Windows zählt zu den be­lieb­tes­ten Be­triebs­sys­te­men – sowohl für PCs als auch für Ser­ver­an­la­gen. Das liegt ei­ner­seits am her­vor­ra­gen­den Marketing des Her­stel­lers Microsoft, an­de­rer­seits an der hohen Nut­zer­freund­lich­keit, die im Laufe der Jahre stetig ver­bes­sert wurde. Windows-Systeme sind al­ler­dings auch für ihre ver­gleichs­wei­se hohe Feh­ler­an­fäl­lig­keit bekannt – und die an­ge­zeig­ten Feh­ler­mel­dun­gen sind häufig sehr kryptisch und liefern un­er­fah­re­nen Nutzern kaum An­halts­punk­te, worin genau das Problem besteht. Ein Beispiel dafür ist der Fehler „0x80070057“, der sowohl in der aktuellen Edition Windows 10 als auch in Vor­gän­ger­ver­sio­nen wie Windows 7 auftreten kann. Was hinter diesem Fehler steckt und wie er sich beheben lässt, erfahren Sie in den folgenden Ab­schnit­ten.

Windows-Fehler „0x80070057“: Bedeutung und Ursachen

Der Windows-Meldung „0x80070057“ steht für einen Fehler, der durch ungültige Argumente bzw. ungültige Parameter ver­ur­sacht wurde. In einigen Fällen finden Sie aus diesem Grund auch die Zusätze „E_IN­VA­LI­DARG“ bzw. „ERROR_INVALID_PARAMETER“, die explizit auf diese Pro­ble­ma­tik hinweisen. Abhängig von der Aktion, bei der dieser Error auftaucht, kann es sich dabei um ganz un­ter­schied­li­che Argumente oder Ei­gen­schaf­ten handeln. Zudem erscheint diese Meldung mitunter auch dann, wenn der Zugriff auf die aus­ge­führ­te Sys­tem­ope­ra­ti­on aus anderen Gründen (ins­be­son­de­re durch Fil­ter­trei­ber) ver­hin­dert wird. Die üblichen Szenarien, die zum Feh­ler­code „0x80070057“ führen, sind vor allem das au­to­ma­ti­sche Windows-Update (unter Windows 10), das Sichern von Dateien mithilfe der Windows-Sicherung (haupt­säch­lich unter Windows 7) sowie eine Fest­plat­ten-For­ma­tie­rung.

Hinweis

Fehler wie der 0x80070057-Error können immer auch das Resultat größerer Schäden am Be­triebs­sys­tem und damit auch Vorläufer kom­plet­ter Sys­tem­ab­stür­ze sein. Sollte Ihr Windows-System in­fol­ge­des­sen nicht mehr starten, erfahren Sie in unserem Artikel "Windows startet nicht", wie Sie dieses Problem lösen können.

0x80070057-Error beheben: Das sind die besten Lö­sungs­stra­te­gien

Wenn eine Windows-Funktion nicht funk­tio­niert und Ihnen das System statt­des­sen eine Meldung mit dem Feh­ler­code „0x80070057“ anzeigt, lässt sich das Problem nicht mit einem einfachen Neustart lösen. Es gilt vielmehr, den feh­ler­haf­ten Parameter bzw. das feh­ler­haf­te Argument zu finden und zu beheben, damit Windows die Aktion wieder wie geplant ausführen kann. Da die Feh­ler­mel­dung nor­ma­ler­wei­se keinen Hinweis liefert, welche Einträge bzw. Ein­stel­lun­gen konkret zu dem Fehler führen, haben Sie keine andere Mög­lich­keit, als ver­schie­de­ne Lö­sungs­an­sät­ze aus­zu­pro­bie­ren. Dabei ist ent­schei­dend, ob der Fehler beim Windows-Update, beim For­ma­tie­ren der Fest­plat­te oder bei der Da­tei­si­che­rung auf­ge­tre­ten ist. Daher sind die folgenden Lö­sungs­schrit­te auf un­ter­schied­li­che Szenarien aus­ge­rich­tet.

So können Sie den „0x80070057“-Fehler beim Windows-10-Update beheben

Das Update-Center zählt zwei­fels­oh­ne zu den wich­tigs­ten Windows-Kom­po­nen­ten für alle Systeme, die mit dem Internet oder anderen Netz­wer­ken verbunden sind: Microsoft versorgt Sie darüber au­to­ma­tisch mit den neuesten Si­cher­heits-Updates, Feh­ler­be­he­bun­gen und Features, um lang­fris­tig für ein möglichst stabiles und sicheres System zu sorgen. Tritt der 0x80070057-Error bei der In­stal­la­ti­on einer neuen Ak­tua­li­sie­rung auf, sollten Sie daher direkt hellhörig werden. Einige der viel­ver­spre­chends­ten Lö­sungs­me­tho­den finden Sie in den folgenden Ab­schnit­ten.

Lösung 1: Umstieg auf das alte Windows-Update-Applet per Registry-Eintrag

Mit Windows 10 hat Microsoft auch einen neuen Update-Service im­ple­men­tiert, der Ak­tua­li­sie­run­gen aus­schließ­lich von spe­zi­fi­schen Windows-Update-Servern bezieht. Aber wenn das nicht ord­nungs­ge­mäß funk­tio­niert, sind Probleme wie der 0x80070057-Fehler ein mögliches Resultat. In solch einem Fall können Sie den Error al­ler­dings auch in wenigen Schritt beheben, indem Sie das alte Update-Applet von Windows 7, 8 oder 8.1 durch einen kleinen Eingriff in die Re­gis­trie­rungs­da­ten­bank re­ak­ti­vie­ren:

Erstellen Sie zu diesem Zweck eine einfache Textdatei (z. B. mit Notepad) und fügen in diese folgenden Inhalt ein:

[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\WindowsUpdate\UX] „IsConvergedUpdateStackEnabled“=dword:00000000
[HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Microsoft\WindowsUpdate\UX\Settings] „UxOption“=dword:00000000

Um die erstellte Datei als „Re­gis­trie­rungs­ein­trag“ zu speichern, wählen Sie nun einen be­lie­bi­gen Namen und hängen die Da­tei­endung .reg an – also bei­spiels­wei­se „Er­ror­Up­date.reg“. Im­por­tie­ren Sie den Eintrag in die Registry, indem Sie doppelt auf die Datei klicken und im daraufhin an­ge­zeig­ten Dia­log­fens­ter „Ja“ auswählen:

Starten Sie an­schlie­ßend die Update-Suche erneut, um zu über­prü­fen, ob das 0x80070057-Problem er­folg­reich behoben werden konnte.

Lösung 2: Feh­ler­haf­te Registry-Einträge löschen

Nicht nur das Einfügen neuer, sondern auch das Löschen alter Einträge in der Windows-Registry kann bei Update-Fehlern wie „0x80070057“ helfen: So kommt es häufig vor, dass die beiden Einträge „WUServer“ und „WUSta­tus­Ser­ver“ feh­ler­haf­te Werte aufweisen, wenn Windows zuvor Kontakt zu einem Windows Update Services Server (WSUS) hatte. Üblich ist dies ins­be­son­de­re im Ser­ver­um­feld, wo wahlweise mit in­di­vi­du­el­len Update-Servern sowie mit Grup­pen­richt­li­ni­en ge­ar­bei­tet wird. Um ent­spre­chen­de Daten zu löschen, öffnen Sie zunächst die Re­gis­trie­rungs­da­ten­bank mithilfe des Re­gis­trie­rungs-Editors, indem Sie fol­gen­der­ma­ßen vorgehen:

  1. Drücken Sie die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [Windows-Taste] + [R].
  2. Geben Sie „regedit“ in das Such­fens­ter ein und be­stä­ti­gen die Eingabe via „OK“.
  3. Geben Sie Ihr Passwort an, wenn Sie dazu auf­ge­for­dert werden.

Im Editor öffnen Sie nun folgenden Schlüssel:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\Windows\WindowsUpdate

Haben Sie dort die beiden erwähnten Einträge gefunden, dann wählen Sie diese per Rechts­klick an, klicken auf „Löschen“ und be­stä­ti­gen diese Aktion durch einen Klick auf „Ja“:

Im Anschluss starten Sie Windows neu und rufen dann das Update-Center auf, um einen neuen Ak­tua­li­sie­rungs­ver­such zu un­ter­neh­men.

Lösung 3: Suche nach be­schä­dig­ten Sys­tem­da­tei­en

Der Parameter-Fehler „0x80070057“ kann auch das Resultat be­schä­dig­ter Sys­tem­da­tei­en sein, weshalb es emp­feh­lens­wert ist, die Sys­tem­da­tei­en einem gründ­li­chen Check zu un­ter­zie­hen. Windows bietet zu diesem Zweck ein eigenes Tool namens System File Checker (SFC), das Sie über die Ein­ga­be­auf­for­de­rung ausführen können, sofern Sie Ad­mi­nis­tra­tor-Rechte haben. Die Anwendung überprüft sämtliche Sys­tem­da­tei­en und startet im Anschluss gleich den Versuch, gefundene feh­ler­haf­te Dateien zu re­pa­rie­ren. In jedem Fall zeichnet SFC sämtliche Resultate auf, sodass Sie die be­schä­dig­ten Daten al­ter­na­tiv selbst ersetzen können.

Um das Über­prü­fungs­pro­gramm zu verwenden, öffnen Sie zunächst die Ein­ga­be­auf­for­de­rung als Ad­mi­nis­tra­tor:

  1. Rufen Sie die Windows-Suche über das Startmenü (Windows-Symbol) auf.
  2. Tippen Sie „cmd“ ein und klicken danach per Rechts­klick auf den Eintrag „Ein­ga­be­auf­for­de­rung“.
  3. Wählen Sie den Menüpunkt „Als Ad­mi­nis­tra­tor ausführen“ aus.

In die Kom­man­do­zei­le fügen Sie nun folgenden Befehl ein:

sfc /scannow

Be­stä­ti­gen Sie Ihre Eingabe, indem Sie die Ein­ga­be­tas­te drücken, um den Über­prü­fungs­pro­zess zu starten. Lassen Sie das Ein­ga­be­auf­for­de­rungs­fens­ter geöffnet, bis der Check voll­stän­dig ab­ge­schlos­sen wurde und SFC Sie über die ent­spre­chen­den Er­geb­nis­se in­for­miert hat.

Lösung 4: Dritt­an­bie­ter-Tools de­ak­ti­vie­ren bzw. löschen

In seltenen Fällen können Dritt­an­bie­ter-An­wen­dun­gen – ins­be­son­de­re An­ti­vi­ren­soft­ware, Back-up-Programme und Per­for­mance-Tools – ver­hin­dern, dass das Update-Center auf benötigte Dateien zugreifen kann. Auch in diesem Fall ist der 0x80070057-Error eine mögliche Kon­se­quenz, weshalb Sie An­wen­dun­gen dieser Art vor­über­ge­hend aus­schal­ten sollten, wenn Sie bei einer Windows-Ak­tua­li­sie­rung mit der Feh­ler­mel­dung kon­fron­tiert wurden. Haben Sie das pro­ble­ma­ti­sche Programm ausfindig gemacht, sollten Sie in Erwägung ziehen, dieses zu löschen und durch eine Al­ter­na­ti­ve zu ersetzen.

Tipp

Viele Dritt­an­bie­ter-Programme aus den genannten Bereichen (Antiviren-, Back-up- und Per­for­mance-Software) arbeiten mit so­ge­nann­ten Fil­ter­trei­bern, die als Er­wei­te­rung der stan­dard­mä­ßi­gen Treiber dienen und zu­sätz­li­che Funk­tio­nen er­mög­li­chen sollen, ohne dass ein gänzlich neuer Treiber ent­wi­ckelt werden muss. Diese Fil­ter­trei­ber sind al­ler­dings auch dafür bekannt, Probleme wie den 0x80070057-Fehler zu ver­ur­sa­chen, weshalb sie ein guter An­halts­punkt bei der Suche nach dem pro­ble­ma­ti­schen Tool sind. Eine Auf­lis­tung aller aus­ge­führ­ten Fil­ter­trei­ber erhalten Sie über den Kom­man­do­zei­len-Befehl „fltmc“ (erfordert Ad­mi­nis­tra­tor-Rechte).

Feh­ler­code „0x80070057“ beim Datei-Sichern mit der Windows-Sicherung

Mit dem Si­che­rungs- und Wie­der­her­stel­lungs-Tool bietet Windows ver­si­ons­über­grei­fend eine eigene Lösung, um Back-ups kom­plet­ter Laufwerke (inklusive aller Nut­zer­da­tei­en) zu erstellen und diese bei Bedarf ein­zu­spei­sen. Wenn Sie dieses Feature nutzen möchten und dann die 0x80070057-Meldung erhalten, lässt sich das in der Regel auf eine von zwei Ursachen zu­rück­füh­ren: Falsche Ein­stel­lun­gen am Windows-Ge­biets­sche­ma oder ein ge­ne­rel­les Problem der Funktion „CopyFile“. Letztere wird benötigt, um Dateien von einem Ver­zeich­nis in ein anderes zu kopieren. Folglich haben Sie zwei Ansätze, um das Da­tei­si­che­rungs­pro­blem auf eigene Faust zu lösen.

Lösung 1: Ein­stel­lun­gen für das De­zi­mal­trenn­zei­chen anpassen

Das Ge­biets­sche­ma legt fest, welche Ein­stel­lun­gen und Formate hin­sicht­lich Zeit, Sprache und Region für das System gelten sollen. Unter anderem ist auch definiert, welches De­zi­mal­trenn­zei­chen gelten soll. Deutsch­land verwendet bei­spiels­wei­se das Komma, während in den USA, in Groß­bri­tan­ni­en oder in China der Punkt als De­zi­mal­trenn­zei­chen vor­ge­ge­ben ist. Stimmt die Ein­stel­lung für das Trenn­zei­chen nicht mit der Länder- und Sprach­ein­stel­lung des Systems überein, stuft Windows das als feh­ler­haf­ten Parameter ein, woraufhin das Back-up ver­hin­dert und die 0x80070057-Meldung aus­ge­ge­ben wird.

Um das Problem zu beheben, reicht es in solch einem Fall, die richtige Option für De­zi­mal­trenn­zei­chen ein­zu­stel­len, was fol­gen­der­ma­ßen funk­tio­niert:

  1. Rufen Sie über das Startmenü die Sys­tem­steue­rung auf.
  2. Wählen Sie die Kategorie „Region“ aus (erfordert Symbol-Ansicht).
  3. Klicken Sie im Reiter „Formate“ auf „Weitere Ein­stel­lun­gen“.
  4. Tragen Sie unter „De­zi­mal­trenn­zei­chen“ das Komma als ge­wünsch­te Wahl ein.
  5. Klicken Sie auf „Über­neh­men“ und an­schlie­ßend auf „OK“, um die Änderung zu speichern.
  6. Starten Sie den Computer neu.
Hinweis

Es besteht die Mög­lich­keit, dass Dritt­an­bie­ter-An­wen­dun­gen Än­de­run­gen an den Ge­biets­sche­ma-Ein­stel­lun­gen vornehmen und so die Ein­stel­lun­gen in der Sys­tem­steue­rung außer Kraft setzen. In diesem Fall müssen Sie die ent­spre­chen­de Software de­ak­ti­vie­ren, um die geplante Sicherung durch­füh­ren zu können.

Lösung 2: Da­ten­trans­fer­ra­te der Funktion „CopyFile“ per Registry-Eintrag erhöhen

Auch wenn es sich grund­sätz­lich nicht um einen Fehler handelt und in den meisten Fällen auch kein Problem darstellt, so kann eine zu langsame Da­ten­trans­fer­ra­te dennoch die Ursache für einen 0x80070057-Fehler bei der Windows-Da­ten­si­che­rung sein. Haben Sie Ad­mi­nis­tra­tor-Rechte können Sie versuchen, die Rate zu erhöhen, indem Sie die Buffering-Ein­stel­lun­gen für die bereits erwähnte „CopyFile“-Funktion durch einen ent­spre­chen­den Eintrag in der Re­gis­trie­rungs­da­ten­bank anpassen.

Hierfür starten Sie im ersten Schritt den Re­gis­trie­rungs-Editor über den Startmenü-Punkt „Ausführen“, indem Sie „regedit“ eingeben und dann auf „OK“ drücken. An­schlie­ßend klicken Sie in dem Editor den folgenden Schlüssel an:

HKEY_LOCAL_MACHINE\SOFTWARE\Policies\Microsoft\System

Rechts­kli­cken Sie nun im rechten Me­nü­fens­ter des Re­gis­trie­rungs-Editors und wählen Sie die Option „DWORD-Wert (32-Bit)“ aus:

Bevor Sie die Ein­ga­be­tas­te drücken, um den Eintrag der Datenbank hin­zu­zu­fü­gen, tragen Sie für diesen neuen Registry-Eintrag folgenden Namen ein:

CopyFileBufferedSynchronousIo

An­schlie­ßend sollten Sie den Eintrag bereits im Editor sehen und per Rechts­klick anwählen können. Im sich öffnenden Menü klicken Sie auf „Ändern“, um dann im Datenfeld „Wert“ den Wert „1“ ein­zu­tra­gen. Klicken Sie ab­schlie­ßend auf „OK“ und beenden Sie den Re­gis­trie­rungs-Editor. Nach einem Sys­tem­neu­start können Sie einen neuen Back-up-Versuch wagen.

Hinweis

Un­sach­ge­mä­ße Eingriffe in die Registry können Sys­tem­pro­ble­me ver­ur­sa­chen oder eine Neu­in­stal­la­ti­on des Be­triebs­sys­tems er­for­der­lich machen. Führen Sie die Än­de­run­gen also nur durch, wenn Sie die Schritte wie ge­schil­dert ausführen können.

So beheben Sie den 0x80070057-Error bei der Fest­plat­ten-For­ma­tie­rung

Wenn Sie Ihr Windows-System neu aufsetzen wollen bzw. müssen, besteht eine der ersten Hand­lun­gen des In­stal­la­ti­ons­as­sis­ten­ten darin, die für die In­stal­la­ti­on be­nö­tig­ten Fest­plat­ten-Par­ti­tio­nen zu for­ma­tie­ren, um diese für die weiteren Schritte vor­zu­be­rei­ten. Dabei können falsche Parameter bzw. Argumente in der Partition mit dem Attribut „System-re­ser­viert“ für den Fehler „0x80070057“ sorgen, was die Neu­in­stal­la­ti­on von Windows unmöglich macht. Der Assistent bietet Ihnen al­ler­dings zwei un­ter­schied­li­che Lö­sungs­an­sät­ze, die Sie in den folgenden zwei Ab­schnit­ten nachlesen können.

Hinweis

Auf der Partition „System-re­ser­viert“ hin­ter­legt Windows ver­schie­de­ne sys­tem­re­le­van­te Daten. Unter anderem wird hier der Boot-Manager ge­spei­chert, der darüber in­for­miert, wo das Be­triebs­sys­tem in­stal­liert ist und signierte Treiber der wich­tigs­ten Sys­tem­an­wen­dun­gen auf­be­wahrt.

Lösung 1: Par­ti­tio­nen mithilfe des In­stal­la­ti­ons­as­sis­ten­ten for­ma­tie­ren

Wenn Sie gerade dabei sind, Windows mit einem In­stal­la­ti­ons­me­di­um (CD, DVD, USB-Stick etc.) neu auf­zu­set­zen und dabei den Feh­ler­code „0x80070057“ angezeigt bekommen, können Sie versuchen, den Fehler direkt mithilfe des In­stal­la­ti­ons­as­sis­ten­ten zu beheben. Dieser er­mög­licht es Ihnen nämlich, exis­tie­ren­de Par­ti­tio­nen mit Parameter-Fehlern manuell zu löschen und im Anschluss neue Par­ti­tio­nen zu erstellen, die sich – anders als bei der vor­he­ri­gen Un­ter­tei­lung der Fest­plat­te – wie vor­ge­se­hen for­ma­tie­ren lassen. Starten Sie zu diesem Zweck den Computer mit dem Windows-Boot-Medium neu und gehen an­schlie­ßend fol­gen­der­ma­ßen vor:

  1. Treffen Sie die Vor­ein­stel­lun­gen für Sprache, Zeit­for­mat und Tastatur bzw. Ein­ga­be­me­tho­de und starten danach die In­stal­la­ti­on.
  2. Ak­zep­tie­ren Sie die Microsoft-Li­zenz­be­stim­mun­gen und wählen die be­nut­zer­de­fi­nier­te (er­wei­ter­te) In­stal­la­ti­on.
  3. Wählen Sie der Reihe nach die auf­ge­lis­te­ten Par­ti­tio­nen aus und löschen diese über gleich­na­mi­ge Schalt­flä­che, wobei Sie den Lösch­pro­zess jeweils mit „OK“ be­stä­ti­gen.
  4. Klicken Sie auf „Neu“, de­fi­nie­ren die ge­wünsch­te Größe der neuen Partition (Stan­dard­wert ist die maximale Größe des Da­ten­trä­gers) und erstellen diese per Klick auf „Über­neh­men“. Um die Funk­tio­na­li­tät aller Features zu ga­ran­tie­ren, legt Windows au­to­ma­tisch eine zweite Partition („System-re­ser­viert“) an, was Sie wiederum über den „OK“-Button be­stä­ti­gen.
  5. Markieren Sie Partition 2 und drücken auf die Schalt­flä­che „For­ma­tie­ren“.
  6. Klicken Sie auf „OK“, um die For­ma­tie­rung zu starten und führen die In­stal­la­ti­on von Windows nach er­folg­rei­chem For­ma­tie­rungs­pro­zess per Klick auf „Weiter“ fort.

Lösung 2: Par­ti­tio­nen mit DiskPart über die Ein­ga­be­auf­for­de­rung for­ma­tie­ren

Der In­stal­la­ti­ons­as­sis­tent des Boot-Mediums gewährt Ihnen außerdem die Mög­lich­keit, den pro­ble­ma­ti­schen Da­ten­trä­ger inklusive Par­ti­tio­nen über die Ein­ga­be­auf­for­de­rung zu entfernen und durch neue, un­be­schä­dig­te Par­ti­tio­nen zu ersetzen und auf diese Weise den 0x80070057-Error zu be­sei­ti­gen. Wie das funk­tio­niert, zeigt die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung:

  1. Starten Sie den Computer mithilfe des In­stal­la­ti­ons-Mediums und wählen Sie „Com­pu­ter­repa­ra­tur­op­tio­nen“ anstelle der Option „Jetzt in­stal­lie­ren“.
  2. Im folgenden Fenster klicken Sie auf „Ein­ga­be­auf­for­de­rung“, um die Kom­man­do­zei­le auf­zu­ru­fen.
  3. Starten Sie DiskPart, das Programm zur Ver­wal­tung der Par­ti­tio­nen, durch Eingabe des Befehls „diskpart“.
  4. Lassen Sie sich alle ver­füg­ba­ren Da­ten­trä­ger mit dem Befehl „list disk“ anzeigen und wählen Sie den ge­wünsch­ten Kan­di­da­ten mit „select disk n“ aus – wobei „n“ für die Nummer des Da­ten­trä­gers steht (z. B. „select disk 0)“.
  5. Geben Sie „clean“ ein, um die Par­ti­tio­nen des aus­ge­wähl­ten Da­ten­trä­gers zu löschen.
  6. Erstellen Sie mit „create partition primary“ eine neue Pri­mär­par­ti­ti­on und wählen diese im Anschluss mit „select partition 1“ an.
  7. Schalten Sie die neue Partition auf dem Da­ten­trä­ger mit dem Befehl „active“ frei und führen Sie an­schlie­ßend eine voll­stän­di­ge For­ma­tie­rung mit „format fs=ntfs“ durch.
  8. Ist der Prozess ab­ge­schlos­sen, beenden Sie DiskPart und die Ein­ga­be­auf­for­de­rung, indem Sie zwei Mal das Kommando „exit“ eintippen.
  9. Probieren Sie, die Neu­in­stal­la­ti­on von Windows erneut durch­zu­füh­ren.
Hinweis

Starten Sie die Ein­ga­be­auf­for­de­rung nicht über den In­stal­la­ti­ons­as­sis­ten­ten, sondern im laufenden Sys­tem­be­trieb, können Sie mit DiskPart nur die Da­ten­trä­ger for­ma­tie­ren, die keine sys­tem­re­le­van­ten Dateien enthalten.

Bitte beachten Sie den recht­li­chen Hinweis zu diesem Artikel.

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