Augmented Reality (dt. er­wei­ter­te Realität, kurz: AR) lässt die Wirk­lich­keit und die virtuelle Welt ver­schmel­zen. In der Gaming-Branche ist die moderne Tech­no­lo­gie schon seit einigen Jahren im Einsatz – bis jetzt kon­zen­trie­ren sich die Ent­wick­ler dabei über­wie­gend auf mobile Geräte mit Android oder iOS. Denn Smart­phones und Tablets bieten mit ihren leis­tungs­star­ken Displays und den stan­dard­mä­ßig ein­ge­bau­ten Sen­sor­tech­no­lo­gien wie Kameras und GPS-Systemen die perfekte Grundlage für die Nutzung von Augmented-Reality-Apps, ohne dass dafür zu­sätz­li­ches Equipment wie eine AR-Brille er­for­der­lich ist.

Doch obwohl sie der Tech­no­lo­gie zum Durch­bruch verholfen haben, sind AR-Games bei Weitem nicht das einzige Medium, dass diese Technik für das Mo­bil­ge­rät nutzt: Ob Foto-, Shopping-, Lern- oder Na­vi­ga­ti­ons-App, Rei­se­füh­rer oder Re­stau­rant-Finder – nahezu jede App-Kategorie enthält in­zwi­schen auch solche Apps, die auf Augmented Reality setzen. Wir stellen Ihnen in den folgenden Ab­schnit­ten einige der span­nends­ten und nütz­lichs­ten AR-Apps für Android und iOS vor und be­leuch­ten dabei ins­be­son­de­re Aspekte wie Nut­zer­freund­lich­keit, An­wen­dungs­mög­lich­kei­ten, den Preis sowie auch den Spaß­fak­tor, der ins­be­son­de­re bei AR-Spielen immer im Vor­der­grund stehen sollte.

Gaming: Die Top 3 der AR-Games

Die Klassiker unter den Augmented-Reality-Apps sind zwei­fels­oh­ne Spiele. In den meisten AR-Spielen ist ins­be­son­de­re die Geo­lo­ka­li­sie­rung – also die Lo­ka­li­sie­rung eines Ob­jekt­stand­orts (z. B. via GPS) – von ent­schei­den­der Bedeutung, da diese eine perfekte Ver­knüp­fung der Spiel­in­hal­te mit der realen Umgebung er­mög­licht.

Pokémon Go (iOS, Android)

Als Pokémon Go im Sommer 2016 ver­öf­fent­licht wurde, entfachte die AR-App des US-ame­ri­ka­ni­schen Ent­wick­ler­stu­di­os Niantic einen re­gel­rech­ten Hype. Seitdem ziehen Menschen über den ganzen Globus verteilt durch die Straßen, um die bestens bekannten Phan­ta­sie­we­sen namens Pokémon zu fangen, zu trai­nie­ren und in vir­tu­el­len Kämpfen ge­gen­ein­an­der antreten zu lassen. Das Spiel ermittelt dabei per GPS in Echtzeit den Standort des Spielers und po­si­tio­niert ihn virtuell auf einer Landkarte, die auf der Google-Maps-Al­ter­na­ti­ve Open­Street­Map basiert. Se­hens­wür­dig­kei­ten und andere auf­fäl­li­ge Objekte der realen Welt werden dabei genutzt, um die digitale Spielwelt zu gestalten. Denn nur dort erhalten Spieler über wenige Klicks auf ihrem Smart­phone für das Spiel relevante Res­sour­cen – bei­spiels­wei­se Heil­trän­ke für ihre vir­tu­el­len Pokémon.

Da sich manche Pokémon nur in be­stimm­ten Gegenden oder gar zu be­stimm­ten Zeiten fangen lassen, ist eine Menge Geduld, Rei­se­be­reit­schaft und Ausdauer von den Spielern gefragt. Ver­pflich­ten­de Kosten sind mit dem Spiel aber nicht verbunden, denn die Augmented-Reality-App fi­nan­ziert sich aus­schließ­lich durch optionale In-App-Käufe (Po­ké­mün­zen, die sich gegen spezielle Ge­gen­stän­de, Skins oder Ac­ces­soires für den Spieler-Avatar ein­tau­schen lassen). Pokémon Go ist sowohl für iOS als auch für Android verfügbar, wobei das Zielgerät über einen GPS-Empfänger und min­des­tens zwei Gigabyte Ar­beits­spei­cher verfügen muss.

Pro Con
Kör­per­li­che Bewegung wird belohnt Mit vielen Tablets nicht spielbar
Re­gel­mä­ßi­ge Events Sehr zeit­auf­wän­dig

Knight­fall AR (iOS, Android)

Die AR-App Knight­fall AR nimmt Spieler mit in die Welt der Tem­pel­rit­ter. Das Stra­te­gie­spiel, das aus einer Zu­sam­men­ar­beit des Me­di­en­un­ter­neh­mens A&E Networks und den Ent­wick­ler­fir­men Milkroom En­ter­tain­ment & Spectral Games ent­stan­den ist, versetzt den Spieler in eine Welt mit­tel­al­ter­li­cher Schlach­ten: In ver­schie­de­nen Szenarios muss er feind­li­che Truppen abwehren, bevor diese die Stadt­mau­ern durch­bre­chen und das wert­volls­te Relikt des Chris­ten­tums – den heiligen Gral – erbeuten können. Grundlage für das AR-Spiel ist die Tech­no­lo­gie Google ARCore (Android) bzw. Apple ARKit (iOS). Sowohl die Android- als auch die iOS-Version er­mög­li­chen es der Augmented-Reality-App, ho­ri­zon­ta­le Ober­flä­chen zu erkennen und darauf virtuelle Objekte zu plat­zie­ren.

Schnitt­stel­le der AR-App und der realen Welt ist die Kamera des je­wei­li­gen Mo­bil­ge­räts, deren Bilder Knight­fall AR in Echtzeit ver­ar­bei­tet, um die Spielwelt an ge­eig­ne­ter Position dar­zu­stel­len. Der geringe Umfang des Games lässt sich durch die Tatsache ver­schmer­zen, dass es gänzlich kos­ten­frei ist. Die aktuellen Versionen des Spiels, die für Android und iOS verfügbar ist, sind in den gängigen Stores zu finden. Der Fokus bei der Ent­wick­lung scheint aber auf den Geräten von Apple zu liegen, für die neue Updates deutlich früher er­schei­nen.

Pro Con
Spielfeld lässt sich jederzeit von allen Seiten aus be­trach­ten Keine deutsche Sprach­aus­ga­be
Verdiente Münzen lassen sich gegen in­ter­es­san­te In­for­ma­tio­nen über die Temp­ler­zeit ein­tau­schen Sehr re­chen­in­ten­siv

Harry Potter: Wizards Unite (iOS, Android)

Das im Juni 2019 er­schie­ne­ne AR-Game Harry Potter: Wizards Unite geht auf eine Ko­ope­ra­ti­on von WB Games, der Vi­deo­spiel­ab­tei­lung der US-ame­ri­ka­ni­schen Film- und Fern­seh­ge­sell­schaft Warner Bros., und dem Pokémon-Go-Macher Niantic zurück. Fans der Zau­ber­welt von Er­folgs­au­torin J. K. Rowling kommen bei der Augmented-Reality-App voll auf ihre Kosten: In Harry Potter: Wizards Unite sind magische Ge­gen­stän­de, Personen und Tierwesen ver­se­hent­lich in der realen Welt gelandet und müssen nun per Zau­ber­spruch zurück an ihren alten Platz gebracht werden. Wie bei Pokémon Go be­ein­flusst der tat­säch­li­che Standort des Spielers (GPS) auch den Standort des Avatars in der Spielwelt, weshalb re­gel­mä­ßi­ge Ausflüge für am­bi­tio­nier­te Nach­wuchs­zau­be­rer und -hexen zum Pflicht­pro­gramm zählen.

Die Suche nach ver­schwun­de­nen Ge­gen­stän­den, Personen und Tierwesen der Zau­ber­welt ist natürlich nicht der einzige Spiel­in­halt der AR-App: Auch das Besiegen von Gegnern und die Eroberung von Festungen stehen auf der Ta­ges­ord­nung – spe­zi­fi­sche Berufe, die Her­stel­lung von Zau­ber­trän­ken und eine stetige Ver­bes­se­rung der magischen Fer­tig­kei­ten spielen dabei eine wichtige Rolle. Harry Potter: Wizards Unite ist für iOS und Android verfügbar und prin­zi­pi­ell kostenlos. Das Spiel fi­nan­ziert sich aus­schließ­lich über frei­wil­li­ge In-App-Käufe, mit deren Hilfe Spieler bei­spiels­wei­se ver­brauch­te Zau­ber­en­er­gie ohne Wartezeit wieder aufladen können.

Pro Con
Tolle Grafik Auf den meisten Tablets nicht spielbar
Viel­sei­ti­ge Spiel­mög­lich­kei­ten Res­sour­cen­in­ten­siv und hoher Strom­ver­brauch

E-Commerce: Drei Augmented-Reality-Apps für ein besseres Shopping-Erlebnis

Marketer sind ständig auf der Suche nach den neuesten Trends, um den E-Commerce-Erfolg des eigenen bzw. des betreuten Un­ter­neh­mens zu ma­xi­mie­ren. AR-Apps, die Produkte, Marken oder Ver­kaufs­platt­for­men in den Mit­tel­punkt stellen, werden dabei zu einem immer wich­ti­ge­ren In­stru­ment.

Tipp

Aus­führ­li­che In­for­ma­tio­nen über das Potenzial von er­wei­ter­ter Realität im E-Commerce erhalten Sie in unserem Artikel „Augmented Reality: Wie Pikachu dem E-Commerce hilft“.

IKEA Place (iOS, Android)

Mit IKEA Place stellt das schwe­di­sche Ein­rich­tungs­un­ter­neh­men IKEA seinen Kunden seit Ende 2017 eine äußerst prak­ti­sche und kos­ten­lo­se AR-App zur Verfügung, die ein­drucks­voll unter Beweis stellt, wie er­wei­ter­te Realität das Ein­kaufs­er­leb­nis ver­bes­sern kann. IKEA Place erlaubt es dem Nutzer, diverse, bei IKEA er­hält­li­che Produkte – ob Sofa, Sessel oder Couch­tisch – virtuell und maß­stabs­ge­treu in eine Aufnahme der eigenen vier Wände zu plat­zie­ren. Auf diese Weise gewinnt man schnell einen Eindruck von der Größe des ge­wünsch­ten Mö­bel­stücks, ohne dafür die eigene Vor­stel­lungs­kraft bemühen zu müssen. Vor­aus­set­zung ist lediglich eine aus­rei­chend be­leuch­te­te, freie Fläche, die sich gut per Kamera-Scan von der Augmented-Reality-App erfassen lässt.

Ferner verfügt IKEA Place über eine Such­funk­ti­on, mit der sich vor­han­de­ne Mö­bel­stü­cke scannen und mit passenden Al­ter­na­ti­ven im IKEA-Sortiment ver­glei­chen lassen, sowie eine Share-your-place-Funktion, die es er­mög­licht, den AR-op­ti­mier­ten Wohnraum in Social-Apps wie WhatsApp oder Instagram zu teilen. Nutzbar ist die AR-App mit einer Vielzahl an Tablets und Smart­phones – es gibt sie als Version für Android-Geräte (ab 7.0) oder auch als App für iOS (ab 11.0). Al­ler­dings funk­tio­nie­ren die Erfassung der Ober­flä­chen und die ord­nungs­ge­mä­ße Dar­stel­lung der vir­tu­el­len Objekte nicht auf allen Geräten gleich gut.

Pro Con
Großteil der IKEA-Pro­dukt­pa­let­te ist verfügbar Viele Geräte haben (noch) Probleme mit der maß­stabs­ge­treu­en Dar­stel­lung der Möbel
Große Hilfe bei der pla­ne­ri­schen Ge­stal­tung eigener Zimmer Ver­braucht sehr viel Ak­ku­leis­tung

Augment (iOS, Android)

Über 2,5 Millionen Mal wurde die Augmented-Reality-App Augment bereits her­un­ter­ge­la­den – und das hat einen guten Grund: Die Anwendung der gleich­na­mi­gen Firma aus Paris richtet sich an alle On­line­händ­ler, die ihre Pro­dukt­pa­let­te virtuell „testbar“ machen wollen, aber nicht über die er­for­der­li­chen tech­ni­schen und fi­nan­zi­el­len Mittel verfügen, um eine ei­gen­stän­di­ge AR-App ent­wi­ckeln und anbieten zu können. Augment bietet nämlich die Mög­lich­keit, 3D-Modelle der eigenen Produkte zu ge­ne­rie­ren (aus 2D-Vorlagen) und in einer Datenbank zu listen. Will man die eigene Ware später prä­sen­tie­ren, bieten die vir­tu­el­len Pendants hierfür die perfekte Basis. Kos­ten­frei ist dies al­ler­dings nicht: Die Kosten für die ver­füg­ba­ren „BUSINESS“-Pläne starten bei 9 Euro im Monat.

Wer bereits eine eigene App für den On­lin­ever­kauf betreibt, kann die Augment-AR-Tech­no­lo­gie dank ein­bett­ba­rem SDK (Software De­ve­lo­p­ment Kit) außerdem auch in diese App in­te­grie­ren. Käufer können sich die 3D-Modelle dadurch direkt im Shop anschauen. Zudem lässt sich die virtuelle Pro­dukt­pa­let­te im 3D-Hub listen, sodass sie auch über die Such­funk­ti­on von Augment gefunden und getestet werden kann: ähnlich, wie es bei IKEA Places der Fall ist. Beide Lösungen erfordern aber den Abschluss eines der teureren „ECOMMERCE“-Pläne, die bei mo­nat­li­chen Kosten von 89 Euro starten. Wer sich die Augmented-Reality-App, die für sich genommen kostenlos ist, zunächst anschauen möchte, findet die Versionen für iOS und für Android im je­wei­li­gen Store.

Pro Con
AR-App für Verkäufer und Kunden Hohe mo­nat­li­che Kosten für Verkäufer-Features
3D-Hub mit Produkten ver­schie­dens­ter Anbieter steht Käufern kos­ten­frei zur Verfügung Plat­zie­rung und Po­si­tio­nie­rung/Drehen der vir­tu­el­len Objekte in der App ist mitunter schwierig

DHL Packset App (iOS)

Der deutsche Paket- und Brief-Express-Dienst DHL hat eine AR-App auf den Markt gebracht, die das eigene Produkt in den Vor­der­grund stellt, das darüber hinaus aber auch für eine Vielzahl an Ein­zel­per­so­nen und Firmen einen großen Mehrwert darstellt, die im E-Commerce tätig sind. Die DHL Packset App er­mög­licht es Nutzern, die von DHL ver­trie­be­nen „Packset“-Ver­sand­kar­tons virtuell auf einer ge­eig­ne­ten Ober­flä­che (dunkel, nicht re­flek­tie­rend, glänzend) zu plat­zie­ren. In dem vir­tu­el­len Paket lassen sich dann testweise Produkte verstauen, die per DHL ver­schickt werden sollen. Auf diese Weise ist das passende Packset pro­blem­los gefunden – ohne jegliches Maße-Nehmen und Rät­sel­ra­ten.

Ist das passende Packset gefunden, lässt es sich mit der AR-App auch sogleich bestellen – inklusive passender Ver­sand­mar­ke. Die Lieferung ist dabei ab einem Be­stell­wert von 20 Euro kos­ten­frei. Auch die DHL Packset App selbst ist gänzlich kos­ten­frei, al­ler­dings müssen Kunden derzeit aus­schließ­lich mit einer Version für iOS (ab 11.3) Vorlieb nehmen, da eine Android-App (zumindest derzeit) nicht existiert. Per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten ver­ar­bei­tet die Augmented-Reality-App im Übrigen nicht – nur bei der In­stal­la­ti­on über eine Facebook-Wer­be­an­zei­ge erfolgt zwecks Ab­rech­nung mit der deutschen Post eine Be­nach­rich­ti­gung via Facebook über die er­folg­rei­che In­stal­la­ti­on.

Pro Con
Packset-Boxen werden in Ori­gi­nal­grö­ße dar­ge­stellt Nur für iOS verfügbar
Pakete und Ver­sand­mar­ken lassen sich direkt mit der App bestellen  

Bildung und Wissen: 3 AR-Apps mit Lern­fak­tor

Der Wert von Software, die Wissen ver­mit­telt und Schüler wie Studenten beim Lernen un­ter­stützt, ist Ent­wick­lern seit Jahren bekannt. Dank Augmented Reality ist es heute aber noch einfacher, Lern­in­hal­te greifbar zu machen und den Lern­pro­zess in­ter­es­sant und mo­ti­vie­rend zu gestalten.

GeoGebra 3D Gra­fik­rech­ner (iOS, Android)

Dass Ma­the­ma­tik für viele Menschen so schwer zu verstehen ist, liegt vor allem auch daran, dass sie viel theo­re­ti­sches Wissen und abs­trak­tes Denken vor­aus­setzt. Die Augmented-Reality-App GeoGebra 3D Gra­fik­rech­ner setzt an diesem Punkt an, indem sie ma­the­ma­ti­sche Inhalte mithilfe er­wei­ter­ter Realität buch­stäb­lich zum Leben erweckt. So erlaubt sie es bei­spiels­wei­se, drei­di­men­sio­na­le Funk­ti­ons­gra­phen und Flächen zu zeichnen oder beliebige geo­me­tri­sche Formen wie Kugeln, Körper oder Ebenen zu erzeugen und virtuell dar­zu­stel­len. Dabei ist es nicht er­for­der­lich, passende Ober­flä­chen für die Plat­zie­rung der je­wei­li­gen ma­the­ma­ti­schen Objekte zu suchen, da sich diese auch be­gut­ach­ten lassen, wenn sie einfach in der Luft schweben.

Auch der Lern­fak­tor kommt bei der AR-App nicht zu kurz: Wer sein ma­the­ma­ti­sches Wissen fördern oder den GeoGebra 3D Gra­fik­rech­ner zu Un­ter­richts­zwe­cken nutzen möchte, findet in der App ver­schie­de­ne Lern- und Un­ter­richts­ma­te­ria­li­en. Wie die App selbst stehen diese für alle User kos­ten­frei zur Verfügung – einzige Vor­aus­set­zung ist die nicht-kom­mer­zi­el­le Nutzung. Alle er­rech­ne­ten Er­geb­nis­se lassen sich im Übrigen speichern und mit Freunden oder Lehrern teilen.

In­ter­es­sier­te finden die Mathe-App sowohl im AppStore (für Tablets und Smart­phones mit iOS) als auch im Google Play Store (für Tablets und Smart­phones mit Android).

Pro Con
Gut für den Ma­the­ma­tik­un­ter­richt nutzbar Teilweise recht kom­pli­zier­te Bedienung
Sämtliche Lern- und Un­ter­richts­ma­te­ria­li­en sind kos­ten­frei  

Mondly (iOS, Android)

Über 30 Sprachen lassen sich mithilfe von Mondly erlernen – unter anderem Fran­zö­sisch, Ita­lie­nisch, Englisch und Spanisch. Die AR-App der ru­mä­ni­schen Ent­wick­ler­fir­ma ATi Studios richtet sich sowohl an Anfänger, die eine Fremd­spra­che von Grund auf lernen wollen, als auch an Fort­ge­schrit­te­ne, die vor­han­de­ne Sprach­kennt­nis­se per­fek­tio­nie­ren wollen. Beim täglichen Training von Vokabeln und Grammatik ist dabei dank ver­schie­de­ner Modi Ab­wechs­lung angesagt: Die täglichen Standard-Lektionen werden bei­spiels­wei­se durch wö­chent­li­che Quiz und mo­nat­li­che Aufgaben ergänzt, um die Mo­ti­va­ti­on lang­fris­tig hoch zu halten. Hinzu kommen Sprach­fea­tures wie ein in­te­grier­ter Chatbot und ein vir­tu­el­ler Sprach­leh­rer, mit denen Nutzer – per Mikrofon – all­tags­na­he Gespräche in den ge­wünsch­ten Ziel­spra­chen führen können.

Virtuelle Ge­sprächs­part­ner sind al­ler­dings nicht das einzige, was die Augmented-Reality-App der realen Welt hin­zu­fü­gen kann: Um den Lern­pro­zess noch bild­haf­ter zu gestalten, werden in passenden Si­tua­tio­nen auch andere Objekte an Ort und Stelle platziert. So zeigt Mondly bei­spiels­wei­se Tiere oder Ge­gen­stän­de an, wenn diese Thema der geführten Un­ter­hal­tung bzw. Übung sind, und erhöht damit die Wahr­schein­lich­keit, dass das neu Gelernte in Er­in­ne­rung bleibt, da es sich auch visuell einprägt. Die App, die für Android und iOS er­hält­lich ist, lässt sich zwar grund­sätz­lich kos­ten­frei nutzen, einige Inhalte sind al­ler­dings nur nach Abschluss des kos­ten­pflich­ti­gen Premium-Abon­ne­ments verfügbar. Nutzer können zwischen dem 1-Monats-Tarif für 9,99 Euro und dem 12-Monate-Tarif für 47,99 Euro wählen.

Pro Con
Stimm­auf­nah­men von Mut­ter­sprach­lern Zu wenige Gram­ma­tik­übun­gen
Sprachen lernen auf allen Ebenen (Bild, Wort und Ton) In­tel­li­gen­te Wie­der­ho­lungs­me­cha­nik fehlt

SketchAR (iOS, Android)

SketchAR richtet sich an alle, die schon immer einmal lernen wollten, besser zu zeichnen. Die Augmented-Reality-App, die von einem Start-up aus Litauen ent­wi­ckelt wurde, nutzt die Mög­lich­kei­ten er­wei­ter­ter Realität, indem sie Zeich­nun­gen virtuell auf Papier oder Wänden abbildet. Zu diesem Zweck steht eine riesige Auswahl an Motiven zur Verfügung, die es nach der Auswahl lediglich auf der ge­wünsch­ten Fläche aus­zu­rich­ten gilt. Um dem Nutzer den Prozess des Zeichnens so einfach wie möglich zu machen, lassen sich bei vielen Vorlagen einzelne Teile des Bildes nach­ein­an­der ein­blen­den, sodass sich das eigene Kunstwerk Schritt für Schritt und in aller Ruhe fer­tig­stel­len lässt.

SketchAR verfügt über einen vir­tu­el­len As­sis­ten­ten, der Nutzern mit Rat und Tat zur Seite steht. Dank Machine Learning sammelt und ver­ar­bei­tet dieser Assistent stetig In­for­ma­tio­nen über den per­sön­li­chen Fort­schritt, wodurch er zu jedem Zeitpunkt per­so­na­li­sier­te Tipps geben kann. Die AR-App ist für Android und iOS er­hält­lich und auf beiden Be­triebs­sys­te­men kostenlos nutzbar. Einige Motive und Lektionen lassen sich al­ler­dings nur per In-App-Kauf frei­schal­ten – tut man dies nicht, werden sie zwar angezeigt, sind jedoch nicht aus­wähl­bar.

Pro Con
Vir­tu­el­ler Assistent mit Machine Learning Erfassung der Fläche fürs Zeichnen funk­tio­niert auf einigen Geräten nicht wie gewünscht
Einige Vorlagen be­inhal­ten Schritt-für-Schritt-An­lei­tun­gen  

Reisen: Zwei nützliche Apps für den nächsten Urlaub

Auch die Tourismus-Branche pro­fi­tiert seit einigen Jahren zunehmend von Augmented-Reality-Apps, die es Menschen er­leich­tern, fremde Städte und Länder zu erkunden – ins­be­son­de­re, wenn es darum geht, fehlende Sprach- und Orts­kennt­nis­se aus­zu­glei­chen.

Google Über­set­zer (iOS, Android)

Google Über­set­zer oder auch Google Translate ist den meisten bestens als Über­set­zungs­dienst der führenden Such­ma­schi­ne Google bekannt. Seit 2010 ist der Service aber auch als App für iOS- und für Android-Geräte verfügbar. Über die Jahre hat Google den Funk­ti­ons­um­fang stetig ver­grö­ßert hat: So kann die Anwendung mitt­ler­wei­le nicht nur ein­ge­ge­be­nen Text (über 100 Sprachen) und ge­spro­che­ne Sprache (über 30 Sprachen) über­set­zen, sondern verfügt auch über eine AR-So­fort­über­set­zung (über 35 Sprachen). Dieses Feature er­mög­licht es, Text in einer Fremd­spra­che mit der Kamera des je­wei­li­gen Mo­bil­ge­räts zu erfassen und in Echtzeit durch passende Über­set­zun­gen zu ersetzen. Die AR-App ist kostenlos – un­ab­hän­gig von den zu über­set­zen­den Sprachen.

Pro Con
Großes Sprachar­se­nal Ohne eigene Kennt­nis­se in der je­wei­li­gen Fremd­spra­che ist das AR-Feature (aufgrund von Un­ge­nau­ig­kei­ten) nur mit Vorsicht zu genießen
Für rund die Hälfte der un­ter­stütz­ten Sprachen stehen Sprach­da­tei­en für die Offline-Nutzung der AR-App zum Download bereit Es bestehen große Qua­li­täts­un­ter­schie­de hin­sicht­lich der Über­set­zung un­ter­schied­li­cher Sprachen

Virtlo (iOS)

Die ar­me­ni­sche Soft­ware­fir­ma e-Works LLC hat mit der Augmented-Reality-App Virtlo eine Lösung ent­wi­ckelt, reale Um­ge­bun­gen schnell und einfach zu erkunden. So können Nutzer sich mit Virtlo Standorte von Se­hens­wür­dig­kei­ten, Re­stau­rants oder Hotels in der Nähe auf dem eigenen Smart­phone-Display anzeigen lassen und die AR-App blendet ent­spre­chen­de, virtuelle Labels inklusive der Ent­fer­nung zu diesen Ört­lich­kei­ten ein. Auch nächst­ge­le­ge­ne Stationen öf­fent­li­cher Ver­kehrs­mit­tel lassen sich auf diese Weise in Erfahrung bringen. Die kos­ten­lo­se App, die aus­schließ­lich für iOS er­hält­lich ist, stützt sich dabei auf Open-Source-Daten, die täglich von Millionen frei­wil­li­ger Mit­wir­ken­der ak­tua­li­siert werden.

Pro Con
Basiert auf Open-Source-Daten Nur für iOS verfügbar
Daten für nahezu jeden Ort weltweit verfügbar  
Zum Hauptmenü