Nachdem im ersten Teil des Webdesign-Mehr­tei­lers die Webdesign Planung im Vor­der­grund stand, zeigen wir Ihnen nun, wie Sie Ihre Website möglichst be­nut­zer­freund­lich gestalten. Es gibt unzählige Arten, eine In­ter­net­sei­te zu designen – doch nicht jedes Design überzeugt durch Nut­zer­freund­lich­keit. Hin­sicht­lich der Website-Struktur haben sich einige Standards durch­ge­setzt, die User gewohnt sind und die Betreiber daher be­rück­sich­ti­gen sollten, wenn sie an Ihrem eigenen Web­pro­jekt arbeiten.

Auch die Dar­stel­lung der Seite auf un­ter­schied­li­chen Geräten und Bild­schirm­grö­ßen be­ein­flusst das Nut­zungs­er­leb­nis – schließ­lich sind immer mehr Menschen auch über mobile Endgeräte im Web unterwegs. Be­rück­sich­ti­gen Sie das beim Design Ihrer Website, um Besuchern den Zugang und die Na­vi­ga­ti­on möglichst einfach zu machen.

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Was definiert eine nut­zer­freund­li­che Seite?

Die Be­dien­freund­lich­keit einer Homepage ist Be­stand­teil der Software-Ergonomie. Im Eng­li­schen wird diese Disziplin „usability en­gi­nee­ring“ genannt, wobei der Begriff Usability auch in den deutschen Sprach­ge­brauch Einzug gefunden hat. Usability meint in Bezug auf Websites deren Ge­brauchs­taug­lich­keit für die Besucher. Ein leicht ver­ständ­li­ches und schnell be­dien­ba­res Web­an­ge­bot gilt gemeinhin als be­nut­zer­freund­lich. Dabei sollte man die ge­gen­wär­ti­gen Ge­stal­tungs­kon­ven­tio­nen be­rück­sich­ti­gen und auch die tech­ni­schen Belange nicht ver­nach­läs­si­gen.

1. Be­nut­zer­freund­lich­keit und Kon­ven­tio­nen im Web

Die bar­rie­re­freie Nutzung einer Website spielt ebenfalls eine große Rolle bei der Be­nut­zer­freund­lich­keit. Der englische Begriff hierfür lautet „ac­ces­si­bi­li­ty“. Ein bar­rie­re­frei­es Web-Angebot zeichnet sich dadurch aus, dass es möglichst von allen Usern – un­ab­hän­gig von kör­per­li­chen, ko­gni­ti­ven, sprach­li­chen, tech­ni­schen oder anderen Ein­schrän­kun­gen – genutzt werden kann. Was Sie hierbei be­rück­sich­ti­gen sollten, können Sie z. B. der von „Aktion Mensch“ ein­ge­rich­te­ten Website „Einfach für Alle“ entnehmen.

Die Bar­rie­re­frei­heit Ihrer Website und andere wichtige Aspekte in Puncto Be­nut­zer­freund­lich­keit können Sie schnell und kostenlos mit dem IONOS Website-Checker über­prü­fen:

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2. Layout

Die optische Ge­stal­tung einer Homepage hängt immer auch vom je­wei­li­gen Thema bzw. der Branche ab. Dennoch zeichnen sich beim Layout von Websites bran­chen­über­grei­fen­de Trends und Stile ab. Während große Un­ter­neh­men meist noch am typischen Portal-Look mit mehr­spal­ti­ger Anordnung der Inhalte und einer Na­vi­ga­ti­on am Sei­ten­kopf oder -rand fest­hal­ten, werden für kleinere Un­ter­neh­men immer häufiger sehr groß­zü­gi­ge, nach unten scrol­len­de Websites gestaltet.

Die oberste Richt­li­nie beim Layout lautet, dass Sie Ihre Homepage über­sicht­lich halten. Eine über­la­de­ne Seite kann dazu führen, dass die Nutzer die Ori­en­tie­rung verlieren. Achten Sie deshalb auf eine aus­ge­wo­ge­ne Ver­tei­lung des Contents einer Seite. Dies geht einher mit einer struk­tu­rier­ten Auf­ma­chung der Inhalte: Texte sollten prägnant, leserlich und nur so lang wie nötig sein. Zudem sollten ins­be­son­de­re längere Texte durch Absätze und Über­schrif­ten ge­glie­dert sein. Auch für Bilder und Videos gilt, dass sie über ein wie­der­keh­ren­des Muster an­ge­ord­net und sinnvoll ein­ge­bun­den sein sollten. Je besser sich die Nutzer auf Ihrer Website zu­recht­fin­den, umso lieber halten sie sich dort auf.

Längst haben sich im Webdesign bestimmte Kon­ven­tio­nen etabliert. Sie de­fi­nie­ren, wie ein zeit­ge­mä­ßes Webdesign aussehen sollte. Die Ge­stal­tung vieler aktueller Websites lehnt sich bei­spiels­wei­se an die Be­nut­zer­ober­flä­che von sozialen Netz­wer­ken wie Facebook oder bekannten Blogs an. Eine Ori­en­tie­rung am Aufbau eta­blier­ter Websites ist insofern sinnvoll, als die meisten Nutzer mit solchen Be­dien­ober­flä­chen schon bestens vertraut sind. Und galten früher Websites mit medialen Spie­le­rei­en (etwa Ani­ma­tio­nen) als modern, ist heute vielmehr ein schlich­tes und ge­ord­ne­tes Webdesign gefragt, das dem User einen schnellen Überblick er­mög­licht. Dennoch ist es wichtig, dass das eigene Webdesign auch immer einen in­di­vi­du­el­len Anstrich besitzt.

3. Na­vi­ga­ti­on

Was für das Aussehen der Website gilt, kann auch auf deren Bedienung über­tra­gen werden: Halten Sie es über­sicht­lich und einfach. Eine gute Na­vi­ga­ti­on zeichnet sich dadurch aus, dass sie schnell und intuitiv zu bedienen ist – die User sollten die Me­nü­struk­tur sofort erkennen und verstehen. Eine einzige Na­vi­ga­ti­ons­leis­te reicht in den meisten Fällen voll­kom­men aus. Und selbst diese sollte nicht mit zu vielen Haupt- und Un­ter­me­nü­punk­ten überladen werden. Wenn Sie ein Auf­klapp­me­nü verwenden, sollte dieses über­schau­bar sein. Eine klare und ein­heit­li­che Na­vi­ga­ti­ons­struk­tur er­leich­tert die Bedienung und ge­währ­leis­tet, dass Ihre Website-Besucher stets den Überblick behalten.

Die Me­nü­punk­te müssen dabei auch als solche erkennbar sein. Gestalten Sie die Na­vi­ga­ti­ons­links z. B. über die Ver­wen­dung von Icons. Außerdem könnte sich der Maus­zei­ger oder der Menüpunkt sichtbar ändern, wenn die User mit dem Maus­zei­ger darüber fahren (Hover-Effekt). Ebenso ist darauf zu achten, die Un­ter­punk­te mit ein­deu­ti­gen, möglichst knappen Be­zeich­nun­gen zu versehen. Stellen Sie dabei sicher, dass die ver­link­ten Seiten auch tat­säch­lich das bieten, was die Me­nü­punk­te ver­spre­chen.

4. Tech­ni­sche Aspekte

Die tech­ni­sche Umsetzung einer Website ist ungemein wichtig. Elementar für die rei­bungs­lo­se Nutzung der Seite ist eine feh­ler­freie Ein­rich­tung der Website-Inhalte. Stellen Sie sicher, dass jeglicher Content richtig ein­ge­pflegt wurde – Anzeige- und La­de­feh­ler wirken un­pro­fes­sio­nell und hin­ter­las­sen bei den Besuchern einen faden Bei­geschmack. Wenn Inhalte viel Re­chen­leis­tung benötigen, kann es zu langen, un­an­ge­neh­men La­de­zei­ten kommen. Hiermit wird die Geduld der User auf die Probe gestellt – gerade im Internet ein No-Go. Kon­trol­lie­ren Sie daher re­gel­mä­ßig, dass Ihr Web­an­ge­bot feh­ler­frei ist und rei­bungs­los läuft.

Die An­for­de­run­gen an die Hardware der Nutzer sind ein weiterer tech­ni­scher Faktor. Eine Website soll im Idealfall mit jedem in­ter­net­fä­hi­gen Gerät, das den Min­dest­an­for­de­run­gen des mo­men­ta­nen Technik-Standards ent­spricht, aufrufbar sein. Folglich ist die Platt­form­un­ab­hän­gig­keit und Zu­gäng­lich­keit einer Homepage wichtig. Dies bedeutet bei­spiels­wei­se, dass eine Website un­ab­hän­gig vom ver­wen­de­ten Be­triebs­sys­tem funk­tio­niert. Es sollte keine un­ge­wöhn­li­che Software vonnöten sein, um die Inhalte dar­zu­stel­len. Die Seite darf ferner nicht zu viel Re­chen­leis­tung be­an­spru­chen. Sonst werden Nutzer aus­ge­schlos­sen, die über Geräte mit nur langsamen Pro­zes­so­ren verfügen.

5. Re­spon­si­ve Webdesign

Durch die starke Ver­brei­tung von in­ter­net­fä­hi­gen Mo­bil­ge­rä­ten wird es immer wichtiger, dass eine Website auf jedem Endgerät (Computer, Tablet, Smart­phone etc.) und in jeder Bild­schirm­grö­ße optimal dar­ge­stellt werden kann. Früher verfügten In­ter­net­an­ge­bo­te über­wie­gend über ein sta­ti­sches Layout. Das Design solcher Seiten ist starr und passt sich nicht an die Größe des Displays an. Gerade bei kleineren Smart­phone-Bild­schir­men hat dies zur Folge, dass die Nutzer nur einen schmalen Aus­schnitt der Website sehen.

Ein adaptives Layout leistet hier schon mehr: Es werden ver­schie­de­ne Formate für die Website angeboten – z. B. eine Smart­phone-, eine Tablet- und eine Desktop-Version. Jedoch ori­en­tie­ren sich die je­wei­li­gen Versionen nur an den gängigen Bild­schirm­grö­ßen be­stimm­ter Ge­rä­te­mo­del­le. Da sie nicht auf jedes mögliche Dis­play­for­mat zu­ge­schnit­ten sind, wird bei der Dar­stel­lung häufig unnötig Platz ver­schwen­det.

Das so­ge­nann­te Re­spon­si­ve Webdesign ist deutlich flexibler: Der Aufbau der In­ter­net­sei­te wird hierbei stets in­di­vi­du­ell an die Bild­schirm­grö­ße des Geräts an­ge­gli­chen. Es handelt sich also um ein re­ak­ti­ons­fä­hi­ges Webdesign („re­spon­si­ve“ = re­agie­rend), das best­mög­lich den ver­füg­ba­ren Platz des Bild­schirms nutzt. Nicht ohne Grund stellt es den aktuellen Standard im Webdesign dar. Im Gegensatz zum sta­ti­schen oder adaptiven Webdesign verwendet das Re­spon­si­ve Design ein variables Ge­stal­tungs­ras­ter (auch „Grid“ genannt). Dieses Raster passt sich nicht nur au­to­ma­tisch an das Bild­schirm­for­mat an, sondern stellt immer auch die wich­tigs­ten In­for­ma­tio­nen und Na­vi­ga­ti­ons-Elemente einer Seite in den Vor­der­grund. Das sorgt für eine hohe Nut­zer­freund­lich­keit der Website – egal, mit welchem Gerät sie auf­ge­ru­fen wird.

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Häufige Fehler im Webdesign

Fehler gehören zum Lern­pro­zess. Doch einige Webdesign-Fehler sollten Sie unbedingt vermeiden, wenn Sie der Kon­kur­renz einen Schritt voraus sein wollen:

  • Pop-up-Fenster: Vor nicht allzu langer Zeit war es noch modern, wenn sich beim Anklicken eines Links ein neues, kleineres Fenster öffnete. Mitt­ler­wei­le ist dies unter den meisten Usern verpönt – und es gibt viele Nutzer, die Pop-up-Fenster per Browser-Er­wei­te­rung komplett de­ak­ti­vie­ren.
  • Fehlende Kon­takt­da­ten: Bieten Sie den Nutzern möglichst viele Optionen, mit Ihnen in Kontakt zu treten. Die Kon­takt­da­ten müssen dabei auch ohne auf­wän­di­ge Suche für den Nutzer schnell auf­find­bar sein.
  • Links, die ins Leere führen: Ins Nichts führende Links sind ärgerlich und erhöhen die Ab­sprungra­ten Ihrer Website be­trächt­lich. Wenn Ihre Site fertig und online ist, sollten Sie diese in re­gel­mä­ßi­gen Abständen auf solche ver­al­te­ten oder feh­ler­haf­ten Links prüfen.
  • Veraltete Inhalte: Viele Websites enthalten alte und nicht mehr aktuelle Inhalte. Achten Sie darauf, dass der Content Ihrer eigenen Site immer auf dem neusten Stand ist.
  • Schlechte Na­vi­ga­ti­on: Der Nutzer erwartet im Internet vor allem Ge­schwin­dig­keit. Wenn er nicht zügig her­aus­fin­det, wie und wohin er wei­ter­ge­lan­gen kann, besucht er einfach eine andere Website: die Ihrer Kon­kur­renz. Auf jeder Un­ter­sei­te Ihrer Homepage sollte sich deshalb eine Na­vi­ga­ti­ons­leis­te befinden, die den Besucher zu sämt­li­chen wichtigen Site-Bereichen führt.
  • Zu viele Schrift­ar­ten und Farben: Webseiten sollten ein ein­heit­li­ches, har­mo­ni­sches Aussehen haben. Gerade Design-Neulinge neigen dazu, die riesige Menge an zur Verfügung stehenden Schrift­ar­ten und Farben voll aus­zu­nut­zen. Eine Faust­re­gel lautet: Für Ihre Website sollten Sie nicht mehr als drei zu­ein­an­der passende Schrift­ar­ten nutzen. Dasselbe gilt für die Farben.

Wenn Sie all diese Fehler vermeiden und außerdem die Grund­re­geln der Be­nut­zer­freund­lich­keit beachten, verfügt Ihre Website bereits über ein über­zeu­gen­des Grund­ge­rüst. Einen komplett stimmigen In­ter­net­auf­tritt erhalten Sie al­ler­dings nur, wenn Ihre Website auch durch Form und Farb­ge­bung überzeugt. Im letzten Teil unserer Webdesign-Grund­la­gen-Reihe erfahren Sie mehr zu der Wirkung von Designs und Farben.

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