MariaDB lässt sich unter Ubuntu 24.04 mit wenigen Schritten ein­rich­ten und zu­ver­läs­sig betreiben:

  1. Ubuntu ak­tua­li­sie­ren
  2. MariaDB-Server über die of­fi­zi­el­len Pa­ket­quel­len in­stal­lie­ren
  3. In­stal­la­ti­on mit dem in­te­grier­ten Si­cher­heits­as­sis­ten­ten absichern
  4. Da­ten­bank­dienst starten und auf korrekte Funktion prüfen
  5. Be­nut­zer­kon­to erstellen und Zugriff testen
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Warum MariaDB auf Ubuntu 24.04?

Ubuntu 24.04 „Noble Numbat“ ist eine moderne, stabile und lang­fris­tig un­ter­stütz­te Linux-Dis­tri­bu­ti­on. MariaDB bietet im Vergleich zu MySQL er­wei­ter­te Funk­tio­nen, bessere Per­for­mance und ist voll­stän­dig quell­of­fen. Die Kom­bi­na­ti­on eignet sich vor allem für Webserver, Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen oder als Datenbank-Backend für An­wen­dun­gen wie WordPress, Nextcloud oder Home Assistant.

Was sind die An­for­de­run­gen?

Bevor Sie beginnen, stellen Sie bitte sicher, dass folgende Vor­aus­set­zun­gen erfüllt sind:

  • Ein System mit Ubuntu 24.04 (Server oder Desktop)
  • Root-Zugriff oder ein Benutzer mit sudo-Rechten
  • Terminal- oder SSH-Zugriff

Ubuntu 24.04: MariaDB in­stal­lie­ren – Anleitung

In unserem Tutorial erklären wir Ihnen die In­stal­la­ti­on von MariaDB unter Ubuntu 24.04. Wenn Sie eine ältere Version benutzen, empfehlen wir einen Blick in unsere An­lei­tun­gen „MariaDB unter Ubuntu 22.04 in­stal­lie­ren“ und „MariaDB unter Ubuntu 20.04 in­stal­lie­ren“.

Schritt 1: System ak­tua­li­sie­ren

Zuerst sollten Sie Ihr Ubuntu-System ak­tua­li­sie­ren. So stellen Sie sicher, dass alle Pakete auf dem neuesten Stand sind und es keine Konflikte bei der In­stal­la­ti­on gibt:

sudo apt update && sudo apt upgrade -y
bash

Dieser Befehl ak­tua­li­siert die Pa­ket­lis­ten und in­stal­liert alle ver­füg­ba­ren Updates.

Schritt 2: Ubuntu: MariaDB in­stal­lie­ren

MariaDB ist im of­fi­zi­el­len Ubuntu-Re­po­si­to­ry enthalten. Sie können es direkt über APT in­stal­lie­ren:

sudo apt install mariadb-server -y
bash

Schritt 3: MariaDB-Dienst starten und ak­ti­vie­ren

Starten Sie den MariaDB-Dienst mit folgendem Befehl:

sudo systemctl start mariadb
bash

Damit MariaDB in Ubuntu au­to­ma­tisch beim Sys­tem­start läuft, ak­ti­vie­ren Sie den Dienst:

sudo systemctl enable mariadb
bash

Prüfen Sie den Status:

sudo systemctl status mariadb
bash

Sie sollten eine Ausgabe sehen, die zeigt, dass der Dienst aktiv (running) ist. Wenn das der Fall ist, haben Sie MariaDB er­folg­reich in­stal­liert und gestartet.

Schritt 4: MariaDB absichern

Stan­dard­mä­ßig ist MariaDB nach der In­stal­la­ti­on relativ offen kon­fi­gu­riert. Sie sollten das mit dem in­te­grier­ten Si­cher­heits­skript ändern:

sudo mariadb_secure_installation
bash

Folgen Sie den An­wei­sun­gen im Terminal. Sie können unter anderem:

  • Ein Root-Passwort setzen
  • Anonyme Be­nut­zer­kon­ten entfernen
  • Remote-Root-Zugriff de­ak­ti­vie­ren
  • Die Test­da­ten­bank entfernen
  • Die Be­rech­ti­gungs­ta­bel­len neu laden

Be­stä­ti­gen Sie mit y. Damit ist Ihre MariaDB-Ubuntu-Instanz deutlich besser gegen un­be­rech­tig­ten Zugriff geschützt.

Tipp

Optional können Sie den MariaDB-Port 3306 in der Firewall nur für ver­trau­ens­wür­di­ge IP-Adressen frei­schal­ten. Möchten Sie bei­spiels­wei­se ein ganzes Subnetz (etwa ein internes Fir­men­netz) zulassen, verwenden Sie folgenden Befehl: sudo ufw allow from 192.168.0.0/24 to any port 3306. Ist nur die lokale Nutzung geplant, lautet das ent­spre­chen­de Kommando sudo ufw deny 3306.

Schritt 5: Benutzer und Datenbank erstellen

Loggen Sie sich in die MariaDB-Konsole ein:

sudo mariadb -u root -p
bash

Geben Sie das zuvor gesetzte Passwort ein. Sie befinden sich nun in der MariaDB-Shell und können dort Befehle ausführen.

Erstellen Sie eine neue Datenbank, zum Beispiel für eine Web­an­wen­dung oder ein CMS:

CREATE DATABASE db_example;
sql

Legen Sie nun ein Be­nut­zer­kon­to an, das später über eine Anwendung auf die Datenbank zugreifen darf:

CREATE USER 'webuser'@'localhost' IDENTIFIED BY 'safepassword';
sql

Achten Sie auf ein sicheres Passwort. Ersetzen Sie webuser und das Passwort durch Ihre eigenen Angaben.

Das Be­nut­zer­kon­to benötigt nun die passenden Rechte auf der ge­wünsch­ten Datenbank:

GRANT ALL PRIVILEGES ON db_example.* TO 'webuser'@'localhost';
sql

Diese Anweisung erlaubt es dem Benutzer oder der Be­nut­ze­rin, alle Ope­ra­tio­nen auf der Datenbank db_example durch­zu­füh­ren.

Geben Sie ab­schlie­ßend noch den folgenden Befehl ein:

FLUSH PRIVILEGES;
sql

Damit werden alle Rechte sofort aktiv. Verlassen Sie die Datenbank mit:

EXIT;
sql

Schritt 6: Zugriff testen

Sie können nun testen, ob der neue Benutzer oder die neue Be­nut­ze­rin er­folg­reich auf die Datenbank zugreifen kann:

mariadb -u webuser -p db_example
bash

Fügen Sie das zuvor vergebene Passwort ein. Nach er­folg­rei­chem Login sehen Sie die MariaDB-Shell. Dort können Sie zum Beispiel prüfen, ob die Datenbank er­reich­bar ist:

SHOW TABLES;
sql

Die Datenbank ist leer, sofern Sie keine Tabellen erstellt haben. Dieser Zu­griffs­test bestätigt jedoch, dass Ihre Ein­rich­tung korrekt funk­tio­niert hat.

Tipp

Sie möchten MariaDB auf RHEL 9 oder AlmaLinux 9 betreiben? Schauen Sie gern in unsere Tutorials „MariaDB unter RHEL 9 in­stal­lie­ren“ und „MariaDB unter AlmaLinux 9 in­stal­lie­ren“.

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