Ein PetaFLOPS (PFLOPS) ent­spricht 1015 FLOPS, also einer Billiarde Gleit­kom­ma­be­rech­nun­gen pro Sekunde. Die Maß­ein­heit wird zur Leis­tungs­mes­sung von Hoch­leis­tungs­rech­nern verwendet.

Was sind FLOPS und wofür werden sie genutzt?

Die Einheit FLOPS steht für „Floating Point Operations per Second“ und gibt an, wie viele Gleit­kom­ma­be­rech­nun­gen ein Computer pro Sekunde ausführen kann. Gleit­kom­ma­be­rech­nun­gen sind es­sen­zi­ell für komplexe ma­the­ma­ti­sche und wis­sen­schaft­li­che Be­rech­nun­gen, da sie De­zi­mal­zah­len mit hoher Präzision dar­stel­len und ver­ar­bei­ten können.

Die Leistung eines Computers in FLOPS ist besonders wichtig für An­wen­dun­gen, die eine enorme Re­chen­ka­pa­zi­tät erfordern. Dazu gehören bei­spiels­wei­se:

  • Wis­sen­schaft­li­che Si­mu­la­tio­nen: In der Physik, Chemie und Biologie werden FLOPS genutzt, um komplexe Wet­ter­mo­del­le, Strö­mungs­si­mu­la­tio­nen oder Mo­le­ku­lar­dy­na­mik zu berechnen.
  • Künst­li­che In­tel­li­genz und ma­schi­nel­les Lernen: KI-Modelle und Neural Networks benötigen enorme Re­chen­leis­tun­gen, um mehrere Millionen von Pa­ra­me­tern zu trai­nie­ren und deren Leistung zu op­ti­mie­ren.
  • Com­pu­ter­gra­fik und Vi­deo­spie­le: Besonders für 3D-Rendering und Echt­zeit­be­rech­nun­gen sind hohe FLOPS-Werte ent­schei­dend, um komplexe visuelle Effekte und Physik-Si­mu­la­tio­nen dar­zu­stel­len.

Die Messung von FLOPS erfolgt in der Regel durch stan­dar­di­sier­te Bench­marks. Ein weit ver­brei­te­ter Test ist der so­ge­nann­te LINPACK-Benchmark, der überprüft, wie schnell ein Rechner lineare Glei­chungs­sys­te­me löst. Dies gibt Auf­schluss darüber, wie effizient ein System mit Gleit­kom­ma­zah­len arbeiten kann.

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Um­rech­nung: Wie viele FLOPS sind ein PetaFLOPS?

Ein PetaFLOPS ent­spricht genau 1015 FLOPS, also 1.000.000.000.000.000 Gleit­kom­ma­be­rech­nun­gen pro Sekunde.

Um ein Gefühl für die immense Re­chen­leis­tung eines PetaFLOPS-Systems zu bekommen: Wenn jede Person auf der Erde (ca. 8 Mil­li­ar­den Menschen) eine Be­rech­nung pro Sekunde ausführen würde, würde es über 4 Jahre dauern, um das zu erreichen, was ein PetaFLOPS-Computer in einer einzigen Sekunde schafft.

Weitere FLOPS-Einheiten und ihre Um­rech­nung in PetaFLOPS

Neben PFLOPS gibt es weitere FLOPS-Einheiten, die genutzt werden, um die Re­chen­leis­tung ver­schie­de­ner Systeme zu be­schrei­ben. Sie können bei Bedarf ganz einfache Um­rech­nun­gen vornehmen. Die folgende Tabelle zeigt, wie:

Einheit FLOPS-Wert Um­rech­nung in PFLOPS
KiloFLOP 103 FLOPS (1.000) 10-12 PFLOPS
MegaFLOP 106 FLOPS (1 Mio.) 10-9 PFLOPS
GigaFLOP 109 FLOPS (1 Mrd.) 10-6 PFLOPS
TeraFLOP 1012 FLOPS (1 Bio.) 10-3 PFLOPS
PetaFLOP 1015 FLOPS (1 Billiarde) 1 PFLOPS
ExaFLOP 1018 FLOPS (1 Trillion) 103 PFLOPS

Wie viele FLOPS erreichen moderne Geräte?

Mit der zu­neh­men­den Zahl moderner Hoch­leis­tungs­rech­ner und der wach­sen­den Bedeutung von High-Per­for­mance-Computing rückt die Einheit PFLOPS zunehmend in den Vor­der­grund, denn ein PetaFLOPS (PFLOPS) ent­spricht 1.000 TeraFLOPS und markiert damit die nächste Stufe in der Re­chen­leis­tungs­ent­wick­lung.

Während viele moderne GPUs im TeraFLOPS-Bereich gemessen werden, zeigen einige Beispiele, wie nah diese Systeme an die PFLOPS-Grenze her­an­kom­men oder diese sogar über­schrei­ten. So liefert die NVIDIA H100 für FP32 Ten­sor­co­re-Be­rech­nun­gen Spit­zen­wer­te von rund 989 TeraFLOPS, was beinahe 1 PFLOPS ent­spricht. Im Gegensatz dazu erreicht die NVIDIA A30, die für High-Per­for­mance-Computing und KI-Inferenz kon­zi­piert wurde, etwa 10,3 TeraFLOPS, was bei Um­rech­nung in PFLOPS nur einen kleinen Bruchteil darstellt.

Doch nicht nur GPUs spielen eine Rolle: Die schnells­ten Su­per­com­pu­ter der Welt operieren mit Leis­tun­gen im PFLOPS-Bereich und darüber hinaus. Ein ein­drucks­vol­les Beispiel ist der US-ame­ri­ka­ni­sche Su­per­com­pu­ter „Frontier“, der mitt­ler­wei­le Leis­tun­gen von über 1 ExaFLOPS erreicht, was mehr als 1.000 PFLOPS ent­spricht. Auch andere Systeme wie der ja­pa­ni­sche Su­per­com­pu­ter „Fugaku“ oder der frühere US-Su­per­com­pu­ter „Summit“ bewegen sich in diesem Leis­tungs­be­reich und er­mög­li­chen so die Lösung von sehr komplexen wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Problemen.

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