Ob Selbst­por­träts, Land­schafts­auf­nah­men oder Es­sens­schnapp­schüs­se: Fotos sind im modernen digitalen Alltag all­ge­gen­wär­tig. Hoch­wer­ti­ge Smart­phone-Kameras und soziale Netzwerke wie Instagram sorgen dafür, dass kaum ein Bereich unseres Lebens bildlich un­do­ku­men­tiert bleibt. Da ver­wun­dert es kaum, dass immer mehr Menschen ihr Hobby zum Beruf machen möchten. Doch auch wenn das Be­rufs­feld der Fo­to­gra­fie in Deutsch­land seit 2004 zu den zu­las­sungs­frei­en Berufen zählt, heißt das noch lange nicht, dass keinerlei Vor­aus­set­zun­gen und Pflichten an das Bestreben, Fotograf zu werden, geknüpft sind.

Im Folgenden setzen wir uns mit den Grund­la­gen der pro­fes­sio­nel­len Fo­to­gra­fie aus­ein­an­der und zeigen auf, welche Mög­lich­kei­ten und Wege es gibt, Fotograf zu werden. Auch die Be­din­gun­gen, denen sich selbst­stän­di­ge Fo­to­gra­fen stellen müssen, werden the­ma­ti­siert.

Was macht bzw. welche Aufgaben hat ein Fotograf?

Ein Fotograf fo­to­gra­fiert Land­schaf­ten, Menschen (oder andere Lebewesen), Gebäude, Ge­gen­stän­de und diverse andere Motive. Trifft diese De­fi­ni­ti­on noch sowohl auf Hobby- als auch auf Be­rufs­fo­to­gra­fen zu, zeigt folgender Punkt den grund­le­gen­den Un­ter­schied: Ein pro­fes­sio­nel­ler Fotograf agiert an vor­ders­ter Stelle als Dienst­leis­ter. Der Großteil seines Ein­kom­mens re­sul­tiert aus Aufträgen, bei denen Auf­trag­ge­ber konkrete Vor­stel­lun­gen über das ge­wünsch­te Ergebnis haben und äußern. Wer Bilder zu Pri­vat­zwe­cken schießt, ist an derartige Vorgaben nicht gebunden, genießt also deutlich mehr Frei­hei­ten und verfolgt dadurch au­to­ma­tisch eine ganz andere Her­an­ge­hens­wei­se.

Wer ein pro­fes­sio­nel­ler Fotograf werden möchte, muss sich daher über kurz oder lang u. a. folgenden Aufgaben stellen:

  • Vor­be­spre­chung und Kon­zep­ti­on der ge­wünsch­ten Aufnahmen mit dem Kunden
  • Tech­ni­sche Umsetzung der Bildideen (Licht, Hin­ter­grund, Blick­win­kel etc.)
  • Fotos machen
  • Di­gi­ta­li­sie­rung und Nach­be­ar­bei­tung des er­stell­ten Fo­to­ma­te­ri­als
  • Ausdruck und Re­pro­duk­ti­on
Hinweis

Das Internet hat eine Menge neuer Auf­ga­ben­fel­der für Fo­to­gra­fen eröffnet. So bieten bei­spiels­wei­se Bild­da­ten­ban­ken wie Pixelio oder Pixabay eine her­vor­ra­gen­de Mög­lich­keit für Ne­ben­ver­diens­te. Mehr zu diesen beiden sowie diversen anderen Online-Da­ten­ban­ken finden Sie in unserem großen Bild­da­ten­bank-Vergleich.

Welche Arten von Fo­to­gra­fen gibt es?

Wie bei vielen anderen Be­rufs­fel­dern auch, lässt sich auch der Beruf als Fotograf auf ganz ver­schie­de­ne Weisen gestalten: Zu einer der ersten und wich­tigs­ten Ent­schei­dun­gen für jeden, der Fotograf werden möchte, zählt bei­spiels­wei­se die Über­le­gung, ob man den Job als Fest­an­ge­stell­ter in einem Ar­beits­ver­hält­nis oder als Frei­be­ruf­ler ausüben möchte. Dabei geht es um eine Abwägung der typischen Aspekte wie fi­nan­zi­el­le Si­cher­heit und Ei­gen­stän­dig­keit. Auch für Fo­to­gra­fen bedeutet eine Fest­an­stel­lung po­ten­zi­ell mehr Pla­nungs­si­cher­heit durch ein ge­re­gel­tes Einkommen. Zudem ist die Selbst­stän­dig­keit mit einer Reihe kniff­li­ger Zu­satz­bau­stel­len (Ver­si­che­run­gen, Rech­nun­gen, Steuern usw.) verbunden. Al­ler­dings können die kreativen Frei­hei­ten in einem Fest­an­ge­stell­ten­ver­hält­nis deutlich ein­ge­schränkt sein.

Ein weiteres Un­ter­schei­dungs­merk­mal in der Be­rufs­grup­pe der Fo­to­gra­fen ist die Art der Fo­to­gra­fie bzw. das Spe­zia­li­sie­rungs­ge­biet: Natürlich gibt es auch unter den Fo­to­gra­fen All­roun­der, die die ver­schie­dens­ten Aspekte der Fo­to­gra­fie abdecken – we­sent­lich typischer (und lang­fris­tig er­folg­ver­spre­chen­der) ist es jedoch, sich auf einen oder einige wenige Bereiche zu spe­zia­li­sie­ren. Zu den be­lieb­tes­ten Ka­te­go­rien zählen dabei die folgenden:

  • Por­trät­fo­to­gra­fie: Die Por­trät­fo­to­gra­fie ist sowohl im privaten als auch im ge­schäft­li­chen Umfeld (z. B. Be­wer­bungs­fo­tos) gefragt. Der Fokus liegt ty­pi­scher­wei­se auf dem Gesicht bzw. darauf, das cha­rak­te­ris­ti­sche Wesen des Haupt­mo­tivs her­vor­zu­he­ben. Neben der Por­trä­tie­rung von Menschen ist auch die Ab­lich­tung anderer Lebewesen ver­brei­tet.
     
  • Land­schafts­fo­to­gra­fie: Fo­to­gra­fie, die die belebte oder unbelebte Umwelt des Menschen the­ma­ti­siert, be­zeich­net man auch als Land­schafts­fo­to­gra­fie. Die Suche nach dem optimalen Aus­schnitt und der perfekten Per­spek­ti­ve spielen eine wichtige Rolle; ent­spre­chen­des Equipment wie ein Stativ ist im pro­fes­sio­nel­len Bereich un­ver­zicht­bar.
     
  • Event­fo­to­gra­fie: Die fo­to­gra­fi­sche Be­glei­tung von Events gehört seit Jahr­zehn­ten zu den be­lieb­tes­ten und lu­kra­tivs­ten Fo­to­gra­fie-Spe­zia­li­sie­run­gen. Ob Hochzeit, Ge­burts­tags­fei­er oder Messe – eine gute Auf­fas­sungs­ga­be und Ausdauer sind ebenso wichtig wie die not­wen­di­ge Hand­lungs­schnel­lig­keit und der Blick für besondere Motive.
     
  • Ar­chi­tek­tur­fo­to­gra­fie: Auch die fo­to­gra­fi­sche Abbildung von Ar­chi­tek­tur zählt zu den ältesten Dis­zi­pli­nen der Fo­to­gra­fie. Motive können jegliche Arten von Bauwerken und Im­mo­bi­li­en sein (Innen- und Au­ßen­an­sicht). Auf­trag­ge­ber kommen sowohl aus der Ar­chi­tek­tur­bran­che als auch aus Be­rufs­zwei­gen wie der Bau- oder Im­mo­bi­li­en­wirt­schaft. Typische Kund­schaft ist auch in der Gas­tro­no­mie, Ho­tel­le­rie und Tou­ris­mus­wirt­schaft zu finden.
Hinweis

Un­ab­hän­gig von der ein­ge­schla­ge­nen Spe­zia­li­sie­rung ist das An­for­de­rungs­pro­fil für jeden, der Fotograf werden möchte, sehr viel­schich­tig. So sind ein grund­sätz­li­ches fo­to­gra­fi­sches Talent und ge­stal­te­ri­sche Fä­hig­kei­ten ebenso wichtig wie ein aus­ge­präg­tes Gefühl für Ästhetik. Weitere wichtige Ei­gen­schaf­ten und Vor­aus­set­zun­gen, die es mit­zu­brin­gen gilt, sind ein gesundes Selbst­be­wusst­sein, Auf­ge­schlos­sen­heit, Fle­xi­bi­li­tät und Geduld.

Welche Wege gibt es, Fotograf zu werden?

Seit dem 1. Januar 2004 zählt die Be­rufs­fo­to­gra­fie in Deutsch­land zu den zu­las­sungs­frei­en Berufen. Der Beruf darf also auch dann ge­werb­lich ausgeübt werden, wenn keine Meis­ter­aus­bil­dung vorhanden ist. Auch Au­to­di­dak­ten können daher in diesem Be­rufs­feld aktiv werden und sich als Fo­to­gra­fen be­zeich­nen – es fehlt al­ler­dings die Be­rech­ti­gung, selbst aus­zu­bil­den. Neben der klas­si­schen Aus­bil­dung exis­tie­ren heute zudem ver­schie­de­ne Stu­di­en­gän­ge, die konkret auf die Fo­to­gra­fie zu­ge­schnit­ten sind oder das Be­rufs­feld zumindest in re­le­van­ter Weise an­schnei­den und damit ebenfalls von Interesse für alle sein können, die Fotograf werden bzw. als Fotograf arbeiten möchten.

Die klas­si­sche Aus­bil­dung zum Fo­to­gra­fen

Die Fo­to­gra­fie ist in Deutsch­land ein an­er­kann­ter Aus­bil­dungs­be­ruf nach der Hand­werks­ord­nung (HwO). Für die Aus­bil­dung ist ein Zeitraum von drei Jahren angesetzt, wobei es sowohl eine Zwi­schen­prü­fung (in der Mitte des vierten Aus­bil­dungs­halb­jah­res) als auch eine ab­schlie­ßen­de Ge­sel­len­prü­fung zu bestehen gilt. In der hand­werk­li­chen Aus­bil­dung liegt der Schwer­punkt wahlweise auf einer der folgenden Arten der Fo­to­gra­fie:

  • Pro­dukt­fo­to­gra­fie
  • Por­trät­fo­to­gra­fie
  • Industrie- und Ar­chi­tek­tur­fo­to­gra­fie
  • Wis­sen­schafts­fo­to­gra­fie

Al­ter­na­tiv zu einer Aus­bil­dung in einem Betrieb kann die Aus­bil­dung an einer Be­rufs­schu­le ab­ge­schlos­sen werden, wobei hier zwischen einer rein schu­li­schen Aus­bil­dung und einer dualen Aus­bil­dung zu un­ter­schei­den ist. Bei der dualen Variante lernen Aus­zu­bil­den­de die theo­re­ti­schen Grund­la­gen in der Schule, während Pra­xis­er­fah­run­gen im je­wei­li­gen Aus­bil­dungs­be­trieb gemacht werden. Die rein schu­li­sche Aus­bil­dung ver­mit­telt sowohl die theo­re­ti­schen als auch prak­ti­schen Kennt­nis­se – letztere in Form von Pro­jekt­ar­bei­ten und Be­triebs­prak­ti­ka.

Hinweis

Wer einen Ge­sel­len­ab­schluss und einige Jahre Be­rufs­er­fah­rung (bei vielen Lehr­gän­gen nicht mehr er­for­der­lich) hat, kann eine Wei­ter­bil­dung zum Fo­to­gra­fen­meis­ter machen. Diese liefert wert­vol­les Know-how, für alle, die den Schritt in die Selbst­stän­dig­keit wagen möchten. Zudem erhalten Fo­to­gra­fen­meis­ter das Recht, selbst aus­zu­bil­den. Die Wei­ter­bil­dung dauert ty­pi­scher­wei­se zwischen vier (Vollzeit) und neun Monaten (Teilzeit/be­rufs­be­glei­tend).

Fotograf werden an der Uni­ver­si­tät

Schon seit Längerem gibt es in Deutsch­land die Mög­lich­keit, die Künste der Fo­to­gra­fie im Rahmen eines Studiums zu erlernen. Je nach an­ge­bo­te­nem und gewähltem Stu­di­en­gang stehen die fo­to­gra­fi­schen Belange dabei aber un­ter­schied­lich stark im Fokus. So gibt es neben dem ge­ne­rel­len Fo­to­gra­fie-Studium folgende Stu­di­en­gän­ge, die ebenfalls für angehende Fo­to­gra­fen in­ter­es­sant sind:

  • Bildende Kunst – Fo­to­gra­fie / Fo­to­gra­fie, Grafik und Ty­po­gra­fie
  • Me­di­en­de­sign mit Stu­di­en­rich­tung Fo­to­de­sign
  • Fo­to­jour­na­lis­mus und Do­ku­men­tar­fo­to­gra­fie
  • Kom­mu­ni­ka­ti­ons­de­sign

Für die genannten Mög­lich­kei­ten exis­tie­ren in der Regel ein Bachelor-Stu­di­en­gang (ty­pi­scher­wei­se auf min­des­tens sieben Semester aus­ge­rich­tet) und ein optional an­schlie­ßen­der Master-Stu­di­en­gang. Wie die schu­li­sche Aus­bil­dung ist ein Studium stark auf die theo­re­ti­schen Aspekte der Fo­to­gra­fie aus­ge­rich­tet – Pra­xis­pro­jek­te und -semester sollen hierbei für die not­wen­di­gen prak­ti­schen Er­fah­run­gen in dem Be­rufs­feld sorgen.

Hinweis

Wer sich bereits sehr sicher mit seiner Ent­schei­dung ist, Fotograf werden zu wollen, kann außerdem nach einer Uni­ver­si­tät für ein duales Studium suchen: Auf diese Weise lässt sich der Uni­ver­si­täts­ab­schluss direkt mit wichtigen Pra­xis­er­fah­run­gen kom­bi­nie­ren.

Fotograf werden als Quer­ein­stei­ger

Wer also Fotograf werden und als solcher arbeiten möchte, muss dazu in Deutsch­land aktuell weder eine Aus­bil­dung noch ein Studium ab­schlie­ßen. Prin­zi­pi­ell ist dem­entspre­chend auch möglich, den Weg zum pro­fes­sio­nel­len Fo­to­gra­fen als Quer­ein­stei­ger ein­zu­schla­gen. Da in diesem Fall jegliche Hil­fe­stel­lung durch Ausbilder fehlt, erfordert diese Option aber ein hohes Maß an Ei­gen­in­itia­ti­ve und Selbst­dis­zi­plin, um Theorie und Praxis im Al­lein­gang zu be­wäl­ti­gen.

Zu den besten Lern­quel­len für Fo­to­gra­fie-Quer­ein­stei­ger zählen dabei folgende:

  • YouTube-Tutorials
  • Blogs rund um das Thema „Fo­to­gra­fie­ren“
  • Video-Training (prä­fe­riert: kos­ten­pflich­tig)
  • Workshops
  • E-Books
  • Fach­li­te­ra­tur
  • Praktika

Auch für Quer­ein­stei­ger gilt es, neben allem theo­re­ti­schen Wissen das not­wen­di­ge Praxis-Know-how auf­zu­bau­en. Von der auf­ge­zähl­ten Mög­lich­keit, Praktika bei anderen Fo­to­gra­fen zu machen, sollte man also unbedingt Gebrauch machen. Eine Bezahlung erhalten Sie hierfür zwar in den sel­tens­ten Fällen – die ge­won­ne­nen Er­fah­run­gen, die Sie in diesem Fall kos­ten­frei erhalten, und der Austausch mit einem Profi können sich jedoch lang­fris­tig auszahlen.

Tipp

Wenn Sie andere Fo­to­gra­fen oder Aus­bil­dungs­stät­ten per E-Mail kon­tak­tie­ren wollen, um bei­spiels­wei­se einen Prak­ti­kums­platz zu bekommen, ist eine pro­fes­sio­nel­le Adresse un­ver­zicht­bar. Bei IONOS erstellen Sie Ihre eigene E-Mail-Adresse inklusive kos­ten­lo­ser Domain und 24/7-Experten-Service. So sind Sie perfekt für Ihre ge­schäft­li­che Kom­mu­ni­ka­ti­on gerüstet!

Selbst­stän­dig machen als Fotograf: Was braucht man dazu?

Fotograf zu werden und sich selbst­stän­dig zu machen, ist für viele Kreative ein großer Traum. Dass es nur wenigen gelingt, diesen auch zu ver­wirk­li­chen, liegt ei­ner­seits an der stetig wach­sen­den Zahl der pro­fes­sio­nel­len und se­mi­pro­fes­sio­nel­len Kon­kur­ren­ten. An­de­rer­seits sorgen häufig eine un­ge­nü­gen­de Planung sowie falsche Er­war­tun­gen an den Be­rufs­all­tag und die erzielten Einnahmen für an­fäng­li­che Ent­täu­schun­gen, die nur schwer ab­zu­schüt­teln sind.

Im Folgenden haben wir die wich­tigs­ten Aspekte bei der Exis­tenz­grün­dung als Fotograf für Sie zu­sam­men­ge­fasst.

Der eigene Busi­ness­plan: Die Start­hil­fe in die Selbst­stän­dig­keit

Der Traum, ein selbst­stän­di­ger Fotograf zu werden, ist zunächst vor allem eines: Eine Ge­schäfts­idee, deren Um­setz­bar­keit Sie gleich an erster Stelle über­prü­fen sollten. Es ist wichtig, dass Sie sich vorher der fi­nan­zi­el­len Rah­men­be­din­gun­gen bewusst sind, denn Sie können nicht von Beginn an mit einem ge­re­gel­ten Einkommen rechnen. Zudem ist auch die An­schaf­fung des passenden Equip­ments zu be­rück­sich­ti­gen, das für die Tätigkeit als Fotograf un­ver­zicht­bar ist. Dabei sind zu­sätz­lich zu Kameras inklusive Zubehör (Objektive, Stative, Taschen etc.) auch Ar­beits­mit­tel für die Fo­to­be­ar­bei­tung (Soft- und Hardware) sowie Pro­duk­ti­ons-, Ver­si­che­rungs- und Be­triebs­ne­ben­kos­ten (Strom, Wasser, Gas) zu be­rück­sich­ti­gen.

Außer der Wirt­schaft­lich­keit sind Aspekte wie das ver­füg­ba­re Ar­beits­zeit­kon­tin­gent, die an­ge­streb­te Spe­zia­li­sie­rung sowie Wege zur Au­ßen­dar­stel­lung und Bewerbung der eigenen Dienst­leis­tung mit in die Planung ein­zu­be­zie­hen. Wie bei anderen Exis­tenz­grün­dun­gen empfiehlt es sich daher, einen in­di­vi­du­el­len Busi­ness­plan zu erstellen, der nicht nur Ihnen, sondern auch Banken oder möglichen Ge­schäfts­part­nern als wichtige Pla­nungs­stüt­ze dient.

Welche Fi­nan­zie­rungs­mög­lich­kei­ten gibt es?

Nur in den sel­tens­ten Fällen ist genügend Ei­gen­ka­pi­tal vorhanden, um den Traum, selbst­stän­di­ger Fotograf zu werden, komplett aus eigener Tasche fi­nan­zie­ren zu können. Banken und andere private Kre­dit­in­sti­tu­te dienen in diesem Fall als wichtige An­lauf­stel­le – und der zuvor auf­ge­führ­te Busi­ness­plan als wichtiges In­stru­ment, um po­ten­zi­el­le Geldgeber über die Rah­men­be­din­gun­gen des eigenen Selbst­stän­dig­keits­pro­jek­tes zu in­for­mie­ren. Darüber hinaus sollten Sie sich aber auch darüber in­for­mie­ren, ob Ihr be­ruf­li­cher Plan für staat­li­che För­de­run­gen in Frage kommt. Folgende Un­ter­stüt­zungs­for­men sind u. a. möglich:

  • Grün­dungs­zu­schüs­se für Exis­tenz­grün­der durch die Bun­des­ar­beits­agen­tur
  • Gründer-För­der­kre­di­te von Bürg­schafts­ban­ken
  • EU-För­der­gel­der für Jung­un­ter­neh­mer und Start-ups

Eine gute Übersicht über ver­füg­ba­re För­der­pro­gram­me auf Länder-, Bundes- und EU-Ebene liefert die För­der­da­ten­bank des BMWi (Bun­des­mi­nis­te­ri­um für Wirt­schaft und Energie).

Als Fotograf Selbst­stän­dig­keit anmelden: Frei­be­ruf­ler oder Gewerbe?

Wer Fotograf werden und sein eigener Chef sein möchte, muss – wie jeder andere Selbst­stän­di­ge auch – beim Finanzamt vor­stel­lig werden. Wie genau diese Anmeldung aus­zu­se­hen hat, hängt jedoch davon ab, ob Sie die Fo­to­gra­fie als frei­be­ruf­li­che oder ge­werb­li­che Tätigkeit ausüben.

Hinweis

Die Grenzen zwischen frei­be­ruf­li­cher und ge­werb­li­cher Tätigkeit sind in der Fo­to­gra­fie fließend. Prin­zi­pi­ell gilt: Je wichtiger die Rolle von Krea­ti­vi­tät und künst­le­ri­scher Umsetzung bei der Arbeit ist, desto eher ist sie als frei­be­ruf­lich ein­zu­stu­fen. Sind Sie unsicher, in welche Kategorie Ihre Tä­tig­kei­ten ein­zu­ord­nen sind, sollten Sie sich in jedem Fall von einem Be­rufs­ver­band, dem Finanzamt oder einer Industrie- und Han­dels­kam­mer pro­fes­sio­nell beraten lassen.

Anmeldung als Frei­be­ruf­ler

Wollen Sie sich als frei­be­ruf­li­cher Fotograf selbst­stän­dig machen, genügt ein formloser Antrag zur steu­er­li­chen Erfassung beim zu­stän­di­gen Finanzamt. Der Status als Frei­be­ruf­ler bringt darüber hinaus einige weitere Vorzüge mit sich: So entfällt nicht nur die Pflicht­mit­glied­schaft in einer Kammer, sondern auch die Ge­wer­be­steu­er. Ferner genügt es, bei der jähr­li­chen Ge­winn­ermitt­lung eine Ein­nah­me­über­schuss­rech­nung (EÜR) zu erstellen, wodurch die auf­wen­di­ge­re doppelte Buch­füh­rung bleibt.

Nach der Prüfung der ein­ge­reich­ten Un­ter­la­gen (dabei geht es u. a. um die Tä­tig­kei­ten, erwartete Einnahmen und die Rechts­form) weist Ihnen das Finanzamt dann Ihre Steu­er­num­mer zu, und Sie können die Arbeit als frei­be­ruf­li­cher Fotograf aufnehmen.

Anmeldung als Ge­wer­be­trei­ben­der

Wenn Sie, bei­spiels­wei­se als Betreiber eines Fo­to­stu­di­os oder als Event­fo­to­graf, als Ge­wer­be­trei­ben­der ein­zu­stu­fen sind, müssen Sie unbedingt ein Gewerbe anmelden. An­dern­falls drohen Ihnen bei einer späteren Über­prü­fung Ihrer selbst­stän­dig er­wirt­schaf­te­ten Einnahmen schmerz­haf­te Bußgelder.

Anders als bei der Anmeldung als Frei­be­ruf­ler wenden Sie sich nicht direkt an das Finanzamt, sondern an das für Sie zu­stän­di­ge Ge­wer­be­amt. Nach der ge­büh­ren­pflich­ti­gen Anmeldung in­for­miert dieses dann sowohl das Finanzamt als auch die zu­stän­di­ge Kammer (Hand­werks­kam­mer oder Industrie- und Han­dels­kam­mer).

Tipp

Es ist möglich, ein Gewerbe an­zu­mel­den und klar ab­grenz­ba­re, künst­le­ri­sche Tä­tig­kei­ten trotzdem auf frei­be­ruf­li­cher Basis ab­zu­rech­nen. Vor­aus­set­zung hierfür ist eine sehr strikte, saubere Buch­hal­tung mit einer über­sicht­li­chen Auf­lis­tung von Ein­künf­ten und Erträgen.

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Die eigene Website: Der digitale Eck­pfei­ler der Ei­gen­prä­sen­ta­ti­on

In kaum einem Beruf ist es einfacher und gleich­zei­tig wichtiger, sich selbst bzw. die eigenen Werke der po­ten­zi­el­len Kund­schaft zu prä­sen­tie­ren. Als Fotograf besitzen Sie eine Vielzahl an Ar­beits­re­sul­ta­ten, die In­ter­es­sen­ten ein gutes Bild über Ihre Fä­hig­kei­ten ver­mit­teln – und mit dem World Wide Web die perfekte Prä­sen­ta­ti­ons­platt­form. Wollen Sie also ein gut gebuchter Fotograf werden, sollten Sie unbedingt eine aus­sa­ge­kräf­ti­ge Fo­to­gra­fen-Website erstellen, die Ihre Stärken und Ideen her­vor­hebt und Besucher auf Anhieb von Ihren Fä­hig­kei­ten überzeugt.

Je nach ver­füg­ba­rem Budget und den eigenen Pro­gram­mier­kennt­nis­sen müssen Sie sich dabei überlegen, ob Sie Ihre „digitale Vi­si­ten­kar­te“ selbst pro­gram­mie­ren bzw. mit einem Homepage-Baukasten erstellen oder ob Sie einen externen Dienst­leis­ter be­auf­tra­gen. Un­ab­hän­gig von der ge­trof­fe­nen Wahl ist es wichtig, dass das End­ergeb­nis au­then­tisch und gut auf Ihre Ziel­grup­pe zu­ge­schnit­ten ist.

Tipp

Mit dem Homepage-Baukasten MyWebsite von IONOS erstellen Sie bequem und ganz ohne Pro­gram­mier­kennt­nis­se Ihre in­di­vi­du­el­le Fo­to­gra­fen-Website. Sie können natürlich auch den Website Design Service in Anspruch nehmen und Ihre Traum-Homepage direkt von unseren Experten erstellen lassen!

Marketing und Kun­den­ak­qui­se

Mit der eigenen Website gehen Sie bereits einen wichtigen Schritt in Richtung Marketing und Kun­den­ak­qui­se. Verlassen Sie sich jedoch nicht aus­schließ­lich auf Ihre Web­prä­senz, wenn es um die Au­ßen­dar­stel­lung Ihrer Dienst­leis­tung geht, sondern binden Sie die Seite in Ihre Ver­mark­tungs­stra­te­gie ein. Setzen Sie bei­spiels­wei­se auf ein Corporate Design, das nicht nur Ihre Website ausmacht, sondern auch in Ihren Vi­si­ten­kar­ten oder anderen Print-Wer­be­mit­teln wie­der­zu­fin­den ist. Nutzen Sie außerdem andere Mar­ke­ting­ka­nä­le wie Social Media und machen Sie dort intensiv Werbung für Ihre Homepage und Fo­to­gra­fie-Künste. Ferner können Sie Ihre Reich­wei­te bei ver­füg­ba­rem Budget mit Wer­be­an­zei­gen steigern, etwa mit Google Ads, Facebook-Werbung oder Instagram-Ads. Bild­ori­en­tier­te Netzwerke wie Instagram oder Pinterest bieten sich auch an, um die eigenen Arbeiten bekannter zu machen oder ein Portfolio zu zeigen.

Für den Kontakt zu po­ten­zi­el­len Kunden gilt schließ­lich: Scheuen Sie sich nicht davor, sich per­sön­lich vor­zu­stel­len, ob te­le­fo­nisch oder bei Bedarf auch in Person. Vor­ab­ge­sprä­che zum Ken­nen­ler­nen sind ins­be­son­de­re bei größeren Projekten wie einem Event oder einer Fo­to­stre­cke für ein Un­ter­neh­men un­ver­zicht­bar, damit sich beide Seiten wohl­füh­len und die Kun­den­wün­sche optimal umgesetzt werden können. Ein guter zwi­schen­mensch­li­cher Austausch erhöht zudem Ihre Chance, dass Ihre Kunden Sie wei­ter­emp­feh­len!

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