Die beliebte Container-Plattform Docker können Sie auf einem Linux-Server jederzeit in­stal­lie­ren – ob direkt bei der Ein­rich­tung oder auf einem bereits laufenden Server. Viele Hosting-Provider bieten eine ver­ein­fach­te 1-Klick-In­stal­la­ti­on per App als Al­ter­na­ti­ve zur ge­wöhn­li­chen manuellen In­stal­la­ti­on.

Docker und Linux: Diese An­for­de­run­gen stellt die Container-Software

Wer Docker unter Linux in­stal­lie­ren möchte, muss hierfür nicht wie Windows- oder macOS-User auf die GUI-Variante Docker Desktop zu­rück­grei­fen. Um die Container-Software auf Ubuntu, Debian und Co. nutzen zu können, genügt die In­stal­la­ti­on der Docker Engine. Diese Edition ver­braucht im Vergleich zur Desktop-Edition deutlich weniger Res­sour­cen – 1 bis 2 GB Ar­beits­spei­cher sind bei­spiels­wei­se für den Betrieb aus­rei­chend. Die Engine ist für folgende Linux-Dis­tri­bu­tio­nen und -Ar­chi­tek­tu­ren verfügbar:

x86_64/amd64 arm64/aarch64 arm (32-bit) s390x
Ubuntu âś“ âś“ âś“ âś“
Debian âś“ âś“ âś“
CentOS âś“ âś“
Fedora âś“ âś“
Raspbian âś“
RHEL âś“
SLES âś“

Wollen Sie dennoch auf Docker Desktop zu­rück­grei­fen, sind Sie bei der In­stal­la­ti­on von Docker unter Linux deutlich ein­ge­schränk­ter: Die Anwendung bietet aus­schließ­lich Support für x86_64/amd64-Ar­chi­tek­tu­ren und die Dis­tri­bu­tio­nen Ubuntu, Debian und Fedora. Zudem sind laut of­fi­zi­el­ler Do­ku­men­ta­ti­on folgende An­for­de­run­gen zu erfüllen:

  • KVM-Vir­tua­li­sie­rung muss un­ter­stützt werden
  • Emulator QEMU (ab Version 5.2) muss in­stal­liert sein
  • systemd-Start­pro­zess
  • Gnome, KDE oder MATE Desktop
  • min­des­tens 4 GB Ar­beits­spei­cher

So finden Sie das passende Hosting für Ihren Docker-Linux-Server

Natürlich können Sie Linux auf einem privaten Gerät in­stal­lie­ren und so einen Server betreiben, auf dem Sie Docker in­stal­lie­ren und ausführen. We­sent­lich bequemer ist es aber, einen Docker-Linux-Server bei einem pro­fes­sio­nel­len Provider zu hosten – und so von Vorteilen wie leis­tungs­star­ker En­ter­pri­se-Hardware und erst­klas­si­ger Breit­band­an­bin­dung zu pro­fi­tie­ren.

Bei IONOS können Sie bei­spiels­wei­se zwischen drei Arten für das Hosting von Servern wählen, die jeweils Ge­schwin­dig­kei­ten von bis zu 400 Mbit/s bieten:

  • Cloud Server: Ent­schei­den Sie sich für einen Cloud Server von IONOS, hosten Sie die Docker-Linux-Kom­bi­na­ti­on auf vir­tua­li­sier­ten Hardware-Res­sour­cen in der Cloud. Die Leistung, die sich jederzeit nach oben oder unten skalieren lässt, wird dabei mi­nu­ten­ge­nau ab­ge­rech­net.
  • vServer (VPS): Auch die vServer von IONOS greifen auf vir­tua­li­sier­te Hardware zurück, wobei in diesem Fall ein einzelnes Host-System genutzt wird. Außerdem buchen Sie ein festes Leis­tungs­pa­ket zum mo­nat­li­chen Fixpreis.
  • Dedicated Server: Feste Hardware ohne Vir­tua­li­sie­rung erhalten Sie bei der Wahl eines Dedicated Servers von IONOS. Sie mieten ein klar de­fi­nier­tes Setup, zahlen am Ende aber nur mi­nu­ten­ge­nau für die ver­brauch­ten Res­sour­cen.
Tipp

Sie sind noch unsicher, wie häufig und intensiv Sie Ihren Server in Anspruch nehmen werden? Wenn Sie sich für einen Cloud Server von IONOS ent­schei­den, können Sie die Leistung jederzeit skalieren und mehr oder weniger CPU, Ar­beits­spei­cher oder Fest­plat­ten­spei­cher für Ihren Server re­ser­vie­ren. Am Ende des Monats zahlen Sie aber nur für die tat­säch­lich benötigte Leistung.

Docker-Linux-Server: Mögliche Szenarien und passende IONOS-Tarife

So viel­fäl­tig wie die Auswahl an Hosting-Anbietern sind in den meisten Fällen auch die Aus­wahl­mög­lich­kei­ten an ver­füg­ba­ren Leis­tungs­ta­ri­fen. Wie viel CPU, Ar­beits­spei­cher und Co. Sie am Ende benötigen, hängt dabei nicht nur davon ab, ob Sie nur die Docker Engine oder das res­sour­cen­in­ten­si­ve­re Docker Desktop in­stal­lie­ren wollen. Auch die Ak­ti­vi­tä­ten, die Sie auf Ihrem Server planen, sind ent­schei­dend. Nach­fol­gend haben wir drei mögliche Szenarien auf­ge­stellt und den passenden Ser­ver­ta­rif von IONOS zu­ge­ord­net.

Docker-Linux-Szenario Passender Ser­ver­ta­rif von IONOS
Server für An­wen­dungs­ent­wick­lung und -tests; punktuell online Cloud Server XL
De­ploy­ment-Server: Eine oder mehrere An­wen­dun­gen werden für Clients be­reit­ge­stellt; dauerhaft online VPS Linux L
Server für die Be­reit­stel­lung vir­tu­el­ler Um­ge­bun­gen VPS Linux XL
Tipp

Sie planen lang­fris­tig mit einer in­ten­si­ven Nutzung Ihrer Hosting-Umgebung? Mit einem Dedicated Server von IONOS erhalten Sie Zugriff auf leis­tungs­star­ke En­ter­pri­se-Hardware mit mo­derns­ten Pro­zes­so­ren, Cloud-Funktion und un­li­mi­tier­ten Traffic.

Docker unter Linux: So funk­tio­niert die manuelle In­stal­la­ti­on

Sie haben Ihren Linux-Server ein­ge­rich­tet und wollen nun Docker in­stal­lie­ren? Im nach­fol­gen­den Tutorial haben wir die wich­tigs­ten Schritte für die manuelle In­stal­la­ti­on der Container-Software über das Terminal zu­sam­men­ge­fasst.

Hinweis

Die Anleitung zeigt die In­stal­la­ti­on der Docker Engine auf. Wie Sie Docker Desktop unter Linux in­stal­lie­ren, können Sie der of­fi­zi­el­len Docker-Do­ku­men­ta­ti­on entnehmen.

Schritt 1: Docker-Re­po­si­to­ry vor­be­rei­ten

Vor der ersten In­stal­la­ti­on der Docker Engine müssen Sie zunächst das Docker-Re­po­si­to­ry ein­rich­ten. Dieses Ver­zeich­nis nutzen Sie dann im Anschluss, um Docker unter Linux zu in­stal­lie­ren und im späteren Verlauf zu ak­tua­li­sie­ren. Wie die Vor­be­rei­tung des Ver­zeich­nis­ses genau funk­tio­niert, hängt von der Linux-Dis­tri­bu­ti­on ab, die Sie verwenden.

Ubuntu, Debian und Raspbian

Unter Ubuntu, Debian und Raspbian können Sie auf den Pa­ket­ma­na­ger apt zu­rück­grei­fen. Starten Sie mit den beiden folgenden Befehlen, um den Manager zu ak­tua­li­sie­ren und HTTPS-Ver­bin­dun­gen für das Re­po­si­to­ry zu­zu­las­sen:

sudo apt-get update
sudo apt-get install ca-certificates curl gnupg
bash

An­schlie­ßend fügen Sie den of­fi­zi­el­len GPG-Key von Docker hinzu. Debian-User ersetzen ubuntu in der URL des zweiten Kommandos durch debian, Raspbian-User durch raspbian:

sudo install -m 0755 -d /etc/apt/keyrings
curl -fsSL https://download.docker.com/linux/ubuntu/gpg | sudo gpg --dearmor -o /etc/apt/keyrings/docker.gpg
sudo chmod a+r /etc/apt/keyrings/docker.gpg
bash

Im dritten Schritt wird das Re­po­si­to­ry ein­ge­rich­tet. Unter Debian ist auch in diesem Fall in der URL ubuntu durch debian zu ersetzen, Raspbian-Nutzer und -Nut­ze­rin­nen ersetzen diesen Teil durch raspbian:

echo \
    "deb [arch="$(dpkg --print-architecture)" signed-by=/etc/apt/keyrings/docker.gpg] https://download.docker.com/linux/ubuntu \
    "$(. /etc/os-release && echo "$VERSION_CODENAME")" stable" | \
    sudo tee /etc/apt/sources.list.d/docker.list > /dev/null
bash

CentOS

Unter CentOS richten Sie das Re­po­si­to­ry mithilfe des Tools yum-config-manager ein. Nutzen Sie folgendes Kommando, um den Manager zu in­stal­lie­ren und im Anschluss das Re­po­si­to­ry vor­zu­be­rei­ten:

sudo yum install -y yum-utils
sudo yum-config-manager --add-repo https://download.docker.com/linux/centos/docker-ce.repo
bash

Fedora

Unter Fedora benötigt man das Paket dnf-plugins-core, um DNF-Re­po­si­to­rys verwalten und auf diese Weise das Docker-Re­po­si­to­ry vor­be­rei­ten zu können. Mithilfe der folgenden zwei Kommandos in­stal­lie­ren Sie das Paket und richten dann im Anschluss das Ver­zeich­nis ein:

sudo dnf -y install dnf-plugins-core
sudo dnf config-manager --add-repo https://download.docker.com/linux/fedora/docker-ce.repo
bash

Schritt 2: Docker Engine, con­tai­nerd und Docker Compose in­stal­lie­ren

Nach der Vor­be­rei­tung des passenden Re­po­si­to­rys können Sie die Container-Plattform in­stal­lie­ren. Neben Docker Engine benötigen Sie dafür auch die Container-Lauf­zeit­um­ge­bung con­tai­nerd sowie das Or­ches­trie­rungs­werk­zeug Docker Compose.

Ubuntu, Debian und Raspbian

Ak­tua­li­sie­ren Sie zunächst den apt-Pa­ke­t­in­dex mit folgendem Befehl:

sudo apt-get update
bash

Die drei ele­men­ta­ren Docker-Linux-Kom­po­nen­ten in­stal­lie­ren Sie dann wie folgt:

sudo apt-get install docker-ce docker-ce-cli containerd.io docker-buildx-plugin docker-compose-plugin
bash

CentOS

User der Linux-Dis­tri­bu­ti­on CentOS in­stal­lie­ren Docker mit folgendem Terminal-Kommando:

sudo yum install docker-ce docker-ce-cli containerd.io docker-buildx-plugin docker-compose-plugin
bash

Es kann sein, dass Sie auf­ge­for­dert werden, den GPG-Key zu ak­zep­tie­ren. Über­prü­fen Sie, ob der Fin­ger­print mit folgender Zei­chen­fol­ge über­ein­stimmt: 060A 61C5 1B55 8A7F 742B 77AA C52F EB6B 621E 9F35. Ist dies der Fall, können Sie den Schlüssel annehmen.

Fedora

In Fedora in­stal­lie­ren Sie Docker mit diesem Befehl:

sudo dnf install docker-ce docker-ce-cli containerd.io docker-buildx-plugin docker-compose-plugin
bash

Über­prü­fen Sie, ob der Fin­ger­print des Keys mit der Zei­chen­fol­ge 060A 61C5 1B55 8A7F 742B 77AA C52F EB6B 621E 9F35 über­ein­stimmt, falls Sie dazu auf­ge­for­dert werden, den GPG-Schlüssel zu ak­zep­tie­ren.

Schritt 3: Erfolg der Docker-Linux-In­stal­la­ti­on ve­ri­fi­zie­ren

Ob die In­stal­la­ti­on von Docker unter Linux er­folg­reich war, können Sie über­prü­fen, indem Sie den Container hello-world ausführen. Im Er­folgs­fall erhalten Sie eine ent­spre­chen­de Meldung.

Ubuntu, Debian und Raspbian

Führen Sie den folgenden Befehl aus:

sudo docker run hello-world
bash

CentOS und Fedora

Unter CentOS und Fedora wird Docker nach der In­stal­la­ti­on nicht au­to­ma­tisch gestartet. Führen Sie die Container-Plattform also zunächst mit folgendem Kommando aus:

sudo systemctl start docker
bash

Ab­schlie­ßend starten Sie das hello-world-Image, um den Erfolg zu über­prü­fen:

sudo docker run hello-world
bash
Tipp

An anderer Stelle im Digital Guide gehen wir noch de­tail­lier­ter auf die In­stal­la­ti­on von Docker auf ver­schie­dens­ten Linux-Dis­tri­bu­tio­nen und -Versionen ein. Unter anderem bieten wir Ihnen folgende Artikel:

Docker und Linux bei IONOS per 1-Klick-App in­stal­lie­ren – so geht’s

Bei IONOS haben Sie die Chancen, die Kom­bi­na­ti­on aus Docker und Linux per Image mit einem einzigen Klick zu in­stal­lie­ren. Die In­stal­la­ti­on ist in diesem Fall aber an die Dis­tri­bu­ti­on AlmaLinux und an eine komplette In­stal­la­ti­on bzw. Neu­in­stal­la­ti­on des Servers geknüpft.

Tipp

Mieten Sie noch heute Ihren VPS von IONOS, um mit Docker und Linux durch­zu­star­ten!

Schritt 1: Im Cloud Panel anmelden und Server auswählen

Rufen Sie die Login-Seite des IONOS Kunden-Centers auf und melden Sie sich mit Ihren in­di­vi­du­el­len An­mel­de­da­ten an. Klicken Sie auf „Server & Cloud“ und wählen Sie den Server aus, den Sie für das Hosting Ihres Docker-Linux-Servers gemietet haben.

Schritt 2: Docker-Linux-Server aufsetzen

Sobald Sie im Cloud Panel an­ge­kom­men sind und die Über­sichts­sei­te Ihres Servers geöffnet haben, können Sie mit der Ein­rich­tung des Docker-Linux-Servers starten. Im ersten Schritt drücken Sie hierfür auf den Button „Erstellen“ und wählen das jeweilige Ser­ver­mo­dell aus.

Bild: Docker-Linux-Server erstellen im IONOS Cloud Panel
Docker-Linux-Server erstellen im IONOS Cloud Panel

Geben Sie einen Namen für den Server an und wählen Sie den ge­wünsch­ten Tarif aus:

Bild: IONOS Cloud Panel: Tarifauswahl
Wählen Sie das Server-Leis­tungs­pa­ket für Ihren Docker-Linux-Server aus.

Scrollen Sie nach unten zum Bereich „Images“ und klicken Sie den Reiter „An­wen­dun­gen“ an.

Bild: IONOS Apps im Cloud Panel
IONOS Cloud Panel: Wechseln Sie in den Reiter „An­wen­dun­gen“, um zu den Apps für die 1-Klick-In­stal­la­ti­on von Docker und anderen An­wen­dun­gen zu gelangen.

Nutzen Sie die Such­funk­ti­on, um gezielt nach der Docker-App zu suchen, und klicken Sie das passende Ergebnis nach er­folg­rei­cher Suche an. An­schlie­ßend starten Sie per Klick auf „Erstellen“ die Ein­rich­tung des Docker-Linux-Servers bei IONOS.

Bild: IONOS Cloud Apps: Docker
IONOS Cloud Apps: Klicken Sie die Docker-App an, sodass der Eintrag blau hin­ter­legt ist. An­schlie­ßend können Sie die Ein­rich­tung starten.
Tipp

Docker läuft dank Docker Desktop auch auf anderen Be­triebs­sys­te­men wie Windows. Erfahren Sie in unseren separaten Artikeln, wie Sie Docker auf Windows 11 in­stal­lie­ren bzw. Docker auf Windows 10 ein­rich­ten.

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