Mid­jour­ney ist ein KI-Tool, das Text in be­ein­dru­cken­de Bilder ver­wan­delt. Die Grundlage dafür bilden Prompts: gut for­mu­lier­te Texte, die der KI genau mitteilen, welche Bildidee umgesetzt werden soll. Je klarer und präziser Ihr Mid­jour­ney-Prompt, desto stärker lässt sich das Ergebnis steuern.

Zu­sam­men­fas­sung

Mid­jour­ney-Prompts sind de­tail­lier­te Baupläne in Worten, die dem KI-Bild­ge­ne­ra­tor vorgeben, welche Bildidee umgesetzt wird.

  • Die Arten reichen von einfachen be­schrei­ben­den über Stil-basierte und ge­wich­te­te (mit ::) bis zu Bilder-Prompts.
  • Tech­ni­sche Parameter wie --ar oder --v er­mög­li­chen eine präzise Steuerung der Bild­aus­ga­be.
  • Effektive Prompts beginnen mit dem zentralen Motiv, ergänzt um Details wie Licht und At­mo­sphä­re.

Was sind Mid­jour­ney-Prompts?

Mid­jour­ney-Prompts funk­tio­nie­ren wie eine de­tail­lier­te Skizze eines Bildes in Worten. Sie be­schrei­ben dem KI-Bild­ge­ne­ra­tor, welche Szene, welches Objekt oder welche Stimmung das Ergebnis enthalten soll. Dabei geht es nicht nur um Schlag­wör­ter, sondern um die Kom­bi­na­ti­on von Subjekt, Umgebung, Licht, Per­spek­ti­ve und Stil. Auch tech­ni­sche Parameter wie Sei­ten­ver­hält­nis (--ar), Stil­re­fe­ren­zen oder Mo­dell­ver­sio­nen (-v) können Einfluss auf das Resultat nehmen. Mid­jour­ney bietet eine Create-Webseite mit Imagine-Bar, Upload-Tools und einem Editor zum Be­ar­bei­ten Ihrer Bilder im Browser. Über „Remix“ können Sie be­stehen­de Bilder wei­ter­ent­wi­ckeln, Prompt und Parameter anpassen und so direkt online kreativ iterieren.

Hinweis

Eine Liste aller tech­ni­schen Parameter für Mid­jour­ney finden Sie auf der of­fi­zi­el­len Mid­jour­ney-Website.

In neueren Versionen der ge­ne­ra­ti­ven KI werden die Inhalte se­man­tisch in­ter­pre­tiert: Die Rei­hen­fol­ge der Wörter und die Ge­wich­tung be­stimm­ter Begriffe können be­ein­flus­sen, welche Elemente im Vor­der­grund stehen. Ein gut durch­dach­ter Mid­jour­ney-Prompt wirkt daher wie ein Bauplan: Er gibt Struktur, Stil und tech­ni­sche Rah­men­be­din­gun­gen vor. Während einfache Be­schrei­bun­gen bereits in­ter­es­san­te Er­geb­nis­se liefern, er­mög­li­chen kom­ple­xe­re Prompts eine gezielte Kontrolle über Details und Ästhetik. Viele erfahrene Nut­ze­rin­nen und Nutzer arbeiten deshalb mit eigenen Templates, um kon­sis­tent hoch­wer­ti­ge Bilder zu erzeugen.

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Welche Arten von Mid­jour­ney-Prompts gibt es?

Prompts lassen sich nach Funktion und Kom­ple­xi­tät un­ter­schei­den. Jede Art von Mid­jour­ney-Prompt verfolgt einen eigenen Ansatz, um die Bildidee best­mög­lich um­zu­set­zen.

Einfache be­schrei­ben­de Prompts

Diese Prompts be­schrei­ben nur die reine Szene oder das Objekt, ohne zu­sätz­li­che tech­ni­sche Details. Sie sind ideal, um direkt erste Er­geb­nis­se zu erzielen und ein Gefühl dafür zu ent­wi­ckeln, wie die KI auf bestimmte Be­schrei­bun­gen reagiert. Beispiel: „Ein alter Leucht­turm bei Son­nen­un­ter­gang, sanftes Licht, rea­lis­tisch.“

Stil- oder Künstler-basierte Prompts

Hier werden gezielt Kunst­sti­le, Epochen oder bekannte Künst­le­rin­nen und Künstler als Referenz angegeben. Das Ergebnis wird dadurch stark geprägt und zeigt auf diese Weise im­pres­sio­nis­ti­sche Züge oder ist im Stil von Van Gogh erstellt. Solche Prompts eignen sich besonders, wenn eine spe­zi­fi­sche Ästhetik an­ge­strebt wird.

Technisch er­wei­ter­te Prompts

Technisch er­wei­ter­te Mid­jour­ney-Prompts nutzen Parameter wie --ar (Sei­ten­ver­hält­nis), --chaos (Va­ria­ti­ons­grad) oder --v (Mo­dell­ver­si­on), um die Bild­aus­ga­be noch besser zu steuern. Sie verleihen den Nut­ze­rin­nen und Nutzern eine de­tail­lier­te Kontrolle über Format, Stil und Ausdruck und sind besonders nützlich, wenn kon­sis­ten­te Er­geb­nis­se benötigt werden.

Tipp

Mit --stylize (--s) können Sie Ihre künst­le­ri­sche Freiheit steuern: Niedrige Werte liefern genauere Prompts, hohe Werte stehen für einen kreativen Stil. Mit --no schließen Sie un­er­wünsch­te Elemente aus. Der Parameter --quality (--q) reguliert den De­tail­grad und die Ren­der­zeit Ihrer Bilder.

Multi- und ge­wich­te­te Prompts

Mehrere Konzepte können durch Multi-Prompts in einem Bild kom­bi­niert werden. Die einzelnen Elemente werden dabei durch :: getrennt. So würde der Prompt space ship ein Raum­schiff ge­ne­rie­ren; mit space:: ship machen Sie Mid­jour­ney hingegen klar, dass es sich um zwei separate Elemente Ihres Bildes handeln soll.

Außerdem lässt sich mit einer nu­me­ri­schen Ge­wich­tung festlegen, welche Elemente wichtiger sind und stärker ins Bild ein­flie­ßen sollen. So sorgt bei­spiels­wei­se der Mid­jour­ney-Prompt space::2 ship dafür, dass der Weltraum im End­ergeb­nis doppelt so stark ins Bild in­te­griert wird wie das Schiff. Diese Prompts eröffnen die Mög­lich­keit, sehr komplexe Bildideen um­zu­set­zen.

Bilder-Prompts

Neben text­ba­sier­ten Prompts können bei Mid­jour­ney auch Bilder als Aus­gangs­punkt verwendet werden. Diese Image-Prompts erlauben es, der KI ein Bild zu zeigen, das sie als Referenz oder In­spi­ra­ti­on nutzen soll. Das kann hilfreich sein, um Stil, Kom­po­si­ti­on oder bestimmte Details zu über­neh­men. Die Ver­wen­dung ist einfach: Man lädt ein Bild hoch oder verlinkt es bei Discord im Prompt mit der Bild-URL, gefolgt von einer Be­schrei­bung in Textform. Die ge­ne­ra­ti­ve KI kom­bi­niert dann die In­for­ma­tio­nen aus dem Bild mit der text­li­chen Be­schrei­bung und erzeugt darauf basierend ein neues Bild.

Wie schreibt man effektiv Mid­jour­ney-Prompts?

Ein ef­fek­ti­ver Prompt beginnt meist mit dem zentralen Motiv oder der Szene. Danach werden Details wie Farben, Licht, Ma­te­ria­li­en und At­mo­sphä­re ergänzt, um die Vor­stel­lung präziser zu machen. Visuelle Begriffe wie „goldene Stunde“ oder „Tie­fen­schär­fe“ helfen, die ge­wünsch­te Stimmung zu ver­stär­ken. Stil- oder Künst­ler­re­fe­ren­zen de­fi­nie­ren die äs­the­ti­sche Richtung, während tech­ni­sche Parameter das Bild­for­mat oder den Va­ria­ti­ons­grad steuern.

Die Rei­hen­fol­ge der Wörter kann ent­schei­dend sein, da Begriffe am Anfang oft stärker gewichtet werden. Meist folgt ein ite­ra­ti­ver Prozess: Nach ersten Bild­ge­ne­rie­run­gen werden Prompts angepasst, ver­fei­nert oder kom­bi­niert, bis das Ergebnis die ge­wünsch­te Wirkung erzielt. Die Vielfalt an Mög­lich­kei­ten lädt dazu ein, mit ver­schie­de­nen For­mu­lie­run­gen zu ex­pe­ri­men­tie­ren und die eigene Bild­spra­che zu ent­wi­ckeln.

Die besten Mid­jour­ney-Prompts

Er­folg­rei­che Prompts verbinden eine klare Bildidee mit Stil, Stimmung und tech­ni­schen Fein­hei­ten. Sie zeigen, wie un­ter­schied­lich Mid­jour­ney auf Text­an­wei­sun­gen reagieren kann und wie sich einfache For­mu­lie­run­gen zu be­ein­dru­cken­den Bildern ent­wi­ckeln lassen.

Beispiel 1: Landschaftsbild: „Ein stiller Bergsee bei Morgennebel, Licht spiegelt sich im Wasser, in realistischer Ölmalerei.“

Dieser Prompt kom­bi­niert mehrere Elemente: die Szene (Bergsee), die At­mo­sphä­re (Mor­gen­ne­bel) und die Licht­stim­mung (Spie­ge­lun­gen im Wasser). Zu­sätz­lich definiert der Stil (rea­lis­ti­sche Ölmalerei) die visuelle Umsetzung. Das Ergebnis ist ein na­tur­ge­treu­es und stim­mungs­vol­les Bild. Für noch präzisere Er­geb­nis­se könnten Parameter wie --ar 16:9 (Sei­ten­ver­hält­nis) ergänzt werden, um die Land­schaft weiter in Szene zu setzen.

Beispiel 2: Fantasieszene: „Ein schimmernder Drache fliegt über nebelverhangene Gipfel, epische Atmosphäre, Cinematic Style.“

Dieser Prompt zeigt, wie Mid­jour­ney Fantasie und Dramatik umsetzt. Der Fokus liegt auf dem zentralen Motiv kom­bi­niert mit einer epischen Umgebung. Die Be­schrei­bung „Cinematic Style“ be­ein­flusst Per­spek­ti­ve, Be­leuch­tung und Kom­po­si­ti­on, wodurch das Bild filmisch wirkt. Zu­sätz­li­che Parameter wie --ar 21:9 für ein ki­no­rei­fes Format können die Wirkung noch ver­stär­ken. Solche Prompts eignen sich besonders für Concept Art und Il­lus­tra­tio­nen für Bücher oder Spiele.

Beispiel 3: Urbanes Setting: „Cyberpunk-Metropole bei Nacht mit Neonlichtern, Regen, reflektierendem Asphalt, futuristisch.“

Hier liegt der Fokus auf der Stimmung und der De­tail­fül­le einer urbanen Umgebung. Ne­on­lich­ter, Regen und spie­geln­de Straßen erzeugen eine dy­na­mi­sche, fu­tu­ris­ti­sche At­mo­sphä­re. Der Prompt ver­mit­telt der KI nicht nur Objekte (Gebäude, Straßen), sondern auch Texturen (nass, re­flek­tie­rend) und Licht­ver­hält­nis­se.

Beispiel 4: Abstrakte Komposition: „Wirbel aus leuchtenden Farben und geometrischen Formen, abstrakte Komposition, 8k-Detail.“

Dieser Prompt kon­zen­triert sich auf Form, Farbe und De­tail­reich­tum statt auf konkrete Objekte. Die KI in­ter­pre­tiert die An­wei­sun­gen, um eine komplexe, visuell an­spre­chen­de Kom­po­si­ti­on zu erzeugen, die stark sti­li­siert wirkt. Mit Pa­ra­me­tern wie --ar 1:1 für qua­dra­ti­sche Bild­for­ma­te oder --stylize 1000 lässt sich die kreative Freiheit der KI noch erhöhen. Solche Prompts eignen sich her­vor­ra­gend für abstrakte Kunst, De­sign­pro­jek­te oder ex­pe­ri­men­tel­le Vi­sua­li­sie­run­gen. Beachten Sie, dass 8k-Detail nichts mit der tat­säch­li­chen Auflösung zu tun hat, sondern quasi als Detail-Keyword genutzt wird.

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