PageSpeed Insights ist ein Google-Tool, das dabei hilft, die La­de­zei­ten einer Website zu ana­ly­sie­ren und bei Bedarf ent­spre­chend zu op­ti­mie­ren. Die La­de­ge­schwin­dig­keit einer Website ist ent­schei­dend für die Zu­frie­den­heit von Be­su­che­rin­nen und Besuchern. Zudem ist sie ein ent­schei­den­der Ranking-Faktor für die mobile Suche.

Zu­sam­men­fas­sung

Google PageSpeed Insights ana­ly­siert die La­de­ge­schwin­dig­keit von Websites und liefert konkrete Op­ti­mie­rungs­vor­schlä­ge.

  • Kom­bi­niert reale Felddaten (CrUX) mit si­mu­lier­ten La­bor­da­ten (Light­house)
  • Bewertet die Core Web Vitals (LCP, INP, CLS) für eine optimale UX
  • Ana­ly­siert die Ka­te­go­rien Leistung, Bar­rie­re­frei­heit, Best Practices und SEO
  • Zeigt hohes Op­ti­mie­rungs­po­ten­zi­al bei Bildern, Caching (Cache-Control) und Ser­ver­leis­tung

Was ist Google PageSpeed Insights?

PageSpeed Insights ist ein SEO-Tool von Google, das im ersten Schritt die Ladezeit einer URL berechnet und ana­ly­siert. Hierfür muss lediglich eine gültige In­ter­net­adres­se in das vor­ge­se­he­ne Feld ein­ge­ge­ben werden und los geht’s. Das Ergebnis, also die „PageSpeed Insights“ (dt. „Einblicke in die Sei­ten­ge­schwin­dig­keit“), wird daraufhin über­sicht­lich auf­ge­schlüs­selt.

Google PageSpeed Insights kom­bi­niert, insofern verfügbar, reale Nut­zungs­da­ten von Google-Chrome-Usern (Felddaten aus dem Chrome User Ex­pe­ri­ence Report (CrUX)) mit si­mu­lier­ten La­bor­da­ten aus Google Light­house. Während die Felddaten zeigen, wie sich eine Seite unter realen Be­din­gun­gen verhält, liefert die Light­house-Analyse re­pro­du­zier­ba­re Messwerte unter stan­dar­di­sier­ten Test­be­din­gun­gen. So erhalten Sie sowohl eine rea­li­täts­na­he Ein­schät­zung als auch konkrete Op­ti­mie­rungs­hin­wei­se. Sind keine Felddaten verfügbar, greift PageSpeed Insights aus­schließ­lich auf Light­house-La­bor­da­ten zurück.

Der pro­du­zier­te Report des Google-Speed-Tests für Ihre Website ist klar struk­tu­riert und gliedert sich in mehrere Bereiche, die nach­ein­an­der durch­ge­schaut werden können.

ran­king­Coach
Er­folg­rei­ches Online-Marketing mit KI
  • Kos­ten­güns­tig: Google-Ranking ver­bes­sern ohne teure Agentur
  • Effizient: Re­zen­sio­nen be­ant­wor­ten, Posts für Social Media erstellen
  • Einfach: Keine SEO- oder Marketing-Kennt­nis­se nötig

Wie sind PageSpeed Reports aufgebaut?

Direkt oberhalb der Bewertung können Sie in den Reports zwischen „Mobil“ und „Desktop“ wechseln. Die mobile Analyse steht stan­dard­mä­ßig im Fokus, da Google Websites nach dem Prinzip „Mobile First“ bewertet. Die Desktop-Aus­wer­tung kann durch einen Klick aus­ge­wählt werden und zeigt häufig ab­wei­chen­de Er­geb­nis­se.

Felddaten: Core Web Vitals

Im oberen Bereich des Reports unter „So sieht die Leistung auf der Nut­zer­sei­te aus“ sind die Felddaten aus dem Chrome User Ex­pe­ri­ence Report (CrUX) zu sehen. Hier werden die auf der Seite ge­mes­se­nen Core Web Vitals auf­ge­schlüs­selt dar­ge­stellt, zu denen die folgenden drei Mess­grö­ßen zählen:

Messgröße Was misst sie? Richt­wer­te
Largest Con­tentful Paint (LCP) Zeitpunkt, zu dem das größte sichtbare Element im Viewport voll­stän­dig geladen ist (z. B. großes Bild oder Textblock) Gut: ≤ 2,5 s
Ver­bes­se­rungs­wür­dig: 2,5–4 s
Schlecht: > 4 s
In­ter­ac­tion to Next Paint (INP) Re­ak­ti­ons­ge­schwin­dig­keit der Seite bei Nut­zer­inter­ak­tio­nen wie Klick oder Tas­ta­tur­ein­ga­be Gut: ≤ 200 ms
Ver­bes­se­rungs­wür­dig: 200–500 ms
Schlecht: > 500 ms
Cu­mu­la­ti­ve Layout Shift (CLS) Visuelle Sta­bi­li­tät der Seite. Misst un­er­war­te­te Lay­out­ver­schie­bun­gen während des Ladens Gut: ≤ 0,1
Ver­bes­se­rungs­wür­dig: 0,1–0,25
Schlecht: > 0,25
Hinweis

In­ter­ac­tion to Next Paint (INP) hat im März 2024 die bisherige Kennzahl First Input Delay (FID) offiziell ersetzt und ist nun Be­stand­teil der Core Web Vitals. INP misst die tat­säch­li­che Re­ak­ti­ons­fä­hig­keit einer Website. Während FID nur die Ver­zö­ge­rung der ersten Nut­zer­inter­ak­ti­on erfasste, bewertet INP alle In­ter­ak­tio­nen während eines Sei­ten­be­suchs und be­rück­sich­tigt die lang­sams­te relevante Reaktion. Damit bildet INP die gesamte wahr­ge­nom­me­ne Re­ak­ti­ons­zeit ab.

Zu­sätz­lich zu den Core Web Vitals werden auch diese Mess­grö­ßen auf­ge­lis­tet:

Messgröße Was misst sie? Richt­wer­te
First Con­tentful Paint (FCP) Zeitpunkt, zu dem der erste sichtbare Inhalt (Text, Bild, SVG) gerendert wird Gut: ≤ 1,8 s
Ver­bes­se­rungs­wür­dig: 1,8–3 s
Schlecht: > 3 s
Total Blocking Time (TBT) Zeit­span­ne, in der der Haupt-Thread durch lange Ja­va­Script-Aufgaben blockiert ist und nicht auf Eingaben reagieren kann Gut: ≤ 200 ms
Ver­bes­se­rungs­wür­dig: 200–600 ms
Schlecht: > 600 ms
Bild: Ansicht der Core Web Vitals in PageSpeed Insights
PageSpeed Insights zeigt die Core Web Vitals in Bal­ken­dia­gram­men an; Quelle: https://de­ve­lo­pers.google.com/speed/pagespeed/insights/?hl=de

Die Felddaten werden in Bal­ken­dia­gram­men prä­sen­tiert, die anhand farb­li­cher Mar­kie­run­gen darauf hinweisen, ob die ge­mes­se­nen Daten gut (grün), ver­bes­se­rungs­wür­dig (gelb) oder schlecht (rot) ausfallen. Sind keine Felddaten verfügbar, weist PageSpeed Insights aus­drück­lich darauf hin und zeigt aus­schließ­lich La­bor­da­ten an.

Hinweis

Eine schnelle oder gute Ladezeit bedeutet aus Sicht von Google nicht einfach eine kurze Gesamt-Ladezeit. Statt­des­sen bewertet Google konkrete Leis­tungs­kenn­zah­len, die ent­schei­dend für die UX sind. Eine gute Ladezeit ist daher kein absoluter Zeitwert, sondern ein Ge­samt­score, der sich aus La­de­ge­schwin­dig­keit, In­ter­ak­ti­vi­tät und visueller Sta­bi­li­tät zu­sam­men­setzt.

La­bor­da­ten: Leistung, Bar­rie­re­frei­heit, Best Practices und SEO

Unter dem zweiten Abschnitt „Leis­tungs­pro­ble­me dia­gnos­ti­zie­ren“ folgen de­tail­lier­te Berichte zu vier Ka­te­go­rien: Leistung, Bar­rie­re­frei­heit, Best Practices und SEO. Zu diesen Ka­te­go­rien werden zunächst vier grafische Per­for­mance-Kreise ab­ge­bil­det, die farblich ge­kenn­zeich­net sind und jeweils einen Wert von 0 bis 100 tragen. Die Werte basieren auf Light­house-Kenn­zah­len und dienen der schnellen Ori­en­tie­rung. Die Skala ist wie folgt ein­ge­teilt:

  1. 90–100 (grün): gut
  2. 50–89 (orange): ver­bes­se­rungs­wür­dig
  3. 0–49 (rot): schlecht

Die vier Ka­te­go­rien aus den Per­for­mance-Kreisen werden von PageSpeed Insights schließ­lich einzeln vor­ge­stellt und ana­ly­siert.

Leistung:

Unter der Kategorie „Leistung“ findet sich zunächst ein Kreis­dia­gramm mit einem Ge­samt­score. Klickt man auf den Kreis, werden die einzelnen Mess­grö­ßen und ihre zum Ge­samt­score bei­tra­gen­den Werte im Kreis­dia­gramm angezeigt. Zu den Mess­grö­ßen zählen LCP, INP, CLS, FCP und TBT. Diese werden unterhalb des Diagramms mit ihren konkreten Mess­wer­ten auf­ge­führt.

Bild: PageSpeed Insights Leistungsübersicht
Neben der Leis­tungs­über­sicht zeigt PageSpeed Insights einen Screen­shot der auf­ge­ru­fe­nen Website; Quelle: https://de­ve­lo­pers.google.com/speed/pagespeed/insights/?hl=de

Im Anschluss listet der Report konkrete Op­ti­mie­rungs­vor­schlä­ge auf. Diese sind in mehrere Ab­schnit­te un­ter­teilt:

  • Sta­tis­ti­ken: Hier zeigt Google Maßnahmen mit ge­schätz­tem Ein­spar­po­ten­zi­al in Sekunden oder Kilobyte an, etwa durch Bild­kom­pri­mie­rung oder Re­du­zie­rung von un­ge­nutz­tem Ja­va­Script-Code.
  • Diagnose: Dieser Bereich enthält tech­ni­sche De­tail­in­for­ma­tio­nen, zum Beispiel lange Main-Thread-Aufgaben oder in­ef­fi­zi­en­te Res­sour­cen.
  • Be­stan­de­ne Prüfungen: Hier sehen Sie, welche Tests Ihre Website bereits erfüllt.
Bild: PageSpeed Insights Optimierungshinweise für den FCP-Wert in der Leistungskategorie
Die Op­ti­mie­rungs­hin­wei­se lassen sich nach der Messgröße filtern; Quelle: https://de­ve­lo­pers.google.com/speed/pagespeed/insights/?hl=de

Bar­rie­re­frei­heit:

Als nächstes wird die Kategorie Bar­rie­re­frei­heit auf­ge­führt, in der unter anderem Kon­trast­ver­hält­nis­se, Al­ter­na­tiv­tex­te und se­man­ti­sche HTML-Struk­tu­ren geprüft werden. Auch hier erhalten Sie einen Ge­samt­score, eine Auf­lis­tung be­stan­de­ner und nicht be­stan­de­ner Prüfungen und Ver­bes­se­rungs­hin­wei­se.

Best Practices:

In der folgenden „Best Practices“-Kategorie werden Si­cher­heits- und Im­ple­men­tie­rungs­stan­dards überprüft. Auch hier sehen Sie neben einem Ge­samt­score auch eine Auf­lis­tung be­stan­de­ner und nicht be­stan­de­ner Prüfungen mit Ver­bes­se­rungs­hin­wei­sen.

SEO:

Die Kategorie SEO bewertet grund­le­gen­de tech­ni­sche Vor­aus­set­zun­gen wie Meta-Tags oder mobile Nutz­bar­keit. Wie in den vor­an­ge­hen­den Ka­te­go­rien finden Sie hier einen Ge­samt­score, eine Auf­lis­tung be­stan­de­ner und nicht be­stan­de­ner Prüfungen sowie spe­zi­fi­sche Ver­bes­se­rungs­hin­wei­se.

PageSpeed Insights und „Mobile First“-Indexing

Die ge­mes­se­nen La­de­zei­ten allein ent­schei­den nicht darüber, ob eine Website als leis­tungs­stark gilt und ent­spre­chend von Google gerankt wird. Google bewertet mit den Core Web Vitals statt­des­sen die gesamte Nut­zungs­er­fah­rung. Außerdem indexiert Google Websites seit 2023 stan­dard­mä­ßig nach dem „Mobile First“-Prinzip: Ein maß­geb­li­cher Be­wer­tungs- und Ranking-Faktor ist damit die mobile Version einer Website, da ein Großteil der Zugriffe in­zwi­schen über Smart­phones erfolgt. Google achtet deshalb darauf, dass Inhalte, struk­tu­rier­te Daten und interne Ver­lin­kun­gen auf mobilen Geräten voll­stän­dig verfügbar sind.

Folgende Maßnahmen ver­bes­sern ins­be­son­de­re die mobile Per­for­mance:

  • Nicht be­nö­tig­tes Ja­va­Script entfernen oder aufteilen, um lange Haupt-Thread-Blo­ckie­run­gen zu vermeiden
  • Bilder in modernen Formaten wie WebP oder AVIF be­reit­stel­len
  • Bilder korrekt di­men­sio­nie­ren und re­spon­si­ve aus­lie­fern
  • Render-blo­ckie­ren­de Res­sour­cen mi­ni­mie­ren und kritische CSS-Inhalte prio­ri­sie­ren
  • Nicht sichtbare Bilder per Lazy Loading verzögert laden
  • Text­kom­pri­mie­rung (z. B. Brotli oder gzip) ak­ti­vie­ren
  • Dritt­an­bie­ter-Skripte re­du­zie­ren oder asynchron einbinden
  • Früh­zei­ti­ge Ver­bin­dun­gen zu wichtigen Domains her­stel­len (Pre­con­nect)
  • Unnötige Wei­ter­lei­tun­gen vermeiden
  • Statische Res­sour­cen mit ge­eig­ne­ten Cache-Richt­li­ni­en be­reit­stel­len

Google ver­öf­fent­licht keine genaue Ge­wich­tung einzelner Ranking-Faktoren. Klar ist jedoch: Per­for­mance ist Be­stand­teil der Page Ex­pe­ri­ence und wirkt sich auf die Zu­frie­den­heit der Nut­ze­rin­nen und Nutzer aus. Hoch­wer­ti­ger Content bleibt weiterhin ent­schei­dend, doch eine technisch saubere und schnelle Website un­ter­stützt Sicht­bar­keit und Con­ver­si­on glei­cher­ma­ßen.

Page Speed testen: Tools und Methoden im Überblick

Google PageSpeed Insights ist ein sinn­vol­ler Einstieg in die Per­for­mance-Analyse einer Website. Für eine fundierte Bewertung reicht ein einzelnes Tool jedoch meist nicht aus. Je nach Ziel­set­zung – tech­ni­sche Feh­ler­su­che, SEO-Über­wa­chung oder kon­ti­nu­ier­li­ches Mo­ni­to­ring – kommen un­ter­schied­li­che Werkzeuge zum Einsatz. Während einige Tools reale Nut­zungs­da­ten auswerten, arbeiten andere mit si­mu­lier­ten Test­be­din­gun­gen. Erst die Kom­bi­na­ti­on ver­schie­de­ner Per­spek­ti­ven liefert ein be­last­ba­res Ge­samt­bild.

Google PageSpeed Insights

Google PageSpeed Insights ana­ly­siert eine einzelne URL und kom­bi­niert – sofern vorhanden – reale Nut­zungs­da­ten aus dem Chrome User Ex­pe­ri­ence Report mit si­mu­lier­ten La­bor­da­ten aus Light­house. Das Tool eignet sich ins­be­son­de­re für:

  • die schnelle Bewertung einzelner Seiten
  • die Analyse der Core Web Vitals
  • konkrete Op­ti­mie­rungs­emp­feh­lun­gen mit ge­schätz­tem Ein­spar­po­ten­zi­al

Die Stärke von PageSpeed Insights liegt in der über­sicht­li­chen Dar­stel­lung und der direkten Ver­knüp­fung mit Ver­bes­se­rungs­hin­wei­sen. Zu beachten ist jedoch, dass die La­bor­da­ten unter stan­dar­di­sier­ten Be­din­gun­gen erhoben werden und reale Nut­zungs­si­tua­tio­nen nur bedingt abbilden.

Google Light­house

Light­house ist in die Chrome-Ent­wick­ler­tools in­te­griert und kann lokal aus­ge­führt werden. Damit eignet sich das Tool besonders für Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­ler, die Per­for­mance-Probleme ana­ly­sie­ren möchten.

  • Tests in einer Ent­wick­lungs­um­ge­bung
  • Per­for­mance-Analysen vor dem Livegang
  • de­tail­lier­te tech­ni­sche Dia­gno­se­be­rich­te

Da aus­schließ­lich si­mu­lier­te La­bor­da­ten erhoben werden, ist Light­house ideal für Debugging und tech­ni­sche Op­ti­mie­run­gen, jedoch kein Ersatz für reale Nut­zungs­da­ten.

Google Search Console

Die Google Search Console bietet einen Core-Web-Vitals-Bericht auf Domain- und URL-Grup­pen­e­be­ne. Grundlage sind aus­schließ­lich reale Felddaten aus dem Chrome User Ex­pe­ri­ence Report. Der Bericht er­mög­licht:

  • die Iden­ti­fi­ka­ti­on pro­ble­ma­ti­scher URL-Gruppen
  • die Bewertung ganzer Website-Bereiche
  • die Be­ob­ach­tung von Ent­wick­lun­gen über mehrere Wochen

Damit eignet sich die Search Console vor allem für lang­fris­ti­ges Mo­ni­to­ring und SEO-Analysen.

Web­Page­Test

Er­wei­ter­te Test­platt­for­men wie Web­Page­Test er­mög­li­chen eine noch de­tail­lier­te­re Analyse. Sie bieten unter anderem:

  • Tests aus ver­schie­de­nen geo­gra­fi­schen Stand­or­ten
  • Si­mu­la­ti­on un­ter­schied­li­cher Netz­werk­ge­schwin­dig­kei­ten
  • de­tail­lier­te Was­ser­fall-Diagramme zur Analyse einzelner Res­sour­cen

Solche Tools helfen dabei, Engpässe in der La­de­ab­fol­ge oder Probleme bei Dritt­an­bie­ter-Skripten zu iden­ti­fi­zie­ren, die in einer Standard-Analyse nicht sofort sichtbar werden.

Emp­feh­lung für die Praxis

Eine be­last­ba­re PageSpeed-Analyse basiert idea­ler­wei­se auf mehreren Bau­stei­nen:

  1. Google PageSpeed Insights für eine schnelle Ein­zel­be­wer­tung
  2. Google Search Console für die Aus­wer­tung realer Nut­zer­da­ten
  3. Light­house oder Web­Page­Test für tech­ni­sche De­tail­ana­ly­sen

Durch diese Kom­bi­na­ti­on erhalten Sie sowohl eine rea­li­täts­na­he Ein­schät­zung der Nut­zer­er­fah­rung als auch konkrete tech­ni­sche An­satz­punk­te zur Op­ti­mie­rung Ihrer Website-Per­for­mance.

Google PageSpeed Insights: Drei Faktoren mit hohem Op­ti­mie­rungs­po­ten­zi­al

Google PageSpeed Insights gibt Ihnen einen ersten Überblick über die Per­for­mance, vor­han­de­ne Probleme und mögliche Lösungen für eine spe­zi­fi­sche URL oder die gesamte Domain. Drei Bereiche, die dabei immer wieder eine ent­schei­den­de Rolle spielen, erläutern wir in den folgenden Ab­schnit­ten.

Bild­op­ti­mie­rung

Bilder sind häufig die größten Res­sour­cen­fres­ser einer Website. Un­kom­pri­mier­te oder falsch di­men­sio­nier­te Dateien erhöhen die Ladezeit und ver­schlech­tern ins­be­son­de­re den LCP. Bilder sind oft zu groß, haben das falsche Format und sind falsch benannt. Das straft nicht nur Google ab, sondern auch alle Userinnen und User, die un­ge­dul­dig eine Seite schließen, wenn nach mehreren Sekunden noch immer nicht alle Bild­in­hal­te geladen wurden.

Moderne Formate wie WebP und AVIF er­mög­li­chen eine deutlich bessere Kom­pri­mie­rung als klas­si­sche JPEG- oder PNG-Dateien bei ver­gleich­ba­rer Bild­qua­li­tät. Zu­sätz­lich sollten Bilder …

  • in der tat­säch­lich be­nö­tig­ten Größe aus­ge­lie­fert werden,
  • re­spon­si­ve ein­ge­bun­den sein,
  • und per Lazy Loading nur dann geladen werden, wenn sie sichtbar werden.

Statt aus­schließ­lich manuell zu op­ti­mie­ren, empfiehlt sich außerdem eine au­to­ma­ti­sier­te Lösung über CMS-Plugins, Build-Prozesse oder ein Content Delivery Network (CDN) mit in­te­grier­ter Bild­kom­pri­mie­rung.

Hinweis

Für die Bil­der­su­che und für die Ein­ord­nung durch Such­ma­schi­nen sollten Bilder aus­sa­ge­kräf­ti­ge Da­tei­na­men und passende Alt-Texte erhalten. So können Sie auch in Sachen Bilder-SEO punkten.

Ein guter Cache

Es sind manchmal die kleinsten Dinge, die den großen Un­ter­schied machen. Caching entlastet die Da­ten­über­tra­gung vom Server zum Client, was wiederum die La­de­ge­schwin­dig­keit ver­bes­sert. Damit die gesamten Dateien einer Website nicht bei jedem Sei­ten­auf­ruf erneut her­un­ter­ge­la­den werden müssen, kann der Browser auf zwi­schen­ge­spei­cher­te Dateien zu­rück­grei­fen.

Ent­schei­dend ist eine saubere Kon­fi­gu­ra­ti­on der HTTP-Header. Während früher vor allem Expires-Header verwendet wurden, setzen moderne Setups primär auf Cache-Control-Richt­li­ni­en. Über Cache-Control lassen sich unter anderem folgende Parameter steuern:

  • max-age: definiert die Gül­tig­keits­dau­er einer Ressource in Sekunden
  • public oder private: legt fest, ob Inhalte zwi­schen­ge­spei­chert werden dürfen
  • immutable: si­gna­li­siert, dass sich eine Datei während ihrer Le­bens­dau­er nicht verändert

Ver­sio­nier­te statische Dateien wie CSS-, Ja­va­Script- oder Bild­da­tei­en mit Hash im Da­tei­na­men können pro­blem­los mit sehr langen Lauf­zei­ten (z. B. mehrere Monate) versehen werden. Ändert sich die Datei, sorgt die neue Ver­si­ons­num­mer au­to­ma­tisch für einen erneuten Download. Dy­na­mi­sche Inhalte wie HTML-Dokumente oder API-Antworten sollten dagegen kürzere Cache-Zeiten erhalten oder gezielt vom Caching aus­ge­schlos­sen werden.

Neben dem Browser-Caching spielt auch das ser­ver­sei­ti­ge Caching eine zentrale Rolle. Hier werden fertig ge­r­en­der­te HTML-Seiten, Da­ten­bank­ab­fra­gen oder häufig genutzte Inhalte im Ar­beits­spei­cher zwi­schen­ge­spei­chert. Das reduziert die Ser­ver­last und verkürzt die Time to First Byte (TTFB).

Server op­ti­mie­ren

Neben Frontend-Op­ti­mie­run­gen spielt die Ser­ver­leis­tung eine wichtige Rolle. Hier gibt es viel zu beachten und viel zu ver­bes­sern. Die meisten Seiten liegen auf Shared-Hosting-Platt­for­men mit be­schränk­ten Res­sour­cen. Das kann den Zugriff und damit die Ladezeit der je­wei­li­gen Website ver­lang­sa­men. Mögliche Maßnahmen hierfür sind:

  • Upgrade auf leis­tungs­stär­ke­re Tarife mit mehr CPU-Leistung und Ar­beits­spei­cher
  • Einsatz eines Content Delivery Networks (CDN) zur Ent­las­tung des Ur­sprungs­ser­vers
  • Ak­ti­vie­rung aktueller Pro­to­kol­le wie HTTP/2 oder HTTP/3, die parallele Da­ten­über­tra­gung ef­fi­zi­en­ter er­mög­li­chen
  • Nutzung von Server-Caching (z. B. Full-Page-Cache) oder Object-Caching zur Re­du­zie­rung von Da­ten­bank­ab­fra­gen
  • Op­ti­mie­rung von Da­ten­bank­ab­fra­gen und Indizes, ins­be­son­de­re bei dy­na­mi­schen CMS-Systemen

Eine leis­tungs­fä­hi­ge In­fra­struk­tur sorgt nicht nur für kürzere Ser­ver­ant­wort­zei­ten, sondern erhöht auch die Sta­bi­li­tät. Damit bildet sie die tech­ni­sche Grundlage für gute Core-Web-Vitals-Werte und eine dauerhaft positive Erfahrung für Nut­ze­rin­nen und Nutzer.

Zum Hauptmenü