Mi­cro­softs Word ist wahr­schein­lich das be­kann­tes­te Text­ver­ar­bei­tungs­pro­gramm auf dem Markt und wird von vielen Nutzern sogar als Synonym für Schreib-Software an sich verwendet. Trotz der lang­jäh­ri­gen Ent­wick­lung und der weiten Ver­brei­tung läuft das Word-Programm aber nicht immer feh­ler­frei. Häufig kommt es vor, dass Word eine Datei nicht öffnet oder Word beim Starten hängt. In vielen Fällen liegt das Problem bei zu­sätz­li­chen Add-Ins, Makros oder Vi­ren­scan­nern und gar nicht bei Word selbst. Auch feh­ler­haf­te Dokumente oder Vorlagen können dazu führen, dass Word beim Start nicht reagiert.

Neustart und In­stal­la­ti­on von Updates

In vielen Fällen hilft ein einfacher Trick:

  1. Starten Sie Word nicht per Dop­pel­klick auf ein Dokument, sondern direkt über das Pro­gramm­sym­bol.
  2. Legen Sie ein neues Dokument an und speichern Sie dieses. Danach können Sie Word in vielen Fällen wieder wie gewohnt mit einem Dop­pel­klick auf ein Dokument starten.

Eine weitere häufige Ursache sind fehlende Updates in Word. Diese können in Ver­bin­dung mit neueren Windows-Sys­tem­kom­po­nen­ten oder Makros dazu führen, dass Word nicht mehr startet oder sich im laufenden Betrieb aufhängt. Sorgen Sie dafür, dass Word, genauso wie Windows, re­gel­mä­ßig au­to­ma­ti­sche Updates erhält.

Tipp

Microsoft 365, früher „Microsoft Office 365“, ist eine ser­ver­ba­sier­te Office-Lösung mit Word, Excel und Power­Point für Pri­vat­an­wen­der und Klein­un­ter­neh­men. Damit erhalten Sie au­to­ma­tisch immer die ak­tu­ells­te Version und brauchen sich nicht um Updates zu kümmern.

So stellen Sie au­to­ma­ti­sche Updates ein:

  1. Klicken Sie zuerst in den Ein­stel­lun­gen von Windows 10 unter „Update und Si­cher­heit / Windows Update“ und dann unten auf „Er­wei­ter­te Optionen“.
  2. Ak­ti­vie­ren Sie im nächsten Fenster die Option „Erhalten Sie Updates für andere Microsoft Produkte, wenn Sie Windows ak­tua­li­sie­ren“. Jetzt sucht Windows-Update nach Updates für Word und andere Office-Kom­po­nen­ten und in­stal­liert diese au­to­ma­tisch im Hin­ter­grund, genauso wie Windows-Si­cher­heits­up­dates.

Word im ab­ge­si­cher­ten Modus starten

Wie im Falle von Start­schwie­rig­kei­ten bei Windows gibt es auch bei Word die Mög­lich­keit, das Programm im ab­ge­si­cher­ten Modus zu starten. Dabei werden Add-Ins, Makros, per­sön­lich an­ge­pass­te Sym­bol­leis­ten oder au­to­ma­tisch startende Vorlagen nicht be­rück­sich­tigt. Es gibt zwei Mög­lich­kei­ten, Word im ab­ge­si­cher­ten Modus zu starten:

  1. Halten Sie, während Sie Word per Dop­pel­klick auf das Pro­gramm­sym­bol starten, die [Strg]-Taste gedrückt. Word startet dann im ab­ge­si­cher­ten Modus.
  2. Al­ter­na­tiv nutzen Sie den Befehl /safe beim Start. Drücken Sie dazu die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [Win] + [R] und geben Sie winword /safe ein.

Der ab­ge­si­cher­te Modus hilft auch, wenn ein anderes Microsoft-Office-Programm wie Excel nicht mehr funk­tio­niert.

Au­to­ma­ti­sche Reparatur für Office

Microsoft stellt eine eigene Re­pa­ra­tur­funk­ti­on für Office bereit, mit der sich viele Probleme beheben lassen, wenn ein Office-Programm wie Word nicht mehr geht.

  1. Diese Re­pa­ra­tur­funk­ti­on finden Sie in den Windows-10-Ein­stel­lun­gen unter „Apps“.
  2. Suchen Sie „Microsoft Office“ in der Liste und klicken Sie auf „Ändern“.
  3. Be­stä­ti­gen Sie die Anfrage der Be­nut­zer­kon­ten­steue­rung.
  4. An­schlie­ßend erscheint ein Aus­wahl­fens­ter, in dem Sie weitere Features hin­zu­fü­gen oder entfernen bzw. das gesamte Office-Paket re­pa­rie­ren können. Nach er­folg­rei­chem Ablauf der Reparatur lässt sich Word oft wieder pro­blem­los starten.

Für Dokumente gibt es außerdem eine au­to­ma­ti­sche Reparatur, die startet, falls das Programm beim letzten Mal nicht korrekt beendet wurde. Beim nächsten Start versucht die Software dann, nicht ge­spei­cher­te Word-Dokumente au­to­ma­tisch wie­der­her­zu­stel­len.

Word-Add-Ins aus­schal­ten

Wenn Word im ab­ge­si­cher­ten Modus funk­tio­niert, jedoch nicht beim normalen Starten, liegt das häufig an einem in­stal­lier­ten Add-In.

  1. Klicken Sie im Menüband „Datei“ auf „Optionen“.
  2. Wählen Sie im Sei­ten­bal­ken des nächsten Dia­log­felds den Bereich „Add-Ins“ aus. Dort sind alle in­stal­lier­ten Add-Ins auf­ge­lis­tet.
  3. Wählen Sie im Lis­ten­feld „Verwalten“ unten im Dia­log­feld die Option „COM-Add-Ins“ und klicken Sie auf „Los“.
  4. Entfernen Sie alle Häkchen in der Liste in­stal­lier­ter COM-Add-Ins, um Word ohne diese mög­li­cher­wei­se feh­ler­haf­ten Add-Ins zu starten. Klicken Sie auf „OK“ und starten Sie Word neu. War ein feh­ler­haf­tes Add-In dafür ver­ant­wort­lich, dass Word nicht mehr funk­tio­niert, sollte das Programm jetzt pro­blem­los laufen.

In diesem Dia­log­feld können Sie einzelne Word-Add-Ins nach­ein­an­der wieder ak­ti­vie­ren, um das feh­ler­haf­te Add-In ausfindig zu machen. Wenn möglich, in­stal­lie­ren Sie eine neue Version dieses Add-Ins. An­dern­falls sollten Sie es de­instal­lie­ren oder inaktiv lassen, bis der Ent­wick­ler ein Update liefert.

Normal.dotm löschen

Word verwendet für alle neuen Dokumente die Vorlage „Normal.dotm“, in der Stan­dard­for­ma­te, an­ge­pass­te Men­üb­än­der und andere Ein­stel­lun­gen ge­spei­chert sind. Schleicht sich in dieser Vorlage ein Fehler ein, kann dies dazu führen, dass Word nicht mehr funk­tio­niert.

  1. Beenden Sie zuerst das Word-Programm.
  2. Benennen Sie die Datei „Normal.dotm“ im Ordner C:\Users\<Be­nut­zer­na­me>\AppData\Roaming\Microsoft\Templates z. B. in „_Normal.dotm“ um.
  3. Starten Sie Word danach neu, wird au­to­ma­tisch eine neue Stan­dard­vor­la­ge erzeugt. Per­sön­lich angelegte Formate oder andere An­pas­sun­gen gehen dabei al­ler­dings verloren.

Windows-Stan­dard­dru­cker ändern

Word greift wie alle Microsoft-Office-Programme auf In­for­ma­tio­nen des in­stal­lier­ten Stan­dard­dru­ckers zu, um die Dokumente auf dem Bild­schirm möglichst wie im Druckbild dar­zu­stel­len. Funk­tio­niert der Treiber des Stan­dard­dru­ckers nicht oder ist dieser Drucker nicht an­ge­schlos­sen, kann das dazu führen, dass Word nicht startet.

  1. Legen Sie in den Ein­stel­lun­gen von Windows 10 unter „Geräte / Drucker und Scanner“ einen Drucker als Stan­dard­dru­cker fest, der pro­blem­los funk­tio­niert. Dafür eignet sich z. B. der vor­in­stal­lier­te Microsoft Print to PDF.
  2. Starten Sie Word neu. Das Problem sollte jetzt behoben sein, wenn die Dru­cker­ein­stel­lun­gen die Ursache waren.

Probleme mit Vi­ren­scan­nern

Vi­ren­scan­ner von Dritt­her­stel­lern können dazu führen, dass Word nicht mehr startet oder beim Start nicht reagiert. Einige dieser Vi­ren­scan­ner erkennen Word-Makros oder Add-Ins nicht korrekt und blo­ckie­ren sie deshalb. In vielen Fällen wird dabei keine passende Feh­ler­mel­dung angezeigt.

  1. Sehen Sie im Protokoll Ihres Vi­ren­scan­ners nach, ob Word oder ein ver­wen­de­tes Add-In blockiert wurde.
  2. Wenn Sie dort nichts finden, versuchen Sie trotzdem, Word mit aus­ge­schal­te­tem Vi­ren­scan­ner zu starten. Tritt das Problem dann nicht mehr auf, ist höchst­wahr­schein­lich die Anti-Viren-Software dafür ver­ant­wort­lich.
  3. Versuchen Sie in den Ein­stel­lun­gen des Vi­ren­scan­ners Word und andere Microsoft-Office-Kom­po­nen­ten sowie alle ver­wen­de­ten Add-Ins frei­zu­ge­ben. Wenn Sie anstelle eines externen Vi­ren­scan­ners den in Windows 10 vor­in­stal­lier­ten Windows Defender verwenden, sollte es nor­ma­ler­wei­se keine Probleme beim Starten von Word oder anderen Microsoft-An­wen­dun­gen geben.
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