Sie können MariaDB unter Windows schnell und einfach ein­rich­ten. Diese Anleitung zeigt Ihnen, wie Sie den Installer her­un­ter­la­den, die MariaDB-Instanz kon­fi­gu­rie­ren und mit einem gra­fi­schen Tool wie HeidiSQL verwalten.

Warum MariaDB unter Windows nutzen?

Windows ist in vielen Un­ter­neh­men und Ent­wick­lungs­um­ge­bun­gen ver­brei­tet. MariaDB läuft stabil auf Windows-Be­triebs­sys­te­men und bietet dort dieselbe Funk­tio­na­li­tät wie unter Linux. Wenn Sie Web­an­wen­dun­gen lokal ausführen oder eine vertraute Ent­wick­lungs­um­ge­bung aufbauen möchten, bietet die In­te­gra­ti­on von MariaDB unter Windows eine einfache Lösung.

MariaDB Windows – Welche Vor­aus­set­zun­gen gibt es?

  • Windows 10 oder 11 (64-Bit empfohlen)
  • Ad­mi­nis­tra­tor­rech­te für die In­stal­la­ti­on
  • In­ter­net­zu­gang zum Her­un­ter­la­den des In­stal­lers
  • Optional: HeidiSQL (empfohlen für die grafische Ver­wal­tung)
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Schritt-für-Schritt: MariaDB-Windows-In­stal­la­ti­on

Die In­stal­la­ti­on erfolgt über einen of­fi­zi­el­len Installer, der durch alle wichtigen Schritte führt. Unser Tutorial begleitet Sie durch den gesamten Prozess.

Schritt 1: Installer her­un­ter­la­den

  1. Besuchen Sie den Down­load­be­reich der of­fi­zi­el­len Website von MariaDB.
  2. Wählen Sie auf der Seite den „MariaDB Community Server“ und klicken Sie dann auf die Option „Windows (MSI Installer)“.
  3. Laden Sie die aktuelle Version herunter, zum Beispiel MariaDB 11.7 für Windows x64. Achten Sie auf die passende Ar­chi­tek­tur für Ihr System.

Schritt 2: In­stal­la­ti­on mit dem MSI-Paket

  1. Starten Sie den zuvor her­un­ter­ge­la­de­nen MSI-Installer per Dop­pel­klick.
  2. Im Be­grü­ßungs­bild­schirm klicken Sie auf „Next“, um mit der Ein­rich­tung zu beginnen.
  3. Ak­zep­tie­ren Sie die Li­zenz­be­din­gun­gen, indem Sie „I accept the terms“ markieren, und klicken Sie an­schlie­ßend erneut auf „Next“.
  4. Wählen Sie im Abschnitt „Custom Setup“ gezielt aus, welche Kom­po­nen­ten in­te­griert werden sollen. Für eine einfache Test­um­ge­bung können Sie Dritt­an­bie­ter-Tools abwählen, bei­spiels­wei­se wenn Sie HeidiSQL manuell in­stal­lie­ren möchten.
  5. Bestimmen Sie das In­stal­la­ti­ons­ver­zeich­nis. Der Standard ist C:\Program Files\MariaDB x.x. Sie können diesen Pfad auch anpassen, falls Sie ein anderes Laufwerk oder Ver­zeich­nis be­vor­zu­gen.

Schritt 3: Ser­ver­kon­fi­gu­ra­ti­on

  1. Vergeben Sie ein sicheres Root-Passwort für Ihre MariaDB-Instanz. Dieses benötigen Sie später, um sich als Ad­mi­nis­tra­tor an­zu­mel­den.
  2. Ak­ti­vie­ren Sie die Ein­stel­lung „Use utf8mb4 as default server’s character set“, um si­cher­zu­stel­len, dass die Datenbank moderne Zei­chen­sät­ze un­ter­stützt.
  3. Die übrigen Ein­stel­lun­gen wie Port (3306), Start als Windows-Dienst und Nutzung der InnoDB-Engine können Sie auf den Stan­dard­wer­ten belassen, sofern keine be­son­de­ren An­for­de­run­gen bestehen.
  4. Klicken Sie auf „Install“, um die In­stal­la­ti­on zu starten. Diese dauert je nach System etwa ein bis drei Minuten.

Schritt 4: MariaDB-Windows-In­stal­la­ti­on testen

  1. Öffnen Sie nach er­folg­rei­cher In­stal­la­ti­on die Ein­ga­be­auf­for­de­rung von Windows (cmd).
  2. Führen Sie folgenden Befehl aus, um sich mit Ihrer MariaDB-Instanz zu verbinden:
"C:\Program Files\MariaDB 11.7\bin\mariadb.exe" -u root -p
cmd
  1. Geben Sie das zuvor vergebene Root-Passwort ein. Nach er­folg­rei­chem Login wird Ihnen die MariaDB-Konsole angezeigt, in der Sie SQL-Befehle ausführen können.

Schritt 5: HeidiSQL in­stal­lie­ren

  1. Öffnen Sie die HeidiSQL-Website.
  2. Laden Sie das aktuelle Setup herunter und in­stal­lie­ren Sie es wie gewohnt.
  3. Nach dem ersten Start erscheint der Ver­bin­dungs­ma­na­ger. Klicken Sie auf „Neu“, um eine neue Ver­bin­dung zu erstellen.
  4. Tragen Sie die folgenden Daten ein:
  • Ver­bin­dungs­na­me: zum Beispiel „Local MariaDB“
  • Ver­bin­dungs­typ: MariaDB oder MySQL (TCP/IP)
  • Bi­blio­thek: libma­riadb.dll
  • Hostname/IP: 127.0.0.1
  • Be­nut­zer­na­me: root
  • Passwort: das in Schritt 3 vergebene Root-Passwort
  • Port: 3306
  1. Klicken Sie auf „Speichern“, um die Ver­bin­dung zu sichern, und an­schlie­ßend auf „Öffnen“, um sie zu starten. Sie sollten jetzt Zugriff auf Ihre Da­ten­bank­in­stanz haben.

Schritt 6: Datenbank erstellen

  1. Öffnen Sie HeidiSQL und verbinden Sie sich mit Ihrem MariaDB-Server.
  2. Klicken Sie mit der rechten Maustaste im linken Na­vi­ga­ti­ons­be­reich auf Ihre Ver­bin­dung und wählen Sie „Neu erstellen“ -> „Datenbank“.
  3. Geben Sie einen Namen für die neue Datenbank ein, zum Beispiel __testdb__, und be­stä­ti­gen Sie mit OK. Die neue Datenbank wird nun in der Übersicht angezeigt und ist sofort ein­satz­be­reit.

Schritt 7: Backup ein­spie­len

  1. Wählen Sie im linken Baum die Datenbank aus, in die Sie ein Backup im­por­tie­ren möchten.
  2. Öffnen Sie das Menü „Datei“ -> „SQL-Datei ausführen“.
  3. Wählen Sie im Da­tei­aus­wahl­dia­log Ihre ge­wünsch­te .sql-Datei aus und klicken Sie auf „Öffnen“.
  4. HeidiSQL führt alle SQL-Befehle aus der Datei aus. Nach wenigen Au­gen­bli­cken sollten Ihre Da­ten­bank­struk­tur und der ent­hal­te­ne Inhalt im­por­tiert sein.

Schritt 8: Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei anpassen

  1. Na­vi­gie­ren Sie zum In­stal­la­ti­ons­ver­zeich­nis von MariaDB in Windows, bei­spiels­wei­se C:\Program Files\MariaDB 11.7\data.
  2. Öffnen Sie die Datei my.ini mit einem Text­edi­tor Ihrer Wahl. Achten Sie darauf, diesen mit Ad­mi­nis­tra­tor­rech­ten zu starten.
  3. Nehmen Sie sinnvolle Än­de­run­gen vor. Bei­spiels­wei­se können Sie den Zei­chen­satz und die maximale Anzahl gleich­zei­ti­ger Ver­bin­dun­gen anpassen:
[server]
character-set-server=utf8mb4
collation-server=utf8mb4_unicode_ci
max_connections=200
ini
  1. Speichern Sie die Datei und starten Sie den Da­ten­bank­dienst neu, damit die Än­de­run­gen wirksam werden:
net stop mariadb
net start mariadb
cmd

Damit ist Ihre MariaDB-Umgebung unter Windows voll­stän­dig ein­ge­rich­tet und bereit für den pro­duk­ti­ven Einsatz.

Tipp

In unserem Ratgeber zeigen wir Ihnen zudem, wie Sie MariaDB via Docker, MariaDB auf Proxmox und MariaDB via Ku­ber­netes in­stal­lie­ren.

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