Die Arm-Ar­chi­tek­tur­ver­si­on 9 (Armv9) wurde im März 2021 vor­ge­stellt und markiert einen Mei­len­stein in der Wei­ter­ent­wick­lung der Arm-Pro­zes­sor­ar­chi­tek­tur. Sie bringt Ver­bes­se­run­gen in Bezug auf Leistung, Si­cher­heit und die Un­ter­stüt­zung moderner Workloads wie Künst­li­che In­tel­li­genz (KI) mit sich.

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Neue­run­gen und Wei­ter­ent­wick­lun­gen gegenüber Armv8

Die im März 2021 vor­ge­stell­te Arm-Pro­zes­sor­ar­chi­tek­tur Armv9 bringt im Vergleich zur Vor­gän­ger­ver­si­on Armv8 drei zentrale Wei­ter­ent­wick­lun­gen mit sich.

Eines der auf­fäl­ligs­ten Merkmale der Armv9-Ar­chi­tek­tur ist die Ein­füh­rung der Con­fi­den­ti­al Compute Ar­chi­tec­tu­re (CCA). Dieser neue Si­cher­heits­stan­dard stellt sicher, dass Daten nicht nur im Ru­he­zu­stand oder während der Über­tra­gung, sondern auch während der Ver­ar­bei­tung geschützt werden. Arm CCA verwendet so­ge­nann­te Realms. Hierbei handelt es sich um isolierte Um­ge­bun­gen innerhalb eines Pro­zes­sors, die sensible Daten von der übrigen In­fra­struk­tur ab­schir­men. So können kritische Daten in Um­ge­bun­gen wie der Cloud oder in gemeinsam genutzten In­fra­struk­tu­ren sicher ver­ar­bei­tet werden.

Zwar wurden die ska­lier­ba­ren Vek­to­r­er­wei­te­run­gen (SVE) bereits im Vor­gän­ger­stan­dard Armv8 ein­ge­führt, doch Armv9 baut mit SVE2 darauf auf, um eine ver­bes­ser­te Par­al­lel­ver­ar­bei­tung von Daten zu er­mög­li­chen. SVE2 wurde ent­wi­ckelt, um die wach­sen­den An­for­de­run­gen moderner An­wen­dun­gen zu erfüllen, ins­be­son­de­re im Bereich ma­schi­nel­les Lernen und digitale Si­gnal­ver­ar­bei­tung. SVE2 optimiert die Fähigkeit, mehrere Da­ten­punk­te gleich­zei­tig zu ver­ar­bei­ten, was besonders bei der Durch­füh­rung komplexer Be­rech­nun­gen für KI, Bild­ver­ar­bei­tung und Vi­deo­co­die­rung von Vorteil ist.

Der wohl wich­tigs­te Bereich von Armv9 betrifft ver­schie­de­ne Op­ti­mie­run­gen für künst­li­che In­tel­li­genz und ma­schi­nel­les Lernen (ML). Der Bedarf an spe­zia­li­sier­ten Re­chen­leis­tun­gen für KI-Workloads hat in den letzten Jahren stark zu­ge­nom­men, da An­wen­dun­gen wie Sprach­ver­ar­bei­tung, Bild­ver­ar­bei­tung oder ge­ne­ra­ti­ve KI immer mehr Ver­brei­tung finden. Durch die ver­bes­ser­ten Fä­hig­kei­ten von Armv9 zur Ver­ar­bei­tung von Vek­tor­da­ten, die über SVE2 be­reit­ge­stellt werden, können neuronale Netze und ma­schi­nel­le Lern­mo­del­le auf Arm-Servern ef­fi­zi­en­ter und schneller aus­ge­führt werden. Dies reduziert nicht nur die Latenz, sondern auch den En­er­gie­ver­brauch, was besonders in mobilen Geräten und ein­ge­bet­te­ten Systemen von Vorteil ist.

Die größten Vorteile von Armv9

Die Ein­füh­rung von Armv9 bringt eine Reihe von Vorteilen, sodass die Ar­chi­tek­tur sowohl für spe­zia­li­sier­te Re­chen­an­wen­dun­gen als auch für den all­ge­mei­nen Einsatz bestens geeignet ist. Folgende Punkte zeichnen die neueste Arm-Version besonders aus:

Er­wei­ter­te Si­cher­heit: Dank der neuen Con­fi­den­ti­al Compute Ar­chi­tec­tu­re (CCA) können Un­ter­neh­men und Or­ga­ni­sa­tio­nen ihre Daten sicherer als je zuvor ver­ar­bei­ten. Es wird er­mög­licht, sensible Daten selbst in gemeinsam genutzten Cloud-Um­ge­bun­gen zu schützen, was ein großer Schritt in Richtung „Zero Trust“-In­fra­struk­tu­ren ist.

Ver­bes­ser­te Leistung für spe­zia­li­sier­te Workloads: Armv9 bietet dank der SVE2-Er­wei­te­run­gen eine er­heb­li­che Stei­ge­rung der Re­chen­leis­tung. Besonders zum Tragen kommt dies bei An­wen­dun­gen, die hohe Da­ten­men­gen parallel ver­ar­bei­ten müssen. Dazu gehören KI-Modelle, Vi­deo­ver­ar­bei­tung und wis­sen­schaft­li­che Be­rech­nun­gen.

Op­ti­mier­te En­er­gie­ef­fi­zi­enz: Eine der großen Stärken aller Arm-Ar­chi­tek­tu­ren ist die En­er­gie­ef­fi­zi­enz. Armv9 setzt diese Tradition fort und bietet trotz der Leis­tungs­stei­ge­run­gen eine op­ti­mier­te En­er­gie­ver­wal­tung. Diese Effizienz macht Armv9-Pro­zes­so­ren besonders attraktiv für mobile Geräte, ein­ge­bet­te­te Systeme und das Internet der Dinge (IoT).

Die wich­tigs­ten Ein­satz­ge­bie­te von Armv9

Dank ihrer Viel­sei­tig­keit und Leis­tungs­fä­hig­keit findet die Armv9-Ar­chi­tek­tur in zahl­rei­chen An­wen­dungs­be­rei­chen Einsatz. Die zwei re­le­van­tes­ten Ein­satz­ge­bie­te sind de­di­zier­te Server und künst­li­che In­tel­li­genz.

Dedicated Server

Armv9 wird in de­di­zier­ten Servern ein­ge­setzt, die in Re­chen­zen­tren und von Cloud-Anbietern be­reit­ge­stellt werden. Da Armv9 sowohl mit hoher Leistung als auch mit En­er­gie­ef­fi­zi­enz aufwarten kann, eignet die Ar­chi­tek­tur sich her­vor­ra­gend für spe­zia­li­sier­te Aufgaben und Workloads, die in modernen Re­chen­zen­tren benötigt werden. Cloud-Anbieter pro­fi­tie­ren von den ge­rin­ge­ren Be­triebs­kos­ten, die durch den re­du­zier­ten En­er­gie­ver­brauch der Pro­zes­so­ren möglich sind, während Kundinnen und Kunden Vorteile aus der ver­bes­ser­ten Leistung und Zu­ver­läs­sig­keit ziehen.

Dedicated Server
De­di­zier­te Server mit mo­derns­ten Pro­zes­so­ren
  • 100 % En­ter­pri­se-Hardware
  • Kon­fi­gu­rier­ba­re Hardware-Aus­stat­tung
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Künst­li­che In­tel­li­genz und ma­schi­nel­les Lernen

Die Op­ti­mie­run­gen von Armv9 für KI und ML machen diese Ar­chi­tek­tur besonders geeignet für An­wen­dun­gen im Bereich der künst­li­chen In­tel­li­genz. Durch die Un­ter­stüt­zung von SVE2 können KI-Al­go­rith­men schneller und ef­fi­zi­en­ter aus­ge­führt werden, was die Ver­ar­bei­tung großer Da­ten­men­gen und die Durch­füh­rung komplexer Be­rech­nun­gen er­mög­licht. Dies ist ein we­sent­li­cher Vorteil für KI-basierte Dienste wie Sprach­as­sis­ten­ten, Bild­ver­ar­bei­tung und au­to­ma­ti­sier­te Ent­schei­dungs­fin­dung.

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