Das Vor­stel­lungs­ge­spräch ist für viele Menschen eine sehr fordernde Situation. Aus gutem Grund: Schließ­lich ent­schei­det dieses Gespräch darüber, ob man den Job erhält oder nicht – Sie sollen Ihren po­ten­zi­el­len Ar­beit­ge­ber also in relativ kurzer Zeit davon über­zeu­gen, dass Sie die richtige Person für die freie Stelle sind. Die Ge­sprächs­part­ner ent­schei­den nor­ma­ler­wei­se in weniger als einer Stunde, ob Sie ein ge­eig­ne­ter Kandidat sind oder nicht. Vor allem Be­rufs­ein­stei­gern ist al­ler­dings oft nicht klar, worauf die Ar­beit­ge­ber wirklich achten. Zur Gänze lässt sich dies nie be­ant­wor­ten, doch gibt es durchaus einige Spiel­re­geln, an denen man sich ori­en­tie­ren sollte, wenn man einen guten Eindruck im Vor­stel­lungs­ge­spräch hin­ter­las­sen möchte.

Selbst­ver­ständ­lich gibt es einige Faktoren, die sich von Un­ter­neh­men zu Un­ter­neh­men un­ter­schei­den oder die bran­chen­spe­zi­fisch sind. In einigen Branchen ist vor allem ein elo­quen­tes Auftreten wichtig, in anderen viel­leicht eine ruhige und sachliche Art. Oftmals be­ein­flus­sen auch schlicht Faktoren wie die aktuelle Stimmung des Ge­gen­übers den Verlauf des Gesprächs. Solche Dinge können Sie nicht ändern, aber woran Sie arbeiten können, ist Ihre eigene Per­for­mance bei einem Be­wer­bungs­ge­spräch. Die Kunst besteht darin, auf die Faktoren, die Sie nicht kon­trol­lie­ren können, souverän zu reagieren. Hier erfahren Sie, wie Ihnen das am besten gelingt.

Die Vor­be­rei­tung vor dem Vor­stel­lungs­ge­spräch

Eine gute Vor­be­rei­tung ist das A und O, um später beim Vor­stel­lungs­ge­spräch zu über­zeu­gen. Zudem schlagen Sie damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe: Zunächst können Sie sich durch eine um­fas­sen­de Recherche von In­for­ma­tio­nen ver­ge­wis­sern, ob die jeweilige Stelle wirklich ihren Vor­stel­lun­gen ent­spricht (im Idealfall haben Sie das schon vor Ihrer Bewerbung getan, aber vor dem Vor­stel­lungs­ge­spräch ist eine weitere, ver­tie­fen­de Über­prü­fung sinnvoll). Falls nicht, können Sie dann nämlich die Einladung des Un­ter­neh­mens früh­zei­tig ablehnen und Ihre Zeit und Energie auf loh­nens­wer­te­re Angebote bzw. Be­wer­bun­gen kon­zen­trie­ren.

Und sollten Sie der Einladung zu einem Vor­stel­lungs­ge­spräch nach­kom­men, dann können Sie sehr viel selbst­si­che­rer in das Gespräch gehen, wenn Sie sich gut vor­be­rei­ten. Im Grunde gilt hierbei dasselbe Prinzip wie bei wichtigen Prüfungen. Bei diesen hilft eine gute Vor­be­rei­tung ebenfalls, nicht die Nerven zu verlieren, wenn es drauf ankommt.

Letztlich ist die gute Vor­be­rei­tung eines Be­wer­bungs­ge­sprächs auch stets mit einem gewissen Lern­ef­fekt verbunden: Sie erfahren dadurch mehr über die jeweilige Branche, die darin tätigen Un­ter­neh­men und die gängigen Job­an­for­de­run­gen.

Die folgenden Tipps helfen Ihnen dabei, sich gut auf das Be­wer­bungs­ge­spräch vor­zu­be­rei­ten, damit Sie selbst­be­wusst zum Gespräch gehen können. Für viele Bewerber ist das schon die halbe Miete.

Re­cher­chie­ren Sie In­for­ma­tio­nen zur Branche und zum Un­ter­neh­men

Wer sich in der Be­wer­bungs­pha­se befindet und sehr viele Be­wer­bun­gen ver­schickt, der re­cher­chiert mög­li­cher­wei­se nicht jedes Mal sämtliche Details, die mit der aus­ge­schrie­be­nen Stelle und dem Un­ter­neh­men zu tun haben. Denn wer eine Vielzahl an Be­wer­bun­gen versendet, dem bleibt manchmal kaum Zeit für stun­den­lan­ge Re­cher­chen zu den einzelnen Stel­len­an­ge­bo­ten. Spä­tes­tens wenn Sie die positive Rück­mel­dung eines Un­ter­neh­mens samt Einladung zum Vor­stel­lungs­ge­spräch erhalten, sollten Sie sich al­ler­dings genauer über das Un­ter­neh­men in­for­mie­ren. Be­ant­wor­ten Sie sich vor dem Be­wer­bungs­ge­spräch folgende Fragen:

  • Was macht das Un­ter­neh­men? Warum ist es für mich in­ter­es­sant? Wie gut ist es in seiner Branche po­si­tio­niert?
  • Wie funk­tio­niert die Branche, in der das Un­ter­neh­men tätig ist? Habe ich bereits Erfahrung oder Be­zugs­punk­te zu den Ar­beits­be­rei­chen des Un­ter­neh­mens?
  • Was sind typische Aufgaben der Job­po­si­ti­on, auf die ich mich bewerbe? Wie gut passe ich zu dem Jobprofil? Welche meiner bis­he­ri­gen Er­fah­run­gen und Kennt­nis­se qua­li­fi­zie­ren mich für den Job?
Tipp

Auf Be­wer­tungs­por­ta­len wie Glassdoor und Kununu liefern frühere Bewerber und Mit­ar­bei­ter oft in­ter­es­san­te In­for­ma­tio­nen zu Un­ter­neh­men und bewerten sie anhand ver­schie­de­ner Kriterien. Achten Sie beim Lesen solcher Be­wer­tun­gen aber stets auf das Datum: Wenn die Ein­schät­zung schon Jahre zu­rück­liegt, ist die Bewertung u. U. bereits veraltet – das Un­ter­neh­men kann sich seitdem stark verändert haben.

Bestimmen Sie Ihre Schlüs­sel­qua­li­fi­ka­tio­nen und Stärken

Im Eng­li­schen verwendet man den Begriff „Unique Selling Points“ (USPs) für die ein­zig­ar­ti­gen Merkmale eines Produkts, die Kunden über­zeu­gen sollen, sich für genau dieses Produkt zu ent­schei­den. Und was beim Marketing von Produkten funk­tio­niert, lässt sich in gewisser Weise auch auf das Selbst­mar­ke­ting bei einer Bewerbung über­tra­gen: Überlegen Sie sich, was Ihre we­sent­li­chen Schlüs­sel­qua­li­fi­ka­tio­nen sind, die Sie von anderen Bewerbern positiv abheben. Dann sollten Sie sich Gedanken darüber machen, wie Sie diese Stärken kurz und knapp dar­stel­len können.

Dank dieser Fin­ger­übung können Sie Ihre Stärken, ohne lange nach­den­ken zu müssen, souverän und selbst­si­cher prä­sen­tie­ren. Für ein er­folg­rei­ches Vor­stel­lungs­ge­spräch könnten Sie bei­spiels­wei­se im Bereich der Soft Skills mit folgenden Ei­gen­schaf­ten über­zeu­gen:

  • „Ich kann sehr gut team­ori­en­tiert arbeiten.“
  • „Ich eigne mir schnell neue Fä­hig­kei­ten an.“
  • „Ich habe lang­jäh­ri­ge Erfahrung in der Branche.“
  • „Ich bin ein offener und um­gäng­li­cher Mensch.“

In vielen Branchen sind die so­ge­nann­ten Hard Skills (also die be­rufs­ty­pi­schen Qua­li­fi­ka­tio­nen) al­ler­dings für Per­so­na­ler we­sent­lich ent­schei­den­der. Da diese sich aber je nach Branche un­ter­schei­den, können wir an dieser Stelle keine all­ge­mein­gül­ti­gen Beispiele liefern. Überlegen Sie sich vor einem Vor­stel­lungs­ge­spräch jedoch unbedingt, welche Hard Skills Sie für den Job qua­li­fi­zie­ren.

Es ist außerdem hilfreich, wenn Sie ein oder zwei Beispiele parat haben, die Ihre genannten Stärken belegen. Eventuell können Sie darlegen, dass Sie schnell da­zu­ler­nen, indem Sie darauf verweisen, in welch kurzer Zeit Sie eine Fremd­spra­che erlernt haben. Dass Sie ein Team­play­er sind, wirkt auf die Ge­sprächs­part­ner glaub­haf­ter, wenn Sie auch auf er­folg­rei­che Team­pro­jek­te verweisen können. Wichtig ist, dass Ihre Aus­füh­run­gen nicht wie bloße Be­haup­tun­gen wirken, sondern dass Sie umgehend Si­tua­tio­nen nennen können, in denen Sie Ihre Qua­li­fi­ka­ti­on bereits nach­ge­wie­sen haben.

Bei der Wahl und Dar­stel­lung Ihrer Al­lein­stel­lungs­merk­ma­le sollten Sie selbst­ver­ständ­lich darauf achten, dass diese zum je­wei­li­gen Jobprofil passen. So nützt es Ihnen wenig, wenn Sie Ihre Fremd­sprach­kennt­nis­se betonen, aber in­ter­na­tio­na­le Kom­mu­ni­ka­ti­on in dem Un­ter­neh­men so gut wie keine Rolle spielt.

Tipp

Bereiten Sie einen kleinen Spick­zet­tel mit Ihren „Unique Selling Points“ vor und gehen Sie diesen vor dem Vor­stel­lungs­ge­spräch noch einmal durch. Dadurch fallen Ihnen im Gespräch nicht nur die ent­spre­chen­den For­mu­lie­run­gen schneller ein, sondern Sie wirken auch selbst­be­wuss­ter, wenn Sie Ihre Stärken kennen.

Ver­ge­gen­wär­ti­gen Sie sich, warum Sie an dem Job in­ter­es­siert sind

Eine Frage wird in fast allen Vor­stel­lungs­ge­sprä­chen gestellt: „Warum in­ter­es­sie­ren Sie sich für diesen Job?“ Die Antwort sollte dann mehr als bloßes fi­nan­zi­el­les Interesse of­fen­ba­ren, sondern idea­ler­wei­se Ihr Interesse an der be­ruf­li­chen Tätigkeit und dem Un­ter­neh­men an sich si­gna­li­sie­ren. Die In­ter­es­sen­fra­ge ist aber nicht nur für Per­so­na­ler und Recruiter ein oft genutztes Werkzeug, um mehr über die Mo­ti­va­ti­on des Bewerbers zu erfahren. Sie eignet sich auch dazu, die eigenen Er­war­tun­gen an die Stelle zu über­prü­fen. Schließ­lich soll der Job zu Ihnen passen. Be­ant­wor­ten Sie sich vor dem Vor­stel­lungs­ge­spräch also folgende Fragen:

  • Was in­ter­es­siert mich an diesem Job?
  • Was hat mich dazu bewegt, mich für diesen Job zu bewerben?
  • Was erwarte ich vom Ar­beits­um­feld?
  • Was erwarte ich von meinem Ar­beit­ge­ber?
  • Warum glaube ich, dass ich mit meinen Fä­hig­kei­ten ein Gewinn für das Un­ter­neh­men sein könnte?

Die Ent­schei­der im Un­ter­neh­men wollen durch solche Fragen ermitteln, ob Bewerber den Job auch wirklich wollen und Interesse an der Tätigkeit haben oder ob sie lediglich am Verdienst in­ter­es­siert sind. Das gilt ins­be­son­de­re für Bewerber, bei denen absehbar ist, dass sie erst durch Ver­mitt­lung auf den Job auf­merk­sam geworden sind. Bemerkt der In­ter­view­er ein nur halb­her­zi­ges Interesse bei Ihnen, fallen Sie oft schon durch das Raster. Auf der anderen Seite sollten Sie sich nicht selbst belügen und Interesse an einer Stelle vor­spie­len, auf die Sie ei­gent­lich kaum Lust haben. Daraus erwächst nie ein gesundes Ar­beits­ver­hält­nis. Kon­zen­trie­ren Sie sich also auf solche Un­ter­neh­men, die Sie tat­säch­lich in­ter­es­sie­ren.

Iden­ti­fi­zie­ren Sie Ihre Schwach­punk­te

In den meisten Fällen gibt es mehr Bewerber, als Stellen frei sind. Recruiter und Per­so­na­ler müssen sich also Verfahren überlegen, durch die un­ge­eig­ne­te Kan­di­da­ten möglichst früh­zei­tig her­aus­ge­fil­tert werden. An­dern­falls gestaltet sich der Re­crui­ting-Prozess lang und an­stren­gend. Fragen Sie sich deshalb, aus welchen Gründen Ihr Ar­beit­ge­ber in spe einen Kan­di­da­ten ablehnen könnte, und ob Ihr Profil auf solche Gründe hinweist (wären diese of­fen­sicht­lich, wären Sie nicht zum Vor­stel­lungs­ge­spräch ein­ge­la­den worden).

Gibt es einzelne Punkte, die eher gegen Ihre Ein­stel­lung sprechen, dann erhöhen Sie Ihre Chancen, wenn Sie diese „Schwächen“ iden­ti­fi­zie­ren und sich eine passende Ver­tei­di­gung überlegen. Der Begriff „Ver­tei­di­gung“ ist dabei nicht immer passend, denn idea­ler­wei­se reagieren Sie nicht zu defensiv (das lässt sie unsicher wirken), sondern legen dar, dass Sie sich der an­ge­spro­che­nen Schwäche bewusst sind und bereits daran arbeiten, sich in dem be­tref­fen­den Bereich zu ver­bes­sern. Das gelingt, abhängig vom je­wei­li­gen Schwach­punkt und von der Häufung Ihrer Schwächen, mal mehr, mal weniger über­zeu­gend. Alles ist aber besser als vor­han­de­ne Schwächen zuzugeben, ohne dabei die Absicht einer Besserung erkennen zu lassen. Nach­fol­gend zwei Beispiele, wie man auf Fragen nach be­stimm­ten Schwach­punk­ten gut reagieren kann:

Schwach­punkt Ver­tei­di­gung
Ihnen fehlt eine Fähigkeit, die im An­for­de­rungs­pro­fil der Job­be­schrei­bung auf­ge­lis­tet ist. Ver­si­chern Sie, dass Sie sich diese Fä­hig­kei­ten schnell aneignen wollen. Geben Sie am besten ein Beispiel, wie Ihnen das bereits bei vor­he­ri­gen Jobs gelungen ist. Falls möglich, verweisen Sie auf ähnlich geartete Qua­li­fi­ka­tio­nen bzw. Fä­hig­kei­ten, die Ihre Lernzeit verkürzen dürften. Wenn Kennt­nis­se in einem be­stimm­ten Programm vor­aus­ge­setzt werden, kann es bei­spiels­wei­se von Vorteil sein, wenn Sie bereits ein sehr ähnlich geartetes Programm be­herr­schen.
Sie verfügen nicht über die ei­gent­lich ge­for­der­te Be­rufs­er­fah­rung. Versuchen Sie, auf ver­gleich­ba­re Er­fah­run­gen aus anderen Bereichen zu verweisen – z. B. einen Stu­den­ten­job, Praktika oder ähnliche Job­po­si­tio­nen in einer anderen Branche. Ver­mit­teln Sie, dass Sie „frischen Wind“ ins Un­ter­neh­men bringen können, weil Sie Er­fah­run­gen aus anderen Bereichen mit­brin­gen, statt die fehlende Bran­chen­er­fah­rung als Schwäche hin­zu­neh­men.

Viele Ihrer möglichen Schwächen dürfte der In­ter­view­er schon vorab in Ihrem Le­bens­lauf bzw. Profil entdeckt haben. Da er Sie trotzdem zum Vor­stel­lungs­ge­spräch ein­ge­la­den hat, haben Sie mit Ihrer Bewerbung grund­sätz­lich einen positiven Eindruck hin­ter­las­sen. Machen Sie diesen im Vor­stel­lungs­ge­spräch nicht zunichte, indem Sie Ihre Schwächen im Vergleich zu Ihren Stärken über­be­to­nen. Kon­zen­trie­ren Sie sich auf die positiven Aspekte Ihres Le­bens­laufs und versuchen Sie, negative Aspekte um­zu­mün­zen. Viele In­ter­view­er fragen nämlich gezielt nach Schwächen, um einen Eindruck davon zu bekommen, wie souverän Sie in Ihrer Recht­fer­ti­gung wirken. Gelingt Ihnen das gut, stellen Sie gleich­zei­tig Ihre Kom­mu­ni­ka­ti­ons­fä­hig­keit unter Beweis. Wirken Sie zu zögerlich, werten das viele Per­so­na­ler als Hinweis, dass Ihre Schwäche so aus­ge­prägt sind, dass Sie selbst Schwie­rig­kei­ten haben, Sie zu recht­fer­ti­gen.

Bereiten Sie sich auf gängige Stan­dard­fra­gen vor

Jedes Vor­stel­lungs­ge­spräch ist anders – dennoch gibt es Fragen und Inhalte, die in den meisten Vor­stel­lungs­ge­sprä­chen eine Rolle spielen. Sie werden in un­ter­schied­li­chen Be­wer­bungs­ge­sprä­chen sehr oft ähnliche Fragen gestellt bekommen. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, sich mit den häufig auf­tre­ten­den Ka­te­go­rien und Fragen zu be­schäf­ti­gen. Al­ler­dings sollten Sie keine Stan­dard­ant­wor­ten auswendig lernen, die Sie dann bei jedem Vor­stel­lungs­ge­spräch vortragen. Abhängig von der Branche, dem Un­ter­neh­men oder dem Charakter des In­ter­view­ers sollten Sie Ihre Antworten auch variieren.

In der folgenden Tabelle finden Sie einige Fragen, die Ihnen während des Vor­stel­lungs­ge­sprächs gestellt werden könnten:

Kategorie Bei­spiel­fra­gen
Fachliche Qua­li­fi­ka­ti­on Warum sind Sie der beste Kandidat für den Job? Welche Fä­hig­kei­ten können Sie in den Job ein­brin­gen? Mit welchen Verfahren/Software-Pro­gram­men kennen Sie sich schon aus? Wie gut be­herr­schen Sie Fähigkeit X / Programm Y? (bran­chen­spe­zi­fisch) Welche wichtigen Fä­hig­kei­ten konnten Sie sich im Studium / in ver­gan­ge­nen Jobs / in Praktika aneignen?
Mo­ti­va­ti­on Warum haben Sie sich bei uns beworben? Was erwarten Sie von dem Job? Was erwarten Sie von unserem Un­ter­neh­men? Was wissen Sie über unser Un­ter­neh­men? Welche be­ruf­li­chen Ziele verfolgen Sie? Warum endete Ihr letztes Be­schäf­ti­gungs­ver­hält­nis? Was hat Ihnen bei Ihrem letzten Job nicht gefallen? Würden Sie für diesen Job auch umziehen?
Per­sön­li­che Qua­li­fi­ka­ti­on Wie gut sind Sie or­ga­ni­siert? Wie viel Ver­ant­wor­tung trugen Sie bei Ihrem letzten Job? Welche Fä­hig­kei­ten und Ei­gen­schaf­ten, denken Sie, sind für diesen Job besonders wichtig? Was sind Ihre be­son­de­ren Stärken? Was sind Ihre größten Schwächen? Wie be­schrei­ben Ihre Freunde Sie?
Per­sön­lich­keit/Charakter Fragen zu Herkunft, Bildung, Aus­bil­dung, Werdegang: Wo sehen Sie sich in X Jahren? Was sind Ihre In­ter­es­sen und Hobbys? Ist Ihnen die Familie wichtig? Haben Sie Vorbilder?
Emp­find­li­che Fragen/„Stress­tests“ Warum haben Sie so lang für Ihr Studium gebraucht? Warum haben Sie keine Praktika gemacht? Warum haben Sie schon so viele Praktika gemacht, ohne über­nom­men zu werden? Was ver­an­lasst Sie dazu, Ihren jetzigen Ar­beits­ver­trag (schon nach X Monaten) zu kündigen? Warum haben Sie sich beworben, obwohl Sie X nicht be­herr­schen / Y nicht mit­brin­gen / Be­rufs­ein­stei­ger sind? Glauben Sie, dass dieses Vor­stel­lungs­ge­spräch er­folg­reich verläuft?
Spiel­fra­gen/Brain­teaser Hinweis: Bei diesen Fragen geht es selten um die korrekte Antwort, sondern darum, wie flexibel Sie mit un­vor­her­ge­se­he­nen bzw. un­be­kann­ten Her­aus­for­de­run­gen umgehen. Diese Art von Fragen wird in­zwi­schen al­ler­dings nur noch selten gestellt. Wie viel wiegt Berlin? Können Sie folgendes Rätsel lösen? Du bist auf einem Schiff. Du holst den Anker ein. a) Sinkt oder b) steigt der Was­ser­spie­gel oder c) bleibt er gleich? Warum sind Ka­nal­de­ckel ei­gent­lich rund?

Bereiten Sie eigene Fragen vor

In­ter­view­er legen viel Wert darauf, dass das Gespräch nicht nur in eine Richtung läuft. Im Idealfall haben Sie eigene Fragen, um mehr über das Un­ter­neh­men zu erfahren und Interesse zu si­gna­li­sie­ren. Fachliche Fragen weisen zudem auf eine gewisse Expertise bei Ihnen hin. Möchte der In­ter­view­er wissen, ob Sie Fragen haben, ist es meist ein schlech­tes Signal, wenn Sie dies verneinen. Schlimms­ten­falls weist es auf Des­in­ter­es­se oder Ein­falls­lo­sig­keit hin. Daher ist es ratsam, einen Fra­gen­ka­ta­log vor­zu­be­rei­ten. Hier ein paar Bei­spiel­fra­gen, die Sie während oder zum Ende des Vor­stel­lungs­ge­sprächs stellen können:

  • Wie sieht der ideale Kandidat für Sie aus?
  • Was hat Sie dazu bewegt, mich zum Vor­stel­lungs­ge­spräch ein­zu­la­den?
  • Wie geht der Be­wer­bungs­pro­zess jetzt weiter?
  • Wie würden Sie selbst die Ar­beits­at­mo­sphä­re in Ihrem Un­ter­neh­men be­schrei­ben?
  • Welche Fort­bil­dungs­mög­lich­kei­ten werden geboten?
  • Setzen Sie Programm X / Verfahren Y ein?
  • Ist Sprach­kennt­nis X von Vorteil?

Selbst­ver­ständ­lich können sich während des Gesprächs neue Fragen ergeben, die Sie dann auch stellen sollten. Das können Sie durchaus auch während des Gesprächs tun – al­ler­dings sollten Sie Ihren In­ter­view­er nicht zu oft zu un­ter­bre­chen. Je nach dessen Charakter dürfen Sie diese Fragen auch weniger förmlich for­mu­lie­ren, sofern Sie das Gefühl haben, die per­sön­li­che Chemie stimmt. Al­ler­dings sollten Sie nicht zu forsch sein und den In­ter­view­er nicht in eine un­an­ge­neh­me Situation bringen. Fragen wie „Gehen Sie hier gern arbeiten?“ oder „Wird man hier fair bezahlt?“ sollten also tabu sein. Denn wenn Sie bereits beim Vor­stel­lungs­ge­spräch Takt­ge­fühl vermissen lassen, bekommen Sie meist keine zweite Chance, es im Job zu beweisen.

Proben Sie das Vor­stel­lungs­ge­spräch

Gestalten Sie die Vor­be­rei­tung Ihres Vor­stel­lungs­ge­sprächs als Dia­log­spiel. Bitten Sie bei­spiels­wei­se einen Ihrer Freunde darum, in die Rolle des In­ter­view­ers zu schlüpfen und ein Vor­stel­lungs­ge­spräch zu si­mu­lie­ren. So können Sie trai­nie­ren, auf Fragen selbst­si­cher und souverän zu reagieren, ohne allzu lang über die Antworten nach­den­ken zu müssen.

Solche Übungen zeigen Ihnen auch, ob Ihre Vor­be­rei­tun­gen aus­rei­chend sind oder ob Sie noch etwas mehr Zeit und Mühe in­ves­tie­ren müssen. Ein si­mu­lier­tes Vor­stel­lungs­ge­spräch hilft Ihnen ins­be­son­de­re dann, wenn Ihr Gegenüber eine gewisse Autorität aus­strah­len kann. Im Idealfall hat diese Person bereits er­folg­reich ein Vor­stel­lungs­ge­spräch geleitet und kann aus der Erfahrung schöpfen. Fragen Sie in Ihrem Be­kann­ten­kreis nach, wer diese Rolle gut ausfüllen könnte. Noch besser ist es, wenn eine zu­sätz­li­che dritte Person das Gespräch aus neutraler Sicht be­ob­ach­tet und ihre Be­ob­ach­tungs­er­geb­nis­se mit Ihnen teilt. Auch ein Rol­len­tausch kann sinnvoll sein, um die Seite des In­ter­view­ers ken­nen­zu­ler­nen.

Während des Vor­stel­lungs­ge­sprächs

Mit einer guten Vor­be­rei­tung können Sie meist auch selbst­be­wuss­ter ins Vor­stel­lungs­ge­spräch gehen. Und auch für das Vor­stel­lungs­ge­spräch selbst gibt es einige Tipps, mit denen man seine Chancen auf den Job ver­bes­sern kann.

Über­zeu­gen Sie bereits in den ersten fünf Minuten

Studien haben ergeben, dass sich Menschen innerhalb der ersten fünf Minuten eines Gesprächs ent­schei­den, ob Sie Ihr Gegenüber sym­pa­thisch finden oder nicht. Bei einem Job­in­ter­view spielt das natürlich auch eine er­heb­li­che Rolle. Machen Sie in den ersten fünf Minuten einen sym­pa­thi­schen Eindruck, löst das auch meist die An­span­nung. Achten Sie daher auf einen ge­lun­ge­nen Erst­kon­takt und Einstieg ins Gespräch:

  • Kommen Sie bereits mit positiver Energie und Ta­ten­drang ins Un­ter­neh­men. Ein echtes Lächeln bewirkt kleine Wunder, ebenso wie ein auf­rech­ter und selbst­be­wuss­ter Gang.
  • Äußern Sie Ihre Dank­bar­keit für die Chance, die sich Ihnen bietet. Schütteln Sie die Hände jedes In­ter­view­ers mit ein wenig Druck, jedoch nicht zu fest!
  • Eine kleine positive Aussage zu Beginn kann nicht schaden: „Cooles Büro habt ihr hier!“, „Ich freue mich sehr, hier zu sein!“ usw. Über­trei­ben Sie es aber nicht, sonst wirken Ihre Aussagen schnell über­trie­ben und be­rech­nend.

Senden Sie auch nonverbal die richtigen kör­per­li­chen Signale

Bei einem Gespräch zwischen Menschen ist nicht nur der Wortlaut, sondern auch die non­ver­ba­le Kom­mu­ni­ka­ti­on wichtig. Der Körper „redet“ ge­wis­ser­ma­ßen immer mit, und Menschen deuten bestimmte kör­per­li­che Signale – im Positiven wie im Negativen. Folgende Tipps helfen Ihnen dabei, während des Vor­stel­lungs­ge­sprächs auch durch die Kör­per­spra­che zu über­zeu­gen.

  • Halten Sie Blick­kon­takt! Das ist ganz wichtig, um Ihr Interesse an dem Gespräch und seinen Teil­neh­mern zu si­gna­li­sie­ren. Schauen Sie nicht zu oft und zu lange auf den Tisch vor Ihnen. Lassen Sie auf keinen Fall den Blick um den In­ter­view­er herum kreisen, das wirkt ge­lang­weilt oder le­thar­gisch.
Tipp

Wenn Sie anderen Menschen nicht gut in die Augen gucken können, gibt es einen kleinen Trick: Fixieren Sie einen gedachten Punkt hinter der Stirn des Ge­gen­übers. Sitzen Ihnen mehrere In­ter­view­er gegenüber, sollten Sie jede Person mit Ihrem Blick­kon­takt re­gel­mä­ßig ein­be­zie­hen. In jedem Fall sollten Sie die Person angucken, die gerade mit Ihnen spricht.

  • Sitzen Sie aufrecht und gerade, aber dabei nicht zu steif. Wenn Sie ohne kör­per­li­che Spannung im Stuhl hängen, wirkt das un­mo­ti­viert oder re­spekt­los. Ihre Sitz­po­si­ti­on ver­mit­telt immer einen be­stimm­ten Eindruck von Ihnen. Sowohl ein Mangel an Kör­per­span­nung als auch nervöse Zappelei (z. B. ständiges Über­ein­an­der­schla­gen der Beine) wirken eher negativ.
  • Arme und Hände sollten stets über dem Tisch bleiben. Stützen Sie Ihren Kopf auf keinen Fall auf einer Hand auf, das wirkt schnell des­in­ter­es­siert. Nutzen Sie die Hände beim Reden, um Ihr Gesagtes in­halt­lich zu stützen. Wirbeln Sie dabei al­ler­dings nicht zu hektisch herum, denn das wirkt entweder nervös oder auf­dring­lich. Achten Sie auch hier auf die richtige Balance.
  • Überlegen Sie sich vorher genau, was Sie anziehen wollen. In­for­mie­ren Sie sich unbedingt vorab, ob es einen be­stimm­ten Dresscode gibt. Grund­sätz­lich können Sie aber selten zu schick zu einem Be­wer­bungs­ge­spräch er­schei­nen. Ver­zich­ten Sie aber auf zu auf­fäl­li­gen Schmuck oder andere Ac­ces­soires, die Sie prot­ze­risch wirken lassen.
  • Tragen Sie kein zu starkes Parfum oder Deodorant auf, denn Sie wollen ja nicht, dass die Er­in­ne­rung an einen zu in­ten­si­ven Duft alles überdeckt, was Sie im Vor­stel­lungs­ge­spräch gesagt haben.

Agieren Sie auf einer Stufe mit dem In­ter­view­er

Viele Bewerber begeben sich au­to­ma­tisch in eine Art Op­fer­rol­le, in der Sie sich für Ihre Bewerbung recht­fer­ti­gen müssen. Das ist aber genau die falsche Strategie, denn so erweckt man schnell den Eindruck, als sei man im Grunde selbst nicht von seiner Qua­li­fi­ka­ti­on überzeugt. Ver­ge­gen­wär­ti­gen Sie sich daher, dass nicht nur Ihr po­ten­zi­el­ler Ar­beit­ge­ber Ihnen einen Job anbietet – Sie bieten ihm auch Ihre wertvolle Ar­beits­kraft an!

Verkaufen Sie sich immer so teuer, wie Sie wirklich sind. Machen Sie dem In­ter­view­er klar, dass diese Bewerbung beid­sei­tig läuft: Sie versuchen, sich dem Un­ter­neh­men als ge­eig­ne­ten Bewerber zu prä­sen­tie­ren, an­de­rer­seits sollte das Un­ter­neh­men aber auch als Ar­beit­ge­ber über­zeu­gen. Treten Sie daher nicht als Bitt­stel­ler auf. Ein gesundes Ar­beits­ver­hält­nis entsteht ohnehin nur, wenn beide Seiten von­ein­an­der pro­fi­tie­ren. Bedenken Sie das, vor und im Vor­stel­lungs­ge­spräch.

Das Vor­stel­lungs­ge­spräch ist ein Dialog, kein Verhör

Viele Bewerber neigen dazu, sich während des Vor­stel­lungs­ge­sprächs zu passiv zu verhalten. Häufig tun sie das, weil sie denken, es sei höflich, darauf zu warten, was der In­ter­view­er tut und sagt, und ent­spre­chend zu antworten. Im schlimms­ten Fall reagieren diese Bewerber aus­schließ­lich und strahlen eben dadurch Pas­si­vi­tät aus. Halten Sie sich vor Augen, dass die Kom­mu­ni­ka­ti­on beid­sei­tig verlaufen sollte: Schließ­lich heißt es Vor­stel­lungsgespräch!

Denken Sie daran, dass Ihre Haupt­ar­gu­men­te bzw. Al­lein­stel­lungs­merk­ma­le unbedingt Be­stand­teil dieses Gesprächs sein sollten. Wenn sich Ihnen die Chance bietet, diese ein­zu­brin­gen, sollten Sie das tun. Ebenso hilft Ihnen Ihre Liste vor­be­rei­te­ter Fragen dabei, ab und zu selbst das Tempo zu bestimmen. So lenken Sie das Vor­stel­lungs­ge­spräch er­folg­reich mit und zeigen Ei­gen­in­itia­ti­ve und Selbst­be­stimmt­heit.

Reagieren Sie souverän auf zu per­sön­li­che Fragen

Auch In­ter­view­er können Fehler machen – ob bewusst oder unbewusst. So sind einige Fragen in Job­in­ter­views ei­gent­lich nicht zulässig – dennoch tauchen sie in vielen Vor­stel­lungs­ge­sprä­chen auf. Sie müssen al­ler­dings nicht zwingend alle Fragen be­ant­wor­ten. Das betrifft ins­be­son­de­re Fragen zur Herkunft, zum Fa­mi­li­en­stand, zur sexuellen Ori­en­tie­rung, zu einem even­tu­el­len Kin­der­wunsch. Vor allem Frauen sollten auf­hor­chen, wenn sie plötzlich Fragen zu Kin­der­wunsch und Schwan­ger­schaft be­ant­wor­ten sollen.

Da diese Fragen un­zu­läs­sig sind, brauchen Sie tat­säch­lich auch nicht wahr­heits­ge­mäß darauf zu antworten. Sofern Sie überhaupt einen Job in einem Un­ter­neh­men haben wollen, das solch un­zu­läs­si­ge Fragen stellt, antworten Sie ruhig so, wie es der In­ter­view­er ver­mut­lich hören will: „Derzeit kon­zen­trie­re ich mich ganz auf meine Karriere“ oder „Kinder sind in meiner jetzigen Le­bens­pha­se kein Thema“. Auch Fragen zu krank­heits­be­ding­ten Aus­fall­zei­ten sind nicht nur un­an­ge­bracht, sondern in vielen Fällen ge­setz­lich untersagt. Auch diese müssen Sie also nicht wahr­heits­ge­mäß be­ant­wor­ten. Sie haben keinerlei ju­ris­ti­sche Folgen zu fürchten, wenn Sie auf solche Fragen unwahr antworten.

Beenden Sie das Gespräch auf einer positiven Note

Der letzte Eindruck bleibt oft am meisten hängen. So stark Sie das Gespräch begonnen haben, wollen Sie es auch enden lassen. Äußern Sie noch einmal Ihre Dank­bar­keit für die Chance und ver­deut­li­chen Sie ruhig Ihren Wunsch, den Job zu bekommen. Dadurch si­gna­li­sie­ren Sie, dass Sie den Job höchst­wahr­schein­lich annehmen werden, wenn er Ihnen angeboten wird. Und in der Regel haben Un­ter­neh­men ein großes Interesse daran, freie Stellen möglichst zeitnah zu besetzen. Sagen Sie, dass Sie sich darauf freuen, vom Un­ter­neh­men zu hören. Zum Abschluss gilt es nochmal, einen guten Eindruck zu hin­ter­las­sen. Denn dieser letzte Eindruck könnte es sein, der Sie positiv von einem ver­gleich­bar qua­li­fi­zier­ten Mit­be­wer­ber abhebt.

Nach­be­rei­tung: Nach dem Vor­stel­lungs­ge­spräch ist vor dem Vor­stel­lungs­ge­spräch

Sobald Sie aus der Tür des an­vi­sier­ten Un­ter­neh­mens getreten sind, haben Sie es zunächst einmal geschafft – aber Ihre Be­mü­hun­gen sollten Sie dann nicht ein­stel­len. Ins­be­son­de­re, wenn noch mehrere Be­wer­bun­gen offen sind oder wenn ein einzelner Be­wer­bungs­pro­zess in mehreren Schritten erfolgt, gilt es, das ver­gan­ge­ne Vor­stel­lungs­ge­spräch korrekt auf­zu­ar­bei­ten.

Bewerten Sie das Vor­stel­lungs­ge­spräch kritisch

Wenn Sie die richtigen Schlüsse aus dem ab­sol­vier­ten Vor­stel­lungs­ge­spräch ziehen, können Sie sich auf das nächste noch besser vor­be­rei­ten. Folgende Fragen sollten Sie sich stellen:

  • Wie zufrieden bin ich insgesamt mit dem Gespräch? Werte ich das Gespräch als einen Erfolg oder Miss­erfolg?
  • An welchen Stellen im Gespräch war ich unsicher, welche habe ich souverän ge­meis­tert?
  • Habe ich alle In­for­ma­tio­nen erhalten, die ich haben wollte?
  • Habe ich meine Haupt­ar­gu­men­te bzw. Al­lein­stel­lungs­merk­ma­le deutlich gemacht?
  • Wie bewerte ich die per­sön­li­che Chemie zwischen mir und dem In­ter­view­er?
  • Welches Bild habe ich vom Job und vom Un­ter­neh­men? Möchte ich wirklich dort arbeiten?

Ver­schrift­li­chen Sie am besten die wich­tigs­ten Er­kennt­nis­se, um diese in die Vor­be­rei­tung des nächsten Vor­stel­lungs­ge­sprächs mit­ein­be­zie­hen zu können.

Un­ter­bre­chen Sie den Be­wer­bungs­pro­zess nach einem Vor­stel­lungs­ge­spräch nicht zu lange

Auch wenn das Vor­stel­lungs­ge­spräch Ihrem Gefühl nach optimal lief, haben Sie noch lange keine Job­ga­ran­tie. Mitunter ent­schei­det sich der Ar­beit­ge­ber für einen anderen Kan­di­da­ten – aufgrund von Faktoren, die Ihnen erstens unbekannt sind und an denen Sie zweitens nichts ändern können. Wenn Sie sich in einer Be­wer­bungs­pha­se befinden, können Sie sich si­cher­lich einen Tag Pause gönnen; danach sollten Sie aber Ihre Be­wer­bun­gen fort­set­zen, um ei­ner­seits das Ar­beits­tem­po nicht zu verlieren und an­de­rer­seits den Schwung des soeben ge­meis­ter­ten Vor­stel­lungs­ge­sprächs ins nächste mit­zu­neh­men. Wenn Sie sich zu sehr darauf verlassen, nach einem Vor­stel­lungs­ge­spräch den Job schon sicher in der Tasche zu haben, verlieren Sie bei einer Absage wertvolle Zeit.

Geben Sie nicht auf!

Be­wer­bungs­pha­sen können am Selbst­be­wusst­sein nagen, wenn sich die Absagen häufen. Das muss aber nicht immer auf eine zu geringe Qua­li­fi­ka­ti­on hinweisen – ins­be­son­de­re nicht bei begehrten Stellen, auf die sich zahl­rei­che andere In­ter­es­sier­te bewerben. Wenn Sie ein schwaches Vor­stel­lungs­ge­spräch hatten, den Job aber unbedingt haben wollen, kann es nicht schaden, noch einmal auf den po­ten­zi­el­len Ar­beit­ge­ber zuzugehen. Um zu erfahren, woran Sie noch arbeiten müssen, kann es auch sinnvoll sein, Ihren In­ter­view­er per­sön­lich um Feedback zu bitten. Fragen kostet be­kannt­lich nichts, und einige In­ter­view­er sind durchaus bereit, ihren Eindruck des Be­wer­bungs­pro­zess zu schildern.

Rufen Sie sich stets ins Ge­dächt­nis: Wer es nicht versucht, kann nur verlieren. Geben Sie daher nicht auf und versuchen Sie, sich kon­ti­nu­ier­lich zu ver­bes­sern. Denn Durch­hal­te­ver­mö­gen hilft Ihnen nicht nur im Job, sondern auch dabei, den richtigen Job überhaupt zu finden.

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