Snapchat-Account löschen – So geht’s

Snapchat hat sich unter den populären Instant-Messengern längst einen Namen gemacht. Der größte Reiz der App: Bilder, Videos und Stories, die man an Kontakte verschickt oder von ihnen erhält, sind nur wenige Sekunden verfügbar und werden nach dem Ansehen sofort wieder gelöscht. Diese sogenannten „Snaps“ kann man zudem mit verschiedensten Filtern, Stickern und Effekten versehen. Wie könnte man die App nicht mögen? Vielleicht, weil man mit dem laxen US-amerikanischen Datenschutz nicht zufrieden ist oder weil man aus der vorrangig jüngeren Zielgruppe schon herausgewachsen ist. Womöglich hat es aber auch einfach nicht mit dem erhofften „Snapchat-Fame“ geklappt und man hat schlicht die Lust am Messenger verloren.

Wollen Sie Ihren Account nun wieder entfernen, reicht es aber nicht aus, einfach Snapchat zu löschen. Wie bei anderen Apps bleiben dann Ihre persönlichen Daten nämlich auf den Servern des Betreibers gespeichert, auch wenn das kleine gelbe Geistersymbol von Ihrem Smartphone verschwunden ist. Die eigentliche Funktion zur Löschung eines Accounts ist wie bei vielen anderen Diensten dieser Art eher versteckt – schließlich möchte der Anbieter nur ungern Nutzer verlieren. Je nach Einzelfall reicht es vielleicht sogar aus, Ihren Account nur vorübergehend zu deaktivieren, statt ihn gleich gänzlich zu löschen. Für beides bieten wir ausführliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen.

Snapchat deaktivieren und Snapchat-Konto löschen

Wenn man sich bei Snapchat abmelden will, passiert das immer in zwei Schritten: Erst wird das Nutzerprofil für 30 Tage deaktiviert, bevor es dann endgültig von Snapchat gelöscht wird. Die Deaktivierung eines Accounts führt man dabei ebenfalls über die Löschen-Funktion durch. Wer die App gut kennt, wird aber bereits wissen, dass man entsprechende Funktion weder in der Android- noch in der iOS-Version findet. Stattdessen müssen Sie Ihren Webbrowser verwenden, was wie folgt funktioniert:

  1. Rufen Sie die Webseite „accounts.snapchat.com“ in Ihrem Browser auf.
  2. Melden Sie sich dort mit Ihrem Snapchat-Account an.
  3. Klicken Sie im nächsten Fenster auf „Meinen Account löschen“.
  4. Bestätigen Sie die Löschung Ihres Accounts, indem Sie noch einmal Ihre Login-Daten eingeben.
  5. Eine Meldung zeigt an, dass Ihr Account erfolgreich deaktiviert wurde und Sie in Kürze diesbezüglich eine Bestätigungs-E-Mail erhalten werden. Außerdem bekommen Sie den Hinweis, dass Ihr Account infolge der Deaktivierung binnen 30 Tagen gelöscht wird. Bis dahin haben Sie jederzeit die Möglichkeit, Ihren Snapchat-Account zu reaktivieren und alle Daten wiederherzustellen. Dafür müssen Sie sich nur ganz regulär mit Ihren Zugangsdaten beim Messenger anmelden.

Der alternative, aber umständlichere Lösungsweg besteht darin, direkt über die Snapchat-Homepage oder die Einstellungen der App (das Zahnrad-Symbol in Ihrem Profil) in den Support-Bereich zu navigieren. Dort klicken Sie dann unter dem Menüpunkt „Mein Account und Sicherheit“ auf „Account-Details“ und dann auf „Meinen Account löschen“. Dort erhalten Sie noch einmal alle wichtigen Informationen zur Deaktivierung und/oder Löschung Ihres Snapchat-Accounts. Ein Link zum „Accounts-Portal“ führt zur genannten URL „accounts.snapchat.com“. Von dort aus folgen Sie der oben beschriebenen Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Lassen Sie die 30 Tage verstreichen, ohne Ihren Account zu reaktivieren, wird er endgültig gelöscht. Dass bedeutet, dass alle Ihre Kontakte sowie Snaps, die Sie womöglich im Archiv der App gespeichert hatten, ebenfalls unwiderruflich gelöscht verlorengehen. Zudem wird Ihr Snapchat-Name wieder verfügbar, sodass andere Nutzer eventuell einen eigenen Account unter Ihrem Namen weiterführen könnten. Aus diesen Gründen sollte der Schritt zum Löschen Ihres Account wohlüberlegt sein. Im Zweifelsfall reicht erst einmal die Deaktivierung. Sollten Sie dann immer noch nicht die Lust verspüren, Ihre Snapchat-Aktivitäten wiederaufzunehmen, verschwindet Ihr Account automatisch nach 30 Tagen.

Snapchat abmelden: Wie kann ich meine Snaps sichern?

Das Erfolgskonzept von Snapchat fußt darauf, dass verschickte Bilder, Videos und Stories nur kurze Zeit für den Empfänger sichtbar sind und dann vollständig gelöscht werden. Das bietet mehr Sicherheit für die eigene Privatsphäre und erlaubt darüber hinaus diverse Freiheiten und kreative Nutzungsmöglichkeiten.

Seit Mitte 2016 gibt es beim Messenger aber eine neue Funktion namens „Memorys“. Diese erlaubt es, selbsterstellte Snaps und Stories in einem App-internen Archiv zu speichern und von dort aus zu verwalten. Mittels der Option „My Eyes Only“ ist es zudem möglich, sie mit einer PIN vor fremden Blicken zu schützen. Die Erinnerungen-Funktion können Sie aber auch so konfigurieren, dass Ihre Bilder und Videos in Ihrer internen Foto-Galerie auf Ihrem Smartphone gespeichert werden. Das funktioniert wie folgt:

  1. Klicken Sie in der App auf Ihr Snapchat-Profil und dort auf das Zahnrad-Symbol in der rechten oberen Ecke, um in die Einstellungen zu gelangen.
  2. Scrollen Sie nach unten und klicken Sie auf „Memorys“.
  3. Klicken Sie hier unter „Speichern“ auf „Speichern in…“.
  4. Nun können Sie zwischen den Speicheroptionen „Memorys“, „Memorys und Aufnahmen“ oder „Nur in Aufnahmen“ wählen.

Während es also werkseitig möglich ist, Ihre Snaps vor dem Löschen Ihres Snapchat-Accounts zu sichern, existiert solch eine Funktion für fremde Snaps nicht. Das liegt am inhärenten Vergänglichkeitsprinzip der App. Abhilfe können dedizierte Drittanbieter-Apps schaffen, die es zu Hauf im App Store und bei Google Play zu finden gibt. Seit einem großen Datenleck im Oktober 2014 bemüht sich Snapchat aber, Applikationen wie „Snap-Hack“ in regelmäßigen Abständen aus den Store-Angeboten zu entfernen. Grundsätzlich gilt also: Verwenden auf eigene Gefahr. Denn die meisten Fremd-Apps stellen sich schnell als Betrug heraus und im schlimmsten Fall riskieren Sie durch die Nutzung, dass Ihr Snapchat-Account gesperrt wird.

Natürlich können Sie die kurze Zeitspanne vor dem Verschwinden eines Bildes auch nutzen, um umständlich einen Screenshot davon zu erstellen. Dies hat allerdings den Nachteil, dass Ihr Kontakt darüber per Hinweis informiert wird. Indem Sie eine gängige Recorder-App (zum Beispiel den Apowersoft Bildschirm Recorder auf Android) verwenden, ist es Ihnen aber möglich, heimlich Videos von Ihrem Smartphone-Screen aufzuzeichnen. Da verarbeitete Daten zudem temporär im Cache Ihres Smartphones gespeichert werden, ist es mit bestimmten Apps und Programmen sogar möglich, gelöschte Bilder und Videos wiederherzustellen.


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