Das Crowd­fun­ding ist eine beliebte und moderne Fi­nan­zie­rungs­me­tho­de für private Projekte und Start-ups. Mittels einer Crowd­fun­ding-Kampagne wird ein Spen­den­auf­ruf gestartet, wahlweise mit Fi­nan­zie­rungs­ziel und Be­loh­nungs­sys­tem für die Spender. Dank Crowd­fun­ding konnten schon viele in­ter­es­san­te Projekte aus den un­ter­schied­lichs­ten Bereichen rea­li­siert werden – dazu zählen Spen­den­ak­tio­nen für wohl­tä­ti­ge Or­ga­ni­sa­tio­nen, die Ent­wick­lung und Her­stel­lung von Ge­brauchs­ge­gen­stän­den sowie Kunst- und Kon­sum­gü­tern, aber auch die Lieb­ha­ber­pro­jek­te einzelner Personen.

Der we­sent­li­che Vorteil von Crowd­fun­ding besteht darin, dass man nicht auf Groß­in­ves­to­ren, sondern auf eine Vielzahl in­ter­es­sier­ter Pri­vat­per­so­nen setzt, die so­ge­nann­te „Crowd“. Wenn die Rah­men­be­din­gun­gen stimmen, kann sich innerhalb dieser Community eine positive Ei­gen­dy­na­mik ent­wi­ckeln, die das Fort­kom­men und Be­kann­ter­wer­den eines Projekts be­schleu­nigt bzw. dieses überhaupt erst möglich macht. Trans­pa­renz und Kom­mu­ni­ka­ti­on mit der Spen­der­ba­sis sind dabei we­sent­li­che Faktoren einer er­folg­rei­chen Crowd­fun­ding-Kampagne.

Die steigende Be­liebt­heit dieser Fi­nan­zie­rungs­form führte zu einem großen Angebot ent­spre­chen­der Crowd­fun­ding-Platt­for­men, auf denen Sie Ihre Kampagne prä­sen­tie­ren und verwalten und über die Sie auch Ihre Spen­den­gel­der abwickeln können. Die po­pu­lärs­ten Websites haben es mitt­ler­wei­le geschafft, sich im Sprach­ka­non des Crowd­fun­ding zu eta­blie­ren: „Mein Projekt habe ich ge­kick­star­tet“ gehört mitt­ler­wei­le zum Sprach­jar­gon. Die na­mens­ge­ben­de Plattform Kick­star­ter.com ist die weltweit be­lieb­tes­te, al­ler­dings hat sich über die Jahre eine starke Kon­kur­renz ent­wi­ckelt, die teilweise ganz un­ter­schied­lich spe­zia­li­siert ist.

Die Wahl einer ge­eig­ne­ten Crowd­fun­ding-Website hängt davon ab, ob Sie Ihr Projekt als Pri­vat­per­son oder als Start-up or­ga­ni­sie­ren, in welche Branche es fällt, welche Ziel­grup­pe Sie damit an­spre­chen möchten, welches Crowd­fun­ding-Modell Sie anwenden und wie groß Ihr Projekt ist. Darüber hinaus sind die Auflagen und an­fal­len­den Gebühren der je­wei­li­gen Plattform ebenso ent­schei­dend wie die Frage, wie diese mit ge­schei­ter­ten Projekten und ver­un­treu­ten Spen­den­gel­dern umgeht.

Hinweis

Sie müssen sich mit Ihrem Projekt nicht zwangs­läu­fig für nur eine Crowd­fun­ding-Plattform ent­schei­den. Oft ist es sinnvoll, auf mehreren Websites Geld zu sammeln. Un­ter­schät­zen Sie al­ler­dings nicht den Aufwand, den Crowd­fun­ding-Kampagnen verlangen!

In­ter­na­tio­na­le Platt­for­men

Die Idee des Crowd­fun­ding an sich ist relativ alt. Bereits im 19. Jahr­hun­dert wurde bei­spiels­wei­se der Druck von Büchern durch Spenden von In­ter­es­sen­ten fi­nan­ziert. Sogar die Frei­heits­sta­tue in New York wurde durch Spen­den­auf­ru­fe an die Be­völ­ke­rung mit­fi­nan­ziert, die insgesamt 160.000 US-Dollar für die Voll­endung des So­ckel­baus ein­brach­ten. „Crowd­fun­ding“ im engeren Sinn wurde aber erst mit dem Start der US-ame­ri­ka­ni­schen In­ter­net­platt­for­men Indiegogo (2008) und Kick­star­ter (2009) ein einfach zu­gäng­li­ches Fi­nan­zie­rungs­mo­dell, das auf der sozialen und global ver­netz­ten Struktur des Web 2.0 fußte. Zahl­rei­che Platt­for­men kamen seitdem hinzu, wobei die in­ter­na­tio­nal ori­en­tier­ten Websites mit Abstand die er­folg­reichs­ten sind.

Kick­star­ter

Das Un­ter­neh­men Kick­star­ter nahm 2009 seinen Betrieb auf und die gleich­na­mi­ge Website eta­blier­te sich schnell als er­folg­reichs­te und be­kann­tes­te Crowd­fun­ding-Plattform. Auf der Website lassen sich nach der Re­gis­trie­rung Projekte über eine eigene, in­di­vi­du­ell ge­stalt­ba­re Seite ein­stel­len. Notwendig ist bei Kick­star­ter die Angabe eines Fi­nan­zie­rungs­ziels, al­ler­dings kann das Projekt auch über die Ziel­vor­ga­be hinaus weiter un­ter­stützt werden. In­ter­es­sier­te können sich mit einer Spende von min­des­tens einem US-Dollar be­tei­li­gen, sobald sie sich ebenfalls re­gis­triert haben. Die Zahlung der Spenden wird über Stripe ab­ge­wi­ckelt, wenn die Kampagne das Fi­nan­zie­rungs­ziel erreicht. Gelingt dies bis zu einem gewissen Frist­ter­min nicht, fließt auch kein Geld – die Kampagne gilt dann als ge­schei­tert. Kick­star­ter verfährt also nach dem „Alles oder nichts“-Prinzip.

Kick­star­ter.com un­ter­stützt Pro­jekt­lei­ter in den USA, Kanada, Groß­bri­tan­ni­en und Deutsch­land. Die Website verfügt dem­entspre­chend auch über eine deutsche Version. Bei er­folg­rei­cher Fi­nan­zie­rung wird bei Kick­star­ter eine Gebühr von 5 Prozent der er­reich­ten Summe fällig. Weitere 3 bis 5 Prozent kommen in der Regel dazu, weil der Be­zahl­dienst Stripe zur Ab­wick­lung der Spenden verwendet wird. Kick­star­ter erhebt zu keinem Zeitpunkt Be­sitz­an­sprü­che auf Projekte, al­ler­dings wird jedes Projekt dauerhaft ar­chi­viert und bleibt auf der Seite sichtbar. Außerdem entzieht sich Kick­star­ter jeder Ver­ant­wor­tung gegenüber Spendern, die von Pro­jekt­lei­tern betrogen oder in die Irre geführt werden. Dazu verweist Kick­star­ter die Spender auf ihr eigenes Ur­teils­ver­mö­gen.

Als Fokus von Kick­star­ter gelten vor allem kreative Projekte und Start-ups, die auf die Lieferung von kul­tu­rel­len Gütern oder in­no­va­ti­ven Ge­brauchs­ge­gen­stän­den abzielen. Das verrät zum einen die Ein­tei­lung von Projekten in Ka­te­go­rien (siehe Screen­shot) und zum anderen der Blick auf die er­folg­reichs­ten Kampagnen, die über Kick­star­ter liefen: Die „Pebble Time“-Smart­watch, die „Coolest Cooler“-Kühlbox, die „Baubax World“-Rei­se­ja­cke, das „Exploding Kittens“-Kar­ten­spiel und die Vi­deo­spiel­kon­so­le „OUYA“ gehören zu den er­folg­reichs­ten Projekten, die Ge­brauchs­ge­gen­stän­de bewerben. Zu den be­deu­tends­ten ‚ge­kick­star­te­ten‘ Produkten im Un­ter­hal­tungs­be­reich gehören die Spiel­fil­me „The Veronica Mars Movie Project“ und „Wish I Was Here“, das Vi­deo­spiel „Broken Age“ und die Webserie „Video Game High School“.

Als Crowd­fun­ding-Modell hat sich bei Kick­star­ter das Reward-Based Crowd­fun­ding etabliert. Hierbei werden Spender je nach Höhe der ge­leis­te­ten Spende in­di­vi­du­ell belohnt. So ver­spre­chen Pro­jekt­lei­ter häufig Spendern, sie in späteren Dank­sa­gun­gen zu erwähnen. Groß­zü­gi­ge­re Spender erhalten meist einen Vor­be­stel­lungs­bo­nus auf das End­pro­dukt – oft werden aber auch Mer­chan­di­se-Artikel wie T-Shirts und Mützen als Dank ver­schickt. Typisch für Kick­star­ter sind auch die so­ge­nann­ten Stretch Goals, also Fi­nan­zie­rungs­zie­le über das anfangs gesetzte Ziel hinaus. Die Spender schalten dann sozusagen weitere „Features“ des End­pro­dukts frei, weil der Pro­jekt­lei­ter ent­spre­chend mehr Kapital zur Verfügung hat.

Die Pro­jekt­sei­ten bei Kick­star­ter sind elegant und über­sicht­lich. Im Header zeigt Kick­star­ter, wie viel Geld das Projekt schon sammeln konnte, wie viele in­di­vi­du­el­le Spender sich schon beteiligt haben und wie viel Zeit verbleibt, um das Fi­nan­zie­rungs­ziel zu erreichen. Unter „Kampagne“ stellt der Betreiber sein Projekt vor und definiert Be­loh­nun­gen, Stretch Goals und weitere wichtige Details zur Kampagne. Bei „FAQ“ lassen sich Antworten auf häufig gestellte Fragen ein­stel­len. Unter „Updates“ in­for­mie­ren Sie Ihre Spen­der­ba­sis und In­ter­es­sier­te über den Fort­schritt des Projekts in Form einer Timeline. Unter „Kom­men­ta­re“ können re­gis­trier­te Nutzer An­re­gun­gen, Kritik und Lob ein­stel­len.

Die Rubrik „Community“ zeigt in­ter­es­san­te und für Sie als Pro­jekt­lei­ter wichtige In­for­ma­tio­nen zur Spen­der­ba­sis und deren lokaler Ver­tei­lung. Außerdem finden hier einige Un­ter­stüt­zer Erwähnung, die in der Kick­star­ter-Community schon eine gewisse Be­kannt­heit erlangt haben. Schließ­lich ist es gute Werbung für ein Projekt, wenn man kom­pe­ten­te und teilweise berühmte In­ves­to­ren ins Boot holen konnte.

Ein Problem, das die Crowd­fun­ding-Community allgemein plagt und das auch nicht von Kick­star­ter gelöst werden kann, sind er­folg­reich fi­nan­zier­te, aber trotzdem ge­schei­ter­te Projekte. Auch auf Kick­star­ter.com wurde schon viel Geld verdampft, weil Pro­jekt­lei­ter das jeweilige Projekt nach er­folg­rei­chem Crowd­fun­ding abbrachen, ohne das auf­ge­wen­de­te Kapital zu­rück­zu­er­stat­ten. In einigen Fällen gab es schlicht keine Updates mehr zu be­stimm­ten Projekten, die dann für tot erklärt werden mussten, und die Spender wurden schlicht im Stich gelassen. Worin die Gründe hierfür auch immer liegen: Crowd­fun­ding ist stets ein Ri­si­ko­in­vest­ment. Kick­star­ter scheint zudem nicht aktiv eine Lösung für das Problem zu suchen – die eher lapidar for­mu­lier­ten Regeln tragen zumindest wenig dazu bei.

Kick­star­ter sieht sich zudem der ständigen Kritik aus­ge­setzt, selbst zu sehr den Erfolg von Projekten zu be­ein­flus­sen. Diese können nämlich mit einem „Staff Pick“-Orden versehen werden, also einer Emp­feh­lung der Website. So kann Kick­star­ter gezielt steuern, welche Projekte mehr Auf­merk­sam­keit erzeugen. Es ist jedoch nicht trans­pa­rent, wie sich ein Projekt den Staff Badge verdienen kann.

Auch die Na­vi­ga­ti­on der Website ist nicht immer zu­frie­den­stel­lend. Will man alle Projekte einer Kategorie sehen, sind oftmals bis zu vier Klicks nötig. Bis dahin bekommt man immer nur eine Auswahl an Projekten prä­sen­tiert, z. B. solche, die kurz vor dem Fi­nan­zie­rungs­ziel sind oder schon viel Auf­merk­sam­keit generiert haben. Es liegt die Vermutung nahe, dass viele Besucher den Großteil der Projekte schlicht nicht sehen, wenn sie sich nicht durch die sperrige Website na­vi­gie­ren möchten. Die ef­fek­tivs­te Methode ist weiterhin, seine Pro­jekt­sei­te über soziale Netzwerke selbst zu ver­brei­ten.

Vorteile Nachteile
„Alles oder nichts“-Prinzip lässt erst Geld fließen, wenn eine Kampagne er­folg­reich ist, … … das führt al­ler­dings dazu, dass viele Pro­jekt­lei­ter ihr Fi­nan­zie­rungs­ziel ab­sicht­lich niedrig ansetzen.
Kick­star­ter verlangt nur bei er­folg­reich fi­nan­zier­ten Projekten eine Gebühr von 5 % der Ge­samt­sum­me, … … al­ler­dings fallen zu­sätz­li­che Gebühren beim Geld­ver­kehr an.
Sehr über­sicht­li­che, in­for­ma­ti­ve Pro­jekt­sei­ten, … … aber die sehr sperrige Na­vi­ga­ti­on der Website macht das Durch­stö­bern von Projekten unnötig kom­pli­ziert.
„Staff Pick“-Orden hebt bestimmte Projekte hervor, … … ist in seinen Kriterien aber nicht trans­pa­rent und hat zu viel Einfluss auf den Erfolg von Projekten.
Eignet sich für Pri­vat­per­so­nen und Start-ups, deren Fokus ten­den­zi­ell auf kreativen Projekten liegt, … … dafür finden jedoch wohl­tä­ti­ge Projekte auf Kick­star­ter keinen Platz.
Die Her­vor­he­bung fast fi­nan­zier­ter Projekte bringt Spannung und sorgt womöglich für die letzte not­wen­di­ge Menge an Auf­merk­sam­keit, … … al­ler­dings werden die Rubriken „Vor­ge­stell­te Projekte“ und „Emp­feh­lun­gen für dich“ zu un­re­gel­mä­ßig ak­tua­li­siert.

GoFundMe

Die Website GoFundMe gehört zu den po­pu­lärs­ten Crowd­fun­ding-Platt­for­men, hat sich aber von Beginn an auf den Bereich Wohl­tä­tig­keit und Nonprofit spe­zia­li­siert. Die Kampagnen auf GoFundMe sammeln meist Geld für soziale Events und wohl­tä­ti­ge Projekte. GoFundMe startete 2010 und konnte bis 2017 über 5 Mil­li­ar­den US-Dollar ge­ne­rie­ren. Kampagnen sind dabei grund­sätz­lich mit einer Gebühr von 5 Prozent jeder einzelnen er­hal­te­nen Spende belastet, al­ler­dings entstehen für Pro­jekt­lei­ter aus Europa Mehr­kos­ten, wenn Geld­trans­fers aus Übersee ab­ge­wi­ckelt werden müssen. Für Deutsch­land verlangt GoFundMe eine Ge­samt­ge­bühr von 8,45 Prozent der ge­leis­te­ten Spende plus einen Fixbetrag von 25 Cent pro Spende.

GoFundMe sticht durch zwei Be­son­der­hei­ten hervor: Anders als bei den meisten Crowd­fun­ding-Platt­for­men können Sie grund­sätz­lich alle Spenden behalten, auch wenn Sie das Fi­nan­zie­rungs­ziel nicht erreichen. Somit lassen sich über GoFundMe Projekte zumindest teil­fi­nan­zie­ren. Die andere Be­son­der­heit: Es gibt keine Frist für das Erreichen eines Fi­nan­zie­rungs­ziels. So bleibt jede Kampagne so lange online, wie der Pro­jekt­lei­ter sie online lässt. Dadurch lassen sich auf einen längeren Zeitraum aus­ge­leg­te Projekte besser ver­wirk­li­chen, bei­spiels­wei­se solche, die von re­gel­mä­ßig ein­ge­hen­den Spenden abhängig sind. Der Modus von GoFundMe eignet sich somit auch sehr gut für Projekte, die wohl­tä­ti­gen Zwecken dienen.

Die in­di­vi­du­el­le Pro­jekt­sei­te vereinigt alle nötigen In­for­ma­tio­nen und Aktionen auf einer einzigen Seite: Dort kann man sich über das schon ge­sam­mel­te Geld und dem Abstand zum Fi­nan­zie­rungs­ziel in­for­mie­ren – auch das Hauptbild, das visuell auf das Projekt auf­merk­sam machen soll, erhält reichlich Platz. Auffällig sind außerdem auch die Social-Media-Schalt­flä­chen, über die man das jeweilige Projekt sofort teilen kann. GoFundMe erkannte früh die Macht der sozialen Netzwerke und deren Fähigkeit, Hype und virale Werbung zu ge­ne­rie­ren. So findet man unter dem Hauptbild auffällig große Banner für Twitter und Facebook, die sogar dem In­for­ma­ti­ons­text vor­an­ge­stellt werden. Der Besucher der Pro­jekt­sei­te wird re­gel­recht zu einer Aktion auf­ge­for­dert. Eine Spende zu leisten und das Projekt zu teilen scheinen auf GoFundMe gleich gewichtet zu sein.

Spenden können über Kre­dit­kar­te geleistet werden. Zudem können Spender Nach­rich­ten auf der je­wei­li­gen Pro­jekt­sei­te hin­ter­las­sen, abhängig von der Art der Kampagne: z. B. Ge­ne­sungs­wün­sche, er­mu­ti­gen­de Beiträge oder Aufrufe zu weiteren Spenden. Die Aus­rich­tung von GoFundMe auf soziale Projekte lässt sich auch aus der Ka­te­go­ri­sie­rung von Kampagnen ablesen: „Bildung“, „Me­di­zi­ni­sches“, „Wohl­tä­tig­keit“, „Notfälle“ und „Ge­denk­fei­ern“ werden zuerst angeführt, während gängige Crowd­fun­ding-Ka­te­go­rien wie „Krea­tiv­pro­jek­te“ und „Un­ter­neh­men“ eine un­ter­ge­ord­ne­te Rolle spielen.

GoFundMe weiß auch mit einem Kun­den­sup­port zu über­zeu­gen. Wer möchte, der lässt sich von so­ge­nann­ten Coaches beraten, die dabei helfen, die Pro­jekt­sei­te möglichst attraktiv zu gestalten. Im GoFundMe-Hilfe-Center gibt es zudem relativ de­tail­lier­te Guides zur Benutzung der Plattform. Auch in­ter­es­sier­te Spender können sich hier über die Ab­wick­lung von Spenden und ihre Rechte in­for­mie­ren. Im Falle von Miss­brauch hält GoFundMe ein Kon­takt­for­mu­lar bereit, falls eine ge­leis­te­te Spende zu­rück­er­stat­tet werden soll. Die Betreiber geben darüber hinaus das Ver­spre­chen, den Geldfluss streng zu kon­trol­lie­ren und si­cher­zu­stel­len, dass alle Spenden bei der richtigen Adresse landen. Bei Versagen der Si­cher­heits­maß­nah­men willigt GoFundMe sogar ein, verlorene Beträge zu erstatten bzw. die Spen­den­dif­fe­renz selbst zu bezahlen. Für die Ef­fek­ti­vi­tät dieser Maßnahmen fehlen jedoch ein­deu­ti­ge Belege.

GoFundMe hat al­ler­dings ein Image-Problem, landen doch einfach zu viele frag­wür­di­ge Projekte auf der Plattform. Weil sich hier Pri­vat­per­so­nen für ihre „Wünsche“ und „Pläne“ fi­nan­zie­ren lassen können, führten schon viele GoFundMe-Projekte zu kleinen Skandalen. Harmlos sind noch Spen­den­auf­ru­fe von Personen, die sich ihre Hochzeit fi­nan­zie­ren lassen wollen oder einfach etwas zu essen kaufen möchten. Lustig sind auch Projekte wie die eines Ame­ri­ka­ners, der wegen eines be­vor­ste­hen­den Haar­ver­lusts um Spenden für eine Hut­samm­lung bat. Me­di­en­echo bekommen außerdem häufig Projekte, die starke kon­tro­ver­se Meinungen her­vor­ru­fen, vor allem wenn diese religiös oder politisch gefärbt sind. Ohnehin gilt die Qua­li­täts­kon­trol­le bei GoFundMe als nicht besonders aus­ge­reift, sodass gut gemeinte Projekte teilweise in der Masse der Mini-Kampagnen un­ter­ge­hen.

Vorteile Nachteile
Die beste Plattform für wohl­tä­ti­ge und soziale Projekte, … … die aber auch mas­sen­wei­se für kleine und unsinnige Kampagnen miss­braucht wird.
GoFundMe ver­spricht einen glaub­haf­ten Schutz für Spender und Pro­jekt­lei­ter, … … al­ler­dings sind die Gebühren im Vergleich zu anderen Platt­for­men etwas höher.
Projekte bringen auch Geld, wenn sie nicht voll fi­nan­ziert werden, … … was al­ler­dings den Miss­brauch von Spen­den­gel­dern einfacher macht.
Fi­nan­zie­rungs­zie­le werden nicht befristet, … … wodurch jedoch ein span­nen­der und mo­ti­vie­ren­der Aspekt des Crowd­fun­ding verloren geht.
Über­sicht­li­che Pro­jekt­sei­ten mit nach­voll­zieh­ba­rem Fokus auf die Ein­bin­dung sozialer Netzwerke, … … die jedoch nur Facebook und Twitter als Optionen bieten.
Spenden können mit kurzen Nach­rich­ten versehen werden, … … das Leisten einer Spende ist aber nur per Kre­dit­kar­te möglich.
Gute Support-Seiten und Guides für Spender und Pro­jekt­lei­ter

Indiegogo

Neben Kick­star­ter gilt Indiegogo als Pionier auf dem Gebiet des Crowd­fun­dings. Mit der In­be­trieb­nah­me der Plattform 2008 war Indiegogo allein auf das be­loh­nungs­ba­sier­te Crowd­fun­ding-Modell für kreative Projekte und Start-ups aus­ge­rich­tet, al­ler­dings erlaubt es seit 2016 auch das an­teil­mä­ßi­ge Modell bzw. das „Equity-Based Crowd­fun­ding“ für Business-In­ves­to­ren. 2014 kam darüber hinaus der Service Indiegogo Life (jetzt „Ge­ne­ro­si­ty“) dazu, der speziell für Notfälle, me­di­zi­ni­sche Kosten, Feiern und andere soziale Zwecke kon­zi­piert ist.

Ober­fläch­lich be­trach­tet ähnelt Indiegogo sehr stark Kick­star­ter und GoFundMe: Nutzer erstellen eine Pro­jekt­sei­te und legen ein Fi­nan­zie­rungs­ziel fest, das abhängig von der Wahl zwischen „Fixed Funding“ und „Flexible Funding“ die Vor­aus­set­zung für die Fi­nan­zie­rung des Projekts ist oder lediglich ein Richtwert. Die Haupt­sei­te des Projekts besteht aus der Be­schrei­bung der Idee (Reiter „Story“) und der Be­loh­nun­gen (hier „Perks“ genannt), die je nach Spen­den­hö­he ge­staf­felt sind. Bei „Updates“ wird über den Pro­jekt­fort­schritt berichtet und unter „Kom­men­ta­re“ können Nutzer kleine Text­bei­trä­ge hin­ter­las­sen. Der Reiter „Fi­nan­zi­el­le Un­ter­stüt­zer“ bietet eine voll­stän­di­ge Spen­den­his­to­rie. Die Pro­jekt­sei­te verfügt über alle nötigen Social-Media-Widgets, die aber nicht so auf­dring­lich gestaltet sind wie bei der Kon­kur­renz.

In puncto Design überzeugt Indiegogo mit modernem Mi­ni­ma­lis­mus – die Ähn­lich­keit zu Kick­star­ter ist dabei nicht zu übersehen. Die eher ske­lett­haf­te Struktur der Website lenkt das Haupt­au­gen­merk auf die Kampagnen. Die Na­vi­ga­ti­on der Plattform ist flüssig und sinnvoll gestaltet, besonders die Sor­tie­rung von Projekten je nach Zeitplan (z. B. „Wird bald online gestellt“ und „Endet bald“) ist her­vor­zu­he­ben. Außerdem lassen sich Projekte allgemein nach Be­liebt­heit (ver­mut­lich Klick­zah­len) und Top-Ver­die­nern sortieren. Ansonsten teilen sie sich in die han­dels­üb­li­chen Ka­te­go­rien und Sub­ka­te­go­rien auf.

Eine Be­son­der­heit bei Indiegogo ist, dass Sie als Pro­jekt­lei­ter die meisten Spenden sofort erhalten. Weil der Großteil der Spenden über den Be­zahl­ser­vice PayPal läuft, entfällt ein nötiger ‚Zwi­schen­stopp‘ der Spende. Indiegogo bietet auch die Bezahlung über Kre­dit­kar­te an; diese Spenden landen dann al­ler­dings erst etwa zwei Wochen nach Abschluss der Kampagne auf Ihrem Konto. Die Plattform erhebt auf jede Spende die han­dels­üb­li­chen 5 Prozent Gebühr, bei Kre­dit­kar­ten­zah­lung fallen zu­sätz­li­che 3 Prozent plus feste 30 Dollar-Cent an.

Indiegogo legt bewusst wenig Regeln für ihre Projekte fest. Pro­jekt­lei­ter unter 18 Jahren brauchen die Ge­neh­mi­gung einer er­zie­hungs­be­rech­tig­ten Person, um eine Kampagne zu starten. Außerdem werden Projekte gelöscht, die Geld für illegale Ak­ti­vi­tä­ten sammeln möchten oder bei denen die Grundidee absurd oder un­rea­lis­tisch ist. Bei den Be­loh­nun­gen dürfen Sie keine fi­nan­zi­el­len Ver­spre­chun­gen machen oder Drogen, Waffen und Glücks­spiel anbieten. Kampagnen dürfen zudem nicht zu phy­si­scher oder psy­chi­scher Gewalt aufrufen.

Außer diesen eher na­he­lie­gen­den Regeln setzt Indiegogo den Projekten keine Grenzen und ist damit im Vergleich zur Kon­kur­renz sehr tolerant. Dafür fehlen al­ler­dings einige Filter, die ver­hin­dern, dass unsinnige oder un­mo­ra­li­sche Projekte auf der Plattform landen. Nicht zuletzt wegen fehlender Kon­trol­len ist Indiegogo die Plattform mit den meisten Projekten, aber der Anspruch, dass jeder mitmachen darf, führt eben auch zu einer eher geringen Durch­schnitts­qua­li­tät der Kampagnen. Das liegt auch daran, dass Kampagnen, die von anderen Platt­for­men abgelehnt wurden, oft auf Indiegogo landen.

Al­ler­dings di­stan­ziert sich der Betreiber eindeutig von einzelnen Kampagnen und übernimmt bei Be­trugs­fäl­len keinerlei Ver­ant­wor­tung. Das Schutz­pro­gramm „Trust & Safety“ beruht im Kern lediglich auf dem ver­trau­ens­vol­len Umgang der Community un­ter­ein­an­der. Immerhin hält die Plattform bei Pro­blem­fäl­len einen spe­zi­el­len Service bereit, der rund um die Uhr kon­tak­tiert werden kann. Ansonsten setzt Indiegogo haupt­säch­lich auf Ei­gen­ver­ant­wort­lich­keit: Nutzer werden dazu an­ge­hal­ten, das jeweilige Projekt vor der Spen­den­ga­be genau zu ana­ly­sie­ren, Fragen zu stellen und Bedenken zu äußern. Pro­jekt­lei­ter werden darum gebeten, volle Trans­pa­renz zu ge­währ­leis­ten, mit Spendern re­gel­mä­ßig zu kom­mu­ni­zie­ren und das Projekt seriös zu behandeln.

Diese ge­ne­rel­len Gui­de­lines sind gut gemeinte Rat­schlä­ge, die Betrügern aber wohl kaum den Wind aus den Segeln nehmen. Auch bei Indiegogo merkt man, dass der Schutz von Spendern und Pro­jekt­lei­tern im We­sent­li­chen auf guten Glauben und Vertrauen basiert.

Positiv her­vor­zu­he­ben ist das um­fang­rei­che Education Center, das Crowd­fun­ding-Anfängern um­fas­sen­de In­for­ma­tio­nen, Tutorials und Webinare bietet. Es darf aber be­zwei­felt werden, dass der Großteil der Pro­jekt­lei­ter diesen Service nutzt.

Vorteile Nachteile
Die Gebühr von 5 % ist ver­hält­nis­mä­ßig gering, … … steigt bei Kre­dit­kar­ten­nut­zung al­ler­dings auf einen han­dels­üb­li­chen Betrag an.
Das Geld fließt über PayPal direkt zum Pro­jekt­lei­ter, … … was jedoch Betrügern Tür und Tor öffnet.
Minimale Regeln für die Pro­jekter­stel­lung, … … wodurch al­ler­dings sehr viele schlechte, unsinnige und moralisch frag­wür­di­ge Kampagnen auf der Plattform landen.
Mi­ni­ma­lis­ti­sches Design und über­sicht­li­che Pro­jekt­sei­ten, … … die al­ler­dings keine Sta­tis­ti­ken zur Spen­der­ba­sis und keine FAQ-Seite bieten.
Gute Sup­port­sei­ten für Spender und Pro­jekt­lei­ter, … … die jedoch einen um­fas­sen­den Schutz vor Ver­un­treu­ung von Spen­den­gel­dern nicht ersetzen können.

Patreon

Patreon nimmt im Bereich Crowd­fun­ding eine Son­der­stel­lung ein: Die Pro­jekt­fi­nan­zie­rung ist hier abon­ne­ment­ba­siert und ver­schafft Pro­jekt­lei­tern so einen mo­nat­li­chen Geld­ein­gang. Patreon ist besonders bei YouTubern beliebt, deren Einnahmen bei der Vi­deo­platt­form nicht aus­rei­chen, um die Existenz ihrer Projekte zu sichern. Statt­des­sen sind sie auf re­gel­mä­ßi­ge Spenden an­ge­wie­sen. Im Gegenzug versorgen sie ihre Spen­der­ba­sis mit Be­loh­nun­gen wie ex­klu­si­vem Content oder Ver­lo­sun­gen.

Obwohl der Großteil der Patreon-Nutzer YouTuber sind, erfreut sich die Plattform auch bei Webcomic-Künstlern, Autoren, Podcast-Be­trei­bern und Musikern großer Be­liebt­heit. Patreon hat es vielen Künstlern er­mög­licht, ihren Le­bens­un­ter­halt be­strei­ten zu können. Bei den Spenden fallen 5 Prozent Gebühren an, womit Patreon günstiger für Pro­jekt­lei­ter ist als die meisten her­kömm­li­chen Crowd­fun­ding-Platt­for­men.

Patreon un­ter­schei­det sich im Design nicht we­sent­lich von anderen bekannten Crowd­fun­ding-Platt­for­men. Auch hier betreiben Pro­jekt­lei­ter ihre eigenen Pro­jekt­sei­ten, auf denen sie für ihren Content werben. Zudem können sie ihre Un­ter­stüt­zer nach Höhe der monatlich ge­leis­te­ten Spende staffeln, sodass groß­zü­gi­ge­re „Patreons“ etwa Zugriff zu ex­klu­si­ven Inhalten bekommen oder Teil eines ex­klu­si­ven ‚Clubs‘ werden. Darüber hinaus finden Patreons meist Erwähnung im End­pro­dukt des Pro­jekt­lei­ters, etwa in der Dank­sa­gung eines Videos.

Patreon nahm 2013 den Betrieb auf und ist eine ver­gleichs­wei­se junge Plattform, deren Einfluss ins­be­son­de­re auf die YouTube-Community aber kei­nes­falls un­ter­schätzt werden darf. Für Kreative, die ihre Werke mehr oder weniger re­gel­mä­ßig ver­öf­fent­li­chen und die eine solide Fanbasis haben, ist Patreon häufig loh­nens­wer­ter als die Kon­kur­renz, weil das Abon­ne­ment-Modell einen ständigen Geld­zu­fluss er­mög­licht. Al­ler­dings sollten Sie bei Patreon möglichst trans­pa­rent sein, um auf­zu­zei­gen, wo diese Spen­den­gel­der schließ­lich landen. Ob für eine Immobilie, für not­wen­di­ges Aufnahme-Equipment oder ganz einfach für den Le­bens­un­ter­halt, damit Sie sich der Kunst in Vollzeit widmen können – Patreon belohnt Trans­pa­renz und re­gel­mä­ßi­ge Ver­öf­fent­li­chun­gen mit einer soliden Spen­der­ba­sis.

Pro­jekt­lei­ter werden je nach Art des Contents in un­ter­schied­li­che Ka­te­go­rien auf­ge­teilt, z. B. „Music“ und „Games“. Die Pro­jekt­sei­ten selbst bieten neben einer Pro­jekt­be­schrei­bung auch Infos über die Be­loh­nun­gen für Spender und die Anzahl der „Patreons“ an – also jene Personen, die bereits eine mo­nat­li­che Spende leisten. Darunter können Sie angeben, wie viel Geld Sie monatlich bereits einnehmen, müssen dies aber grund­sätz­lich nicht of­fen­le­gen. Auch die Fi­nan­zie­rungs­zie­le müssen nicht immer trans­pa­rent sein – viele Pro­jekt­lei­ter si­gna­li­sie­ren nur anhand einer Pro­zent­an­ga­be, wie nah das Projekt am Fi­nan­zie­rungs­ziel liegt. Weil ein re­gel­mä­ßi­ges Patreon-Einkommen einem mo­nat­li­chen Gehalt näher kommt als andere Formen des Crowd­fun­ding, ist es mitunter ratsam, die tat­säch­lich ein­ge­nom­me­ne Summe privat zu halten. Das ist al­ler­dings allein Ent­schei­dung des Pro­jekt­lei­ters.

Neben der fixen mo­nat­li­chen Spende bietet Patreon auch eine Be­zahl­me­tho­de an, die einem ‚klas­si­schen‘ Abon­ne­ment nahekommt. So kann der Pro­jekt­lei­ter festlegen, dass er immer dann eine fixe Summe von seinen Patreons über­wie­sen bekommt, wenn er ein Produkt liefert, also z. B. ein neues Video hochlädt. Auf Spen­der­sei­te können Abon­ne­ments jederzeit angepasst oder ab­ge­bro­chen werden. Patreons erhöhen oft ihren mo­nat­li­chen Beitrag, wenn der Pro­jekt­lei­ter ein neues Fi­nan­zie­rungs­ziel definiert und dies mit gewissen Ver­spre­chun­gen wie noch re­gel­mä­ßi­ge­ren Content verbindet. An­ders­her­um beenden Patreons oft ihre Un­ter­stüt­zung, wenn der Pro­jekt­lei­ter das ver­spro­che­ne Produkt nicht liefert oder nicht zu­frie­den­stel­len­de Inhalte prä­sen­tiert. Patreon ist somit eine Plattform, die sehr emp­find­lich und schnell auf Än­de­run­gen reagieren kann. Ihre Patreons können Sie genauso sehr mo­ti­vie­ren, wie sie Sie unter Druck setzen können.

Durch das Abon­ne­ment-Modell ist der Community-Aspekt bei Patreon besonders stark aus­ge­prägt. Die ‚Abon­nen­ten‘ sichern Ihnen nicht nur re­gel­mä­ßi­ge Einnahmen, sondern treten auch als Kon­su­men­ten auf. Die In­ter­ak­ti­on mit dieser Community ist umso wichtiger und noch ent­schei­den­der als bei her­kömm­li­chen Platt­for­men, die auf einmalig ge­leis­te­ten Spenden basieren. Schließ­lich werden Sie hier fort­lau­fend aktiv durch die Patreons un­ter­stützt, deren per­sön­li­che Bindung zu Ihrem Projekt dank des mo­nat­li­chen Geld­trans­fers weitaus stärker ausfällt. Das bedeutet: Bei Patreon ist die Community-Arbeit mit der wich­tigs­te Aspekt, wenn Sie über einen langen Zeitraum er­folg­reich fi­nan­ziert werden möchten. Planen Sie also diesen re­gel­mä­ßi­gen Aufwand unbedingt mit ein.

Viele deutsche Künstler nutzen schon Patreon als Crowd­fun­ding-Plattform, al­ler­dings ist die Website bisher nur auf Englisch verfügbar. Die Betreiber der Plattform sind relativ tolerant hin­sicht­lich des ein­ge­stell­ten Contents. Verboten sind offiziell nur ge­walt­ver­herr­li­chen­de und bestimmte als por­no­gra­fisch ein­zu­stu­fen­de Inhalte. Dennoch scheint Patreon gewisse mo­ra­li­sche Prin­zi­pi­en zu haben, die aber nicht voll­stän­dig kom­mu­ni­ziert werden. Kon­tro­vers war etwa die Löschung des Projekts eines YouTubers im Juli 2017, in dem dieser zu Spenden für seinen moralisch be­denk­li­chen Ak­ti­vis­mus in der Gruppe „Defend Europe“ aufrief, um die ge­walt­sa­me Blockade von NGO-Schiffen zu do­ku­men­tie­ren. Patreon ver­tei­dig­te die Löschung mit dem Hinweis, keine Projekte un­ter­stüt­zen zu wollen, die „Leben gefährden“.

Kritik hagelte es auch, als Patreon die Pro­jekt­sei­te einer An­ar­chis­ten­grup­pe löschte. Daraufhin musste sich Patreon den Vorwurf der Dop­pel­mo­ral gefallen lassen, gelobte aber, seine Richt­li­ni­en und Be­wer­tungs­pro­zes­se zu ver­bes­sern.

Vorteile Nachteile
Abon­ne­ment-Modell eignet sich besonders gut für Kreative, die re­gel­mä­ßi­gen Content schaffen, … … al­ler­dings übt die stärkere Bindung zur Spen­der­ba­sis mehr Druck auf Pro­jekt­lei­ter aus.
Re­gel­mä­ßi­ges Einkommen kann die Kunst als Voll­zeit­be­schäf­ti­gung er­mög­li­chen, … … der Geldfluss ist aber abhängig von der Qualität des Produkts – und der Verlust von Patreons kann den eigenen Le­bens­un­ter­halt gefährden.
Der Zugewinn von Patreons als ‚Superfans‘ kann mo­ti­vie­ren und die In­ter­ak­ti­on mit diesen kann frische Ideen bringen, … … al­ler­dings kann der Hochmut einiger Patreons zu störendem Verlangen nach Mit­be­stim­mung führen und Pro­jekt­lei­ter in ihrer kreativen Freiheit ein­schrän­ken.
Patreon lässt dem Pro­jekt­lei­ter die Wahl, die tat­säch­li­che Summe mo­nat­li­cher Einnahmen zu verbergen, … … jedoch verlangt ein er­folg­rei­ches, fort­lau­fen­des Crowd­fun­ding größt­mög­li­che Trans­pa­renz und die Of­fen­le­gung von Ausgaben.
Patreon ist sehr tolerant gegenüber Pro­jekt­lei­tern, … … was aber auch zur qua­li­ta­ti­ven Ver­wäs­se­rung von Pro­jekt­sei­ten führt.
Um­fang­rei­che und sinnige Ka­te­go­ri­sie­rung von Projekten, … … al­ler­dings wäre die Ergänzung der Ka­te­go­rien „YouTube“, „Twitch“ usw. sinnvoll.
Patreon ist elegant designt und die Pro­jekt­sei­ten sind sowohl an­sehn­lich als auch in­for­ma­tiv gestaltet, … … jedoch könnte die Suche nach Patreons ver­bes­sert und die Website in weitere Sprachen übersetzt werden.

Deutsche Platt­for­men

Deutsche Crowd­fun­ding-Platt­for­men haben sich bisher als wenig rentabel erwiesen. So mussten nach dem ‚Boom‘ im Herbst 2010 mehrere Portale den Betrieb in­zwi­schen wieder ein­stel­len. Zu stark war die Kon­kur­renz aus den USA, zu schlecht kamen die deutschen Al­ter­na­ti­ven und Konzepte teilweise an. Das stärkste Argument einer Crowd­fun­ding-Plattform ist schließ­lich eine große Community: Warum sollten Sie als Pro­jekt­lei­ter auf einer kleineren deutschen Plattform eine Kampagne starten, wenn Kick­star­ter, Indiegogo und GoFundMe viel mehr Spender anziehen?

Deutsche Platt­for­men funk­tio­nie­ren al­ler­dings bei den­je­ni­gen Projekten besser, von denen haupt­säch­lich Menschen in Deutsch­land pro­fi­tie­ren: z. B. lokale Vorhaben wie ein neuer Bolzplatz in der eigenen Stadt, ge­mein­nüt­zi­ge Projekte wie die In­te­gra­ti­on von Ge­flüch­te­ten oder auch Bier-Start-ups. Po­ten­zi­el­le Spender, die sich für deutsche Projekte in­ter­es­sie­ren, bekommen auf deutschen Portalen eher eine spezielle Auswahl angeboten. Für Pro­jekt­lei­ter ist es daher sinnvoll, zu einem Projekt zwei Kampagnen laufen zu lassen, eine auf einer in­ter­na­tio­na­len Plattform und eine auf einer deutschen.

Startnext

Startnext wurde 2010 in Dresden gegründet und ex­pan­dier­te später nach Berlin. Die größte deutsche Crowd­fun­ding-Website kon­zen­triert sich auf die Mas­sen­fi­nan­zie­rung von kreativen Projekten, wohl­tä­ti­gen Zwecken und Start-ups. Laut CEO Denis Bartelt ist Startnext vor allem für Kreative, Erfinder und Un­ter­neh­mer gedacht, die durch die Mög­lich­kei­ten, die ihnen das Crowd­fun­ding eröffnet, fi­nan­zi­el­le Si­cher­heit gewinnen können. Im Kern ori­en­tiert sich Startnext an den in­ter­na­tio­na­len Vor­bil­dern und nennt vier Grund­stär­ken des Crowd­fun­ding: Krea­ti­vi­tät, Nach­hal­tig­keit, Kraft der Crowd und Trans­pa­renz bzw. Offenheit. Außerdem sei die Ein­bin­dung sozialer Medien elementar für den Erfolg von Crowd­fun­ding.

Hin­sicht­lich der Umsetzung merkt man Startnext den Einfluss der in­ter­na­tio­na­len Größen Kick­star­ter und Indiegogo an. Die Pro­jekt­sei­ten sind auch beim deutschen Anbieter bunt und in­for­ma­ti­ons­reich gestaltet, während die Website an sich mi­ni­ma­lis­tisch designt ist und so maximalen Platz für die Ersteller lässt. Das Fi­nan­zie­rungs­ziel wird bei Startnext als sich auf­fül­len­der Balken mit Mei­len­stei­nen dar­ge­stellt. Viel auf­fäl­li­ger ist al­ler­dings das große Bild im Header der Pro­jekt­sei­te. Ein „Video abspielen“-Button un­ter­streicht die Wich­tig­keit von medialen Elementen bei Startnext.

Beim Geldfluss funk­tio­niert Startnext wie Kick­star­ter: Der Pro­jekt­lei­ter bekommt nur den Ge­samt­be­trag, wenn das Fi­nan­zie­rungs­ziel erreicht wurde, an­dern­falls bekommen die Spender ihr Geld zurück („Alles oder Nichts“). Besonders her­vor­zu­he­ben ist der Verzicht auf eine fixe Gebühr, womit Startnext auf Wunsch eine komplett kos­ten­lo­se Plattform ist und sich für Crowd­fun­ding-Ein­stei­ger besonders empfiehlt. Pro­jekt­lei­ter spenden einen selbst be­stimm­ten Teil der Summe an Startnext, die Website ist also selbst spen­den­fi­nan­ziert, ganz im Geiste des Crowd­fun­ding.

Kampagnen laufen auf Startnext im Grunde wie bei der in­ter­na­tio­na­len Kon­kur­renz ab: Als Pro­jekt­lei­ter erstellen Sie eine eigene Webpage, auf der Sie mithilfe von Text, Bildern und Videos Ihr Vorhaben be­schrei­ben. Außerdem legen Sie Be­loh­nun­gen für Spender fest, entweder ma­te­ri­el­ler oder ideeller Art. Eine Be­son­der­heit bei Startnext ist die „Start­pha­se“, die vor der ei­gent­li­chen Spen­den­pha­se beginnt: In dieser gilt es, Fans für sein Projekt zu gewinnen, not­wen­di­ge An­pas­sun­gen vor­zu­neh­men und In­for­ma­tio­nen zu ergänzen. Abhängig vom Fi­nan­zie­rungs­ziel muss das Projekt dann zunächst eine bestimmte Anzahl an Fans gewinnen, bevor es aktiv mit Spenden fi­nan­ziert werden kann. Im Gegenzug werden ‚Fans‘ über Neu­ig­kei­ten zum Projekt in­for­miert. In dieser Phase kann und soll das Projekt außerdem über soziale Medien geteilt werden, um Auf­merk­sam­keit zu erregen. Die „Fun­ding­pha­se“ ist dann der ent­schei­den­de Zeitraum, in dem das Projekt voll­stän­dig fi­nan­ziert werden muss.

Her­vor­zu­he­ben ist außerdem die Ko­ope­ra­ti­ons­wil­lig­keit von Startnext mit anderen Projekten, u. a. mit dem Deutschen In­te­gra­ti­ons­preis der Hertie-Stiftung und dem „Sci­en­cestar­ter“ von Wis­sen­schaft im Dialog. Aufsehen erregte Startnext auch durch die Ko­ope­ra­ti­on mit der SPD-Po­li­ti­ke­rin Andrea Nahles, die das Crowd­fun­ding-Projekt „Re­fu­gees­Wel­co­me@Startnext“ or­ga­ni­siert. Dadurch eta­blier­te sich die Plattform endgültig als Plattform für wohl­tä­ti­ge Zwecke. Zu den weiteren bekannten Kampagnen zählen das Album „Laufen lernen“ von Max Giesinger, der Spielfilm „Iron Sky“ (Regie: Timo Vuo­ren­so­la) und die ge­mein­nüt­zi­ge In­ter­net­platt­form Foodsha­ring.de. Startnext konnte bis zum November 2017 über 5.000 Projekte er­folg­reich fi­nan­zie­ren.

Vorteile Nachteile
Bei der größten deutschen Plattform lassen sich (lokale) deutsche Projekte besser ver­mark­ten, … … al­ler­dings fällt dann ein mögliches in­ter­na­tio­na­les Publikum größ­ten­teils weg.
Startnext er­mög­licht die komplett kos­ten­freie Nutzung der Plattform, … … jedoch ist zwei­fel­haft, ob sich die Plattform so am Leben erhalten kann, wenn sie nicht mit­tel­fris­tig auf das Ge­büh­ren­mo­dell umsteigt.
„Alles oder nichts“-Prinzip sorgt für Spannung und schützt die Spender besser vor Betrug, … … das schränkt al­ler­dings die Pro­jekt­lei­ter in der Kon­zep­ti­on und Art ihrer Kampagnen ein.
„Start­pha­se“ ist praktisch, um die Kampagne vor der „Fun­ding­pha­se“ zu op­ti­mie­ren, … … jedoch kann ein an­fäng­li­cher Hype dadurch nach­las­sen und das Projekt in Ver­ges­sen­heit geraten.
Die Zu­sam­men­ar­beit mit wohl­tä­ti­gen und ge­mein­nüt­zi­gen Or­ga­ni­sa­tio­nen ist sinnvoll und löblich, … … al­ler­dings geht dadurch ein wenig der Un­ab­hän­gig­keits­ge­dan­ke des Crowd­fun­ding verloren.
Um­fang­rei­che Be­zahl­me­tho­den inkl. Last­schrift, … … aber fehlende Option, über PayPal zu bezahlen

Steady

Steady ist eine noch sehr junge (Grün­dungs­jahr: 2017) und mit knapp 30.000 Mit­glie­dern ver­gleichs­wei­se kleine Plattform, erfreut sich aber eines raschen Zuwachses und soll aufgrund seines in­no­va­ti­ven Konzepts an dieser Stelle Erwähnung finden. Steady überträgt nämlich das Abon­ne­ment-Modell von Patreon auf die un­ab­hän­gi­ge Me­di­en­land­schaft im deutschen Raum. Kurz gesagt bezahlen Mit­glie­der monatlich aus­ge­wähl­te „Publisher“ und erhalten so re­gel­mä­ßi­gen Zugang zu deren Content. Die Spender werden je nach Höhe der ge­leis­te­ten Beiträge mit zu­sätz­li­chen Zu­griffs­rech­ten oder den klas­si­schen ma­te­ri­el­len oder ideellen Be­loh­nun­gen vergütet. Auf Steady kann neben Last­schrift und Kre­dit­kar­te auch über PayPal bezahlt werden. Dafür ist die Gebühr von Steady – 10 Prozent auf alle Zah­lungs­vor­gän­ge – auch im Vergleich zu den in­ter­na­tio­na­len Platt­for­men relativ hoch.

Steady teilt Projekte in die Ka­te­go­rien „Magazine“, „Podcasts“, „Blogs“, „News­let­ter“, „Lokal“, „Video“ und „Tech“ auf. Auffällig ist die sehr schnelle und elegante Na­vi­ga­ti­on durch die Website. Ebenfalls er­fri­schend ist die eher mi­ni­ma­lis­ti­sche Auf­ma­chung der Pro­jekt­sei­ten, die die harten Fakten wie den Fi­nan­zie­rungs­sta­tus und das Fi­nan­zie­rungs­ziel über­sicht­lich dar­stel­len, aber auch viel Platz für die In­for­ma­tio­nen zu dem Projekt lassen.

Unter dem Haupttext finden sich dann die Be­zahl­op­tio­nen, bei denen ein weiterer we­sent­li­cher Un­ter­schied zu anderen Platt­for­men deutlich wird: Hier gibt der Pro­jekt­lei­ter die Be­zahl­op­tio­nen vor (pro Monat oder pro Jahr) und verbindet diese mit festen Rewards, während die anderen Platt­for­men Rewards „frei­schal­ten“, wenn die Crowd­fun­ding-Summe eine bestimmte Grenze über­schrit­ten hat. Dadurch lässt sich die vor­aus­sicht­li­che Höhe der mo­nat­li­chen Spenden etwas besser ein­schät­zen als bei­spiels­wei­se bei Patreon, al­ler­dings kratzt Steady damit ein wenig am typischen Crowd­fun­ding-Prinzip der komplett selbst­be­stimm­ten Spen­den­leis­tung.

Praktisch für Sie als Publisher: Steady bietet Overlays bzw. Widgets an, mit denen Sie auf Ihren eigenen Seiten zum Spenden aufrufen können. Diese Widgets verbergen jour­na­lis­ti­schen Content hinter einer Paywall oder in­stal­lie­ren eine Adwall, wenn Leser Adblocker nutzen (durch die Ihnen Wer­be­ein­nah­men verloren gehen). Das Widget bitte dann um eine Spende über Steady, statt den Lesern Inhalte vor­zu­ent­hal­ten. Relevant ist dabei für Sie auch, dass durch die In­te­gra­ti­on eines Steady-Widgets der Traffic Ihres Web­an­ge­bots nicht der Crowd­fun­ding-Website zu­gu­te­kommt, wie das beim Großteil der Kon­kur­renz der Fall ist.

Steadys Fokus auf Publisher wird auch dadurch deutlich, dass die Plattform um­fang­rei­che Sta­tis­ti­ken bietet und sämtliche Be­zahl­vor­gän­ge auch über Rechnung erlaubt. Auch hin­sicht­lich der Trans­pa­renz sind Sie bei Steady flexibel: So ist die Angabe der Fi­nan­zie­rungs­la­ge und eines Fi­nan­zie­rungs­ziels komplett frei­wil­lig.

Vorteile Nachteile
Eine junge und in­no­va­ti­ve deutsche Plattform mit Abon­ne­ment-Modell, … … aber die Community ist (Stand: April 2018) noch sehr klein.
Um­fang­rei­che Be­zahl­op­tio­nen und Widget-/Overlay-Im­ple­men­tie­run­gen machen Steady extrem flexibel, … … al­ler­dings ist die Gebühr von 10 Prozent aber ver­gleichs­wei­se hoch.
Sehr elegant designte und schnelle Website, … … al­ler­dings ver­ste­cken sich die Be­zahl­mo­del­le auf den Pro­jekt­sei­ten ganz unten.
Eigens de­fi­nier­te Be­zahl­op­tio­nen ver­bes­sern das fi­nan­zi­el­le und kon­zep­tu­el­le Ma­nage­ment der Kampagne, … … jedoch kratzt das am ‚Geist des Crowd­fun­ding‘, weil die Selbst­be­stim­mung bei der Spen­den­leis­tung wegfällt.
Steady ist für Publisher von jour­na­lis­ti­schen Inhalten her­vor­ra­gend geeignet, … … al­ler­dings finden hier andere klas­si­sche Crowd­fun­ding-Projekte wie ge­mein­nüt­zi­ge Vorhaben und Start-ups (noch) keinen Platz.
Die Im­ple­men­tie­rung von Paywalls im Bereich des On­line­jour­na­lis­mus ist Trend und soll über Steady zen­tra­li­siert werden, … … das wird dem all­ge­mei­nen Unmut der In­ter­net­nut­zer gegenüber Paywalls aber kaum ent­ge­gen­wir­ken.

Crowd­fun­ding-Platt­for­men in der Übersicht

Plattform Grün­dungs­jahr Sprachen Mit­glie­der (gerundet, Stand April 2018) Gebühren Crowd­fun­ding-Modelle Geeignet für
Kick­star­ter 2009 Deutsch, Englisch, Spanisch, Fran­zö­sisch 14,5 Mio. 5 % + 3–5 % Trans­ak­ti­ons­ge­bühr Reward-Based/Klas­si­sches Crowd­fun­ding („Alles oder nichts“-Prinzip, Pro­jekt­lei­ter erhält Geld ca. 2 Wochen nach er­folg­rei­cher Fi­nan­zie­rung) Künstler, Erfinder, Start-ups
GoFundMe 2010 Deutsch, Englisch, Spanisch, Fran­zö­sisch, Ita­lie­nisch, Nie­der­län­disch, Por­tu­gie­sisch 50 Mio. in­di­vi­du­el­le Spender (keine Angaben zu Re­gis­trie­rungs­zah­len) 8,45 % + 25 Cent je Spende Spen­den­ba­sier­tes Crowd­fun­ding (ohne Ge­gen­leis­tung), wobei alle Spenden aus­ge­zahlt werden, un­ab­hän­gig vom Erfolg der Kampagne Wohl­tä­ti­ge und ge­mein­nüt­zi­ge Zwecke, private Spen­den­auf­ru­fe, Notfälle
Indiegogo 2008 Deutsch, Englisch, Fran­zö­sisch, Spanisch 9 Mio. 5 % + 3 % + 30 Dollar-Cent je Trans­ak­ti­on Reward-Based/Klas­si­sches Crowd­fun­ding (Spenden gehen in­di­vi­du­ell und un­mit­tel­bar an den Pro­jekt­lei­ter) Künstler, Erfinder, Start-ups; wohl­tä­ti­ge und ge­mein­nüt­zi­ge Zwecke („Indiegogo Ge­ne­ro­si­ty“)
Patreon 2013 Englisch 1 Mio. 5 % Reward-Based/Klas­si­sches Crowd­fun­ding (Abon­ne­ment-Modell) Künstler, Content-Producer (insb. YouTuber)
Startnext 2010 Deutsch 900.000 Frei­wil­lig Reward-Based/Klas­si­sches Crowd­fun­ding („Alles oder nichts“-Prinzip) Künstler, Erfinder, Start-ups, wohl­tä­ti­ge und ge­mein­nüt­zi­ge Zwecke
Steady 2017 Deutsch 30.000 10 % Reward-Based/Klas­si­sches Crowd­fun­ding (Abon­ne­ment-Modell) Publisher, On­line­jour­na­lis­ten, Künstler
Tipp

Erfahren Sie mehr zum Thema "Spenden-Button auf einer Website ein­rich­ten".

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