus dem Fenster führen kann – was in manchen kreative Berufe gewollt ist –, stören an­dern­falls Spie­ge­lun­gen den Ar­beits­fluss. Feng-Shui-Berater raten zudem dazu, nicht mit dem Rücken zur Tür zu sitzen. Diese kleine Maßnahme sorgt für mehr Wohl­be­fin­den und Si­cher­heit am Ar­beits­platz, da sich niemand „an Sie her­an­schlei­chen“ und Sie über­ra­schen kann.

Tipp für Firmen

In Grup­pen­bü­ros bietet sich der Einsatz recht­ecki­ger Schreib­ti­sche mit Rollen an. So lässt sich die Anordnung der Schreib­ti­sche im Be­darfs­fall anpassen. Ob nun als kompakte Tisch­grup­pe für die Pro­jekt­ar­beit, als Sternform für Be­spre­chun­gen oder Workshops oder eben in Form ge­trenn­ter Ein­zel­ar­beits­plät­ze. Dank der Hö­hen­ver­stell­bar­keit und den an­ge­brach­ten Rollen ist immer maximale Fle­xi­bi­li­tät ga­ran­tiert.

So richten Sie Ihren Schreib­tisch ein

Schreib­ti­sche in der richtigen Größe aus­zu­wäh­len und optimal im Raum auf­zu­stel­len ist nur die halbe Miete. Min­des­tens ebenso wichtig ist die Ein­rich­tung des Schreib­tischs selbst. Wie heißt es doch so schön: „Ordnung ist das halbe Leben.“ Genau das trifft auch auf einen pro­duk­ti­ven Ar­beits­platz zu. Das gilt sowohl für Fir­men­bü­ros als auch für Ihr Home-Office – selbst dann, wenn Sie dort keinen phy­si­schen Kun­den­kon­takt haben. Auch die Aus­stat­tung sollte für optimales Wohl­be­fin­den und pro­duk­ti­ves Arbeiten sorgsam po­si­tio­niert sein. Mit den folgenden Tipps ver­wan­deln Sie Ihren Schreib­tisch in ein Pro­duk­ti­vi­täts­mons­ter:

  • Verbannen Sie unnötiges Papier aus Ihrer Ar­beits­welt: Wo weniger Papier gebraucht wird, entsteht auch weniger Chaos. Das nahezu pa­pier­freie Büro ist damit nicht nur ein Pro­duk­ti­vi­täts-Booster, sondern schont obendrein die Umwelt.
     
  • Richten Sie ein Körbe-System ein: Lassen Sie Dokumente nicht lose auf Ihrem Schreib­tisch her­um­lie­gen. Besorgen Sie sich vier Ab­la­ge­kör­be. Jeweils einen als Do­ku­men­ten­ein­gang, einen für Dokumente, die Sie für die Ta­ges­ar­beit benötigen, einen Korb für laufende Ak­ti­vi­tä­ten, die länger als einen Tag dauern und schließ­lich einen Aus­gangs­korb für erledigte Dinge.
     
  • Unter jeden Schreib­tisch gehört ein Pa­pier­korb: Das klingt zwar selbst­ver­ständ­lich, ist es aber in vielen Büros nicht. Entsorgen Sie Über­flüs­si­ges, sobald Sie es nicht mehr brauchen, anstatt es für später zu horten.
     
  • Fei­er­abend-Routine: Machen Sie es sich zur An­ge­wohn­heit, Ihren Schreib­tisch bei Fei­er­abend or­dent­lich zu verlassen. Kein Fei­er­abend ohne auf­ge­räum­ten Schreib­tisch! Besonders wichtig ist diese Regel im Home-Office oder auch in Open-Space-Offices mit Sharing-Desks.
     
  • Mehrere Bild­schir­me machen pro­duk­ti­ver: Studien zeigen, dass ein zweiter Bild­schirm die Pro­duk­ti­vi­tät am Bild­schirm­ar­beits­platz um ca. 30 Prozent anhebt. Ein dritter Bild­schirm sorgt im Durch­schnitt für einen Pro­duk­ti­vi­täts­zu­wachs von 10–15 Prozent. Die ideale Bild­schirm­grö­ße für den Mul­tis­creen-Betrieb liegt bei 22–24 Zoll. Wenn Sie nur einen Bild­schirm verwenden, gilt eine Min­dest­grö­ße von 24 Zoll.
     
  • Bild­schir­me optimal po­si­tio­nie­ren: Der Abstand zwischen Augen und Bild­schirm sollte 50–70 Zen­ti­me­ter betragen. Der Blick­win­kel ist bei ca. 20 Grad optimal.
     
  • Maus und Tastatur: Verwenden Sie er­go­no­misch geformte Mäuse und Tas­ta­tu­ren. Diese schonen Ihre Gelenke bei längerer Bild­schirm­ar­beit und beugen Ab­nut­zungs­er­schei­nun­gen wie Seh­nen­schei­den­ent­zün­dun­gen oder dem Kar­pal­tun­nel­syn­drom vor.
     
  • Be­leuch­tung am Ar­beits­platz: Gerade im hei­mi­schen Ar­beits­zim­mer ist die Be­leuch­tung durch De­cken­lam­pen und na­tür­li­ches Licht nicht immer optimal. Auf jeden Schreib­tisch gehört dem­entspre­chend eine gute Schreib­tisch­lam­pe. Po­si­tio­nie­ren Sie die Lampe gegenüber Ihrer do­mi­nan­ten Hand, um bei hän­di­schen Notizen keinen störenden Schat­ten­wurf auf Do­ku­men­ten zu erzeugen.

Der richtige Bürostuhl macht den Un­ter­schied

Ganz gleich, ob Sie nun ein Büro in Ihrem Un­ter­neh­men oder Ihr Home-Office optimal gestalten möchten. Ohne einen guten Bürostuhl geht nichts. Ideal ist ein er­go­no­mi­sches Modell, das sich mit wenigen Hand­grif­fen an Ihre Kör­per­ma­ße anpassen lässt. Ein solcher er­go­no­mi­scher Bürostuhl schont Ihren Rücken und macht das Arbeiten deutlich an­ge­neh­mer. Immerhin ver­brin­gen Sie dort täglich rund acht Stunden.

Ei­gen­schaf­ten eines guten er­go­no­mi­schen Bü­ro­stuhls

  •  Bürostuhl muss die DIN 4551 erfüllen und das GS-Zeichen tragen
  • Ver­stell­ba­re Sitzhöhe zwischen 380 –570 mm
  •   Sitz­brei­te zwischen 400–480 mm
  •   Hö­hen­ver­stell­ba­re Kopf- und Lor­do­sen­stüt­ze
  • Armlehnen, die sich in Höhe und Breite anpassen lassen
  • Um min­des­tens 10 Zen­ti­me­ter ver­stell­ba­re Sitztiefe
  • Syn­chron­me­cha­nik für rü­cken­scho­nen­des und dy­na­mi­sches Sitzen

Deko-Ideen: So ver­schö­nern Sie Ihren Ar­beits­platz

Nachdem Sie sich um die grund­le­gen­de Aus­stat­tung in Ihrem Ar­beits­zim­mer gekümmert haben, geht es daran, Ihrem Büro eine in­di­vi­du­el­le Note zu verleihen. Lie­be­vol­le De­ko­ra­ti­on macht den Ar­beits­platz wohnlich, steigert das Wohl­be­fin­den und fördert sowohl die Krea­ti­vi­tät als auch die Pro­duk­ti­vi­tät. Gerade im Home-Office ist erlaubt, was gefällt, sodass Sie sich nach Her­zens­lust austoben können.

Aufgrund der zahl­rei­chen Vorteile lohnt es sich jedoch auch für frisch­ge­ba­cke­ne Un­ter­neh­mer, ihren Mit­ar­bei­tern die in­di­vi­du­el­le De­ko­ra­ti­on des Ar­beits­plat­zes zu erlauben oder gar ein ebenso pro­duk­ti­ves wie kreatives De­ko­ra­ti­ons­kon­zept für das gesamte Un­ter­neh­men auf die Beine zu stellen. Wir hätten da ein paar An­re­gun­gen für Sie abseits von Klas­si­kern wie Stif­te­be­chern und Glie­der­pup­pen.

  • Bilder und Drucke bieten dank un­ter­schied­lichs­ter Motive die Mög­lich­keit, die Stimmung im Büro ganz gezielt zu be­ein­flus­sen. Ob be­ru­hi­gen­de Land­schafts­por­träts, auf­re­gen­de Action-Shots aus dem Sport­be­reich oder tra­di­tio­nel­le Kunst­dru­cke - für jeden Geschmack lässt sich etwas finden.
     
  • Kreative Teamfotos sind eine ideale De­ko­ra­ti­on für größere Büros. Wie wäre es bei­spiels­wei­se mit einer Wand­kol­la­ge mit Bildern der letzten Weih­nachts­fei­er, dem Pad­del­aus­flug oder dem letzten Team-Building-Seminar?
     
  • Mo­ti­vie­ren­de Sprüche sind wie eine Selbst­kon­di­tio­nie­rung. Bei jedem Blick darauf erinnern Sie sich an Ihr ei­gent­li­ches Ziel. Plat­zie­ren Sie solche Sprüche bei­spiels­wei­se als Wand-Tattoo, Bild oder Leucht­schrift-Lampe vom Schreib­tisch aus gesehen in Ihrem Blickfeld.
     
  • Während das Auf­stel­len eines Aquariums in der Firma eher kom­pli­ziert ist, eignet sich ein kreativ de­ko­rier­tes Becken voller bunter Fische ideal als Ruhepol und Blickfang im Home-Office.

Das Home-Office steu­er­lich geltend machen

Als An­ge­stell­ter können Sie Ihr Ar­beits­zim­mer nur unter einer Bedingung von der Steuer absetzen. Das ist der Fall, wenn Sie in Ihrer Firma keinen adäquaten Ar­beits­platz zur Verfügung gestellt bekommen. Meist betrifft dies etwa Au­ßen­dienst­mit­ar­bei­ter oder Lehrer, die in einer Schule über keinen eigenen Schreib­tisch verfügen. In einem solchen Fall können Sie bis zu 1.250 Euro pro Jahr geltend machen.

Ist Ihr Home-Office dagegen der Mit­tel­punkt Ihrer be­ruf­li­chen Tätigkeit, können Sie alle ent­ste­hen­den Kosten un­be­schränkt von der Steuer absetzen. Zu den ab­setz­ba­ren Kosten zählen bei­spiels­wei­se der ver­brauch­te Strom, die anteilige Miete sowie die an­tei­li­gen Heiz­kos­ten. Al­ler­dings erfüllen meist nur Selbst­stän­di­ge, die von Zuhause aus arbeiten diese Vor­aus­set­zung. Für die korrekte Be­rech­nung der an­tei­li­gen Kosten berechnen Sie den flä­chen­mä­ßi­gen Anteil des Ar­beits­zim­mers an der Ge­samt­wohn­flä­che.

Büro und Ar­beits­zim­mer ein­rich­ten – Check­lis­te

Wie Sie sehen be­schränkt sich die Ein­rich­tung eines neuen Büros oder eines Ar­beits­zim­mers nicht darauf, ein paar Möbel zu besorgen und drei Topf­pflan­zen auf­zu­stel­len. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, finden Sie in unserer Check­lis­te die wich­tigs­ten Punkte, an denen Sie sich ori­en­tie­ren können.

Bü­ro­im­mo­bi­lie muss zu Werten und Image des Un­ter­neh­mens passen.
Jedes Büro muss durch Ta­ges­licht be­leuch­tet werden. ">
Die Fens­ter­flä­che beträgt min­des­tens 10 Prozent der Bo­den­flä­che. ">
In Ein­zel­bü­ros steht Mit­ar­bei­tern ein Raum von 8–10 m² zu. ">
Groß­raum­bü­ros müssen pro Mit­ar­bei­ter 12–15 m² Fläche bieten ">
Der Lärmpegel muss unter 65 dB(A) und bei vor­nehm­lich geistiger Tätigkeit unter 50 dB(A) liegen. ">
Die minimal emp­foh­le­ne Licht­stär­ke beträgt 500 Lux. ">
Die Raum­tem­pe­ra­tur liegt bei 20–25 Grad Celsius. ">
Die Luft­feuch­tig­keit liegt zwischen 40 und 60 Prozent. ">
Ab 10 Mit­ar­bei­tern muss i. d. R. ein Pau­sen­raum zur Verfügung stehen. ">
Flucht­we­ge müssen min­des­tens 87,5 cm breit sein. ">
Machen Sie sich die psy­cho­lo­gi­sche Wirkung von Farben zunutze ">
Wählen Sie pfle­ge­leich­te Büro­pflan­zen aus. ">
Nutzen Sie Dach­schrä­gen für maß­ge­schnei­der­ten Stauraum. ">
Schreib­tisch­plat­ten müssen min­des­tens 160 x 80 cm groß sein. ">
Schaffen Sie er­go­no­mi­sche Schreib­ti­sche und Bü­ro­stüh­le an. ">
De­ko­rie­ren Sie Ihr Büro bzw. Ar­beits­zim­mer mit einer in­di­vi­du­el­len Note. ">
Prüfen Sie, in welchem Umfang Sie Ihr Home-Office steu­er­lich absetzen können. ">

Reviewer

Zum Hauptmenü