eBay-Alternativen für Schnäppchenjäger und Hobby-Händler

eBay ist die größte Online-Plattform für den Handel mit gebrauchten Waren. In der Regel bieten Interessenten bei einer Auktion für ein bestimmtes Produkt, und das höchste Gebot gewinnt. Einige Anbieter geben hingegen einen Festpreis für den Sofortkauf vor. Auch permanente Shop-Seiten sind möglich. Mit eBay-Kleinanzeigen deckt der Marktführer regionale Gesuche ab. Trotz der allgegenwärtigen Präsenz des US-Unternehmens schaffen es einige eBay-Alternativen, mit zielgruppenspezifischen Angeboten oder regionaler Verankerung Geschäftserfolge zu verbuchen. Wir vergleichen Alternativen zu eBay, die für unterschiedliche Bedürfnisse interessant sein können.

eBay ist nicht alles: Darum sind Alternativen sinnvoll

Was als digitaler Flohmarkt unter dem Namen AuctionWeb 1995 begann, wuchs zu einem internationalen Unternehmen mit diversen Tochtergesellschaften. Anfangs boten ausschließlich Privatpersonen in Auktionen von Privatanbietern. Inzwischen hat sich eine Reihe von Unternehmen auf den Verkauf von gebrauchten oder neuwertigen Produkten spezialisiert und konkurriert mit den Privatanbietern. Zudem steht eBay zeitweise in der Kritik, nicht genug für den Käuferschutz zu tun. Die ständig steigende Verkaufsprovision und die Umlegung der Versandkosten auf die Anbieter machten Verkäufern zu schaffen. Wer um den Marktführer lieber einen Bogen macht, findet zahlreiche eBay-Alternativen im Netz. Unter den Online-Marktplätzen in unserem Vergleich setzen einige auf den regionalen Bezug, andere auf Kuriositäten oder Fairtrade.

Die besten Alternativen zu eBay

Trotz eBays Vormachtstellung tummeln sich zahlreiche Online-Marktplätze im Netz. Einige Plattformen achten jedoch kaum auf Käufer- oder Verkäuferschutz, was Betrügern Tür und Tor öffnet. Andere ziehen nur wenige Mitglieder an, was die Angebotspalette schmälert. Die folgenden eBay-Alternativen hingegen überzeugen mit Sicherheit beim Zahlungsverkehr und eigenen Schwerpunkten.

  Hood.de KleiderKreisel Fairmondo Catawiki Gebraucht.de Booklooker
Schwerpunkt Auktion von Gebrauchtwaren Mode und Accessoires Fairtrade und Biowaren, gebraucht und neu Sammelobjekte und Raritäten Mobiler Secondhand-Marktplatz Medien und Spiele
Gegründet 1999 2008 2012 2008 2017 1999
Größe 9 Millionen Kunden 21 Millionen Mitglieder 2100 Genossenschaftler, etwa 20.000 Nutzer 100.000 Verkäufer 100.000 App-Downloads 1,9 Millionen registrierte Nutzer (Stand: 2016)
Gebühren Frei für einfache Privatinserate, Microtransactions für Werbemittel Gebühr für Käuferschutz: 4 % des Kaufpreises + 0,70 € Für private Nutzer kostenfrei, für gewerbliche Verkäufer: Faires Prozent, Verkaufsprovision, Quartalsgebühr Provision: 15,1 % für Verkäufer, 9 % für Käufer Verkäuferprovision: 2,5 % Verkäuferprovision: 6,9 % plus Mehrwertsteuer, mindestens 0,10 €
Verkäuferschutz Mit PayPal-Käuferschutz Digitaler Geldbeutel Kundenservice Auktionshaus regelt Zahlungsverkehr Versandservice mit Paketverfolgung und E-Wallet Bewertungssystem, Kundendienst vermittelt, Käuferschutz bis 500 € pro Artikel
Features Smartphone-App, Green IT, guter Kunden-Service Desktop- und Smartphone-App, Best Matches pushen Genossenschaft, Nachhaltigkeitsfilter Notarielle Auktionsüberwachung, Smartphone-App API, CSV-Einbindung. Schnäppchenfilter Buddylist und Blacklist,Antiquariats-Software-APIs

Hood.de: Pfeilschnell zu günstigen Produkten

Die Online-Auktionsplattform Hood.de wurde im Jahr 2000 gegründet. Das Geschäftsmodell positioniert das Unternehmen im deutschsprachigen Raum als direkten Konkurrenten von eBay. Sowohl private als auch gewerbliche Verkäufer bieten auf dem Marktplatz alle möglichen gebrauchten Gegenstände, aber auch Neuwaren an. Privatanbieter inserieren kostenlos und müssen keine Verkaufsprovision entrichten. Gewerbetreibende bezahlen eine Gebühr, die von der Verkaufskategorie und der Shop-Art abhängig ist. Die sogenannten Hoodshops gibt es in drei Preisklassen, beginnend mit Silber ab etwa 12 Euro monatlich. Wer seinen Anzeigen das gewisse Etwas verleihen will – mit prominenter Platzierung, einem zweiten Foto oder Fettschrift – zahlt dafür außerhalb eines Pakets in Mikrotransaktionen.

Zum Schutz der Käufer muss sich jeder Anbieter vor dem ersten Verkauf verifizieren. Dann wählen Sie zwischen Auktion oder Sofortkauf. Neue Mitglieder müssen Transaktionen über PayPal oder Amazon Pay anbieten, um Sicherheit zu gewährleisten. Ob Kauf oder Verkauf – nur angemeldete Mitglieder können teilnehmen. Dafür reicht aber ein Amazon-Login. Über diesen Weg können Interessenten auch selbst einen Preis vorschlagen.

Das Angebot reicht von Elektronik über Mode, Freizeitartikel, Sammlerstücke und Innenreinrichtung bis hin zu Fahrzeugen und Reisen. Die jeweiligen Kategorien lassen sich u. a. nach Marken, Farben oder Materialien filtern. Produktrezensionen, Merkzettel und eine Teilfunktion erleichtern die Entscheidung.

Besondere Eigenschaften:

  • Einsatz für Transparenz und faire Beschäftigungsverhältnisse
  • Zertifiziert als Trusted Shop
  • Keine Verkaufsprovision für private Verkäufer
  • Shop-System-Einbindung sowie Beratung für gewerbliche Verkäufer

KleiderKreisel: Mode nachhaltig teilen

KleiderKreisel ist eine Secondhand-Verkaufsplattform für Mode, Accessoires und Beauty. Anfänglich beschränkte sich das Angebot auf Damenmode, die nicht nur verkauft, sondern auch getauscht oder verschenkt werden konnte. Inzwischen verfügt auch die Herrenabteilung über ein reichhaltiges Angebot. Das Sortiment besteht hauptsächlich aus guten bis hochwertigen Textilien, die teilweise neu mit Etikett verkauft werden. KleiderKreisel bestreitet inzwischen 63 Prozent des Online-Secondhand-Markts für Mode in Deutschland und ist in zehn weiteren Ländern vertreten.

Mitglieder können sowohl kaufen als auch verkaufen. Ein Forum unterstreicht den kommunalen Grundgedanken der Website. Anbieter laden Fotos aus mehreren Perspektiven hoch, damit Interessenten genau wissen, was sie kaufen. Dazu kommen eine Beschreibung mit Größenangaben und Hersteller sowie ein selbst gewählter Preis.

Potenzielle Käufer signalisieren ihr Interesse durch Favorisierungen oder Kommentare (teilweise gibt es mehrere Interessenten für einzelne Artikel). Nachfragen zum Produkt sind ebenfalls über die Kommentarfunktion möglich. Früher wurde so auch gehandelt; inzwischen hat KleiderKreisel jedoch auf Sofortkäufe umgestellt. Das Prinzip wird ergänzt durch Elemente, die aus den sozialen Medien bekannt sind: Käufer können Anbietern folgen, deren Kleiderauswahl sie mögen. Lädt der Verkäufer ein neues Produkt hoch, erscheint dieses im Feed der Abonnenten. Zusätzlich promoten Anbieter ihre Artikel über die Best Matches, eine Funktion, die zur Suche eines anderen Mitglieds passende Artikel an gut sichtbarer Stelle im Feed platziert.

Die Plattform bietet verschiedene Versandoptionen und Zahlsysteme. Die Funktion „Paket erstellen“ beispielsweise bündelt mehrere Bestellungen aus einem Katalog und spart Verpackung und Versandkosten. Der hauseigene Käuferschutz erlaubt Kunden das Zahlsystem ihrer Wahl, auch wenn der Verkäufer dieses nicht anbietet – er muss lediglich das sichere Bezahlsystem aktivieren. Käufer hingegen bezahlen einen kleinen Aufpreis pro Transaktion. Dafür lagert KleiderKreisel den Betrag in einem verschlüsselten, digitalen Geldbeutel, bis der Kunde das Produkt erhalten und ohne Beanstandung angenommen hat. Dann steht es als Gutschrift für den Verkäufer zur Verfügung.

Besondere Eigenschaften:

  • Geschäftsmodell setzt auf einfache Kommunikation
  • Tausch möglich
  • Nur für Käuferschutz fallen Gebühren an
  • Online-Secondhand-Marktführer in Deutschland

Fairmondo: Genossenschaft 2.0

Fairmondo will eine faire Alternative zu eBay und Co. sein. Deshalb ist der Online-Marktplatz als Genossenschaft organisiert: Rund 2.000 der Nutzer und Mitarbeiter sind Teil dieser sogenannten Genossenschaft 2.0. Für die Zeichnung als Genossenschaftler zahlen sie je Anteil 10 Euro und erhalten dafür ein Mitspracherecht an der Unternehmensführung. Zudem ist Fairmondo auf der Open-Source-Plattform Github vertreten und finanziert neue Marktplatz-Projekte durch Crowdfunding.

Der Marktplatz von Fairmondo ist weiterhin im Aufbau, da der genossenschaftlichen eBay-Alternative ein langsames, nachhaltiges Wachstum wichtig ist. Die Plattform bietet Abonnements für Bio-Kaffee, -Schokolade und -Kakao aus fairem Handel sowie das „Faire-Welt-Abo“, mit dem Sie die Weiterentwicklung durch eine monatliche Spende unterstützen können. Das Angebot an Büchern kann sich bereits sehen lassen. Des Weiteren verkaufen, tauschen, leihen oder verschenken Anbieter Lebensmittel, Mode und Kinderkleidung, Freizeitartikel und Wohnbedarf. Eine neue Rubrik ist „Handgemacht“, in der von Kosmetik über Glaskunst bis zu Briefpapier alles selbst gemacht ist. Diese Kategorie entstand, um den Kreativen von Dawanda eine neue Heimat zu bieten, nachdem die Do-it-yourself-Plattform ihre digitalen Tore schloss.

Um Waren anzubieten oder zu erwerben, benötigen Marktplatzbesucher ein kostenloses Konto. Für Privatpersonen fallen keine Einstell- oder Transaktionsgebühren an. Gewerbliche Anbieter zahlen eine Provision. Dafür erleichtern Tools das gleichzeitige Einstellen mehrerer Artikel und speicherbare Vorlagen machen mehrmalige Eingaben derselben Daten unnötig. Käufer bewerten Händler, um die Qualität der Plattform zu sichern.

Besondere Eigenschaften:

  • Sammlungen, um Artikel vorzumerken
  • Mitgliederforum
  • Fördert nachhaltige, faire und hochwertige Produkte (auch durch spezielle Suchfilter)
  • Genossenschaft mit vielen freiwilligen Helfern
  • Abonnement-Boxen

Catawiki: Edles und Kurioses

Das Online-Auktionshaus Catawiki ist eine Alternative für eBay-Nutzer, die nach echten Sammlerstücken suchen. Im Gegensatz zum internationalen Onlineriesen bietet die Plattform nur ausgesuchte Stücke an, die von einem der über 150 Experten begutachtet wurden. Das Angebot auf der Website beschränkt sich nicht nur auf Münzen. Auch Oldtimer, Kunst und Antiquitäten sowie Kuriositäten kommen unter den virtuellen Hammer. Selbst auf rare Comichefte, Computer und alle Arten von Automaten können Sie bieten.

Die Anmeldung und das Einstellen eines Auktionsloses sind kostenlos. Die angebotene Ware sollte eine Relevanz für Sammler besitzen und nachweislich echt sein. Verkäufer geben eine möglichst akkurate Beschreibung und veranschaulichen diese mit aussagekräftigen Fotos. Die zuständigen Experten schätzen den Wert des Objekts. Diese Summe kann unter oder über den späteren Geboten liegen. Eine Auktion beginnt immer freitags und endet an einem vom Verkäufer festgelegten Tag der folgenden Woche. Jede Woche finden etwa 300 Auktionen statt.

Wie bei anderen Auktionen bieten die potenziellen Käufer mit einer Bieternummer um ein Los. Wer nicht ständig anwesend sein kann, legt ein Maximalgebot fest. Bis zu diesem Betrag überbietet das System automatisch alle Konkurrenten um einen festgelegten Mindestbetrag. Der Meistbietende überweist den Betrag seines Gewinnergebots sowie eine Käuferprovision von 9 Prozent an das Auktionshaus. Innerhalb von drei Tagen verschickt der Verkäufer die Ware. Erst dann erhält er sein Geld, abzüglich der Verkäuferprovision. Käufer bewerten Anbieter, wodurch andere Käufer mehr Sicherheit haben. Gewerbliche Händler benötigen einen Umsatzsteuerschein.

Besondere Eigenschaften:

  • Fachexperten schätzen Wert von Objekten
  • Notarielle Überwachung der Auktion
  • Käuferschutz durch Geldtransfer über die Plattform

Gebraucht.de: Für mobile Schnäppchenjäger

Die noch junge Online-Marktplatz-App Gebraucht.de besteht seit 2017 und wurde inzwischen etwa 100.000 Mal heruntergeladen. Rund 150.000 Nutzer frequentieren den Shop, der auch als Browser-Version existiert. Das Start-up stellte sich bei seiner Gründung als nutzerfreundlichere eBay-Alternative auf. Zu den Grundpfeilern der Verkaufsplattform gehören Sicherheit (Trusted-Shop-Bewertung: 4,6 von 5 Sternen), unkomplizierte Lieferung und eine einfache Bedienung. Anmeldung und Inserate sind kostenlos. Nur beim Verkauf trägt der Verkäufer eine Provision von 2,5 Prozent des Verkaufspreises. Die Gründer gingen auf Nutzer-Feedback ein: So können Verkäufer inzwischen wählen, wer die anfallenden Versandkosten trägt – sie selbst, der Käufer oder beide.

Gewerblichen Verkäufern ermöglicht Gebraucht.de, den eigenen Onlineshop über eine API oder Omnichannel-Partner anzubinden. Artikel laden Sie manuell oder als Massen-CSV-Upload hoch. Auch für sie ist die Shop-Seite kostenlos. Bei Verkauf fällt eine Servicegebühr von 4,5 Prozent und eine Zahlungsgebühr von 1,5 Prozent an. Die Alternative zu eBay verifiziert ihre Händler, um Betrüger fernzuhalten. Zudem berät sie zu rechtlichen Fragen und verweist auf ihre Rechtsschutzpartner, die bei Bedarf gegen eine Gebühr die benötigten Rechtstexte erstellen.

Zwar ist der Katalog bei weitem noch nicht so umfangreich wie der von eBay oder anderen Mitbewerbern, aber von geprüfter Elektronik über Sportartikel, Mode, Medien und Kunst bis zu Kraftfahrzeugen gibt es durchaus in jeder Kategorie eine gewisse Auswahl. Einige praktische Filter wie Zustand oder Marke und die Umkreissuche verfeinern die Ergebnisliste. Für Schnäppchenjäger existiert die Unter-20-Euro-Kategorie, die besonders günstige Artikel verschiedener Produktgruppen versammelt. Wer seine Suche später an gleicher Stelle fortsetzen will, speichert die Sucheinstellungen.

Produkte der Ergebnisliste sehen Sie in einer Kartenansicht mit Vorschaubild, Bezeichnung, Kurzinfo und Preis. Auf der detailliert gestalteten Produktseite informieren Händler über die Ware sowie die Eckdaten zum Verkaufsprozess. Statt einer Auktion wie bei eBay gibt es einen Festpreis, den man aber mit einem Preisvorschlag ggf. verhandeln kann. Verkäufer verschicken ihre Ware entweder selbst oder nutzen den Versandservice des Marktplatzes ohne Preisaufschlag. Für Fragen steht ein öffentlich einsehbarer Chat zur Verfügung. Kauft ein Nutzer ein Produkt, verwahrt die Plattform die Zahlung auf einem E-Wallet. Erst wenn die Ware angekommen und nicht beanstandet worden ist, gibt die Plattform die Zahlung für den Verkäufer frei.

Besondere Eigenschaften:

  • Als App für die mobile Nutzung konzipiert
  • Geprüfte Elektronik im Angebot
  • Schnäppchen-Kategorie und Preisvorschlag für regen Handel
  • Versand- und Zahlservice sorgen für mehr Sicherheit

Booklooker: Bücherbasar und Brettspielbörse

Booklooker begann 1999 als studentischer Bücherflohmarkt. Die beiden Gründer sind noch immer als Geschäftsführer tätig und stellen ihr Team passend zum mittlerweile stark erweiterten Angebot vor: Jeder Mitarbeiter gibt seine Lieblinge in den Kategorien Buch, Film, Hörspiel, Musik und Spiele an. Knapp zwei Millionen registrierte Nutzer handeln mit gebrauchten oder neuen Artikeln auf der eBay-Alternative für Unterhaltungsmedien und Spiele. Das Portal hat einen guten Ruf und wird von Nutzern sehr positiv bewertet.

Private Verkäufer zahlen keine Gebühren und haben bei der Preisgestaltung sowie den Versandkosten freie Hand. Gewerbliche Verkäufer zahlen eine Quartalsgebühr, wenn sie in dem Zeitraum etwas verkauft haben. Auch eine Verkäuferprovision von 6,9 Prozent plus Mehrwertsteuer wird für sie fällig – höchstens jedoch 50 Euro. Die Kommunikation mit Kunden erfolgt über E-Mail. Massenuploads erleichtert Booklooker mit einer XLS-Vorlage sowie der Antiquariats-Software w-hbook – andere Formate sind aber auch möglich.

Hinweis

Auch für gewerbliche Anbieter auf Online-Marktplätzen gilt in Deutschland die Buchpreisbindung. Wer also ein Buch neu verkauft, muss den Preis des Verlags verlangen. Ausgenommen sind gebrauchte Bücher (die also bereits zum Verlagspreis verkauft wurden), gekennzeichnete Mängelexemplare, Artikel aus Räumungsverkäufen, Medien aus Ländern ohne Buchpreisbindung sowie grenzüberschreitende Verkäufe innerhalb der EU.

Da sich die Plattform lediglich als Vermittler versteht, geschehen Kaufabwicklung und Problembehebung zuerst immer zwischen Händler und Käufer. Kommt beispielsweise eine Lieferung nicht an, wendet man sich zuerst an den Händler. Erst wenn sich dieser unwillig zeigt, sollte eine Anfrage beim Kundenservice eingehen. Gänzlich verlorene Ware ist mit dem Käuferschutzservice bis zu einem Wert von 500 Euro versichert. Nach einer Transaktion bewerten sich Käufer und Verkäufer gegenseitig. Schlechte Punktwerte sollen andere Nutzer auf schwarze Schafe aufmerksam machen. Bei groben Verstößen werden Accounts auch gelöscht.

Mit einer persönlichen Blacklist entfernen Nutzer unbeliebte Mitglieder aus den eigenen Suchergebnissen. Die Buddylist hingegen spielt Angebote der eingetragenen Nutzer gut sichtbar für den Inhaber aus. Weitere Features sind die Merkzettel, Lieblingslisten und der Urlaubs-Service, der alle Angebote aus der Datenbank nimmt, wenn man sich längere Zeit nicht darum kümmern kann.

Besondere Eigenschaften:

  • Lange Erfahrung als Online-Büchermarktplatz
  • Nutzer regulieren sich gegenseitig und bewerten die Plattform durchweg positiv
  • Große Auswahl an Schnittstellen und Upload-Formaten
  • Je nach Anbieter kostenlose Rücksendung, Versandrabatte oder Preisvorschlag möglich
  • Detaillierte Fachkategorien im Katalog
  • Aktives Forum hilft bei Fragen

Fazit: eBay-Alternativen für unterschiedliche Ansprüche

Der Marktführer eBay bietet einige Vorteile. Internationale Reichweite und ein sehr großes Angebot gehören ebenso dazu wie die Freude, bei einer Auktion ein Schnäppchen gemacht zu haben. Aufgrund seiner Größe – 2018 sind es weltweit 177 Millionen Nutzer – finden sich aber auch potenziell mehr Betrüger im Netzwerk. Außerdem ist die Verkaufsprovision von 10 Prozent für private Nutzer überdurchschnittlich hoch angesetzt.

Dies sind bereits gute Gründe, Alternativen zu eBay auszuprobieren. Möglicherweise suchen Sie auch nach einem nachhaltigeren Geschäftsmodell, das Sie unterstützen möchten, oder aber nach regionalen Unternehmen. Bis auf die niederländische Sammlerplattform Catawiki haben alle der oben genannten Firmen Ihren Sitz in Deutschland.

Wer nach speziellen Produktgruppen wie Mode oder Büchern sucht, wird bei KleiderKreisel bzw. Booklooker fündig. Ganz ohne Verkaufsgebühren kann man bei Hood und KleiderKreisel auskommen, die Kommission von Gebraucht.de ist gering und bei Fairmondo tun gewerbliche Nutzer mit Ihrer Gebühr etwas gegen Korruption. Catawikis Gebührenmodell fällt zwar üppiger aus; dafür bezahlt das Unternehmen die Experten, die sicherstellen, dass die teilweise hochpreisigen Sammlerstücke echt sind.

Tipp

Sie wollen wissen, welche der internationalen Marktführer die passende Plattform für Ihren Onlinehandel ist? In unserem Artikel „Verkaufen im Netz: Online-Marktplätze in Deutschland“ stellen wir die Big Player vor und erklären, was die wichtigsten Stellschrauben für den erfolgreichen E-Commerce sind.

All diese eBay-Alternativen haben Ihre jeweils eigenen Vorzüge, die häufig durch eine aktive Community von Gleichgesinnten ergänzt werden. Neben den meist geringen Gebühren sind als positive Punkte DSGVO-konforme Datenschutzregelungen sowie sichere Versand- und Zahlsysteme zu nennen. Wer also gerne guten Gewissens Schnäppchen jagen, nachhaltig einkaufen oder über die bekannteren Marktplätze mehr Reichweite für seinen Onlineshop gewinnen möchte: eBay ist nur eine von vielen Alternativen, und die Konkurrenz hat einiges zu bieten.