Das Open-World-Game The Isle, in dem Sie u. a. in die Rolle eines Di­no­sau­ri­ers schlüpfen können, erfreut sich ins­be­son­de­re im Mul­ti­play­er-Modus großer Be­liebt­heit. Ein eigener Server ist für das Spiel mit Freun­din­nen und Freunden ein großer Vorteil und unter Ubuntu in nur wenigen Schritten ein­ge­rich­tet.

System- bzw. Ser­ver­an­for­de­run­gen

Damit Sie bei The Isle ein rei­bungs­lo­ses Spiel­erleb­nis haben, muss der Server, für den Sie sich ent­schei­den, einige Min­dest­an­for­de­run­gen erfüllen. Da es sich bei dem Open-Word-PvP um ein ver­hält­nis­mä­ßig ar­beits­spei­cher­las­ti­ges Spiel handelt, ist ins­be­son­de­re eine aus­rei­chen­de Menge an RAM un­er­läss­lich. Doch auch die anderen Sys­tem­an­for­de­run­gen sollte der von Ihnen genutzte Server natürlich erfüllen.

  • Be­triebs­sys­tem: In dieser Anleitung wird als Server-Be­triebs­sys­tem Ubuntu genutzt. Auch andere Linux-Dis­tri­bu­tio­nen oder Windows Server sind geeignet.
  • RAM: Ihr Server sollte min­des­tens über 8 GB RAM verfügen.
  • Prozessor: Ein Vier­kern­pro­zes­sor ist für The Isle aus­rei­chend.
  • In­ter­net­ver­bin­dung: Um Lags zu vermeiden, ist eine aus­rei­chen­de Band­brei­te vonnöten. Gerade mit stei­gen­der Anzahl an Spie­le­rin­nen und Spielern sollte die Band­brei­te ungefähr 10 Mbit/s betragen. Für pro­fes­sio­nel­le Provider ist diese Upload-Ge­schwin­dig­keit kein Problem.
  • Fest­plat­ten­spei­cher: Je nach Be­triebs­sys­tem benötigen Sie auf Ihrem Server min­des­tens ca. 70 GB (Windows Server) bzw. 30 GB (Ubuntu) freien Spei­cher­platz.

Welcher Server eignet sich für The Isle?

Beim Hosting eines eigenen Servers stehen Ihnen ver­schie­de­nen Optionen zur Auswahl, die zu Beginn schnell über­for­dern können. Ins­be­son­de­re die un­ter­schied­li­chen Ser­ver­ty­pen können dabei verwirren. Bei Providern wie IONOS können Sie zwischen drei Ser­ver­ty­pen wählen:

  • Dedicated Server: Beim de­di­zier­ten Server ist die gesamte Hardware nur für Ihren An­wen­dungs­zweck da. Res­sour­cen werden nicht geteilt.
  • Cloud Server: Durch den Zugriff auf vir­tua­li­sier­te Res­sour­cen können Sie Ihren Server jederzeit an wech­seln­den Bedarf anpassen.
  • vServer: Auch hier pro­fi­tie­ren Sie von vir­tua­li­sier­ten Res­sour­cen.

Für welchen dieser Ser­ver­ty­pen Sie sich letzten Endes ent­schei­den, hängt von Ihren in­di­vi­du­el­len Prä­fe­ren­zen sowie von Faktoren wie der Anzahl von Spie­le­rin­nen und Spielern ab.

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Preistipp für den Einstieg

Dank der Ska­lier­bar­keit eignet sich ein Cloud Server her­vor­ra­gend für das Hosting eines „The Isle“-Servers. Wenn Sie zu­sätz­li­chen Res­sour­cen­be­darf fest­stel­len, bei­spiels­wei­se weil Sie noch mehr Mit­spie­len­de auf Ihrem Server haben möchten als zunächst erwartet, können Sie Ihren Tarif jederzeit flexibel anpassen. Auch das Her­un­ter­stu­fen der Hardware ist natürlich kein Problem, sodass Sie jederzeit von idealer Aus­las­tung pro­fi­tie­ren.

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„The Isle“-Szenarien und passende Server

Damit Sie zwischen den ver­schie­de­nen Ser­ver­ty­pen den Überblick behalten, haben wir typische „The Isle“-Szenarien für Sie her­aus­ge­sucht und die dazu passenden Ser­ver­ta­ri­fe auf­ge­lis­tet. Wenn Ihr Server noch Ka­pa­zi­tä­ten übrig hat, können Sie zu­sätz­lich z. B. noch einen Teamspeak-Server hosten.

„The Isle“-Server-Szenario Passender IONOS Server-Tarif
Server dauerhaft online, bis zu 50 Spielende VPS Linux L
Server dauerhaft online, bis zu 100 Spielende VPS Linux XL
Server dauerhaft online, mehr als 100 Spielende VPS Linux XXL

Schritt für Schritt zum eigenen The Isle Server

Nachdem Sie sich für einen passenden Server ent­schie­den haben, kann die Ein­rich­tung Ihres Servers losgehen. Diese ist unter Linux in nur wenigen Schritten mithilfe der Kom­man­do­zei­le erledigt. Al­ter­na­tiv können Sie einen eigenen The Isle Evrima Server hosten.

Schritt 1: Ver­bin­dung zu Ihrem Server her­stel­len

Im ersten Schritt verbinden Sie sich mit Ihrem Server. Klas­si­scher­wei­se wird hierzu das Protokoll SSH genutzt.

Wenn Sie sich für eine IONOS-Ser­ver­lö­sung ent­schie­den haben, können Sie anstelle von SSH auch die in­te­grier­te KVM-Konsole nutzen. Hierzu folgen Sie dieser Kurz­an­lei­tung:

  1. Loggen Sie sich bei IONOS mit Ihren Zu­gangs­da­ten ein.
  2. Na­vi­gie­ren Sie zum Ser­ver­me­nü, indem Sie auf die Kachel „Server & Cloud“ klicken.
  3. Wählen Sie das korrekte Ser­ver­pro­dukt aus der Liste aus. Sie werden in das IONOS Cloud Panel wei­ter­ge­lei­tet.
  4. Klicken Sie auf den Ser­ver­ein­trag und dann auf das Drop-down-Menü „Aktionen“. Darin wählen Sie den Punkt „KVM-Konsole starten“ aus.
  5. Melden Sie sich mit Ihren in­di­vi­du­el­len Zu­gangs­da­ten an. Diese finden Sie ebenfalls im Cloud Panel, unter „Zu­gangs­da­ten“.
Bild: KVM-Konsole im IONOS Cloud Panel starten
Im IONOS Cloud Panel können Sie die KVM-Konsole starten, um sich mit Ihrem Server zu verbinden.

Schritt 2: User erstellen

Nachdem Sie sich mit Ihrem Server verbunden haben, können Sie einen eigenen User für den Server erstellen. Wir haben als Namen für diesen User isle genutzt; die Wahl des Namens steht Ihnen aber natürlich voll­kom­men frei.

sudo adduser isle
sudo usermod -aG sudo isle
su – isle
bash

Schritt 3: SteamCMD in­stal­lie­ren

Im nächsten Schritt muss SteamCMD in­stal­liert werden. Hierzu führen wir zunächst etwaige Updates unseres Systems durch:

sudo apt update 
sudo apt upgrade
bash

An­schlie­ßend müssen die not­wen­di­gen Befehle, um die Libraries der SteamCMD her­un­ter­zu­la­den, aus­ge­führt werden:

sudo apt install steamcmd
cd ~
mkdir isle
bash

Nun ist die SteamCMD auf Ihrem Server in­stal­liert und ein­satz­be­reit.

Schritt 4: SteamCMD starten

Als Nächstes wird die SteamCMD gestartet, sodass im Anschluss der „The Isle“-Server in­stal­liert werden kann. Zum Starten der SteamCMD kann folgender Befehl genutzt werden:

steamcmd
bash

Nun können Sie mit der In­stal­la­ti­on des „The Isle“-Servers fort­fah­ren. Auch diese erfolgt im Terminal mithilfe der soeben ge­star­te­ten SteamCMD:

Steam>force_install_dir /home/isle/isle
Steam>login anonymous
Steam>app_update 412680 -beta evrima +quit
Steam>exit
bash

Schritt 5: Steam­cli­ent in den richtigen Ordner ver­schie­ben

Der Server sucht nach dem soeben in­stal­lier­ten Steam­cli­ent in einem be­stimm­ten Ver­zeich­nis. In dieses muss er daher ver­scho­ben werden, damit das Aufsetzen des „The Isle“-Servers funk­tio­niert. Dieses Ver­zeich­nis und seine Inhalte werden au­to­ma­tisch erstellt, wenn Sie die Steam-App in­stal­lie­ren. Falls Sie die Steam-App nicht auf Ihrem System in­stal­lie­ren möchten, können Sie das Ver­zeich­nis manuell erstellen und den Client aus Ihrem SteamCMD-Ordner ver­schie­ben:

mkdir /home/isle/.steam/sdk64
mv /home/isle/.local/share/Steam/steamcmd/linux64/steamclient.so /home/isle/.steam/sdk64/steamclient.so
bash
Hinweis

Falls bei Ihnen das “.steam” Ver­zeich­nis fehlt, müssen Sie noch den Steam-Client auf Ihrem System in­stal­lie­ren. Die In­stal­la­ti­on erfolgt über Ihrem Pa­ket­ma­na­ge mit dem Befehl sudo apt install steam.

Schritt 6: Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en her­un­ter­la­den

Um den Server zu kon­fi­gu­rie­ren, benötigen Sie die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en. Diese können einfach von GitHub her­un­ter­ge­la­den werden. Zunächst sollten al­ler­dings Ordner erstellt werden, in denen Sie die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en später ablegen können:

mkdir /home/isle/isle/TheIsle/Saved
mkdir /home/isle/isle/TheIsle/Saved/Config
mkdir /home/isle/isle/TheIsle/Saved/Config/LinuxServer
bash

Nachdem die Ordner erstellt worden sind, na­vi­gie­ren wir in den Ordner namens Li­nux­Ser­ver und laden dort die er­for­der­li­chen Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en herunter. Folgende Befehle benötigen Sie hierfür:

cd /home/isle/isle/TheIsle/Saved/Config/LinuxServer
wget https://raw.githubusercontent.com/modernham/The-Isle-Evrima-Server-Tools/main/Engine.ini
wget https://raw.githubusercontent.com/modernham/The-Isle-Evrima-Server-Tools/main/Game.ini
bash

Schritt 7: Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en be­ar­bei­ten

Ab­schlie­ßend müssen die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei­en be­ar­bei­tet werden. Hierzu können Sie einen Text­edi­tor Ihrer Wahl nutzen. Wir haben uns für die Nutzung von vim ent­schie­den. Die Bedienung erfolgt einfach über die Kom­man­do­zei­le. Die Datei, die be­ar­bei­tet werden soll, heißt Game.ini und kann mit vim wie folgt geöffnet werden:

vim Game.ini
bash

Hier sollten Sie zunächst Ihre Steam-ID angeben. Diese finden Sie in Ihrem Steam-Account, wenn Sie oben rechts auf Ihren Pro­fil­na­men klicken und dann auf „Ac­count­de­tails“. Die ID steht direkt unter Ihrem Ac­count­na­men.

Auch die Anzahl der Spie­le­rin­nen und Spieler, die Ihrem „The Isle“-Server beitreten sollen, kann in der Game.ini-Datei spe­zi­fi­ziert werden. Außerdem finden Sie in der Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei Mög­lich­kei­ten, das RCON-Passwort zu spe­zi­fi­zie­ren. Sie können auch auf die Nutzung des Passworts ver­zich­ten, indem Sie RconEnabled:false angeben.

Bild: Ansicht der Game.ini-Datei im Texteditor vim
In der Datei Game.ini können Sie die Kon­fi­gu­ra­ti­on Ihres „The Isle“-Servers vornehmen.

Schritt 8: Server starten

Nachdem das Setup Ihres Servers ab­ge­schlos­sen ist, können Sie Ihren Server starten. Hierzu müssen Sie zunächst in den richtigen Ordner na­vi­gie­ren:

cd /home/isle/isle
bash

An­schlie­ßend können Sie folgenden Befehl nutzen, um den Server zu starten. Hierbei müssen Sie [ip-adresse] durch Ihre eigene IP-Adresse ersetzen.

./TheIsleServer.sh MultiHome=[ip-adresse]?Port=7777?QueryPort=7778 -log
bash

Schritt 9: Mit dem „The Isle“-Server verbinden

Ihr Server ist nun er­folg­reich auf­ge­setzt. Damit der Spielspaß beginnen kann, müssen Sie sich nur noch mit Ihrem Server verbinden. Öffnen Sie hierzu Ihr Spiel und geben Sie die Daten Ihres soeben er­stell­ten Servers in der Suche ein. An­schlie­ßend werden Sie mit dem Server verbunden.

Bild: The Isle Gameplay
Sobald Sie mit Ihrem Server verbunden sind, können Sie als Di­no­sau­ri­er versuchen zu überleben.

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