Die zu­neh­men­de Ver­net­zung der Welt bietet weit­rei­chen­de Mög­lich­kei­ten, Ge­schäfts­pro­zes­se ef­fi­zi­en­ter zu gestalten, bringt jedoch auch Gefahren. Immer mehr Un­ter­neh­men nutzen das Internet als Trans­port­me­di­um, um Home-Office und mobile Ar­beits­plät­ze zu er­mög­li­chen, Standorte zu vernetzen oder Kunden und Partner an die eigene IT-In­fra­struk­tur an­zu­bin­den. Damit sensible Daten auf diesem Weg nicht in falsche Hände geraten, muss die Über­tra­gung ab­ge­si­chert werden. Eine gängige Lösung dafür ist das VPN.

Was ist ein VPN?

Ein VPN (Virtual Private Network) ist ein vir­tu­el­les, logisch ab­ge­schot­te­tes Kom­mu­ni­ka­ti­ons­netz, das auf einem be­stehen­den phy­si­schen Netz – meist dem Internet – aufsetzt. Die Da­ten­pa­ke­te werden dabei in einen Tunnel verpackt und in der Regel ver­schlüs­selt und au­then­ti­fi­ziert, sodass Dritte im zugrunde liegenden Netz den Inhalt weder mitlesen noch unbemerkt verändern können.

Ein VPN er­mög­licht damit einen sicheren Transport sensibler Daten über eine nicht ver­trau­ens­wür­di­ge Ver­bin­dung und ist eine kos­ten­güns­ti­ge Al­ter­na­ti­ve zu privaten Stand­lei­tun­gen. Typische Ein­satz­ge­bie­te sind der Fern­zu­griff auf das Fir­men­netz und die Ver­net­zung mehrerer Standorte.

Nicht jedes VPN ver­schlüs­selt

Der Begriff VPN be­schreibt zunächst nur die logische Trennung eines Netzes. Provider-VPNs, etwa auf Basis von MPLS, trennen den Da­ten­ver­kehr ver­schie­de­ner Kunden im Netz des Anbieters, ver­schlüs­seln ihn aber nicht au­to­ma­tisch. Wenn im Alltag von VPN die Rede ist, sind meist ver­schlüs­sel­te VPNs wie IPsec, WireGuard oder OpenVPN gemeint.

Wie funk­tio­niert ein VPN?

Ein VPN verbindet zwei Endpunkte, etwa einen VPN-Client auf einem Laptop und ein VPN-Gateway (Router, Firewall oder Server) am Fir­men­stand­ort. Der Ver­bin­dungs­auf­bau läuft in drei Schritten ab:

  1. Au­then­ti­fi­zie­rung: Beide Seiten weisen ihre Identität nach, zum Beispiel per Zer­ti­fi­kat, Pre-Shared Key oder Be­nut­zer­kon­to mit zweitem Faktor.
  2. Schlüs­sel­aus­tausch: Die Endpunkte handeln Sit­zungs­schlüs­sel aus, mit denen die Daten an­schlie­ßend ver­schlüs­selt werden.
  3. Tunneling: Jedes Da­ten­pa­ket wird ver­schlüs­selt und in ein neues, äußeres Paket ein­ge­kap­selt (Kapselung). Für das öf­fent­li­che Netz sind nur die Adressen der beiden Tun­nel­end­punk­te sichtbar, nicht aber Inhalt und ei­gent­li­ches Ziel des Pakets.

Am Tun­nel­en­de wird das Paket entpackt, ent­schlüs­selt und im dortigen Netz zu­ge­stellt. Für An­wen­dun­gen verhält sich das Endgerät so, als wäre es direkt mit dem ent­fern­ten Netz verbunden.

Welche VPN-Arten gibt es?

Beim Ein­rich­ten eines VPN stehen drei An­wen­dungs­ge­bie­te im Vor­der­grund: die Ver­net­zung von zwei oder mehr Un­ter­neh­mens­stand­or­ten über ein öf­fent­li­ches Netz (Site-to-Site-VPN), der Zugriff auf das Un­ter­neh­mens­netz von zu Hause oder unterwegs (End-to-Site-VPN) und die direkte ge­si­cher­te Ver­bin­dung zwischen zwei einzelnen Rechnern (End-to-End-VPN). Davon zu un­ter­schei­den sind VPN-Dienste für Pri­vat­nut­zer.

Site-to-Site-VPN

Ein Site-to-Site-VPN kommt zum Einsatz, wenn mehrere lokale Netzwerke über ein öf­fent­li­ches Trans­port­me­di­um zu einem vir­tu­el­len Kom­mu­ni­ka­ti­ons­netz verbunden werden sollen. Typisch ist die Ver­net­zung von Un­ter­neh­mens­stand­or­ten, Au­ßen­stel­len oder Nie­der­las­sun­gen. Al­ter­na­tiv lässt sich eine Stand­ort­ver­net­zung auch als Corporate Network (CN) auf Basis privater Fest­ver­bin­dun­gen rea­li­sie­ren. Diese In­fra­struk­tur muss jedoch kos­ten­pflich­tig an­ge­mie­tet werden. Eine Ver­bin­dung via VPN nutzt dagegen das Internet, sodass im We­sent­li­chen die Kosten für den In­ter­net­an­schluss anfallen. Vor­aus­set­zung ist an jedem Standort ein VPN-fähiger Router, eine Firewall oder ein Gateway, der bzw. die den Tunnel zum Gegenüber aufbaut. Für die Nutzer im LAN ist das VPN un­sicht­bar, auf ihren Geräten ist keine VPN-Software nötig. Andere Be­zeich­nun­gen für das Site-to-Site-VPN sind LAN-to-LAN-VPN oder Branch-Office-VPN.

End-to-Site-VPN

Auf ein End-to-Site-VPN greifen Un­ter­neh­men zurück, wenn das Fir­men­netz­werk für mobile Nutzer im Au­ßen­dienst oder im Home-Office zu­gäng­lich gemacht werden soll. Den Tunnel zum lokalen Netzwerk baut ein VPN-Client auf dem Endgerät der externen Mit­ar­bei­ten­den auf, Trans­port­me­di­um ist das Internet. So können Be­schäf­tig­te über einen be­lie­bi­gen In­ter­net­zu­gang auf das Fir­men­netz und damit auf Datei- und Mail-Server oder spezielle Bran­chen­soft­ware zugreifen. Ein End-to-Site-VPN wird auch als Remote-Access-VPN oder Client-to-Site-VPN be­zeich­net.

End-to-End-VPN

Beim End-to-End-VPN (auch Host-to-Host-VPN) verläuft der Tunnel nicht zu einem ganzen Netzwerk, sondern direkt zwischen zwei einzelnen Rechnern. Die Ver­schlüs­se­lung reicht damit von Endgerät zu Endgerät, ein zwi­schen­ge­schal­te­tes Gateway entfällt. Ein Beispiel ist die ge­si­cher­te Ver­bin­dung zwischen zwei Servern, etwa für Datenbank-Re­pli­ka­ti­on oder Backups, oder der ver­schlüs­sel­te Zugang einer Ad­mi­nis­tra­to­rin zu einem einzelnen Server. Trans­port­me­di­um kann das Internet oder ein lokales Fir­men­netz sein.

Häufig wird in diesem Zu­sam­men­hang Remote Desktop genannt. Fern­war­tungs­pro­to­kol­le wie RDP sind jedoch selbst kein VPN: Sie über­tra­gen Bild­schirm­in­halt und Eingaben zwischen zwei Rechnern. Ein VPN wird aber oft genutzt, um solche Fern­zu­grif­fe ab­zu­si­chern, damit der Remote-Desktop-Dienst nicht direkt aus dem Internet er­reich­bar sein muss.

VPN-Dienste für Pri­vat­nut­zer

Neben Un­ter­neh­mens-VPNs gibt es kom­mer­zi­el­le VPN-Dienste für Pri­vat­per­so­nen. Hier führt der Tunnel vom eigenen Gerät zu einem Server des Anbieters, der den Da­ten­ver­kehr an­schlie­ßend ins Internet wei­ter­lei­tet. Websites sehen dadurch die IP-Adresse des VPN-Servers statt der eigenen, und in öf­fent­li­chen WLANs ist der Da­ten­ver­kehr bis zum VPN-Server vor Mitlesern geschützt. Der In­ter­net­an­bie­ter erkennt nur noch die Ver­bin­dung zum VPN-Server. Dafür sieht der VPN-Anbieter, welche Ziele an­ge­steu­ert werden: Das Vertrauen verlagert sich vom In­ter­net­an­bie­ter auf den VPN-Dienst.

VPN-Pro­to­kol­le: Wie wird ein VPN technisch umgesetzt?

Für ver­schlüs­sel­te VPN-Ver­bin­dun­gen kommen ver­schie­de­ne Pro­to­kol­le zum Einsatz. Gängige Lösungen setzen auf IPsec, SSL/TLS (zum Beispiel OpenVPN) und zunehmend auf WireGuard. Ältere Verfahren wie L2TP over IPsec und PPTP sind noch ver­brei­tet, gelten aber als Aus­lauf­mo­del­le.

VPN mit IPsec

IPsec („Internet Protocol Security“) ist eine von der IETF stan­dar­di­sier­te Pro­to­koll­fa­mi­lie, die eine ge­si­cher­te Kom­mu­ni­ka­ti­on über nicht ver­trau­ens­wür­di­ge IP-Netze er­mög­licht. Sie arbeitet auf der Ver­mitt­lungs­schicht (OSI-Schicht 3) und sichert Ver­trau­lich­keit, Au­then­ti­zi­tät und In­te­gri­tät des Da­ten­ver­kehrs. Die wich­tigs­ten Be­stand­tei­le sind:

  • ESP (En­cap­su­la­ting Security Payload) ver­schlüs­selt die Pakete und schützt ihre In­te­gri­tät.
  • AH (Au­then­ti­ca­ti­on Header) sichert nur In­te­gri­tät und Au­then­ti­zi­tät, ohne zu ver­schlüs­seln, und spielt in der Praxis kaum noch eine Rolle.
  • IKEv2 (Internet Key Exchange Version 2) übernimmt die ge­gen­sei­ti­ge Au­then­ti­fi­zie­rung und den Schlüs­sel­aus­tausch. Mit der Er­wei­te­rung MOBIKE bleibt der Tunnel auch bestehen, wenn ein mobiles Gerät das Netz wechselt, etwa vom WLAN ins Mo­bil­funk­netz.

Für VPNs wird IPsec meist im Tun­nel­mo­dus betrieben, bei dem das komplette ur­sprüng­li­che IP-Paket ver­schlüs­selt und ein­ge­kap­selt wird. Im Trans­port­mo­dus wird dagegen nur der Inhalt eines Pakets geschützt, was sich für direkte Host-to-Host-Ver­bin­dun­gen eignet.

IPsec entstand Mitte der 1990er-Jahre parallel zur Ent­wick­lung von IPv6, war aber von Anfang an für IPv4 und IPv6 spe­zi­fi­ziert. Für IPv6-Knoten war IPsec ur­sprüng­lich ver­pflich­tend, in­zwi­schen wird die Un­ter­stüt­zung nur noch empfohlen. Weil IPsec in nahezu allen Routern, Firewalls und Be­triebs­sys­te­men enthalten ist, ist es der Standard für Site-to-Site-VPNs zwischen Geräten un­ter­schied­li­cher Her­stel­ler. Das BSI empfiehlt in seiner Tech­ni­schen Richt­li­nie TR-02102-3 aus­schließ­lich IKEv2 für den Schlüs­sel­aus­tausch.

L2TP over IPsec

Ein VPN, das mittels L2TP over IPsec rea­li­siert wird, greift auf das „Layer 2 Tunneling Protocol“ (L2TP) zurück. L2TP tunnelt Schicht-2-Rahmen (PPP) und kann deshalb neben IP auch andere Netz­werk­pro­to­kol­le trans­por­tie­ren. Da L2TP selbst keine Ver­schlüs­se­lung bietet, wird es mit IPsec kom­bi­niert, das die Ver­schlüs­se­lung und Au­then­ti­fi­zie­rung übernimmt.

Die doppelte Kapselung erzeugt al­ler­dings zu­sätz­li­chen Overhead, und das Verfahren hat sich gegenüber IKEv2 als um­ständ­li­cher erwiesen. Microsoft hat L2TP und das noch ältere PPTP im Oktober 2024 für den Routing- und RAS-Dienst (RRAS) von Windows Server als veraltet ein­ge­stuft und empfiehlt den Umstieg auf IKEv2 oder SSTP. PPTP gilt seit Langem als unsicher und sollte nicht mehr verwendet werden.

SSL-/TLS-VPN

SSL („Secure Sockets Layer“) wurde ur­sprüng­lich zur Ab­si­che­rung von HTTP-Ver­bin­dun­gen ent­wi­ckelt, ist aber an­wen­dungs­un­ab­hän­gig spe­zi­fi­ziert. Sein Nach­fol­ger TLS (Transport Layer Security) wird daher auch zur Ab­si­che­rung von VPN-Ver­bin­dun­gen ein­ge­setzt. Alle SSL-Versionen sowie TLS 1.0 und 1.1 gelten in­zwi­schen als unsicher und sind von der IETF offiziell ab­ge­kün­digt. Der Begriff „SSL-VPN“ hat sich trotzdem gehalten, aktuelle Lösungen nutzen TLS 1.2 oder 1.3.

TLS-VPNs gibt es in zwei Formen: als cli­ent­lo­ses Web-Portal, über das Nutzer per Browser auf einzelne interne An­wen­dun­gen zugreifen, und als Client-basiertes VPN, das wie ein IPsec-VPN den gesamten Da­ten­ver­kehr tunnelt. Weil TLS-Ver­bin­dun­gen auch re­strik­ti­ve Firewalls meist pro­blem­los passieren, sind TLS-VPNs für Remote Access beliebt. Eine ver­brei­te­te Open-Source-Lösung ist OpenVPN, das TLS für Au­then­ti­fi­zie­rung und Schlüs­sel­aus­tausch nutzt und wahlweise über UDP oder TCP läuft. Microsoft bietet mit SSTP ein eigenes TLS-basiertes VPN-Protokoll an.

WireGuard

WireGuard ist ein ver­gleichs­wei­se junges, bewusst schlankes VPN-Protokoll. Es ver­zich­tet auf aus­han­del­ba­re Ver­schlüs­se­lungs­ver­fah­ren und setzt fest auf moderne Kryp­to­gra­fie (unter anderem ChaCha20 und Poly1305 für Ver­schlüs­se­lung und In­te­gri­tät, Curve25519 für den Schlüs­sel­aus­tausch und BLAKE2s für Hashes). Die Kon­fi­gu­ra­ti­on ähnelt SSH: Jeder Teil­neh­mer besitzt ein Schlüs­sel­paar, Ge­gen­stel­len werden über ihre öf­fent­li­chen Schlüssel ein­ge­tra­gen. WireGuard überträgt alle Pakete per UDP.

Seit Linux 5.6 (März 2020) ist WireGuard direkt im Linux-Kernel enthalten, Clients gibt es auch für Windows, macOS, Android und iOS. Durch den kleinen Co­de­um­fang und die hohe Ge­schwin­dig­keit eignet sich WireGuard gut für Remote Access und für selbst be­trie­be­ne VPN-Server.

VPN-Pro­to­kol­le im Vergleich

Protokoll Grundlage Transport Ein­schät­zung heute
IPsec mit IKEv2 IETF-Standard, OSI-Schicht 3 ESP, bei NAT gekapselt in UDP Standard für Site-to-Site, auch für Remote Access geeignet
WireGuard eigenes Protokoll mit fester, moderner Kryp­to­gra­fie UDP schlank und schnell, zunehmend ver­brei­tet
OpenVPN TLS UDP oder TCP flexibel, passiert Firewalls gut, weit ver­brei­tet
L2TP over IPsec L2TP, ver­schlüs­selt durch IPsec L2TP über UDP, ein­ge­kap­selt in ESP veraltet, von Microsoft in RRAS ab­ge­kün­digt
PPTP PPP über GRE TCP (Steuerung) und GRE unsicher, nicht mehr verwenden

Vorteile und Grenzen eines VPN

Ein VPN bietet vor allem diese Vorteile:

  • Sichere Über­tra­gung über unsichere Netze: Daten sind auch in öf­fent­li­chen WLANs oder über das Internet vor Mitlesern und Ma­ni­pu­la­ti­on geschützt.
  • Geringe Kosten: Standorte und Mit­ar­bei­ten­de lassen sich über vor­han­de­ne In­ter­net­an­schlüs­se vernetzen, private Stand­lei­tun­gen sind nicht nötig.
  • Zentrale Kontrolle: Un­ter­neh­men können steuern, wer sich mit dem Fir­men­netz verbinden darf, und den Zugang etwa an Zer­ti­fi­ka­te oder Mehr-Faktor-Au­then­ti­fi­zie­rung knüpfen.

Gleich­zei­tig hat ein VPN Grenzen:

  • Leistung: Ver­schlüs­se­lung und Kapselung kosten Re­chen­leis­tung und Band­brei­te, zu­sätz­li­che Umwege über das VPN-Gateway erhöhen die Latenz.
  • Nur der Trans­port­weg ist geschützt: Ein VPN schützt weder vor Schad­soft­ware auf dem Endgerät noch vor Phishing. Ein kom­pro­mit­tier­tes Gerät gelangt über das VPN direkt ins Fir­men­netz.
  • Breiter Netz­zu­griff: Klas­si­sche Remote-Access-VPNs geben nach der Anmeldung oft Zugriff auf große Teile des Netzes. Angreifer mit ge­stoh­le­nen Zu­gangs­da­ten können sich so weiter im Netz bewegen.
  • An­griffs­ziel Gateway: VPN-Gateways sind direkt aus dem Internet er­reich­bar und deshalb ein beliebtes Ziel für Angriffe. Updates des Her­stel­lers sollten zeitnah ein­ge­spielt werden.

VPN oder Zero Trust?

Wegen dieser Grenzen setzen viele Un­ter­neh­men zu­sätz­lich oder al­ter­na­tiv auf Zero Trust. Das Prinzip, be­schrie­ben unter anderem in der NIST-Pu­bli­ka­ti­on SP 800-207, lautet: Kein Zugriff wird allein deshalb erlaubt, weil sich ein Gerät im „richtigen“ Netz befindet. Statt­des­sen werden Nutzer, Gerät und Kontext bei jedem Zugriff geprüft. Lösungen für Zero Trust Network Access (ZTNA) gewähren den Zugang gezielt zu einzelnen An­wen­dun­gen statt zum gesamten Netzwerk. In der Praxis lösen ZTNA-Lösungen klas­si­sche Remote-Access-VPNs schritt­wei­se ab, während Site-to-Site-VPNs für die Stand­ort­ver­net­zung weiterhin üblich sind.

Eigenes VPN auf einem Server betreiben

Ein VPN lässt sich nicht nur über Router und Firewalls, sondern auch auf einem eigenen Server rea­li­sie­ren. Auf einem vir­tu­el­len Server mit öf­fent­li­cher IP-Adresse können Sie zum Beispiel WireGuard oder OpenVPN in­stal­lie­ren und so einen eigenen Remote-Access-Zugang aufbauen: etwa um Ver­wal­tungs­ober­flä­chen, Da­ten­ban­ken oder Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen nicht öf­fent­lich ins Internet zu stellen, sondern nur über den VPN-Tunnel er­reich­bar zu machen. Wichtig sind dabei eine re­strik­ti­ve Firewall-Kon­fi­gu­ra­ti­on, starke Au­then­ti­fi­zie­rung und re­gel­mä­ßi­ge Updates.

Häufige Fragen zum VPN

Nein. Ein VPN verbirgt Ihre IP-Adresse gegenüber den auf­ge­ru­fe­nen Websites und schützt den Da­ten­ver­kehr bis zum VPN-Server. Der Betreiber des VPN-Servers kann jedoch sehen, welche Ziele Sie ansteuern. Zudem lassen sich Nutzer etwa über Cookies, Logins oder Browser-Fin­ger­prin­ting weiterhin wie­der­erken­nen.

In der Regel ge­ring­fü­gig, da Ver­schlüs­se­lung und Kapselung Re­chen­leis­tung kosten und der Da­ten­ver­kehr über das VPN-Gateway läuft. Wie stark sich das auswirkt, hängt vom Protokoll, von der Leistung der Endpunkte und von der Ent­fer­nung zum VPN-Server ab.

Ein Proxy leitet meist nur den Da­ten­ver­kehr einzelner An­wen­dun­gen oder Pro­to­kol­le weiter, zum Beispiel den eines Browsers, und ver­schlüs­selt ihn nicht zwingend. Ein VPN tunnelt dagegen in der Regel den gesamten IP-Da­ten­ver­kehr eines Geräts oder Netzes und ver­schlüs­selt ihn.

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