Wie Sie Word-Dokumente wiederherstellen

Je nach Szenario eignen sich verschiedene Methoden zur erfolgreichen Wiederherstellung einer Word-Datei – egal, ob man es mit einem verlorenen, beschädigten oder gelöschten Dokument zu tun hat. Es ist aber grundsätzlich ratsam, AutoWiederherstellen und Sicherungskopien aktiviert zu lassen. So ist man immer auf der sicheren Seite und erspart sich jede Menge Ärger und unnötige Mehrarbeit.

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Szenario

Lösungsmethode

PC-Absturz, Word-Absturz, Stromausfall

AutoWiederherstellen nutzen

Unabsichtliche Veränderung und anschließende Speicherung einer Datei

Automatische Sicherungskopien anlegen

Beschädigte Datei/Dateikorruption

Wenn sich die Datei öffnen lässt: Word-Reparatur durchführen, Text in ein anderes Dokument kopieren

 

Wenn sich die Datei nicht öffnen lässt: „Text aus beliebiger Datei wiederherstellen“, Reparatur-Tool verwenden

Gelöschte Datei

„Vorgängerversion wiederherstellen“ oder Recovery-Tool verwenden

AutoWiederherstellen einer Word-Datei

Wenn der Computer oder Word mitten bei der Arbeit abstürzt und Sie die letzten Änderungen Ihres Dokuments noch nicht gespeichert haben, sollten Sie zunächst einmal Ruhe bewahren. Grund zur Sorge gibt es in den meisten Fällen nicht: Das Programm Word hat nämlich einen eingebauten Rettungsanker, mit dem man den Verlust in den meisten Fällen rückgängig machen kann:

„AutoWiederherstellen“ (Schreibweise im Word-Menü) ist eine Funktion, die bei neueren Word-Versionen (ab 2010) standardmäßig aktiviert ist. Und ist sie aktiviert, speichert das Programm alle 10 Minuten automatisch sämtliche aktuellen Daten eines Word-Dokuments als Backup in einer ASD-Datei (Advanced Streaming Format Description), die üblicherweise die Bezeichnung „AutoWiederherstellen-Speicherung von [Original-Dateiname].asd“ trägt. Man findet die Funktion in den „Word-Optionen“ unter dem Menüpunkt „Speichern“.

Tipp

Je nach Word-Version finden Sie die „Word-Optionen“ unter „Datei“, über die Microsoft-Word-Schaltfläche oder im „Extras“-Menü.

In die Auswahlkästchen „AutoWiederherstellen-Informationen speichern alle [xx] Minuten“ sowie „Beim Schließen ohne Speichern die letzte automatisch gespeicherte Version beibehalten“ müssen Häkchen setzen, um beide Funktionen zu aktivieren. An dieser Stelle können Sie auch das Zeitintervall der Backup-Speicherung anpassen sowie den Zielordner für die erstellten ASD-Dateien auswählen.

Speichern Sie Ihr aktuelles Word-Dokument und beenden Sie Word ordnungsgemäß, dann wird die ASD-Datei automatisch gelöscht. „AutoWiederherstellen“ kommt also nur dann zum Einsatz, wenn eine Datei durch einen schwerwiegenden Fehler wie einen Systemabsturz verlorengeht oder beschädigt wird. Wie man dann in solch einem Fall vorgeht, hängt ganz davon ab, ob man die jeweilige Datei noch in einer anderen Version gespeichert hat bzw. ob man sie überhaupt gespeichert hat.

Eine bereits gespeicherte Word-Datei wiederherstellen

Bei jedem (Neu-)Start sucht Word automatisch nach eventuell vorhandenen AutoWiederherstellen-Dateien und zeigt sie dem Nutzer im Aufgabenbereich „Dokumentwiederherstellung“ unaufgefordert an. Ist dies ausnahmsweise einmal nicht der Fall, müssen Sie entsprechendes Dokument manuell suchen:

  • Klicken Sie unter „Datei“ beziehungsweise der Microsoft-Office-Schaltfläche (je nach Word-Version) auf den Menüpunkt „Informationen“.
  • Wählen Sie unter „Versionen“ das Dokument aus, das die Bezeichnung „[Erstellungsdatum] (bei Schließen ohne Speichern)“ trägt.
  • Klicken Sie nun in der gelben Leiste am oberen Rand des Word-Arbeitsbereichs auf „Wiederherstellen“.

Eine nicht gespeicherte Word-Datei wiederherstellen

Ganz ähnlich ist die Vorgehensweise bei Dateien, die Sie seit Beginn der Bearbeitung noch gar nicht gespeichert haben:

  • Klicken Sie unter „Informationen“ (siehe vorangegangene Anleitung) auf den Button „Versionen verwalten“ und dann auf „Nicht gespeicherte Dokumente wiederherstellen“.
  • Es öffnet sich der Zielordner von AutoWiederherstellen. Prüfen Sie anhand der Datums- und der Uhrzeitangaben, welche der aufgelisteten ASD-Dateien das verlorene Word-Dokument in seiner neuesten Version ist und öffnen Sie es.
  • Speichern Sie die Datei dann regulär in Word.

Word-Dokumente manuell wiederherstellen

Funktionieren die oben beschriebenen Vorgehensweisen nicht oder arbeiten Sie mit einer älteren Programmversion als Office 2010, können Sie alternativ die jeweilige ASD-Datei auch manuell ausfindig machen. Öffnen Sie dazu den Windows-Explorer (zum Beispiel mit der Tastenkombination [Windows] + [E]). Je nach Office-Version finden Sie die AutoWiederherstellen-Dateien unter einem der folgenden Pfade:

  • C:\Benutzer\IhrBenutzername\AppData\Local\Microsoft\Office\UnsavedFiles
  • C:\Benutzer\IhrBenutzername\AppData\Local\Temp
  • C:\Windows\Temp

Stimmt Ihre Laufwerksbezeichnung mit den obigen Angaben überein, können Sie die Zielpfade auch bequem in die Adresszeile des Windows-Explorers hineinkopieren. Im Zweifelsfall sollten Sie den Zielordner von AutoWiederherstellen in den Word-Optionen überprüfen. Sie können aber auch die Suchfunktion Ihres Computers nutzen, indem Sie „*.asd“ in der Suchleiste eingeben und die Ergebnisliste nach Datum sortieren. Haben Sie die ASD-Datei Ihres Word-Dokuments gefunden, öffnen Sie sie anschließend einfach in Word und speichern sie regulär als DOC- oder DOCX-Datei ab.

Automatisch Sicherungskopien erstellen lassen

Neben der AutoWiederherstellung kann Word auf Wunsch auch automatisch Sicherungskopien von Ihren Dokumenten anlegen. Diese Funktion müssen Sie jedoch erst einmal aktivieren:

  • Gehen Sie dafür wieder in die „Word-Optionen“ und klicken Sie auf den Menüpunkt „Erweitert“.
  • Scrollen Sie nach unten zum Bereich „Speichern“. Setzen Sie dort ein Häkchen beim Punkt „Immer Sicherungskopie erstellen“.

Word wird von nun an jedes Mal eine Sicherungskopie erstellen, sobald Sie ein Dokument mit „Speichern unter“ abspeichern. Diese Kopien werden als sogenannte WBK-Dateien im selben Ordner wie das Originaldokument abgelegt und haben die normierte Bezeichnung „Sicherungskopie von [Original-Dateiname].wbk“. Bei jedem Speicherungsprozess erfolgt ein Update. Aber denken Sie daran: Die Sicherungskopie ist ein Abbild der vorletzten gespeicherten Version Ihres Word-Dokuments. Die letzten Änderungen sind also noch nicht darin enthalten. Das hat einen Sinn: Wenn Sie versehentlich einen wichtigen Absatz löschen oder ersetzen und dann unbedacht auf Speichern klicken, haben Sie so dennoch die Möglichkeit, den betreffenden Absatz widerherzustellen.

Beschädigte Word-Dokumente wiederherstellen

Auch bei einer beschädigten Datei gibt es genügend Methoden zur erfolgreichen Wiederherstellung. Dafür sollten Sie aber zuerst diagnostizieren, ob das Problem wirklich beim Dokument selbst oder aber vielleicht bei Word oder gar bei Ihrem PC liegt.

Achten Sie bei der Arbeit an Ihrem Dokument auf Auffälligkeiten: Ein unkorrektes Layout, fehlerhafte Formatierungen oder das grundlose mehrfache Ausführen desselben Befehls (zum Beispiel die wiederholte Neuvergabe von Seitenzahlen) sind mögliche Störfaktoren. Versuchen Sie in solchen Fällen, die Datei auf einem anderen PC oder in einer anderen Word-Version zu öffnen, um weitere Fehlerquellen auszuschließen. Lässt sich das Dokument gar nicht erst öffnen und gibt Word eine Fehlermeldung wie „Beim Öffnen von [Dateiname] hat Word Dateikorruption festgestellt“ aus, ist der Fall hingegen glasklar.

Fakt

„Dateikorruption“ bedeutet, dass ein Word-Dokument aus irgendeinem Grund nicht mehr den Konventionen von Microsoft Office entspricht und deshalb nicht mehr als gültiges Word-Format erkannt wird. Meistens kommt es zu Dateikorruption, wenn Word mitten im Speichervorgang abstürzt.

Wiederherstellung, wenn sich die beschädigte Word-Datei öffnen lässt

Beim Start erkennt Word beschädigte Dateien in der Regel selbstständig und versucht automatisch, sie zu reparieren. Wenn das nicht passiert, können Sie die Reparatur auch eigenmächtig starten:

  • Klicken Sie auf „Datei“ beziehungsweise die Microsoft-Word-Schaltfläche und dann auf „Öffnen“.
  • Markieren Sie im Dialogfeld „Öffnen“ das jeweilige Word-Dokument.
  • Klicken Sie auf den Pfeil neben dem Button „Öffnen“ und wählen Sie „Öffnen und Reparieren“.

Funktioniert das nicht, sollten Sie auf die AutoWiederherstellen-Datei beziehungsweise Ihre Sicherungskopien zurückgreifen. Ist die Originaldatei aber von besonderer Wichtigkeit oder sind keine ASD- oder WBK-Dateien vorhanden, bietet Microsoft noch weitere Möglichkeiten zur Datei-Reparatur. Dazu gehören beispielsweise:

  • Das Kopieren und Einfügen des gesamten Dokumentinhalts (mit Ausnahme der letzten Absatzmarke) in ein gänzliches neues Dokument
  • Die Speicherung des Dokuments im Rich-Text-Format (Dateiendung „.rtf“) und die anschließende Rückkonvertierung in eine Word-Datei;
  • Die Änderung der aktivierten Dokumentvorlage

Wiederherstellung, wenn sich das beschädigte Word-Dokument nicht öffnen lässt

Auch hierfür hat Microsoft in seiner Support-Sektion mehrere Lösungsansätze parat. Hilfreich ist vor allem der Konverter „Text aus beliebiger Datei wiederherstellen“ in der Word-Benutzeroberfläche. Aber Achtung: Bei der Wiederherstellung gehen sämtliche Dokumentformatierungen sowie alle Elemente verloren, die kein Text sind (also Grafiken, Zeichnungsobjekte, Felder und sonstige).

  • Klicken Sie unter „Datei“ beziehungsweise der Office-Schaltfläche auf „Öffnen“.
  • Klicken Sie im Feld „Dateityp“ auf die Option „Text aus beliebiger Datei wiederherstellen (*.*)“.
  • Markieren Sie das Dokument, das Sie wiederherstellen wollen. Klicken Sie dann auf „Öffnen“.
  • Nach der Wiederherstellung stellen Sie fest, dass das Dokument (hauptsächlich am Anfang) noch sogenannten „Binärdatentext“ enthält. Den müssen Sie löschen, bevor Sie die Datei regulär als Word-Dokument abspeichern.

Alternativ können Sie auch versuchen, die korrumpierte Datei mit einem anderen Textprogramm zu öffnen (wie beispielsweise OpenOffice), wobei ebenfalls alle Formatierungen verlorengehen. Abhilfe bieten auch Reparatur-Tools aus dem Internet: Die Freeware File Repair kann Schäden bei Excel- und PowerPoint-Dateien, ZIP- und RAR-Archiven sowie Videos, Bildern, Musik und Datenbanken beheben – und auch vom kostenpflichtigen DocRepair, das Office 2016 unterstützt, gibt es eine Gratis-Testversion.

Gelöschte Word-Dateien wiederherstellen

Bei Aufräumaktionen auf dem PC fallen mitunter wichtige Dateien gelegentlich dem übereifrig geleerten Papierkorb zum Opfer. Aber selbst dann ist der Jahresbericht oder die Bachelorarbeit noch nicht wirklich verschwunden. Auch wenn Dateien in Windows nicht mehr angezeigt werden, liegen sie immer noch auf der Festplatte vor – solange nämlich, bis ihr gesamter Speicherbereich vollständig überschrieben wurde. Erst dann ist ein Word-Dokument tatsächlich verloren. Ist das noch nicht passiert, können Sie ab Windows 7 Bordmittel verwenden, um die Wiederherstellung durchzuführen:

  • Öffnen Sie per Rechtsklick das Kontextmenü des Ordners, in dem die gelöschte Datei vor der Verschiebung in den Papierkorb ursprünglich gespeichert war.
  • Klicken Sie auf „Vorgängerversion wiederherstellen“.
  • Nun werden die gespeicherten Vorgängerversionen des Ordners sowie alle zum Änderungsdatum darin enthaltenen Dateien angezeigt. Mit einem Klick auf „Wiederherstellen“ können Sie sowohl einzelne Word-Dokumente als auch den gesamten Ordner zurückholen.

Außerdem gibt es für die Wiederherstellung gelöschter Word-Dokumente spezielle Recovery-Tools wie etwa Recuva. Die Freeware rekonstruiert nicht nur Dateien unterschiedlichster Formate auf der PC-Festplatte, sondern auch Daten, die auf SSDs, Digitalkameras, MP3-Playern und anderen mobilen Geräten gespeichert waren und nicht im Papierkorb des Computers landeten. Zu diesem Zweck scannt das Tool das jeweilige Laufwerk und zeigt die Daten in einer übersichtlichen Baumstruktur oder in einer Liste an.

Mittels Filtern und Suchassistenten können Sie die Ergebnisse auch nach speziellen Formaten durchsuchen.


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