Der Einsatz von künst­li­cher In­tel­li­genz (KI) verändert die Arbeit in Service- und Sup­port­zen­tren grund­le­gend. Un­ter­neh­men können KI-Lösungen gezielt einsetzen, um te­le­fo­ni­sche Ser­vice­pro­zes­se zu au­to­ma­ti­sie­ren, Mit­ar­bei­ten­de zu entlasten und zentrale Ser­vice­kenn­zah­len messbar zu ver­bes­sern. Wie können auch Sie KI im Call Center einsetzen? Welche An­wen­dungs­fäl­le sind besonders wir­kungs­voll? Und welche Chancen sowie Her­aus­for­de­run­gen sollten Un­ter­neh­men be­rück­sich­ti­gen?

Wo kann KI im Call Center ein­ge­setzt werden?

Das Call Center ist Teil eines größeren Customer-Ex­pe­ri­ence-Öko­sys­tems, in dem Un­ter­neh­men über un­ter­schied­li­che Kon­takt­punk­te mit ihren Kundinnen und Kunden kom­mu­ni­zie­ren. Innerhalb dieses Umfelds kommt dem te­le­fo­ni­schen Service eine besondere Rolle zu, da Anfragen hier häufig zeit­kri­tisch, er­klä­rungs­be­dürf­tig oder per­sön­lich sind. Der Einsatz von künst­li­cher In­tel­li­genz im Call Center bezieht sich vor allem auf Sprach­ka­nä­le wie die Telefonie im Inbound- und Outbound-Bereich.

KI kann im Call Center an mehreren Stellen ein­ge­setzt werden, um sprach­ba­sier­te Ser­vice­pro­zes­se zu entlasten und besser zu steuern. Besonders sinnvoll ist der Einsatz bei hohem An­ruf­auf­kom­men, wie­der­keh­ren­den Anliegen und zeit­kri­ti­schen Ser­vice­fäl­len. Typische Ein­satz­be­rei­che sind:

  • Au­to­ma­ti­sier­ter Erst­kon­takt: KI-gestützte Te­le­fon­as­sis­ten­ten können Anrufe ent­ge­gen­neh­men, Anliegen struk­tu­riert erfassen und einfache Anfragen direkt be­ar­bei­ten. Dadurch lassen sich War­te­schlei­fen verkürzen und Ser­vice­mit­ar­bei­ten­de gezielt für kom­ple­xe­re oder be­ra­tungs­in­ten­si­ve Fälle einsetzen.
  • In­tel­li­gen­te Wei­ter­lei­tung von Anrufen: Anhand des ge­schil­der­ten Anliegens, der Dring­lich­keit oder vor­han­de­ner Kon­text­in­for­ma­tio­nen kann ent­schie­den werden, welches Team oder welche Mit­ar­bei­ten­den am besten geeignet sind. Das reduziert Fehl­wei­ter­lei­tun­gen und erhöht die Chance, dass ein Anliegen beim ersten Kontakt gelöst wird.
  • Un­ter­stüt­zung während des Gesprächs: Während eines laufenden Gesprächs kann KI relevante In­for­ma­tio­nen aus Wis­sens­da­ten­ban­ken be­reit­stel­len, Hinweise geben oder die Nach­be­rei­tung er­leich­tern, etwa durch au­to­ma­ti­sche Zu­sam­men­fas­sun­gen. Das entlastet Mit­ar­bei­ten­de und sorgt für kon­sis­ten­te­re Auskünfte.
  • Aus­wer­tung und Qua­li­täts­si­che­rung: Ergänzend kann KI zur Analyse von Ge­sprächs­da­ten ein­ge­setzt werden. So lassen sich Muster, häufige Anliegen oder Qua­li­täts­ab­wei­chun­gen erkennen, die als Grundlage für Op­ti­mie­run­gen, Schu­lun­gen oder Pro­zess­an­pas­sun­gen dienen können.
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Welche Vorteile ergeben sich für Un­ter­neh­men durch den Einsatz von KI im Call Center?

Der gezielte Einsatz von KI im Call Center wirkt sich auf mehrere zentrale Leis­tungs­kenn­zah­len aus und kann Ser­vice­pro­zes­se messbar ver­bes­sern. Die Vorteile zeigen sich sowohl in der ope­ra­ti­ven Effizienz als auch in der Ser­vice­qua­li­tät und Kos­ten­struk­tur.

Schnel­le­re Be­ar­bei­tung von Ser­vice­an­fra­gen

Durch au­to­ma­ti­sier­ten Erst­kon­takt, Vor­qua­li­fi­zie­rung und Un­ter­stüt­zung während des Gesprächs lassen sich Be­ar­bei­tungs­zei­ten verkürzen. Sowohl die durch­schnitt­li­che Be­ar­bei­tungs­zeit (AHT) als auch die First Response Time (FRT) können sinken, da Anrufende schneller eine erste Reaktion erhalten und Anliegen struk­tu­rier­ter be­ar­bei­tet werden.

Höhere Erst­lö­sungs­quo­te

In­tel­li­gen­tes Routing und kon­text­be­zo­ge­ne Un­ter­stüt­zung der Ser­vice­agen­ten erhöhen die Wahr­schein­lich­keit, dass Anliegen bereits beim ersten Kontakt gelöst werden. Eine höhere First Contact Re­so­lu­ti­on (FCR) reduziert Fol­ge­an­ru­fe und entlastet das Call Center zu­sätz­lich.

Ge­stei­ger­te Kun­den­zu­frie­den­heit

Kürzere War­te­zei­ten, bessere Er­reich­bar­keit und kon­sis­ten­te Auskünfte wirken sich positiv auf die Wahr­neh­mung des Services aus. Ver­bes­se­run­gen lassen sich häufig in Kenn­zah­len wie Customer Sa­tis­fac­tion (CSAT) oder Net Promoter Score (NPS) ablesen, auch wenn diese Effekte oft zeit­ver­setzt eintreten.

Nied­ri­ge­re Kosten und ef­fi­zi­en­te­re Prozesse

Durch Au­to­ma­ti­sie­rung des Kun­den­ser­vices können wie­der­keh­ren­de Aufgaben ef­fi­zi­en­ter be­ar­bei­tet und eine bessere Aus­las­tung der Mit­ar­bei­ten­den erreicht werden. Das reduziert den Bedarf an zu­sätz­li­chen Res­sour­cen, senkt operative Kosten und er­leich­tert die Ska­lie­rung bei stei­gen­dem An­fra­ge­vo­lu­men.

Welche Her­aus­for­de­run­gen und Risiken sind beim Einsatz von KI im Call Center zu beachten?

So groß das Potenzial von KI im Call Center ist, so wichtig ist es, mögliche Risiken rea­lis­tisch zu bewerten. Ein er­folg­rei­cher Einsatz setzt voraus, dass recht­li­che und or­ga­ni­sa­to­ri­sche Faktoren von Beginn an be­rück­sich­tigt werden.

Da­ten­schutz und DSGVO-Kon­for­mi­tät

Ge­sprächs­in­hal­te und Sprach­da­ten gelten als per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten im Sinne der DSGVO. Un­ter­neh­men müssen daher trans­pa­rent darüber in­for­mie­ren, dass KI ein­ge­setzt wird (Art. 13 DSGVO), und eine geeignete Rechts­grund­la­ge für die Ver­ar­bei­tung schaffen, etwa zur Ver­trags­er­fül­lung oder auf Basis einer Ein­wil­li­gung (Art. 6 DSGVO). Werden Gespräche auf­ge­zeich­net oder aus­ge­wer­tet, ist in der Regel eine aus­drück­li­che Zu­stim­mung der An­ru­fen­den er­for­der­lich.

Daten müssen außerdem geschützt, zweck­ge­bun­den ver­ar­bei­tet und frist­ge­recht gelöscht werden. Bei kom­ple­xe­ren Ein­satz­sze­na­ri­en, etwa bei um­fang­rei­cher Analyse von Sprach- oder Stim­mungs­da­ten, kann außerdem eine Da­ten­schutz-Fol­gen­ab­schät­zung nach Art. 35 DSGVO notwendig sein.

Feh­ler­an­fäl­lig­keit und Kon­troll­be­darf bei Agent Assist

KI-gestützte Systeme können feh­ler­haf­te oder un­voll­stän­di­ge In­for­ma­tio­nen liefern, wenn Daten nicht aktuell oder sauber struk­tu­riert sind. Ein­satz­be­rei­che sollten daher klar begrenzt, Inhalte geprüft und kritische Ent­schei­dun­gen nicht voll­stän­dig au­to­ma­ti­siert werden. Bewährt hat sich ein Ansatz, bei dem KI un­ter­stützt, die Ver­ant­wor­tung aber beim Menschen verbleibt.

Akzeptanz bei Mit­ar­bei­ten­den

KI verändert Ar­beits­ab­läu­fe und Rol­len­bil­der im Call Center. Ohne früh­zei­ti­ge Ein­bin­dung, Schu­lun­gen und trans­pa­ren­te Kom­mu­ni­ka­ti­on kann dies zu Un­si­cher­heit oder Ablehnung führen. Wird KI hingegen als un­ter­stüt­zen­des Werkzeug ein­ge­führt, das Rou­ti­ne­auf­ga­ben reduziert und die Arbeit er­leich­tert, steigt die Be­reit­schaft zur Nutzung deutlich.

Grenz­fäl­le, die mensch­li­che Kompetenz erfordern

Nicht jedes Anliegen lässt sich sinnvoll au­to­ma­ti­sie­ren. Emo­tio­na­le, rechtlich sensible oder besonders komplexe Fälle erfordern mensch­li­ches Ur­teils­ver­mö­gen und Empathie. KI-Systeme sollten solche Si­tua­tio­nen erkennen und zu­ver­läs­sig an Ser­vice­agen­ten übergeben, idea­ler­wei­se mit einer struk­tu­rier­ten Zu­sam­men­fas­sung des bis­he­ri­gen Gesprächs.

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Welche KI-Tech­no­lo­gien können im Call Center konkret zum Einsatz kommen?

Der Einsatz von KI basiert auf mehreren Tech­no­lo­gien, die je nach An­wen­dungs­fall kom­bi­niert werden. Ziel ist es, Sprach­in­ter­ak­tio­nen zu verstehen, zu steuern und Mit­ar­bei­ten­de gezielt zu un­ter­stüt­zen.

  • NLP und NLU für na­tür­li­che Sprache: Tech­no­lo­gien zur Ver­ar­bei­tung na­tür­li­cher Sprache (Natural Language Pro­ces­sing, NLP) und zum Sprach­ver­ständ­nis (Natural Language Un­der­stan­ding, NLU) er­mög­li­chen es, ge­spro­che­ne Anliegen zu erkennen, zu in­ter­pre­tie­ren und in­halt­lich ein­zu­ord­nen. Sie bilden die Grundlage für au­to­ma­ti­sier­ten Erst­kon­takt, die Erkennung von Absichten sowie die struk­tu­rier­te Wei­ter­lei­tung von Anrufen.
  • Speech-to-Text und Text-to-Speech: Speech-to-Text wandelt ge­spro­che­ne Sprache in Text um und macht Inhalte für Analyse, Do­ku­men­ta­ti­on oder Wei­ter­ver­ar­bei­tung nutzbar. Text-to-Speech erzeugt umgekehrt eine na­tür­li­che Sprach­aus­ga­be. Beide Verfahren sind es­sen­zi­ell für virtuelle Te­le­fon­as­sis­ten­ten und für die Un­ter­stüt­zung von Ser­vice­agen­ten während und nach dem Gespräch.
  • Sentiment-Analyse in Echtzeit: Mithilfe von Sentiment-Analysen kann KI Tonfall, Wortwahl oder Ge­sprächs­ver­lauf auswerten, um Hinweise auf die Stimmung der An­ru­fen­den zu erkennen. Solche In­for­ma­tio­nen können genutzt werden, um Es­ka­la­ti­ons­ri­si­ken früh­zei­tig zu iden­ti­fi­zie­ren oder Ser­vice­agen­ten gezielt zu un­ter­stüt­zen.
  • Virtuelle Te­le­fon­as­sis­ten­ten und IVR-Au­to­ma­ti­sie­rung: Virtuelle Te­le­fon­as­sis­ten­ten und sprach­ba­sier­te IVR-Systeme über­neh­men Aufgaben wie die Annahme von Anrufen, die Abfrage von In­for­ma­tio­nen oder die Wei­ter­lei­tung an zu­stän­di­ge Stellen. Im Vergleich zu klas­si­schen IVR-Lösungen er­mög­li­chen KI-gestützte Systeme fle­xi­ble­re Dialoge und eine na­tür­li­che­re In­ter­ak­ti­on.
  • Agent Assist und Wis­sens­da­ten­bank-Zugriff: Agent-Assist-Funk­tio­nen stellen Ser­vice­agen­ten während eines Gesprächs kon­text­be­zo­ge­ne In­for­ma­tio­nen bereit, etwa aus Wis­sens­da­ten­ban­ken oder an­ge­bun­de­nen Systemen. Dadurch lassen sich Auskünfte be­schleu­ni­gen, Fehler re­du­zie­ren und Ge­sprächs­ver­läu­fe kon­sis­ten­ter gestalten.

Wie im­ple­men­tiert man KI im Call Center er­folg­reich?

Damit der Einsatz von KI im Call Center tat­säch­lich Mehrwert schafft, sollte die Ein­füh­rung struk­tu­riert erfolgen. Bewährt hat sich ein schritt­wei­ses Vorgehen, das tech­ni­sche, or­ga­ni­sa­to­ri­sche und mensch­li­che Faktoren glei­cher­ma­ßen be­rück­sich­tigt. Wichtige Schritte in der Praxis sind:

1. Geeignete An­wen­dungs­fäl­le auswählen: Nicht jeder Prozess eignet sich für den Einstieg. Sinnvoll sind zunächst Bereiche mit hohem Volumen, klaren Abläufen und über­schau­ba­rem Risiko, etwa der Erst­kon­takt oder die Vor­qua­li­fi­zie­rung von Anrufen. 2. Daten- und Wis­sens­ba­sis vor­be­rei­ten: KI-Systeme benötigen aktuelle, kon­sis­ten­te Inhalte. Wis­sens­da­ten­ban­ken sollten bereinigt, Zu­stän­dig­kei­ten fest­ge­legt und relevante In­for­ma­tio­nen struk­tu­riert auf­be­rei­tet werden. 3. In­te­gra­ti­on in be­stehen­de Systeme si­cher­stel­len: Damit Kon­text­in­for­ma­tio­nen erhalten bleiben, ist die Anbindung an vor­han­de­ne Systeme ent­schei­dend, etwa an CRM-, Ticket- oder Te­le­fo­nie­sys­te­me. Me­di­en­brü­che sollten vermieden werden. 4. Pi­lot­pha­se durch­füh­ren und Er­geb­nis­se messen: Ein be­grenz­ter Pilot hilft, Annahmen zu über­prü­fen und Risiken früh zu erkennen. In dieser Phase sollten klare Kenn­zah­len definiert und re­gel­mä­ßig aus­ge­wer­tet werden. 5. Mit­ar­bei­ten­de einbinden und schulen: Ser­vice­agen­ten sollten früh­zei­tig in­for­miert und geschult werden. Ziel ist es, KI als un­ter­stüt­zen­des Werkzeug zu eta­blie­ren und Un­si­cher­hei­ten abzubauen. 6. Schritt­wei­se ausrollen und op­ti­mie­ren: Nach einer er­folg­rei­chen Pi­lot­pha­se kann der Einsatz erweitert werden. Dialoge, Regeln und Prozesse sollten dabei kon­ti­nu­ier­lich überprüft und angepasst werden.

Pra­xis­bei­spiel: Der KI-Te­le­fon­as­sis­tent von IONOS

Mit dem KI-Te­le­fon­as­sis­ten­ten von IONOS lässt sich KI gezielt für den au­to­ma­ti­sier­ten Erst­kon­takt in der Inbound-Telefonie einsetzen. Ziel ist es, Service-Teams zu entlasten und die te­le­fo­ni­sche Er­reich­bar­keit auch bei hohem An­ruf­auf­kom­men si­cher­zu­stel­len.

Er kann Anrufe rund um die Uhr ent­ge­gen­neh­men, Anliegen struk­tu­riert erfassen und einfache Anfragen direkt be­ar­bei­ten. Darüber hinaus ist es möglich, Termine zu ver­ein­ba­ren oder Anrufe anhand de­fi­nier­ter Regeln an zu­stän­di­ge Mit­ar­bei­ten­de wei­ter­zu­lei­ten. Gerade außerhalb der regulären Ge­schäfts­zei­ten oder bei Last­spit­zen trägt dies dazu bei, War­te­schlei­fen zu verkürzen und Ser­vice­pro­zes­se stabil zu halten.

Auch or­ga­ni­sa­to­risch ist der Einsatz bewusst einfach gehalten: Die Ein­rich­tung erfolgt re­gel­ba­siert und ohne tief­grei­fen­de tech­ni­sche An­pas­sun­gen. Nach einem Gespräch stehen struk­tu­rier­te Zu­sam­men­fas­sun­gen zur Verfügung, etwa per E-Mail, sodass Ser­vice­agen­ten den Kontext eines Anrufs schnell erfassen und nahtlos über­neh­men können.

Da­ten­schutz und Si­cher­heit sind dabei fest verankert. Die Ver­ar­bei­tung der Ge­sprächs­da­ten erfolgt DSGVO-konform und innerhalb der EU. Gleich­zei­tig sind die Grenzen der Au­to­ma­ti­sie­rung klar definiert: Komplexe, emo­tio­na­le oder rechtlich sensible Anliegen werden zu­ver­läs­sig an mensch­li­che Mit­ar­bei­ten­de übergeben. So ergänzt der KI-Te­le­fon­as­sis­tent den per­sön­li­chen Service, ohne ihn zu ersetzen.

Bild: Konfiguration des IONOS KI Telefonassistenten
Korrekt ein­ge­stellt, Un­ter­stützt Sie der IONOS KI Te­le­fon­as­sis­tent im Call Center.

Welche KPIs eignen sich zur Er­folgs­mes­sung?

Die Bewertung AI-ge­stütz­ter Call-Center-Lösungen erfordert eine Kom­bi­na­ti­on aus ope­ra­ti­ven und qua­li­ta­ti­ven KPIs. Ent­schei­dend ist weniger eine einzelne Kennzahl als das Zu­sam­men­spiel mehrerer KPIs über einen längeren Zeitraum.

Operative Service-Kenn­zah­len

  • Average Handling Time (AHT): Misst die durch­schnitt­li­che Dauer eines Anrufs. KI kann dazu beitragen, AHT zu re­du­zie­ren, etwa durch Vor­qua­li­fi­zie­rung oder Un­ter­stüt­zung während des Gesprächs.
  • First Response Time (FRT): Gibt an, wie schnell Anrufende erstmals eine Reaktion erhalten. Au­to­ma­ti­sier­ter Erst­kon­takt kann diese Zeit ins­be­son­de­re bei hohem An­ruf­auf­kom­men deutlich verkürzen.
  • First Contact Re­so­lu­ti­on (FCR): Zeigt, wie viele Anliegen bereits beim ersten Kontakt gelöst werden. In­tel­li­gen­tes Routing und Agent-Assist-Funk­tio­nen wirken sich hier positiv aus.
  • Service Level: Be­schreibt, wie viele Anrufe innerhalb de­fi­nier­ter Zeit­fens­ter an­ge­nom­men werden, und ist ein zentraler Indikator für Er­reich­bar­keit und Ka­pa­zi­täts­pla­nung.

Qualitäts- und Zu­frie­den­heits­kenn­zah­len

  • Customer Sa­tis­fac­tion (CSAT): Misst die Zu­frie­den­heit der Kundinnen und Kunden nach einer In­ter­ak­ti­on. Ver­bes­se­run­gen ergeben sich häufig indirekt durch kürzere War­te­zei­ten und kon­sis­ten­te­re Auskünfte.
  • Net Promoter Score (NPS): Gibt Auf­schluss über Wei­ter­emp­feh­lungs­be­reit­schaft und lang­fris­ti­ge Wahr­neh­mung des Services.
  • Customer Lifetime Value (CLV): Zeigt, welchen lang­fris­ti­gen Wert Kun­den­be­zie­hun­gen haben und kann Hinweise darauf liefern, ob ver­bes­ser­te Ser­vice­pro­zes­se die Kun­den­bin­dung stärken.

Bindungs- und Ef­fi­zi­en­z­in­di­ka­to­ren

  • Churn Rate: Gibt an, wie viele Kunden ab­sprin­gen. Eine sinkende Ab­wan­de­rungs­ra­te kann darauf hindeuten, dass Ser­vice­qua­li­tät und Er­reich­bar­keit nach­hal­tig ver­bes­sert wurden.
  • Au­to­ma­ti­sie­rungs- und Es­ka­la­ti­ons­ra­ten: Zeigen, wie viele Anliegen au­to­ma­ti­siert be­ar­bei­tet werden konnten und wann eine Übergabe an mensch­li­che Agenten erfolgt. Ein aus­ge­wo­ge­nes Ver­hält­nis ist hier ent­schei­dend.
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