.bin kenn­zeich­net Bi­när­da­tei­en, die Binärcode platz­spa­rend und mit vielen Platt­for­men kom­pa­ti­bel speichern. Um .bin-Dateien zu öffnen, benötigen Sie in der Regel ein spe­zi­el­les Programm.

Was ist eine .bin-Datei?

Die Da­tei­endung .bin kenn­zeich­net eine Bi­när­da­tei. Unter diesem Sam­mel­be­griff versteht man grund­sätz­lich Dateien, die Bitmuster enthalten und dem­entspre­chend nicht oder nicht aus­schließ­lich aus druck­ba­ren Zeichen bestehen. Sie grenzen sich dadurch von klas­si­schen Text­da­tei­en ab. Dem­entspre­chend können Sie .bin-Dateien auch nicht pro­blem­los mit einem Text­edi­tor öffnen. Versuchen Sie es dennoch, gibt das Programm teilweise oder voll­stän­dig unlesbare Zei­chen­fol­gen heraus.

Bi­när­da­tei­en werden vor­nehm­lich dafür verwendet, bestimmte Da­ten­fel­der optimal zu speichern und für die Ver­ar­bei­tung durch den Computer vor­zu­be­rei­ten. Auch Programme, die direkt aus­ge­führt werden können, sind häufig als .bin-Datei ge­spei­chert.

Welche An­wen­dungs­ge­bie­te gibt es für .bin-Dateien?

Oft werden exakte Kopien sämt­li­cher Rohdaten eines phy­si­schen Da­ten­trä­gers als .bin-Datei ge­spei­chert. Das können z. B. CDs, DVDs, Blu-rays oder Spei­cher­kar­ten sein. Dies hat den Vorteil, dass die ent­hal­te­nen Daten optimal ge­spei­chert werden und zudem ohne Umwege auf un­ter­schied­li­chen Be­triebs­sys­te­men oder Platt­for­men ab­ge­spielt und aus­ge­le­sen werden können. .bin-Dateien können andere Dateien, Ver­zeich­nis­se, Volumen und Attribute sowie Metadaten enthalten. Daher eignet sich das Format auch für die Spei­che­rung sofort ab­ruf­ba­rer Com­pu­ter­pro­gram­me und für die Arbeit mit Image-Tools.

Wie lässt sich eine .bin-Datei öffnen?

Sie können zwar auch mit einem Text­edi­tor .bin-Dateien öffnen, die sicht­ba­ren In­for­ma­tio­nen sind für Sie dann al­ler­dings nicht zu ent­zif­fern, da das Programm sie nicht in­ter­pre­tie­ren kann. Bevor Sie al­ler­dings ein anderes Programm in­stal­lie­ren, um die .bin-Datei zu öffnen, können Sie versuchen, diese um­zu­be­nen­nen. In manchen Fällen wird die ent­spre­chen­de Endung .bin nämlich statt der Endung .iso verwendet. Wandeln Sie daher die .bin-Datei in eine ISO-Datei um, dann können auch einige Stan­dard­pro­gram­me sie viel­leicht öffnen. Auch eine Um­wand­lung in eine .img-Datei ist in einigen Fällen möglich.

.bin mit einem Programm öffnen

Funk­tio­niert das al­ler­dings nicht, können Sie drei andere Methoden aus­pro­bie­ren, um eine .bin-Datei zu öffnen. Welche sich am besten eignet, hängt vor allem vom Ver­wen­dungs­zweck und der Be­schaf­fen­heit der .bin-Datei ab.

  • Daemon Tools Lite: Möchten Sie das Abbild einer CD oder DVD auf Ihrem Computer speichern, um den externen Da­ten­trä­ger nicht jedes Mal einlegen zu müssen, können Sie die .bin-Datei als vir­tu­el­les Laufwerk öffnen. Dafür binden Sie die Datei mit einem ent­spre­chen­den Programm ein und starten sie dann direkt als Laufwerk. Ein beliebtes Programm für diese Vor­ge­hens­wei­se ist Daemon Tools Lite.
  • VLC-Player: Handelt es sich bei Ihrer .bin-Datei um das Abbild eines Film­me­di­ums, können Sie die Datei direkt mit dem VLC-Player öffnen. Dieser gibt die Datei genau wie eine reguläre DVD wieder.
  • IZArc: Da es sich bei einer .bin-Datei um ein Da­ten­pa­ket handelt, können auch einige Pack­pro­gram­me mit den Dateien arbeiten. Ein gutes Programm für diese Option ist IZArc.

Welche Vorteile haben .bin-Dateien?

.bin-Dateien bieten vor allem zwei große Vorteile. Sie sind mit vielen un­ter­schied­li­chen Platt­for­men und Be­triebs­sys­te­men kom­pa­ti­bel und können daher ohne Ver­än­de­rung in un­ter­schied­li­chen Um­ge­bun­gen genutzt werden. Da die .bin-Datei außerdem zahl­rei­che Bit-Kom­bi­na­tio­nen verwenden kann, hat sie nicht nur eine höhere In­for­ma­ti­ons­dich­te, sondern ist dazu auch noch kleiner. So lässt sie sich besser speichern und auch schneller wieder laden.

Zum Hauptmenü