Bcc steht für „Blind Carbon Copy“ und be­zeich­net in einer E-Mail eine Blind­ko­pie. Adres­sa­ten und Adres­sa­tin­nen im Bcc-Feld erhalten die Nachricht ebenfalls, ihre E-Mail-Adresse bleibt für alle anderen aber verborgen. Die Funktion wird vor allem genutzt, um Rundmails da­ten­schutz­kon­form zu versenden oder Emp­fän­ger­lis­ten zu schützen.

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Was bedeutet Bcc?

Die Abkürzung Bcc steht für Blind Carbon Copy. Im Deutschen spricht man von einer Blind­ko­pie. Der Begriff geht auf Durch­schlä­ge mit Koh­le­pa­pier zurück, mit denen früher Kopien eines Schrei­bens erstellt wurden. Anders als bei der Carbon-Copy-Funktion (Cc), bei der eine Kopie der Nachricht für alle sichtbar an sämtliche Cc-Adressen versendet wird, bleibt ein Bcc-Adressat für die übrigen Adres­sa­tin­nen und Adres­sa­ten verborgen.

Die drei wich­tigs­ten Adress­fel­der im Überblick

Feld Bedeutung Sicht­bar­keit
An Haupt­adres­sat der Nachricht für alle sichtbar
Cc Kopie der Nachricht an weitere Adres­sa­ten und Adres­sa­tin­nen für alle sichtbar
Bcc Blind­ko­pie nur der ab­sen­den­den Person sind die Adressen bekannt

Wann ist die Bcc-Funktion sinnvoll?

Bcc-Adres­sa­tin­nen und -Adres­sa­ten erhalten an andere Personen ge­rich­te­te E-Mails in Kopie, ohne dass diese darüber in­for­miert werden. Das hat in be­stimm­ten Kom­mu­ni­ka­ti­ons­si­tua­tio­nen eine klare prak­ti­sche Funktion – immer dann, wenn E-Mail-Adressen geschützt werden sollen. Im Vor­der­grund stehen dabei drei Motive:

  • Da­ten­schutz: E-Mail-Adressen gelten nach der DSGVO rechtlich als per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten. Durch die Ver­wen­dung der Blind­ko­pie bleiben die Adressen für andere verborgen. Das reduziert das Risiko einer un­ge­woll­ten Da­ten­wei­ter­ga­be und ent­spricht dem Grundsatz der Da­ten­spar­sam­keit.
  • Spam-Prä­ven­ti­on: Rundmails, bei denen alle Adressen des Ver­tei­lers im An- oder Cc-Feld sichtbar auf­ge­führt werden, können leicht wei­ter­ver­brei­tet oder miss­braucht werden.
  • Schutz vor Schad­soft­ware: Werden Adress­lis­ten öf­fent­lich sichtbar versendet, können sie von Dritten au­to­ma­ti­siert gesammelt und für Angriffe oder Wer­be­mails genutzt werden.

So fügen Sie eine Blind­ko­pie hinzu

Die meisten E-Mail-Programme blenden das Bcc-Feld zunächst aus. Sie können es jedoch mit wenigen Klicks ein­blen­den:

  • Outlook: Neue E-Mail → „Optionen“ → „Bcc anzeigen“
  • Gmail: Neue Nachricht → rechts neben dem „An“-Feld auf „Bcc“ klicken
  • Webmail-Ober­flä­chen (z. B. Browser-E-Mail-Post­fä­cher): Beim Verfassen der Nachricht die Option „Bcc“ ak­ti­vie­ren

Mobile E-Mail-Apps:

  • Outlook App: → Auf das Pfeil­sym­bol neben „An“ tippen → „Bcc“ auswählen und Personen hin­zu­fü­gen
  • Gmail App: → Drei-Punkte-Icon antippen → Die ge­wünsch­ten Kontakte in das Feld „Bcc“ eintragen

An­schlie­ßend tragen Sie die Emp­fän­ger­adres­se einfach in dieses Feld ein. Die Nachricht wird normal zu­ge­stellt, ohne dass andere Personen diese Adresse sehen können.

Was sind typische An­wen­dungs­fäl­le für Bcc?

Das Bcc-Feld eignet sich ins­be­son­de­re für Rund­schrei­ben an größere Emp­fän­ger­grup­pen, die nicht mit­ein­an­der in Kontakt stehen. Typische Beispiele sind:

  • Ein­la­dun­gen oder Ter­min­an­kün­di­gun­gen an externe Adres­sa­ten
  • In­for­ma­ti­ons­mails an Kund­schaft oder Ge­schäfts­part­ner­un­ter­neh­men
  • Vereins- oder Schul­ver­tei­ler
  • einmalige Mit­tei­lun­gen an mehrere Adres­sa­ten

Stellen Sie sich vor, Sie möchten einen Weih­nachts­gruß an Ihre Kund­schaft, Ge­schäfts­kon­tak­te und Zu­lie­fer­be­trie­be versenden. Um sich den Aufwand zu er­leich­tern, ver­zich­ten Sie auf in­di­vi­dua­li­sier­te Schreiben und lassen allen statt­des­sen dieselbe E-Mail zukommen. Würden Sie sämtliche Kontakte für alle sichtbar im An-Feld oder per Cc adres­sie­ren? Ver­mut­lich nicht. Um die Daten Ihrer Kund­schaft zu schützen und sich in Bezug auf Ihre Ge­schäfts­be­zie­hun­gen bedeckt zu halten, sollten Sie statt­des­sen das Bcc-Feld verwenden.

Relevant ist Da­ten­schutz jedoch nicht nur im ge­schäft­li­chen Bereich. Auch eine Lehrerin bei­spiels­wei­se, die den Teil­neh­men­den eines El­tern­abends In­for­ma­ti­ons­ma­te­ri­al oder ein Protokoll zukommen lässt, sollte auf Kon­takt­lis­ten im Cc ver­zich­ten und die Adres­sa­ten statt­des­sen per Bcc adres­sie­ren. Dieses Vorgehen schützt die Daten der Adres­sa­ten und ver­hin­dert, dass E-Mail-Adressen un­kon­trol­liert ver­brei­tet werden.

Wann Sie Bcc besser nicht verwenden sollten

Eher un­ge­eig­net ist die Blind­ko­pie für interne Kom­mu­ni­ka­ti­ons­pro­zes­se. Mail-Kopien in­for­mie­ren Mit­ar­bei­ten­de und Füh­rungs­kräf­te über Ar­beits­pro­zes­se und sorgen so für Trans­pa­renz. Die Bcc-Funktion hingegen ist einer trans­pa­ren­ten Kom­mu­ni­ka­ti­on ab­träg­lich. Verwenden Sie Bcc daher nicht, wenn Adres­sa­tin­nen und Adres­sa­ten aktiv zu­sam­men­ar­bei­ten oder auf­ein­an­der reagieren sollen, zum Beispiel bei Pro­jekt­ab­spra­chen, Team­dis­kus­sio­nen oder ge­mein­sa­men Ent­schei­dungs­pro­zes­sen.

Ein weiterer Punkt: Bcc-Adres­sa­ten und -Adres­sa­tin­nen werden bei der Funktion „Allen antworten“ nicht au­to­ma­tisch be­rück­sich­tigt. Ant­wort­ket­ten können dadurch un­über­sicht­lich werden oder wichtige Personen erhalten Fol­ge­infor­ma­tio­nen nicht mehr.

Bcc und News­let­ter: Wo die Grenze liegt

Für ge­le­gent­li­che, kleine Rundmails ist die Blind­ko­pie aus­rei­chend. Wenn Sie jedoch re­gel­mä­ßig viele Adres­sa­ten und Adres­sa­tin­nen an­schrei­ben, stößt Bcc schnell an Grenzen:

Bcc-Rundmail E-Mail-Marketing-Software
keine Per­so­na­li­sie­rung per­so­na­li­sier­te Ansprache
keine Aus­wer­tun­gen Öffnungs- und Klick­ra­ten
hohes Spam-Risiko op­ti­mier­ter Versand
manuell au­to­ma­ti­siert planbar

Für re­gel­mä­ßi­ge Mailings empfiehlt sich daher eine E-Mail-Marketing-Software, mit der sich Emp­fän­ger­lis­ten da­ten­schutz­kon­form verwalten und struk­tu­riert versenden lassen.

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Welche Vor- und Nachteile hat Bcc?

Vorteile Nachteile
Die Bcc-Funktion schützt die Pri­vat­sphä­re und hilft richtig an­ge­wen­det, Spam zu re­du­zie­ren – bei­spiels­wei­se als Al­ter­na­ti­ve zum offenen E-Mail-Verteiler. Für Adres­sa­ten und Adres­sa­tin­nen einer Blind­ko­pie ist es in der Regel nicht er­sicht­lich, dass jemand per Bcc adres­siert wurde.
Das Bcc-Feld er­mög­licht die Ein­be­zie­hung anonymer Dritter. Bcc-Kontakte können sich via „Allen antworten“ jederzeit in die Kom­mu­ni­ka­ti­on ein­klin­ken und somit den Status als heimliche Mit­le­sen­de of­fen­ba­ren.
Die Ver­wen­dung der Bcc-Zeile kann bei falschem Einsatz zu Miss­ver­ständ­nis­sen führen.
Tipp

Nutzen Sie Blind­ko­pien vor allem für Rundmails an Personen, die sich un­ter­ein­an­der nicht kennen. Für trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on innerhalb eines Teams ist dagegen das Cc-Feld meist die bessere Wahl.

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