Gemini-Prompts richtig formulieren: So geht’s!
Gemini-Prompts sind strukturierte Eingaben, die Sie an die KI Gemini senden, damit eine gewünschte Aufgabe ausgeführt wird. Sie bilden die Schnittstelle zwischen Nutzerabsicht und KI-Antwort. Je klarer und präziser ein Google-Gemini-Prompt dabei formuliert ist, desto hilfreicher und zielführender fällt die Ausgabe des Modells aus.
Was sind Gemini-Prompts?
Google-Gemini-Prompts sind in natürlicher Sprache verfasste Instruktionen, die der künstlichen Intelligenz sagen, was sie tun soll, in welchem Kontext sie agiert und wie das Ergebnis am Ende aussehen soll. Diese Prompts können einfache Fragen, komplexe mehrstufige Anweisungen oder strukturierte Daten enthalten und dienen dazu, das Verhalten des Large Language Models zu steuern. Ein Prompt kann lediglich eine Anfrage sein oder zusätzliche Details enthalten wie Persona-Vorgaben, gewünschte Ausgabestruktur oder Formatregeln. Durch klare Kontext- und Aufgabenbeschreibung kann Gemini besser nachvollziehen, was genau gemeint ist.
Gemini-Prompts unterstützen multimodales Input-Design (bestehend aus Text, Bild, Audio, Video), sodass Eingaben für die generative KI nicht auf reine Texte beschränkt sind. Darüber hinaus lassen sich Prompts mit Few-Shot-Beispielen oder Aufgaben-Vorbildern anreichern, damit das Modell ein Muster erkennt. Effektives Prompting reduziert Mehrdeutigkeiten und führt zu präziseren Antworten, sodass es insbesondere bei komplexen oder technischen Aufgaben von großer Wichtigkeit für die Arbeit mit Gemini ist.
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Welche Arten von Gemini-Prompts gibt es?
Gemini-Prompts lassen sich nach ihrem Zweck und Aufbau in mehrere Kategorien einteilen. Grundsätzlich unterscheiden sie sich danach, wie und womit sie die KI anleiten, was jeweils auf konkrete Anwendungsfälle zugeschnitten ist.
Direkte Instruktions-Prompts
Direkte Gemini-Prompts geben eine klare, einzelne Anweisung oder Frage an die KI. Sie bestehen meist aus einer präzisen Aufgabenbeschreibung und optionalen Parametern für Format oder Stil. Diese Art eignet sich besonders für einfache sogenannte One-Shot-Aufgaben, also Aufgaben, die in einem Schritt gelöst werden sollen. Ein Beispiel wäre „Schreibe eine Zusammenfassung des folgenden Textes in drei Sätzen“. Solche Prompts sollten direkt, präzise und ohne unnötige Komplexität formuliert sein, damit Gemini nicht interpretieren muss, was der User eigentlich meint. Direkte Prompts sind ideal für Standardaufgaben wie Übersetzen, Zusammenfassen oder definierte Berechnungen.
Kontext- und Setup-Prompts
Diese Google-Gemini-Prompts enthalten neben der Aufgabe auch Hintergrundinformationen oder Kontextdaten, die für die Lösung oder das gewünschte Ergebnis wichtig sind. Beispiele können ein langer technischer Text, Strukturvorgaben oder Rollenbeschreibungen sein („Du bist ein technischer Redakteur …“). Durch das Bereitstellen von Kontext kann Gemini besser einschätzen, wie eine Aufgabe zu erfüllen ist. Effektiv ist diese Form des Promptings vor allem bei Anwendungen, wo der reine Befehl zu wenig Kontext liefert, wie es beispielsweise bei datenbasierten Entscheidungen oder technischen Erklärungen der Fall ist.
Multimodale Prompts
Multimodale Gemini-Prompts kombinieren verschiedene Eingangsdaten wie Text, Bilder oder Audio. Bei Gemini ist es möglich, nicht nur Textfragen zu stellen, sondern zum Beispiel auch ein Foto mitzugeben und das Modell zu bitten, dieses zu analysieren und in Verbindung mit einer textlichen Frage zu beantworten. Diese Art von Prompt nutzt die multimodalen Fähigkeiten von Gemini und ist besonders in visuellen Analyse- oder Interpretationsaufgaben hilfreich.
Few-Shot-Prompts
Die sogenannten Few-Shot-Prompts enthalten neben der eigentlichen Aufgabe ein oder mehrere Beispiel-Eingaben mit passenden Beispiel-Ausgaben. Dadurch erkennt Gemini das gewünschte Muster und kann dieses auf neue Inhalte übertragen. Diese Art von Google-Gemini-Prompts ist besonders hilfreich, wenn das gewünschte Ergebnis schwer eindeutig zu beschreiben ist, wie bei Klassifizierungen, Textstilen oder speziellen Formatierungen. Statt nur zu erklären, was passieren soll, zeigen Sie dem Modell konkret, wie das Ergebnis aussehen soll. Gemini nutzt diese Beispiele als Referenzrahmen und orientiert seine Antwort daran.
Schritt-für-Schritt-Prompts
Schritt-für-Schritt-Prompts, auch Chain-of-Thought-Prompts genannt, fordern das Modell explizit dazu auf, eine Aufgabe in logisch aufeinanderfolgenden Teilschritten zu lösen. Anstatt nur das Endergebnis auszugeben, gibt Gemini dabei einen schrittweisen Lösungsweg aus. Solche Gemini-Prompts eignen sich besonders für komplexe Analysen, mathematische Probleme, Entscheidungslogik oder technische Bewertungen. Durch die Aufforderung, „Schritt für Schritt zu denken“, kann die Wahrscheinlichkeit von logischen Fehlern oder unvollständigen Antworten sinken. Gleichzeitig wird das Ergebnis für Leserinnen und Leser besser nachvollziehbar. Chain-of-Thought-Prompts sind ideal, wenn Transparenz und Herleitung wichtiger sind als reine Geschwindigkeit.
Mit „Personal Intelligence“ hat Google ein Feature eingeführt, durch das Gemini persönliche Daten aus Gmail, Fotos und YouTube verbinden kann, um individuellere Antworten zu liefern. Außerdem verfügen Gemini-3-Modelle über stark erweiterte multimodale Fähigkeiten zur Verarbeitung von Text, Bildern, Video, Audio und großen Dokumenten, was für aktuelle Prompt-Strategien besonders wertvoll ist.
Wie schreibt man effektiv Gemini-Prompts?
Ein effektiver Gemini-Prompt sollte stets nach dem Prinzip Klarheit vor Länge formuliert werden. Eine verständliche und direkte Aufgabenbeschreibung hilft dem Modell, die Nutzerabsicht korrekt zu erfassen, während unnötig lange oder verschachtelte Prompttexte häufig zu unpräzisen oder verwässerten Ergebnissen führen. Darüber hinaus ist es wichtig, relevanten Kontext einzubetten. Durch zusätzliche Hintergrundinformationen versteht das Modell besser, wofür die Anfrage gedacht ist und aus welcher Perspektive die Antwort erfolgen soll, was insbesondere bei fachlichen oder komplexen Themen entscheidend ist. Wenn ein bestimmtes Ausgabeformat erwartet wird, sollte dieses explizit im Prompt genannt werden. Klare Formatvorgaben sorgen dafür, dass die Antwort direkt weiterverwendet werden kann.
Bei komplexeren Aufgaben empfiehlt es sich, Few-Shot-Beispiele einzusetzen. Indem ein oder mehrere Beispiel-Ein- und Ausgaben im Prompt bereitgestellt werden, kann Gemini ein Muster erkennen und dieses auf neue Inhalte anwenden, was die Konsistenz der Ergebnisse erhöht. Zusätzlich kann auch eine Persona-Angabe hilfreich sein. Wenn festgelegt wird, aus welcher Rolle oder in welchem Stil das Modell antworten soll, etwa als technischer Experte oder erklärende Redakteurin, lassen sich Tonalität und Detailtiefe gezielt steuern.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist das iterative Verbessern von Prompts. Statt sofort mit einer komplexen Eingabe zu starten, ist es sinnvoll, mit einer einfachen Version zu beginnen und den Prompt anhand der erzeugten Antworten schrittweise zu optimieren. Bei multimodalen Eingaben, etwa mit Bildern oder Audiodateien, ist es wichtig, klar zu definieren, welche Informationen aus diesen Quellen relevant sind. Dadurch weiß das Modell, worauf es sich bei der Analyse konzentrieren soll. Auch anderweitig sollten Mehrdeutigkeiten vermieden werden. Unscharfe oder interpretationsbedürftige Formulierungen können zu unzuverlässigen Antworten führen.
Die besten Prompts für Gemini
Die folgenden Beispiele für Gemini-Prompts zeigen besonders bewährte Formulierungen für unterschiedliche Anwendungsfälle. Sie sind so aufgebaut, dass sie klare Aufgabenstellungen, eindeutigen Kontext und verwertbare Ergebnisse liefern. Jeder Prompt kann je nach Einsatzzweck erweitert oder angepasst werden.
Beispiel 1:
„Analysiere den folgenden Codeabschnitt und gib konkrete Verbesserungsvorschläge in Bezug auf Performance, Sicherheit und Wartbarkeit.“
Dieser Prompt eignet sich besonders für technische Analysen und Code-Reviews. Durch die klare Fokussierung auf mehrere Qualitätsaspekte wird Gemini dazu angeleitet, den Code systematisch zu prüfen. Die Antwort fällt in der Regel strukturierter aus, wenn explizit mehrere Kriterien genannt werden. Zusätzlich kann das Ergebnis als Grundlage für Refactoring-Entscheidungen genutzt werden. Der Prompt lässt sich problemlos um gewünschte Programmiersprachen oder Ausgabeformate erweitern.
Beispiel 2:
„Fasse den folgenden Fachtext in maximal fünf Stichpunkten zusammen und richte dich dabei an technisch versierte Leser.“
Der obige Prompt kombiniert eine klare Aufgabenbeschreibung mit einer Zielgruppenangabe. Dadurch kann Gemini den Abstraktionsgrad und die Sprache gezielt anpassen. Die Begrenzung auf Stichpunkte sorgt für eine kompakte und gut weiterverwendbare Ausgabe. Besonders bei langen Dokumentationen oder technischen Artikeln liefert diese Formulierung zuverlässige Ergebnisse. Optional lassen sich zusätzliche Vorgaben wie Wortanzahl oder Tonalität ergänzen.
Beispiel 3:
„Konvertiere die folgenden Rohdaten in ein JSON-Format mit sprechenden Attributnamen und konsistenten Datentypen.“
Mit diesem Prompt wird Gemini eindeutig auf eine strukturierte, maschinenlesbare Ausgabe ausgerichtet. Die explizite Nennung des Zielformats reduziert Interpretationsspielraum und verbessert die Wiederverwendbarkeit der Ergebnisse. Besonders in datengetriebenen Workflows ist diese Art von Prompt sehr effektiv. Gemini übernimmt dabei nicht nur die Umwandlung, sondern oft auch eine logische Strukturierung der Daten.
Beispiel 4:
„Erkläre den folgenden technischen Sachverhalt Schritt für Schritt und verwende dabei möglichst klare, nachvollziehbare Formulierungen.“
Dieser Prompt fordert das Modell dazu auf, seinen Lösungsweg transparent darzustellen. Durch die Aufforderung zur schrittweisen Erklärung steigt die Nachvollziehbarkeit komplexer Inhalte. Er eignet sich besonders für technische Schulungen, Dokumentationen oder Entscheidungsfindungen. Gleichzeitig reduziert diese Formulierung das Risiko von verkürzten oder unvollständigen Antworten. Der Prompt kann zusätzlich mit Beispielen ergänzt werden.
Beispiel 5:
„Analysiere das bereitgestellte Bild und identifiziere relevante Auffälligkeiten, Risiken oder Optimierungspotenziale.“
Hier nutzen Sie die multimodalen Fähigkeiten von Gemini gezielt aus. Durch die klare Benennung der Analyseziele weiß das Modell, worauf es sich bei der Bildauswertung konzentrieren soll. Die Antwort fällt strukturierter aus, wenn konkrete Aspekte wie Risiken oder Verbesserungsmöglichkeiten genannt werden. Ergänzende Kontextinformationen können die Genauigkeit weiter erhöhen.
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