Die 9 besten PayPal-Alternativen im Überblick

Unter den Bezahlmethoden in Onlineshops gehört neben dem Kauf auf Rechnung PayPal zu den beliebtesten Optionen. Der Online-Bezahlservice gilt als einfach und sicher, steht aber auch immer wieder in der Kritik für Sicherheitslücken und fragwürdige Unternehmenspolitik. Welche – vor allem kostenlosen – PayPal-Alternativen gibt es? Wir werfen einen Blick auf die bekanntesten und besten Alternativen zu PayPal.

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Die besten PayPal-Alternativen im Überblick

Es gibt zahlreiche Alternativen zum Online-Bezahldienst PayPal. Ausschlaggebend für viele Kunden ist oft die Verbreitung des Services, sprich: Wie viele Shops bieten die jeweilige Zahlungsmethode überhaupt an? In dieser Hinsicht ist PayPal nach wie vor ungeschlagen, in Sachen Flexibilität und Datenschutz haben allerdings andere Anbieter die Nase vorn. Eine interessante PayPal-Alternative für den deutschen Markt ist das Angebot von Giropay, bei dem die sensiblen Bankdaten sicher bei der Hausbank verbleiben. Auch Mobile-Payment-Services wie Apple Pay werden zunehmend beliebter. Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Alternativen zu PayPal (alle Informationen sind auf dem Stand von Februar 2022):

Anbieter

Gebühren

Geldeinzug

Vorteile

Nachteile

Giropay

Aufschlag bei einzelnen Händlern möglich

Girokonto

Weit verbreitete Bezahlmethode, kein separater Account nötig

Phishing-Attacken möglich

Sofort-Dienst (ehemals SOFORT-Überweisung)

Aufschlag bei einzelnen Händlern möglich, einige Händler gewähren auch Rabatte

Girokonto

Optionaler Käuferschutz, kein separates Konto nötig, weit verbreitet, selten Gebühren

Datenschutzbedenken, Phishing-Attacken möglich

Click-to-Pay

Keine

Kreditkarte

Wallet-Lösung, keine wiederholte Eingabe von Benutzerdaten oder Passwörtern erforderlich

Nur mit Kreditkarte nutzbar

Amazon Pay

Für Verkäufer 1,9 Prozent zuzüglich 35 Cent pro Transaktion

Lastschrift, Kreditkarte

Kein weiteres Konto beim Händler nötig, keine Übermittlung der Zahlungsdaten an Dritte

Nur mit Amazon-Konto nutzbar, Bedenken beim Verbraucherschutz

Apple Pay

Gebühren für Nutzer nicht bekannt, für den Kartenherausgeber ca. 0,15 Prozent pro Transaktion

Kreditkarte

Sicherheit, vielfältige Einsatzmöglichkeiten, Datenschutz

Ausschließlich mit Apple-Produkten nutzbar

Google Pay

Keine

Kreditkarte

Hoher Sicherheitsstandard, kann unabhängig von Google als separate App verwendet werden

Bisher noch nicht weit verbreitet, wenige Partnerbanken in Deutschland

Barzahlen.de / viacash

Keine

Barzahlung

Kein Account nötig, kein Austausch von sensiblen Daten, Bargeld abheben oder einzahlen an Supermarktkassen mit CASH26

Bezahlung nicht am PC, sondern vor Ort in einer Filiale

Skrill

Keine

Kreditkarte, Girokonto

Kostenkontrolle dank Prepaid-System, keine Übermittlung von Bankdaten an Händler

Wenig verbreitet, keine Stornierung möglich, Zusatzdienste und höhere Sicherheitsstandards gegen Gebühren

Stripe

Für Verkäufer 1,4 Prozent zuzüglich 25 Cent pro Transaktion

Kredit- und Debitkarte

Geringere Gebühren für Verkäufer, schnelleres Checkout für Kunden

Bisher nicht weit verbreitet

Giropay

Giropay hat sich mit der ebenfalls von den deutschen Banken und Sparkassen ins Leben gerufenen Online-Bezahllösung Paydirekt zu einem Bezahldienst vereinigt, der in Deutschland als echte Alternative zu PayPal gesehen werden kann. Giropay und Paydirekt stehen bei über 23.000 Onlineshops und Anbietern wie z. B. Eventim oder redcoon als Zahlungsmethode zur Auswahl. Kooperationspartner der Bezahlmethode sind u. a. die Postbank, Sparkassen, die Volks- und Raiffeisenbanken sowie die PSD- und DKB-Banken.

Voraussetzung ist ein Konto bei einer der teilnehmenden Banken mit aktiviertem Onlinebanking. Kauft ein Kunde online ein und wählt Giropay als Zahlungsmethode aus, erfolgt nach Eingabe der Bankleitzahl die automatische Weiterleitung vom Onlineshop zum Onlinebanking der eigenen Bank. Zwei weitere wichtige Vorteile gegenüber dem normalen Zahlen per Rechnung: Der Händler erhält die Zahlungsbestätigung sofort und es gibt einen Käuferschutz. Der Überweisungsträger ist nach dem Login bereits ausgefüllt, der Kunde muss die Überweisung (bei größeren Beträgen ab 30 Euro mit TAN) nur bestätigen. Die Zahlungsabwicklung erfolgt direkt über die Bank, es werden keine Zahlungsdaten an den Anbieter oder Händler weitergegeben.

Für die Nutzer von Giropay steht mit der Paydirekt-App, die für die gängigen Smartphone-Betriebssysteme iOS und Android erhältlich ist, außerdem eine mobile Variante des Bezahldienstes zur Verfügung. Ein weiteres Feature: Genau wie bei PayPal ist es mit GiroPay ganz einfach möglich, Geld unkompliziert an Freunde und Familie zu versenden.

Vorteile Nachteile
✔ kein separater Account nötig ✘ nicht für Onlineshops aus den USA oder anderen Ländern verwendbar
✔ Zahlungsabwicklung direkt über die Bank ✘ Phishing-Attacken möglich, darüber direkter Zugriff auf Girokonto möglich
✔ Bankdaten bleiben bei der Bank  
✔ Geld kann auch direkt an Freunde geschickt werden  
✔ Käuferschutz  

Sofort-Dienst (ehemals SOFORT Überweisung)

Auch der Sofort-Dienst, der vor seiner Übernahme durch den Payment-Service-Provider Klarna noch als SOFORT Überweisung bekannt war, bietet ein Direktüberweisungsverfahren an und setzt einen Onlinebanking-Zugang voraus, ist allerdings ein bankenunabhängiges System.

Für Privatnutzer sind weder eine Registrierung noch die Einrichtung eines separaten Kontos nötig. Wählt man im Onlineshop die Zahlung per Sofort-Dienst aus, kann man im Anschluss über eine sichere Datenverbindung direkt auf sein Onlinebanking zugreifen. Mit seinen Kontozugangsdaten loggt man sich ein und bestätigt mit einer TAN den Zahlungsvorgang. Die Sofort GmbH prüft die Liquidität und bestätigt dem Händler die Transaktion. Die Ware wird dann direkt freigegeben und kann schnell versendet werden. Das Gute an dieser PayPal-Alternative ist, dass Händler dafür sehr selten Gebühren erheben, oft gibt es sogar Rabatte bei Zahlung mit Sofort.

Problematisch ist allerdings, dass der Käufer bei jeder Transaktion die PIN seines Bankkontos und die für die Überweisung benötigte TAN an den Anbieter von Sofort übermittelt, nämlich die Sofort GmbH. Diese prüft den Kontostand und alle anderen Transaktionen der letzten drei Tage – erst dann führt sie die Überweisung durch und bestätigt diese dem Händler. Damit werden sensible Daten an einen technischen Dienstleister übermittelt, und dieser bekommt Einsicht in den kompletten Zahlungsverkehr der Kunden.

Vorteile Nachteile
✔ kein separater Account nötig ✘ Datenschutzbedenken: Anbieter Sofort GmbH bekommt Einsicht in den Zahlungsverkehr der Kunden
✔ meistverbreitete PayPal-Alternative  
✔ bankenunabhängig  
✔ selten Gebühren  

Click-to-Pay

Bei Click-to-Pay handelt es sich um eine Online-Bezahllösung der Kreditkartengesellschaften. Das Angebot ist mittlerweile für alle Kreditkarten-Besitzer zugänglich. Neben MasterCard-Besitzern können zum Beispiel Visa-, American-Express- oder Discover-Inhaber an Click-to-Pay teilnehmen.

Ähnlich wie PayPal ist  Click-to-Pay eine sogenannte Wallet-Lösung. Man muss einen persönlichen Account erstellen und dort Zahlungsdaten und persönliche Daten hinterlegen. Bei Bedarf – also immer, wenn man online bezahlen möchte – stehen diese dann über das Click-to-Pay-Konto schnell zur Verfügung. So spart man sich die wiederholten Eingaben von Liefer-, Adress- und Bezahlinformation bei jedem einzelnen Onlineshop. Besonders praktisch: Dank des intelligenten Sicherheitssystems müssen User nicht mal mehr ein Passwort eingeben, um Zahlungen zu tätigen.. Die Nutzung der Wallet-Lösung ist im Desktop- und mobilen Browser sowie in nativen Android- und iOS-Apps möglich.

Vorteile Nachteile
✔ für Endkunden komplett kostenlose PayPal-Alternative ✘ nur mit Kreditkarte möglich
✔ bewährtes Sicherheitssystem  
✔ schneller Checkout ohne Passwort  
✔ besonders gut für Guest-Checkout geeignet  

Amazon Pay

Amazon Pay ist der hauseigene Bezahldienst des Online-Versandhändlers Amazon. Amazon Pay profitiert von der Bekanntheit und Reputation des Mutterkonzerns, wdeshalb nutzen auch viele namhafte Onlineshops diese Bezahlmethode nutzen. Diese PayPal-Alternative ist allerdings noch lange nicht so verbreitet wie der Branchenführer.

Mit Amazon Pay wickelt man den Einkauf in teilnehmenden Shops mit seinem Amazon-Konto ab – man benötigt nur die dazugehörige E-Mail-Adresse und sein Passwort, um den Kauf abzuschließen. Der Anbieter nutzt dafür die Zahlungsinformationen, die ohnehin schon bei Amazon hinterlegt sind. Ein aktives Kundenkonto bei Amazon ist damit die einzige Voraussetzung. Der Vorteil liegt auch hier darin, dass keine erneute Eingabe von sensiblen Zahlungsinformationen auf Seiten Dritter notwendig ist.

Amazon tritt als Vermittler zwischen Kunde und Händler auf. Für den Endkunden entstehen keinerlei Kosten für Einrichtung und Nutzung des Kontos. Für den Verkäufer fallen je nach monatlichem Zahlungsvolumen später bis zu 1,9 Prozent zuzüglich 35 Cent pro Transaktion an, die gleichen Gebühren wie bei PayPal. Die Abrechnung ist sowohl über Lastschrift als auch Kreditkarte möglich, je nachdem, was man bei Amazon als Zahlungsmittel hinterlegt hat.

Vorteile Nachteile
✔ kein separates Konto nötig ✘ nur mit Amazon-Konto nutzbar
✔ Belastung des Kontos erst nach Versand der Ware ✘ Bedenken beim Thema Verbraucherschutz: Amazon hat Einblick in das gesamte Konsum- und Zahlungsverhalten seiner Kunden

Apple Pay

Die PayPal-Alternative aus dem Hause Apple gehört zur Gattung der Mobile-Payment-Services. Apple Pay ist bisher nur für eine eingegrenzte Zielgruppe mit neueren Apple-Produkten nutzbar. Der Zahlungsdienst fungiert in erster Linie als NFC-basiertes Wallet für das iPhone, das heißt, mit Apple Pay ist in Geschäften vor Ort ein sogenanntes kontaktloses Bezahlen möglich. Es besteht aber auch die Möglichkeit, In-App-Käufe abzuschließen, zum Beispiel bei Airbnb, Kickstarter oder Starbucks.

Besitzer einer Apple-Watch benötigen zum Zahlen nicht mal mehr ihr Smartphone. Ebenfalls mit NFC kann ganz einfach mit der Smartwatch bezahlt werden.

Mittlerweile bieten auch einige Onlineshops die Zahlungsmethode an. Apple Pay war lange Zeit nur in den USA verfügbar, mittlerweile ist der Service aber in nahezu ganz Europa von Apple-Usern nutzbar. Voraussetzung ist ein Konto bei einer teilnehmenden Bank. Neben der Sparkasse finden sich in der Liste der teilnehmenden Banken u. a. die Deutsche Bank und die Volksbank.

Vorteile Nachteile
✔ sowohl Onlinebezahlung als auch kontaktloses Bezahlen im Geschäft möglich ✘ ausschließlich für Apple-Nutzer
✔ keine Speicherung von Zahlungsdaten auf den Geräten ✘ noch nicht in Deutschland verfügbar
✔ hohe Sicherheitsstandards  

GooglePay

Im Bereich Mobile Payments darf der zweite große Player natürlich nicht fehlen: Mit Google Pay (ehemals Android Pay) hat auch Google einen Bezahldienst auf den Markt gebracht. Als Nachfolger von Google Wallet ist Google Pay der zweite Versuch des Internetkonzerns, im Bezahlgeschäft Fuß zu fassen. Seit Juni 2018 ist der Bezahldienst auch in Deutschland verfügbar.

Google Pay dient für In-App-Zahlungen und Transaktionen im stationären Handel. Doch auch Drittanbieter können die Funktion im Onlineshop integrieren. Die Bezahlung erfolgt dann über die App mit einem Klick. Das Prinzip ist ähnlich wie bei Apple Pay: Die Kreditkartendaten werden hinterlegt und sicher verwaltet, an den Händler werden keinerlei Zahlungsdaten übermittelt.

Die Nutzung von Google Pay ist gebührenfrei. Im Gegensatz zu Apple Pay gibt es bisher allerdings nur relativ wenige Banken, die die Einrichtung des Bezahldienst von Google ermöglichen. Ob Ihre Bank eine Zahlung mit Google Pay unterstützt, können Sie in der Übersicht über unterstützte Zahlmethoden erfahren.

Vorteile Nachteile
✔ hoher Sicherheitsstandard ✘ bisher noch nicht weit verbreitet
✔ kann unabhängig von Google als separate App genutzt werden ✘ nur von wenigen Banken in Deutschland unterstützt

Barzahlen.de / viacash

Das Angebot von Barzahlen ist keine Wallet-Lösung und auch keine klassische PayPal-Alternative. Kunden haben dennoch die Möglichkeit, bequem den Online-Einkauf zu bezahlen – ganz ohne Kreditkarte oder Onlinebanking. Mit Barzahlen bestellt man online, bezahlt dann allerdings bar an der Kasse einer lokalen Händlerfiliale. Laut Angaben von Barzahlen nutzen rund 8.000 Onlineshops und 600 Unternehmen bereits den Dienst von Barzahlen. Aufgrund des Erfolgs auch anderen europäischen Ländern ist in Deutschland mittelfristig eine Umbenennung in viacash geplant.

Nach dem Einkauf im Onlineshop erhält man einen Zahlschein. Diesen nimmt man ausgedruckt oder auf dem Smartphone mit in eines von ca. 10.000 Geschäften, um dort die Bezahlung abzuwickeln. Darunter findet man verschiedene große Supermarktketten wie Penny, Real oder Rewe und die Drogeriemarkt-Kette dm. Sobald der Zahlungsvorgang bestätigt ist, geht eine Benachrichtigung an den Onlinehändler und die Bestellung wird versandt.

Der Endkunde trägt keine Zusatzkosten, der Händler muss allerdings eine Gebühr zahlen, genaue Zahlen sind hierzu nicht bekannt. Eine praktische Zusatzfunktion: In Verbindung mit dem CASH26-Service der Bank N26 kann man an der Supermarktkasse bequem Bargeld einzahlen oder abheben.

Vorteile Nachteile
✔ kein Account nötig ✘ Bezahlung nicht direkt am PC, sondern in einem Geschäft vor Ort
✔ kostenlose PayPal-Alternative  
✔ keinerlei Datenschutzbedenken  
✔ Käuferschutz  
✔ Bargeld abheben oder einzahlen an Supermarktkassen mit CASH26  

Skrill

Das Bezahlsystem Skrill, ehemals Moneybookers, stammt aus England und funktioniert nach dem Prepaid-Prinzip. Über die Kreditkarte oder das Girokonto zahlt man Geld auf ein Kundenkonto ein. Das Prepaid-Guthaben auf dem Konto verwendet man dann später für Einkäufe oder Buchungen im Netz.

Durch die Zahlung über das Kundenkonto müssen keine Bank- oder Kreditkartendaten an den Händler übermittelt werden. Das Prepaid-Prinzip schützt zudem vor zu hohen Ausgaben und stellt eine gute Alternative zu PayPal dar. Es birgt aber auch Risiken: Kunden müssen in Vorleistung gehen, das Guthaben kann unter Umständen verfallen oder im Falle einer Insolvenz des Anbieters verloren gehen.

Vorteile Nachteile
✔ keine Übermittlung von sensiblen Daten ✘ keine Stornierung möglich
✔ volle Kostenkontrolle ✘ nicht sehr verbreitet
  ✘ höhere Sicherheitsstandards nur bei verifizierten Konten
  ✘ Zusatzdienste sind kostenpflichtig
  ✘ Phishing-Attacken möglich
  ✘ Risiken des Prepaid-Modells

Stripe

Ähnlich wie PayPal bietet auch Stripe, ein Unternehmen aus San Francisco, die Abwicklung von Onlinezahlungen an. Ein Blick auf Stripe lohnt sich vor allem für Unternehmer, denn im Allgemeinen sind die bei Stripe anfallenden Transaktionsgebühren geringer als bei PayPal. Kunden, die sich für die Zahlung mit Stripe entscheiden, benötigen kein separates Konto, sondern lediglich eine gültige Kredit- oder Debitkarte.

Im Vergleich Stripe vs. PayPal zeigt sich, dass die Zahlung mit Stripe vergleichsweise viele Währungen unterstützt und direkt in die Webshops eingebunden ist, sodass Kunden sich nicht zusätzlich noch beim Zahlungsdienstleister anmelden müssen. Dies spart einige Zeit beim Checkout.

Vorteile Nachteile
✔ kein Account nötig ✘ noch nicht weit verbreitet
✔ schnellerer Checkout  
✔ geringere Gebühren für Unternehmer  

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