GPU Computing nutzt die Re­chen­leis­tung von Gra­fik­pro­zes­so­ren, um viele Be­rech­nun­gen parallel aus­zu­füh­ren. Im Zu­sam­men­spiel mit der CPU er­mög­licht es die schnelle Ver­ar­bei­tung großer Da­ten­men­gen und bildet die Grundlage für An­wen­dun­gen wie künst­li­che In­tel­li­genz, Me­di­en­be­ar­bei­tung und wis­sen­schaft­li­che Si­mu­la­tio­nen.

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Was versteht man unter GPU Computing?

GPU steht für „Graphics Pro­ces­sing Unit“. Dieser Begriff ist nicht mit einer gesamten Gra­fik­kar­te gleich­zu­set­zen, sondern be­zeich­net den Re­chen­chip auf der Gra­fik­kar­te, der für die ei­gent­li­chen Be­rech­nun­gen zuständig ist. Beim GPU Computing wird genau diese Re­chen­leis­tung gezielt genutzt, um komplexe Aufgaben schneller zu be­wäl­ti­gen, als es mit klas­si­schen Pro­zes­so­ren allein möglich wäre. Der dafür ge­bräuch­li­che Fach­be­griff lautet „GPGPU (General-Purpose Computing on Graphics Pro­ces­sing Units)“.

Während GPUs ur­sprüng­lich aus­schließ­lich für die Ver­ar­bei­tung von Bildern, Videos und 3D-Grafiken ent­wi­ckelt wurden, nutzt man ihre besondere Stärke in­zwi­schen auch für all­ge­mei­ne Re­chen­auf­ga­ben. Diese Stärke liegt darin, sehr viele ähnliche Be­rech­nun­gen gleich­zei­tig aus­zu­füh­ren. Genau dieses Prinzip ist bei vielen modernen An­wen­dun­gen gefragt.

Wie funk­tio­niert GPU Computing genau?

GPU Computing funk­tio­niert nicht isoliert, sondern immer im Zu­sam­men­spiel von CPU und GPU. Beide Pro­zes­so­ren über­neh­men dabei un­ter­schied­li­che Aufgaben und ergänzen sich ge­gen­sei­tig. Die CPU fungiert als zentrale Steu­er­ein­heit: Sie startet Programme, or­ga­ni­siert den Ablauf, bereitet Daten vor und ent­schei­det, welche Re­chen­auf­ga­ben an die GPU aus­ge­la­gert werden. Die GPU übernimmt an­schlie­ßend die ei­gent­li­chen Mas­sen­be­rech­nun­gen und führt diese parallel aus. Ohne diese Steuerung durch die CPU könnte die GPU nicht ei­gen­stän­dig arbeiten.

Technisch gesehen besteht eine GPU aus hunderten bis tausenden Re­chen­ker­nen, die darauf spe­zia­li­siert sind, einfache Re­chen­ope­ra­tio­nen gleich­zei­tig auf große Da­ten­men­gen an­zu­wen­den. Damit GPU Computing effizient funk­tio­niert, werden große Re­chen­pro­ble­me in viele gleich­ar­ti­ge Teil­auf­ga­ben zerlegt. Jede dieser Teil­auf­ga­ben wird von einem oder mehreren GPU-Kernen parallel ver­ar­bei­tet.

Für den gezielten Zugriff auf die GPU kommen spezielle Pro­gram­mier­schnitt­stel­len und Frame­works wie zum Beispiel CUDA oder OpenCL zum Einsatz. Diese sorgen dafür, dass Ent­wick­le­rin­nen und Ent­wick­ler festlegen können, welche Teile eines Programms auf der GPU und welche auf der CPU aus­ge­führt werden. Für User bleibt dieser tech­ni­sche Ablauf meist im Hin­ter­grund.

CPU vs. GPU: Der direkte Vergleich

Um GPU Computing wirklich zu verstehen, ist es wichtig, den grund­le­gen­den Un­ter­schied zwischen CPU und GPU zu kennen. Beide sind Pro­zes­so­ren, wurden jedoch für völlig un­ter­schied­li­che Aufgaben optimiert.

CPU: flexibel und viel­sei­tig

Eine CPU ist darauf ausgelegt, un­ter­schied­li­che Aufgaben nach­ein­an­der zu ver­ar­bei­ten. Sie verfügt meist über wenige, dafür sehr leis­tungs­star­ke Re­chen­ker­ne, die komplexe Ent­schei­dun­gen treffen, Programme steuern und logische Abläufe ausführen können.

Typische Aufgaben einer CPU sind:

  • Ausführen von Be­triebs­sys­te­men
  • Ver­ar­bei­ten von Be­nut­zer­ein­ga­ben
  • Steuern von Pro­gram­men
  • Berechnen komplexer, von­ein­an­der ab­hän­gi­ger Re­chen­schrit­te

GPU: spe­zia­li­siert auf Par­al­le­li­tät

Eine GPU verfolgt einen anderen Ansatz. Sie besitzt hunderte oder tausende Re­chen­ker­ne, die jeweils einfacher aufgebaut sind als CPU-Kerne. Dafür können sie sehr viele Re­chen­ope­ra­tio­nen gleich­zei­tig ausführen.

GPUs sind ideal, wenn:

  • dieselbe Be­rech­nung auf viele Daten an­ge­wen­det wird
  • die Re­chen­schrit­te klar struk­tu­riert sind
  • die Aufgaben von­ein­an­der un­ab­hän­gig sind

Beispiel: Bild­be­ar­bei­tung

Wird ein Bild be­ar­bei­tet und bei­spiels­wei­se auf­ge­hellt, besteht diese Aufgabe aus vielen iden­ti­schen Re­chen­schrit­ten. Ein digitales Bild setzt sich aus Millionen einzelner Pixel zusammen, und für jeden dieser Bild­punk­te muss derselbe Re­chen­vor­gang durch­ge­führt werden, um Hel­lig­keit oder Farbe an­zu­pas­sen.

Die CPU berechnet den neuen Wert jedes Pixels über­wie­gend nach­ein­an­der. Bei der GPU wird derselbe Re­chen­vor­gang auf sehr viele Re­chen­ker­ne auf­ge­teilt. Während eine typische CPU mit etwa 8 bis 16 leis­tungs­star­ken Kernen arbeitet, verfügen moderne GPUs über mehrere tausend ein­fa­che­re Re­chen­ker­ne, die Bild­punk­te parallel ver­ar­bei­ten können. Das bedeutet ver­ein­facht gesagt, dass in der Zeit, in der eine CPU einen niedrigen zwei­stel­li­gen Bereich von Pixeln be­ar­bei­tet, die GPU im Schnitt einen mittleren vier­stel­li­gen Bereich be­ar­bei­ten kann.

Welche Vorteile bietet GPU Computing?

Aus der Fähigkeit von GPUs, viele gleich­ar­ti­ge Re­chen­ope­ra­tio­nen gleich­zei­tig aus­zu­füh­ren, ergeben sich mehrere Vorteile gegenüber klas­si­schen Pro­zes­so­ren. Besonders bei re­chen­in­ten­si­ven und da­ten­las­ti­gen Aufgaben spielt GPU Computing seine Stärken aus.

  • Hohe Re­chen­leis­tung durch Par­al­lel­ver­ar­bei­tung: GPUs sind bei be­stimm­ten Aufgaben deutlich schneller als CPUs.
  • Be­schleu­ni­gung moderner Tech­no­lo­gien: GPU Computing ist eine zentrale Grundlage für künst­li­che In­tel­li­genz, Machine Learning, Si­mu­la­tio­nen und Echtzeit-Analysen.
  • Gute Ska­lier­bar­keit: Die Re­chen­leis­tung lässt sich durch den Einsatz zu­sätz­li­cher GPUs relativ einfach erhöhen, etwa in Re­chen­zen­tren oder Cloud-Um­ge­bun­gen.
  • Hohe En­er­gie­ef­fi­zi­enz pro Re­chen­ope­ra­ti­on: Für viele parallele Aufgaben liefern GPUs mehr Re­chen­leis­tung pro Watt als klas­si­sche Pro­zes­so­ren.
  • Ent­las­tung der CPU: Re­chen­in­ten­si­ve Aufgaben können aus­ge­la­gert werden, sodass die CPU sich auf Steuerung und Logik kon­zen­trie­ren kann.

Die wich­tigs­ten Use Cases von GPUs

GPU Computing kommt heute in immer mehr Bereichen zum Einsatz, da viele moderne An­wen­dun­gen auf der Ver­ar­bei­tung großer Da­ten­men­gen und komplexer Be­rech­nun­gen basieren. Die parallele Be­ar­bei­tung gleich­ar­ti­ger Re­chen­auf­ga­ben ist also ein Ansatz, der für zahl­rei­che An­wen­dungs­fäl­le ideal geeignet ist.

Künst­li­che In­tel­li­genz und Machine Learning

Eines der wich­tigs­ten Ein­satz­ge­bie­te für GPU Computing ist die künst­li­che In­tel­li­genz. Beim Training von Machine-Learning-Modellen müssen riesige Da­ten­men­gen ver­ar­bei­tet und ma­the­ma­ti­sche Ope­ra­tio­nen mil­lio­nen­fach wie­der­holt werden. GPUs können diese Be­rech­nun­gen parallel ausführen und verkürzen die Trai­nings­zei­ten erheblich. Ohne GPU Computing wären viele heutige KI-An­wen­dun­gen wie Sprach­mo­del­le, Bil­der­ken­nung oder Emp­feh­lungs­sys­te­me kaum rea­li­sier­bar.

Bild-, Video- und 3D-Ver­ar­bei­tung

In der Bild-, Video- und 3D-Ver­ar­bei­tung sind die An­for­de­run­gen an die Re­chen­leis­tung in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Moderne Me­di­en­in­hal­te arbeiten mit immer höheren Auf­lö­sun­gen, kom­ple­xe­ren Effekten und rea­lis­ti­sche­ren Dar­stel­lun­gen. Aufgaben wie Farb­kor­rek­tu­ren, Licht- und Schat­ten­be­rech­nun­gen, Effekte oder das Rendern von 3D-Szenen erfordern zahl­rei­che iden­ti­sche Be­rech­nun­gen für Millionen von Pixeln oder Objekten.

Je an­spruchs­vol­ler das Editing wird, desto stärker steigt der Bedarf an GPU-Leistung. Hoch­auf­lö­sen­de Videos, auf­wen­di­ge Effekte oder Echtzeit-Vor­schau­en lassen sich ohne GPU Computing kaum effizient umsetzen. Hinzu kommt, dass in vielen kreativen An­wen­dun­gen in­zwi­schen künst­li­che In­tel­li­genz in­te­griert ist, etwa zur au­to­ma­ti­schen Bild­ver­bes­se­rung, Objekt- oder Per­so­nener­ken­nung, Rausch­re­du­zie­rung oder Ska­lie­rung von Inhalten. Auch diese KI-ge­stütz­ten Funk­tio­nen basieren auf par­al­le­len Be­rech­nun­gen und erhöhen den Bedarf an leis­tungs­fä­hi­gen GPUs zu­sätz­lich.

Wis­sen­schaft­li­che Si­mu­la­tio­nen und Forschung

In der wis­sen­schaft­li­chen Forschung werden GPUs vor allem dort ein­ge­setzt, wo komplexe Prozesse mithilfe von Si­mu­la­tio­nen nach­ge­bil­det werden. Dazu zählen bei­spiels­wei­se Klima- und Wet­ter­mo­del­le, phy­si­ka­li­sche Si­mu­la­tio­nen oder chemische Be­rech­nun­gen. Solche An­wen­dun­gen bestehen aus vielen gleich­ar­ti­gen Re­chen­schrit­ten, die auf große Da­ten­men­gen an­ge­wen­det werden.

Da­ten­ana­ly­se

Moderne Un­ter­neh­men arbeiten mit stetig wach­sen­den Da­ten­men­gen. GPU Computing hilft dabei, große Da­ten­sät­ze effizient zu ana­ly­sie­ren, Muster zu erkennen und Prognosen zu erstellen. Besonders bei zeit­kri­ti­schen Aus­wer­tun­gen, etwa in der Fi­nanz­bran­che oder bei Echtzeit-Analysen, spielt die hohe Par­al­le­li­tät von GPUs eine ent­schei­den­de Rolle.

Cloud Computing und Re­chen­zen­tren

Mit dem Aufstieg von Cloud-Platt­for­men ist GPU Computing für viele Un­ter­neh­men einfacher zu­gäng­lich geworden. Statt eigene Hardware zu betreiben, können GPUs be­darfs­ge­recht als Cloud-Ressource genutzt werden. Hierfür stellen Anbieter die GPU-Power in ihren Re­chen­zen­tren als Dienst­leis­tung zur Verfügung. Das macht re­chen­in­ten­si­ve An­wen­dun­gen selbst für kleinere Un­ter­neh­men oder For­schungs­teams ska­lier­bar und wirt­schaft­lich attraktiv.

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