Filehosting – was ist das?
Filehosting bezeichnet das Speichern und Bereitstellen von Dateien über das Internet, sodass Nutzerinnen und Nutzer jederzeit auf ihre Dateien zugreifen, sie teilen und gemeinsam bearbeiten können. Zu den bekanntesten Filehosting-Diensten zählen Google Drive, Microsoft OneDrive, Dropbox oder Apple iCloud.
Was bedeutet Filehosting?
Der Begriff „Filehosting“ stammt aus dem Englischen und setzt sich aus „file“ (Datei) und „hosting“ (Beherbergen oder Bereitstellen) zusammen. Gemeint ist damit das Speichern von Dateien auf den Servern eines Anbieters, sodass Nutzerinnen und Nutzer jederzeit über das Internet darauf zugreifen können.
In der Praxis erfolgt dies meist über Cloud Computing, weshalb häufig auch von Cloud-Speicher, Cloud-Storage oder Cloud-Hosting gesprochen wird. Die Dateien liegen also nicht (ausschließlich) auf dem Rechner, den man bedient, sondern auch in der Cloud, an die der eigene Computer angeschlossen ist. Bestimmte Schnittstellen ermöglichen hierbei die Koordination zwischen dem eigenen Rechner und einem Cloud-Server (oder auch mehreren Servern), die in der Rechnerwolke miteinander vernetzt sind.
Wofür wird Filehosting genutzt?
Filehosting-Plattformen werden häufig genutzt, um unterwegs auf Daten zuzugreifen, diese mit anderen Nutzerinnen und Nutzern zu teilen oder Backups für Dateien anzulegen. Alles, was Sie dafür benötigen, ist ein internetfähiges Gerät und eine ausreichend schnelle Internetverbindung. Bei den meisten Filehosting-Diensten können Sie Dokumente, Musik, Fotos oder Videos sowohl mit dem PC als auch mit einem Smartphone oder Tablet verwalten, bearbeiten sowie hoch- und herunterladen.
Des Weiteren ist Cloud-Storage besonders bei der Zusammenarbeit im Team beliebt und hilfreich. Dateien können hierbei unkompliziert untereinander ausgetauscht und von verschiedenen Personen bearbeitet werden. In diesen Fällen spricht man auch vom Filesharing. Im Cloud-Speicher werden die Dateien automatisch synchronisiert, sobald Änderungen an ihnen vorgenommen wurden. Dies hat den großen Vorteil, dass paralleles Arbeiten direkt in der Cloud koordiniert wird.
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- Ihre Daten überall und auf allen Geräten verfügbar
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Wie sicher ist Filehosting?
Die Sicherheit von Filehosting hängt von verschiedenen technischen und rechtlichen Faktoren ab. Sensible Daten sollten nur verschlüsselt – idealerweise mit clientseitiger/Zero-Knowledge-Verschlüsselung – in Cloud-Diensten abgelegt werden.
Wichtige Sicherheitsfaktoren sind:
- Verschlüsselung: Daten sollten sowohl bei der Übertragung als auch bei der Speicherung auf den Servern geschützt sein, idealerweise mit zusätzlicher clientseitiger Verschlüsselung.
- Zugriffskontrollen: Sichere Passwörter, Zwei-Faktor-Authentifizierung und klar geregelte Zugriffsrechte helfen, unbefugten Zugriff zu verhindern.
- Rechtliche Rahmenbedingungen: Der Serverstandort und die geltenden Gesetze bestimmen, wie stark Daten geschützt sind und unter welchen Bedingungen Behörden oder Dritte Zugriff erhalten können.
Gerade für Unternehmen kann der Serverstandort wichtig sein. Der Standort derjenigen Rechner, auf denen sich die Dateien der Nutzerinnen und Nutzer befinden, bestimmt nämlich, welche Datenschutzbestimmungen hier greifen. Die Server vieler Filehoster stehen hauptsächlich oder sogar vollständig in den USA, wo der Datenschutz wesentlich lockerer gehandhabt wird als in Deutschland bzw. in der EU. Für Ihre Daten auf europäischen Clouds gilt u. a. die DSGVO.
Seit 2023 bildet das EU-US Data Privacy Framework die Grundlage für Datenübermittlungen in die USA. Der frühere EU-US Privacy Shield, der Nachfolger des Safe-Harbour-Abkommens zwischen der EU und den Vereinigten Staaten, wurde 2020 vom Europäischen Gerichtshof für ungültig erklärt. Bei US-Anbietern ist daher insbesondere zu prüfen, ob eine aktive Zertifizierung nach dem EU-US Data Privacy Framework besteht oder andere geeignete Garantien vorliegen.
Das aktuelle Framework basiert auf einer freiwilligen Selbstzertifizierung US-amerikanischer Unternehmen, die sich zur Einhaltung festgelegter Datenschutzprinzipien verpflichten, wobei zusätzlich zwischen einem aktiven und einem inaktiven Zertifizierungsstatus unterschieden wird.
Bei personenbezogenen oder vertraulichen Kundendaten sollten Sie unbedingt prüfen,
- wo die Daten gespeichert und verarbeitet werden,
- welche Unterauftragsverarbeiter beteiligt sind
- und auf welcher Rechtsgrundlage eine mögliche Drittlandübermittlung erfolgt.
Beliebte Filehosting-Dienste im Überblick
Viele verschiedene Dienste bieten Filehosting an. Hierbei fokussieren sich die Angebote auf unterschiedliche Punkte. Einige stellen Filehosting-Dienste kostenlos zur Verfügung, andere behalten vor allem die Sicherheit Ihrer Daten im Auge. Die beliebtesten Filehosting-Anbieter haben wir für Sie in der nachfolgenden Tabelle zusammengestellt.
| Name | Überblick | Serverstandort | Speicherplatz | Kosten |
|---|---|---|---|---|
| Dropbox |
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| Google Drive |
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| iCloud |
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| Microsoft OneDrive |
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| IONOS HiDrive |
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| WeTransfer |
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| pCloud |
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Stand: Juli 2026
Die Filehosting-Alternative: Private Cloud
Natürlich gibt es auch noch die Option, sich seinen privaten Fileserver selbst einzurichten. Wer die absolute Hoheit über die eigenen Daten in einem Cloud-Speicher haben möchte, kann sich eine private Cloud einrichten. Dadurch behalten Nutzer und Nutzerinnen die vollständige Kontrolle über Speicherort, Zugriffsrechte und Sicherheitskonfigurationen. Im Gegensatz zum klassischen Filehosting wird die private Cloud in einer eigenen oder dedizierten Umgebung betrieben.
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Filehosting vs. Filesharing – was ist der Unterschied?
Wann immer Sie Ihre Daten, die Sie bei einem Filehosting-Anbieter hinterlegen, mit anderen teilen, handelt es sich im Grunde um Filesharing. Das Teilen von Dateien erfolgt dabei häufig über Freigabelinks, wie beispielsweise bei Microsoft OneDrive oder Google Drive. Zusätzlich stehen in vielen dieser Dienste Funktionen zur Zusammenarbeit zur Verfügung, etwa das gleichzeitige Bearbeiten von Dokumenten direkt in der Cloud.
Im Gegensatz dazu liegt bei Filesharing-Diensten wie WeTransfer oder TransferNow der Fokus stärker auf dem Übertragen von Dateien und weniger auf einer gemeinsamen Arbeitsumgebung. Sie sind speziell darauf ausgelegt, auch sehr große Dateien zu versenden, die die typischen Größenbeschränkungen von E-Mail-Anhängen überschreiten. Die Dateien werden dabei oft entweder über Download-Links bereitgestellt oder als Zugriffslinks direkt per E-Mail versendet.
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