Die besten Server-GPUs im Vergleich
In der Welt der Hochleistungs-Grafikprozessoren hat sich in den letzten Jahren viel getan. Mit der zunehmenden Bedeutung von GPU-Servern für rechenintensive Anwendungen ist es essenziell, die für Ihren Anwendungsfall passende Hardware auszuwählen.
- Exklusive NVIDIA H200 GPUs für höchste Rechenleistung
- Garantierte Performance durch vollständig dedizierte CPU-Kerne
- 100 % Hosting in Deutschland für maximale Datensicherheit und DSGVO-Konformität
- Einfaches, kalkulierbares Preismodell mit festem Preis pro Stunde
Leistungsmerkmale von Server-GPUs im Vergleich
NVIDIA H200
Die NVIDIA H200 ist vor allem für Workloads interessant, bei denen große Datenmengen direkt im Grafikspeicher verarbeitet werden müssen. Dazu zählen insbesondere KI-Inferenzszenarien mit Large Language Models, Retrieval-gestützte KI-Anwendungen, wissenschaftliche Simulationen und andere speicherintensive HPC-Workloads. Ihre Stärke liegt weniger im breiten Allround-Einsatz als in der Kombination aus sehr großem Speicher, hoher Bandbreite und hoher Rechenleistung für anspruchsvolle Anwendungen.
Technische Details
- Architektur: NVIDIA Hopper
- Speicher: 141 GB HBM3e
- Speicherbandbreite: 4,8 TB/s
- Rechenleistung: Bis zu 34 TFLOPS (FP64), bis zu 67 TFLOPS (FP64 Tensor Core), bis zu 3.958 TFLOPS (FP8, mit Sparsity)
- Interconnect/Skalierung: NVLink mit bis zu 900 GB/s, MIG-Unterstützung
- Leistungsaufnahme: Je nach Variante bis zu 700 Watt
Vorteile und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Sehr großer und schneller Speicher für anspruchsvolle KI-Workloads | ✗ Hoher Anschaffungspreis |
| ✓ Hohe Rechenleistung für Inferenz, Training und HPC | ✗ Hohe Leistungsaufnahme |
| ✓ Gute Skalierbarkeit | ✗ Für kleinere Standard-Workloads oft überdimensioniert |
NVIDIA H100
Die NVIDIA H100 ist eine leistungsstarke Rechenzentrums-GPU für Szenarien, bei denen rechenintensive KI- und HPC-Workloads eine große Rolle spielen. Typische Einsatzfelder sind das Training großer KI-Modelle, komplexe Datenanalysen, Simulationen und skalierbare Cluster-Umgebungen in Forschung und Enterprise-IT. Ihre besondere Stärke liegt in der hohen Rechenleistung und der breiten Unterstützung etablierter KI- und HPC-Software-Stacks.
Technische Details
- Architektur: NVIDIA Hopper
- Speicher: 80 GB oder 94 GB HBM3
- Speicherbandbreite: 3,35 bis 3,9 TB/s
- Rechenleistung: Bis zu 34 TFLOPS (FP64), bis zu 67 TFLOPS (FP64 Tensor Core), bis zu 3.958 TFLOPS (FP8, mit Sparsity)
- Interconnect/Skalierung: NVLink mit bis zu 900 GB/s, MIG-Unterstützung
- Leistungsaufnahme: Je nach Variante bis zu 700 Watt
Vorteile und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Exzellente Leistung für KI-Training und Inferenzen | ✗ Sehr hoher Anschaffungspreis |
| ✓ Unterstützt modernste Speichertechnologien | ✗ Hohe Energieaufnahme (TDP bis zu 700 Watt) |
| ✓ Skalierbarkeit durch NVLink |
NVIDIA RTX PRO 6000
Die NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition richtet sich an Nutzerinnen und Nutzer, die eine Server-GPU für möglichst unterschiedliche professionelle Workloads suchen. Sie eignet sich nicht nur für KI-Anwendungen wie Inferenz, Fine-Tuning oder multimodale Modelle, sondern auch für Rendering, 3D-Visualisierung, CAD, Videoverarbeitung und virtuelle Workstations. Damit ist sie vor allem dort sinnvoll, wo KI- und Grafik-Workloads in einer gemeinsamen Infrastruktur zusammenlaufen.
Technische Details
- Architektur: NVIDIA Blackwell
- Speicher: 96 GB GDDR7 mit ECC
- Speicherbandbreite: 1.597 GB/s
- Rechenleistung: Bis zu 120 TFLOPS (FP32), bis zu 2 PFLOPS (FP8, mit Sparsity), bis zu 4 PFLOPS (FP4, mit Sparsity)
- Interconnect/Skalierung: PCIe Gen 5, Multi-GPU-Betrieb in Serverumgebungen
- Leistungsaufnahme: Bis zu 600 Watt
Vorteile und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Sehr vielseitig für KI-, Grafik- und Medien-Workloads | ✗ Hohe Leistungsaufnahme |
| ✓ Großer GDDR7-Speicher für komplexe Projekte | ✗ Hoher Preis im Enterprise-Segment |
NVIDIA L40S
Die NVIDIA L40S ist für Unternehmen konzipiert, die eine vielseitige GPU für produktionsnahe KI- und Visual-Computing-Szenarien benötigen. Sie spielt ihre Stärken vor allem bei KI-Inferenz, Bild- und Videobearbeitung, 3D-Rendering, digitalen Zwillingen und virtuellen Desktop-Umgebungen aus. Damit eignet sie sich insbesondere für Umgebungen, in denen nicht ein einzelner Spezial-Workload im Vordergrund steht, sondern ein breites Spektrum professioneller Anwendungen.
Technische Details
- Architektur: NVIDIA Ada Lovelace
- Speicher: 48 GB GDDR6 mit ECC
- Speicherbandbreite: 864 GB/s
- Rechenleistung: Bis zu 91,6 TFLOPS (FP32), bis zu 1.466 TFLOPS (FP8, mit Sparsity)
- Interconnect/Skalierung: PCIe Gen 4, vGPU-Unterstützung
- Leistungsaufnahme: 350 Watt
Vorteile und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Breites Einsatzspektrum für KI, Grafik und Video | ✗ Geringere Speicherausstattung für sehr große Modelle |
| ✓ Gut geeignet für Inferenz, Rendering und virtuelle Workstations | ✗ Weniger auf extreme Skalierung ausgelegt |
| ✓ Enterprise-tauglich durch vGPU-Unterstützung | ✗ Fokus eher auf Vielseitigkeit als auf spezialisierte Spitzenlasten |
NVIDIA A30
Die NVIDIA A30 ist eine solide Server-GPU für klassische Aufgaben, bei denen Effizienz und ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis wichtiger sind als maximale Spitzenleistung. Sie eignet sich vor allem für KI-Inferenz, kleinere Trainingsjobs, Datenanalyse, Virtualisierung und moderat anspruchsvolle HPC-Anwendungen. Für Anwendungsgebiete mit etablierten Standard-Workloads ist sie damit eine praktikable Lösung, wenn keine High-End-GPU erforderlich ist.
Technische Details
- Architektur: NVIDIA Ampere
- Speicher: 24 GB HBM2
- Speicherbandbreite: 933 GB/s
- Rechenleistung: 5,2 TFLOPS (FP64), 10,3 TFLOPS (FP64 Tensor Core), bis zu 165 TFLOPS (BF16/FP16, dicht)
- Interconnect/Skalierung: NVLink-Bridge für bis zu zwei GPUs, MIG-Unterstützung
- Leistungsaufnahme: 165 Watt
Vorteile und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Solides Preis-Leistungs-Verhältnis für Mainstream-Workloads | ✗ Begrenzter Speicher für sehr große Modelle |
| ✓ Vergleichsweise niedrige Leistungsaufnahme | ✗ Für hochskalierte KI-Szenarien nur eingeschränkt geeignet |
| ✗ Weniger Reserven für besonders rechenintensive Anwendungen |
Intel Gaudi 3
Intel Gaudi 3 ist ein speziell für KI-Workloads entwickelter Server-Beschleuniger, der sich vor allem an Nutzerinnen und Nutzer richtet, die große Sprachmodelle, generative KI und andere rechenintensive Deep-Learning-Anwendungen trainieren oder inferieren möchten. Der Fokus liegt auf einer hohen Speicherbandbreite, einer großen Speicherausstattung und einer auf Skalierung ausgelegten Netzwerkarchitektur auf Basis von Standard-Ethernet. Dadurch eignet sich Gaudi 3 insbesondere für KI-Cluster, bei denen Trainings- und Inferenz-Workloads effizient auf mehrere Beschleuniger verteilt werden sollen.
Technische Details
- Architektur: Intel Gaudi 3 AI Accelerator, gefertigt im 5-nm-Prozess von TSMC.
- Speicher: 128 GB HBM2e.
- Speicherbandbreite: 3,7 TB/s.
- Rechenleistung: Bis zu 1,8 PFLOPS bei FP8 und BF16 (dicht).
- Interconnect/Skalierung: 24 integrierte 200-GbE-RDMA-Ports mit RoCE v2, PCIe Gen5 x16.
- Leistungsaufnahme: Bis zu 900 Watt.
Vorteile und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Hohe Eignung für Training und Inferenz großer KI-Modelle | ✗ Starker Fokus auf KI-Workloads |
| ✓ Große Speicherausstattung und hohe Speicherbandbreite | ✗ Hohe Leistungsaufnahme |
| ✓ Skalierung über Standard-Ethernet und offene Software-Werkzeuge |
AMD Instinct MI350X
Die AMD Instinct MI350X ist für Rechenzentrums-Workloads in den Bereichen generative KI, Training, Inferenz und High-Performance Computing konzipiert. Sie richtet sich vor allem an Unternehmen und Forschungseinrichtungen, die große Modelle verarbeiten, datenintensive Simulationen ausführen oder skalierbare KI-Infrastrukturen aufbauen möchten. Ihre Stärke liegt in der Kombination aus sehr großem HBM3E-Speicher, hoher Speicherbandbreite und einer offenen Software-Umgebung auf Basis von ROCm.
Technische Details
- Architektur: AMD CDNA 4.
- Speicher: 288 GB HBM3E.
- Speicherbandbreite: 8 TB/s.
- Rechenleistung: Bis zu 72,1 TFLOPS (FP64), 144,2 TFLOPS (FP32), 4,614 PFLOPS (FP16/BF16, mit Sparsity) und 9,227 PFLOPS (MXFP4/MXFP6, dicht).
- Interconnect/Skalierung: 7 AMD Infinity Fabric Links mit jeweils 153 GB/s sowie PCIe 5.0 x16.
- Leistungsaufnahme: Bis zu 1.000 Watt.
Vorteile und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Sehr große Speicherausstattung für umfangreiche KI- und HPC-Workloads | ✗ Hohe Leistungsaufnahme |
| ✓ Hohe Speicherbandbreite für datenintensive Anwendungen | ✗ Eher für spezialisierte Rechenzentrumsumgebungen geeignet |
| ✓ Offener Software-Stack mit ROCm-Unterstützung |
NVIDIA B200
Die NVIDIA B200 ist ein Blackwell-basierter Hochleistungsbeschleuniger für Rechenzentren, der vor allem für großskalige KI-Trainings- und Inferenz-Workloads entwickelt wurde. Typischerweise kommt sie in HGX- und DGX-Plattformen zum Einsatz, in denen mehrere GPUs über NVLink und NVSwitch eng miteinander verbunden werden. Dadurch eignet sich die B200 insbesondere für AI-Factory-Szenarien, sehr große Sprachmodelle, datenintensive Analysen und HPC-Anwendungen mit hohem Skalierungsbedarf.
Technische Details
- Architektur: NVIDIA Blackwell.
- Speicher: 180 GB HBM3E pro GPU.
- Speicherbandbreite: Bis zu 8 TB/s pro GPU.
- Rechenleistung: In 8-GPU-HGX-B200-Systemen bis zu 144 PFLOPS (FP4, mit Sparsity), 72 PFLOPS (FP8/FP6, mit Sparsity) und 36 PFLOPS (FP16/BF16, mit Sparsity).
- Interconnect/Skalierung: NVLink und NVSwitch; in 8-GPU-Systemen bis zu 14,4 TB/s aggregierte NVLink-Bandbreite.
- Leistungsaufnahme: Pro GPU konfigurierbar bis zu 1.000 Watt.
Vorteile und Nachteile
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| ✓ Sehr hohe AI-Rechenleistung für große Trainings- und Inferenz-Workloads | ✗ Sehr hoher Energie- und Kühlbedarf |
| ✓ Großer HBM3E-Speicher für speicherintensive Modelle | ✗ Vor allem für große Rechenzentrumsumgebungen sinnvoll |
| ✓ Sehr gute Skalierbarkeit über NVLink und NVSwitch |
Einsatzszenarien und Empfehlungen
Welche Server-GPU sich für Ihr Unternehmen eignet, hängt gänzlich von Ihrem individuellen Anwendungsfall ab. Vor einer Investition sollten Sie daher unbedingt Ihre Workloads analysieren und die langfristigen Anforderungen Ihrer Anwendungen bewerten.
KI-Training und Deep Learning
Für das Training von großen neuronalen Netzen und insbesondere von Transformermodellen wie GPT sind Speicherbandbreite, Rechenleistung und Skalierbarkeit entscheidend. Hier eignen sich vor allem die NVIDIA H200 und die NVIDIA B200 für sehr große KI-Trainings-Workloads im Rechenzentrum. Auch Intel Gaudi 3 und die AMD Instinct MI350X sind für Training und Inferenz großer Modelle ausgelegt und kommen insbesondere in entsprechend ausgelegten KI- und HPC-Infrastrukturen in Betracht. Für bestehende KI-Umgebungen und etablierte Cluster-Setups bleibt zudem die NVIDIA H100 weiterhin eine leistungsstarke Option.
Empfehlung:
- High-End: NVIDIA B200
- Für speicherintensive KI-Workloads: NVIDIA H200
KI-Inferenz
Bei der Inferenz, also der Nutzung trainierter Modelle, sind vor allem Effizienz, Speicher und der konkrete Workload entscheidend. Die NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition eignet sich hier besonders für moderne KI-Anwendungen mit breitem Einsatzspektrum, etwa bei multimodalen Workloads, Visual Computing oder produktionsnahen Enterprise-Szenarien. Für vielseitige Inferenz-, Grafik- und Medien-Workloads ist auch die NVIDIA L40S eine passende Wahl. Bei sehr großen Inferenz-Umgebungen mit hohem Skalierungsbedarf kann zudem die NVIDIA B200 interessant sein, während die AMD Instinct MI350X insbesondere für speicherintensive AI-Workloads in entsprechend ausgelegten Rechenzentrumsumgebungen infrage kommt. In kostensensibleren Umgebungen kann die NVIDIA A30 weiterhin eine solide Option sein.
Empfehlung:
- High-End: NVIDIA RTX PRO 6000
- Budget-Lösung: NVIDIA A30
High Performance Computing
Für wissenschaftliche Berechnungen und Simulationen im Bereich High Performance Computing sind vor allem hohe Rechenleistung und Speicherbandbreite entscheidend. Hier ist die NVIDIA H200 eine besonders starke Wahl. Auch die NVIDIA B200 und die AMD Instinct MI350X sind für anspruchsvolle Workloads im High Performance Computing interessant, vor allem in Rechenzentrumsumgebungen mit entsprechend hoher Skalierung. Die NVIDIA H100 bleibt ebenfalls für viele HPC-Szenarien relevant, insbesondere in bestehenden Infrastrukturen mit etablierten Software-Stacks. Für kleinere Simulationen oder weniger anspruchsvolle Workloads kann die NVIDIA A30 weiterhin ausreichen.
Empfehlung:
High-End: NVIDIA RTX PRO 6000 Budget-Lösung: NVIDIA A30
Big Data und Analytics
Für datenintensive Anwendungen wie Echtzeit-Analysen ist ein hoher Speicherdurchsatz entscheidend. Hier kann die NVIDIA H200 besonders überzeugen, da sie für speicherintensive KI- und HPC-Workloads ausgelegt ist. Auch die NVIDIA B200 und die AMD Instinct MI350X sind für große Datenmengen und rechenintensive Analytics-Szenarien interessant, wenn diese eng mit KI- oder HPC-Workloads verzahnt sind. Intel Gaudi 3 bleibt ebenfalls eine Option für große KI-nahe Datenverarbeitungsaufgaben.
Empfehlung:
- NVIDIA H200
- NVIDIA B200
- AMD Instinct MI350X
- Intel Gaudi 3
Edge-Computing und kleinere Cluster
Bei Anwendungen wie Edge-Computing, die eine niedrigere Energieaufnahme und kompaktere Infrastrukturen erfordern, ist die NVIDIA A30 dank ihres vergleichsweise geringen Stromverbrauchs weiterhin eine passende Wahl. Sie eignet sich vor allem für klassische Inferenz-, Analyse- und Virtualisierungsszenarien in kleineren Umgebungen. Für kleinere, vielseitige KI- und Visual-Computing-Workloads kann auch die NVIDIA L40S interessant sein, wenn zusätzlich Grafik- oder Rendering-Aufgaben eine Rolle spielen.
Empfehlung:
- NVIDIA A30
- NVIDIA L40S
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