Während das De­zi­mal­sys­tem mit seinen zehn Ziffern ein fester Be­stand­teil unseres normalen Alltags ist, verlassen sich die In­for­ma­tik und Da­ten­ver­ar­bei­tung auf das Bi­när­sys­tem oder den Binärcode. Dies er­mög­licht die Dar­stel­lung komplexer Sach­ver­hal­te mit nur zwei Zuständen: 0 und 1. Große Bi­när­zah­len haben jedoch den Nachteil, dass sie schnell un­über­sicht­lich werden. Und hier schafft das He­xa­de­zi­mal­sys­tem Abhilfe: Denn In­for­ma­tio­nen, die im Bi­när­sys­tem 8 Stellen bräuchten, können mit nur 2 He­xa­de­zi­mal­zah­len aus­ge­drückt werden.

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Was ist das He­xa­de­zi­mal­sys­tem?

Das Wort He­xa­de­zi­mal setzt sich aus den Begriffen hexa und decem zusammen. hexa kommt aus dem Grie­chi­schen und bedeutet „sechs“, während decem das la­tei­ni­sche Wort für „zehn“ ist. Das He­xa­de­zi­mal­sys­tem ist also ein Stel­len­wert­sys­tem, das Zahlen zur Basis 16 darstellt. Das heißt, dass das he­xa­de­zi­ma­le Zah­len­sys­tem 16 ver­schie­de­ne Ziffern verwendet. Mit anderen Worten: Es gibt 16 mögliche Zif­fern­sym­bo­le – im Gegensatz zu zwei im Bi­när­sys­tem (1 und 0) oder zehn im De­zi­mal­sys­tem (0 bis 9). Aber welchen Zweck hat dieses System in der Praxis?

Wozu dient das He­xa­de­zi­mal­sys­tem?

Das He­xa­de­zi­mal­sys­tem kommt in der Com­pu­ter­tech­nik zum Einsatz und er­leich­tert die Les­bar­keit von großen Zahlen bzw. langen Bitfolgen. Diese werden zu je vier Bit gruppiert und in He­xa­de­zi­mal­zah­len um­ge­rech­net. Das Ergebnis: Aus einer langen Folge von Einsen und Nullen werden kürzere he­xa­de­zi­ma­le Zahlen, die sich wiederum in Zweier- oder Vie­rer­grup­pen un­ter­tei­len lassen. So sind He­xa­de­zi­mal­zah­len eine kom­pak­te­re Form der Dar­stel­lung von Bitfolgen. Gebraucht wird das System u. a. in der Quell- und Ziel­adres­se von Internet Protocols (IPs), in ASCII-Codes oder der Be­schrei­bung von Farbcodes beim Webdesign mit der Style­sheet-Sprache CSS.

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He­xa­de­zi­mal­sys­tem: Die Schreib­wei­se

Wie bereits erwähnt, stehen Ihnen im He­xa­de­zi­mal­sys­tem 16 mögliche Zif­fern­sym­bo­le zur Verfügung. Al­ler­dings ergibt sich dadurch ein po­ten­zi­el­les Problem: Mit der her­kömm­li­chen Zif­fern­schreib­wei­se werden die De­zi­mal­zah­len 10, 11, 12, 13, 14 und 15 genutzt, die jeweils aus zwei zu­sam­men­hän­gen­den Symbolen bestehen. Wenn Sie also die Zahl 10 in he­xa­de­zi­ma­ler Schreib­wei­se aus­drü­cken, dann ist unklar, ob Sie die De­zi­mal­zahl 10 meinen oder etwa die Binärzahl 2 (1 + 0).

Um dieses Problem zu umgehen, werden he­xa­de­zi­ma­le Zahlen, die die Werte von 10 bis 15 be­zeich­nen, durch die Groß­buch­sta­ben A, B, C, D, E und F ersetzt. Im He­xa­de­zi­mal­sys­tem werden also die Zahlen von 0 bis 9 und die Groß­buch­sta­ben A bis F verwendet, um das binäre oder dezimale Zah­len­äqui­va­lent dar­zu­stel­len. Damit Sie He­xa­de­zi­mal­zah­len von dezimalen Zahlen un­ter­schei­den können, stehen Ihnen mehrere Schreib­wei­sen zur Verfügung (in den Bei­spie­len unten wird die He­xa­de­zi­mal­zahl „73“ be­schrie­ben):

  • 7316
  • 73hex
  • 73h
  • 73H
  • 73H
  • 0x73
  • $73
  • #73
  • "73
  • X'73'

Das Präfix 0x und das Suffix h kommt ins­be­son­de­re in der Pro­gram­mie­rung zum Einsatz, während das Dollar-Präfix bei be­stimm­ten Pro­zes­sor­fa­mi­li­en in der As­sem­bler­spra­che verwendet wird.

Das Ver­hält­nis von He­xa­de­zi­mal­zah­len und Bi­när­zah­len

Werden komplexe Zustände be­schrie­ben, können Bitfolgen bzw. binäre Zei­chen­ket­ten sehr lang werden. Im all­täg­li­chen Gebrauch des De­zi­mal­zah­len­sys­tems verwenden wir hier Gruppen von drei Ziffern, um eine sehr große Zahl wie eine Million oder eine Billion lesbarer zu machen. Dasselbe gilt auch für digitale Systeme: Um eine Bitfolge wie 11110101110011112 besser lesen zu können, wird sie üb­li­cher­wei­se in gleich­mä­ßi­gen Gruppen von vier auf­ge­teilt. Unser Beispiel würde dann so aussehen: 1111 0101 1100 11112. Noch lesbarer wird es, wenn Sie die Bi­när­zif­fern in He­xa­de­zi­mal­zah­len umwandeln.

Da 16 im De­zi­mal­sys­tem die vierte Potenz von 2 (bzw. 24) ist, besteht eine direkte Beziehung zwischen den Zahlen 2 und 16, sodass eine He­xa­de­zi­mal­zif­fer einen Wert hat, der 4 Bi­när­zif­fern ent­spricht. Aufgrund dieser Beziehung können Sie 4 Ziffern einer binären Zahl mit einer einzigen He­xa­de­zi­mal­zif­fer dar­stel­len. Dies macht die Kon­ver­tie­rung zwischen Binär- und He­xa­de­zi­mal­zah­len relativ einfach, sodass sich große Bi­när­zah­len dank des He­xa­de­zi­mal­sys­tems mit weniger Ziffern schreiben lassen.

Hinweis

In der Com­pu­ter­tech­nik ent­spricht eine binäre Ziffer oder binäre Stelle einem Bit. Ein Byte besteht aus 8 Bits und ein halbes Byte – auch Halb-Byte oder Nibble genannt – besteht aus 4 Bits. Das heißt, dass sich mit einer He­xa­de­zi­mal­zif­fer ein Nibble und mit zwei He­xa­de­zi­mal­zif­fern ein volles Byte dar­stel­len lässt.

He­xa­de­zi­mal-Tabelle zur Um­wand­lung in Dezimal- und Bi­när­zah­len

He­xa­de­zi­mal­zah­len gehören einem kom­ple­xe­ren System an als das reine Binär- oder De­zi­mal­sys­tem und werden oft im Zu­sam­men­hang mit Spei­cher­adres­sen verwendet. Durch die Un­ter­tei­lung einer binären Zahl in Gruppen von 4 Bits kann jeder Bit-Satz von 4 Ziffern einen Wert zwischen „0000“ (0) und „1111“ (8+4+2+1 = 15) annehmen. Dies ergibt insgesamt 16 ver­schie­de­ne Zah­len­kom­bi­na­tio­nen von 0 bis 15. Hier ist zu beachten, dass auch „0“ auch eine gültige Ziffer ist.

De­zi­mal­zahl 4 Bit-Binärzahl He­xa­de­zi­mal­zahl
0 0000 0
1 0001 1
2 0010 2
3 0011 3
4 0100 4
5 0101 5
6 0110 6
7 0111 7
8 1000 8
9 1001 9
10 1010 A
11 1011 B
12 1100 C
13 1101 D
14 1110 E
15 1111 F
16 0001 0000 10 (1+0)
17 0001 0001 11 (1+1)
18 0001 0010 12 (1+2)
19 0001 0011 13 (1+3)
20 0001 0100 14 (1+4)

Der Um­rech­nungs­ta­bel­le nach sieht unsere vorherige binäre Zah­len­rei­he 1111 0101 1100 11112 im He­xa­de­zi­mal­sys­tem wie folgt aus: F5CF – diese Zahl ist nun einfacher zu lesen als die lange Bitfolge. Durch die Ver­wen­dung der he­xa­de­zi­ma­len Notation wird ein digitaler Code also mit weniger Ziffern und einer deutlich ge­rin­ge­ren Feh­ler­wahr­schein­lich­keit ge­schrie­ben. Ebenso ist die Kon­ver­tie­rung von He­xa­de­zi­mal­zah­len zurück in Bi­när­zah­len lediglich der um­ge­kehr­te Vorgang.

Um unsere Zahl von eben nun eindeutig als He­xa­de­zi­mal­zahl zu kenn­zeich­nen, können Sie F5CF in der Form von F5CF16, $F5CF oder #F5CF angeben. Letztere Schreib­wei­se, auch Hashwert genannt, kommt in der digitalen Farb­ko­die­rung zum Einsatz, denn Designer und Ent­wick­ler verwenden HEX-Farben im Webdesign. Eine HEX-Farbe wird als sechs­stel­li­ge Kom­bi­na­ti­on aus Zahlen und Buch­sta­ben aus­ge­drückt, die durch ihre Mischung aus Rot, Grün und Blau (RGB) definiert ist. #000000 bei­spiels­wei­se steht für die Farbe Schwarz und #FFFFFF für die Farbe Weiß.

Zählen mit He­xa­de­zi­mal­zah­len

Nun wissen Sie, wie Sie vier binäre Ziffern in eine He­xa­de­zi­mal­zahl kon­ver­tie­ren. Falls Sie mehr als vier binäre Ziffern haben, dann beginnen Sie einfach von vorne bzw. fahren mit dem nächsten Satz von 4 Bits fort. Mit zwei He­xa­de­zi­mal­zah­len können Sie bis FF zählen, was dem dezimalen Wert 255 ent­spricht.

Das Hin­zu­fü­gen zu­sätz­li­cher He­xa­de­zi­mal­zif­fern, um Bi­när­zah­len in eine He­xa­de­zi­mal­zahl zu kon­ver­tie­ren, ist sehr einfach, wenn Ihnen 4, 8, 12 oder 16 binäre Ziffern vorliegen. Sie können aber auch „0“ oder „00“ links vom höchst­wer­ti­gen Bit hin­zu­fü­gen, wenn die binäre Bit-Anzahl kein Viel­fa­ches von vier ist. Zum Beispiel ist 1100101101100112 eine 14 Bit lange Binärzahl, die zu groß für nur drei He­xa­de­zi­mal­zif­fern, aber zu klein für eine vier­stel­li­ge He­xa­de­zi­mal­zahl ist.

Die Lösung besteht darin, zu­sätz­li­che Nullen an das am weitesten links stehende Bit zu addieren, bis Sie einen voll­stän­di­gen Satz von 4-Bit-Bi­när­zah­len haben. In unserem Beispiel würde die Reihe von oben nun so aussehen: 001100101101100112.

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Fazit

Der große Vorteil des He­xa­de­zi­mal­sys­tems ist die Kom­pakt­heit seiner Zahlen, da durch die Basis 16 weniger Ziffern zur Dar­stel­lung einer be­stimm­ten Zahl benötigt werden als im Binär- oder De­zi­mal­for­mat. Zudem geht es relativ schnell und un­kom­pli­ziert, He­xa­de­zi­mal­zah­len in Bi­när­zah­len um­zu­wan­deln und umgekehrt.

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