In der Welt der Hoch­leis­tungs-Gra­fik­pro­zes­so­ren hat sich in den letzten Jahren viel getan. Mit der zu­neh­men­den Bedeutung von GPU-Servern für re­chen­in­ten­si­ve An­wen­dun­gen ist es es­sen­zi­ell, die für Ihren An­wen­dungs­fall passende Hardware aus­zu­wäh­len.

Cloud GPU VM
Maximale KI-Per­for­mance mit Ihrer Cloud GPU VM
  • Exklusive NVIDIA H200 GPUs für höchste Re­chen­leis­tung
  • Ga­ran­tier­te Per­for­mance durch voll­stän­dig de­di­zier­te CPU-Kerne
  • 100 % Hosting in Deutsch­land für maximale Da­ten­si­cher­heit und DSGVO-Kon­for­mi­tät
  • Einfaches, kal­ku­lier­ba­res Preis­mo­dell mit festem Preis pro Stunde

Leis­tungs­merk­ma­le von Server-GPUs im Vergleich

NVIDIA H100

Die NVIDIA H100 ist aktuell das leis­tungs­fä­higs­te Modell aus dem GPU-Portfolio von NVIDIA und richtet sich an Or­ga­ni­sa­tio­nen, die absolute Spit­zen­leis­tung benötigen. Die Tensor-Core-GPU basiert auf der so­ge­nann­ten Hopper-Ar­chi­tek­tur, die speziell ent­wi­ckelt wurde, um die An­for­de­run­gen moderner An­wen­dun­gen in den Bereichen künst­li­che In­tel­li­genz, High-Per­for­mance Computing und da­ten­in­ten­si­ver An­wen­dun­gen zu erfüllen. Mit ihrer Un­ter­stüt­zung für die neuesten Spei­cher­tech­no­lo­gien wie HBM3 und in­no­va­ti­ven Funk­tio­nen wie dem FP8-Datentyp hebt die H100 die Effizienz und Ge­schwin­dig­keit auf ein neues Niveau.

Dank der in­te­grier­ten NVLink-Tech­no­lo­gie der vierten Ge­ne­ra­ti­on lassen sich mehrere GPUs zu einem leis­tungs­star­ken Cluster verbinden, was die Re­chen­leis­tung noch einmal si­gni­fi­kant steigern kann. Die GPU wurde für extrem große neuronale Netze und da­ten­in­ten­si­ve Aufgaben ent­wi­ckelt, wie sie in Sprach­mo­del­len wie zum Beispiel GPT und wis­sen­schaft­li­chen Si­mu­la­tio­nen benötigt werden.

Tech­ni­sche Details

  • Fer­ti­gungs­tech­no­lo­gie: 4 nm (TSMC)
  • Re­chen­leis­tung: Bis zu 60 TFLOPS (FP64) und über 1000 TFLOPS (Tensor Cores)
  • Speicher: HBM3 mit bis zu 80 GB
  • NVLink: Er­mög­licht die Ver­bin­dung mehrerer GPUs mit hoher Band­brei­te
  • Be­son­der­hei­ten: Un­ter­stützt den FP8-Datentyp für ef­fi­zi­en­te­res Training großer KI-Modelle

Vorteile und Nachteile

Vorteile Nachteile
Ex­zel­len­te Leistung für KI-Training und In­fe­ren­zen Sehr hoher An­schaf­fungs­preis
Un­ter­stützt modernste Spei­cher­tech­no­lo­gien Hohe En­er­gie­auf­nah­me (TDP bis zu 700 Watt)
Ska­lier­bar­keit durch NVLink

NVIDIA A30

Die NVIDIA A30 ist eine viel­sei­ti­ge GPU, die sich speziell an Un­ter­neh­men richtet, die eine robuste, aber gleich­zei­tig kos­ten­ef­fi­zi­en­te Lösung suchen. Sie basiert auf der Ampere-Ar­chi­tek­tur, die für ihre Balance zwischen Leistung und Effizienz bekannt ist. Die A30 kom­bi­niert eine solide Re­chen­leis­tung mit einem ver­gleichs­wei­se niedrigen En­er­gie­ver­brauch, was sie ideal für den Einsatz in KI-Inferenz, moderaten HPC-An­wen­dun­gen und Vir­tua­li­sie­rung macht.

Tech­ni­sche Details

  • Fer­ti­gungs­tech­no­lo­gie: 7 nm (TSMC)
  • Re­chen­leis­tung: Bis zu 10 TFLOPS (FP64), 165 TFLOPS (Tensor Cores)
  • Speicher: 24 GB HBM2
  • NVLink: Bis zu zwei GPUs können verbunden werden

Vorteile und Nachteile

Vorteile Nachteile
Gutes Preis-Leistungs-Ver­hält­nis Nicht für extrem große Modelle geeignet
Nied­ri­ge­rer En­er­gie­ver­brauch (TDP von 165 Watt) Begrenzte Spei­cher­band­brei­te im Vergleich zur H100
ECC-Un­ter­stüt­zung für Spei­cher­in­te­gri­tät

Intel Gaudi 2

Die Intel Gaudi 2 ist ein speziell auf KI-Training aus­ge­rich­te­ter Prozessor mit 24 Tensor Pro­zes­sor­ker­nen, der eine ernst­zu­neh­men­de Al­ter­na­ti­ve zu den NVIDIA-GPUs darstellt. Ent­wi­ckelt von Habana Labs, einer Toch­ter­ge­sell­schaft von Intel, wurde der Gaudi 2 so kon­zi­piert, dass er besonders effizient und leis­tungs­stark für typische KI-Workloads wie Trans­for­mer­mo­del­le und Machine Learning ist.

Der Fokus des Gaudi 2 liegt auf der Op­ti­mie­rung von Training-Workloads, vor allem für große neuronale Netze, die eine hohe Rechen- und Spei­cher­band­brei­te benötigen. Sein offenes Software-Ökosystem und die In­te­gra­ti­on von RDMA (Remote Direct Memory Access) bieten Vorteile bei der Ska­lier­bar­keit in Multi-GPU-Um­ge­bun­gen.

Tech­ni­sche Details

  • Fer­ti­gungs­tech­no­lo­gie: 7 nm
  • Speicher: 96 GB HBM2e
  • Be­son­der­hei­ten: RDMA- und RoCE-Support für direkte Spei­cher­zu­grif­fe zwischen GPUs

Vorteile und Nachteile

Vorteile Nachteile
Optimiert für KI-Training (besonders Trans­for­mer­mo­del­le) Geringere Viel­sei­tig­keit bei all­ge­mei­nen HPC-An­wen­dun­gen
Hoher Spei­cher­durch­satz Kleinerer Software-Support im Vergleich zu NVIDIA
Geringere Li­zenz­kos­ten durch offene Software-Öko­sys­te­me

Intel Gaudi 3

Die Intel Gaudi 3 ist die nächste von Intels KI-spe­zi­fi­schen Gra­fik­pro­zes­so­ren und stellt eine Wei­ter­ent­wick­lung der Gaudi 2-Server-GPU dar. Mit ver­bes­ser­ter Re­chen­leis­tung und Spei­cher­tech­no­lo­gie ist der Gaudi 3 vor allem darauf ausgelegt, die Effizienz und Ska­lier­bar­keit von KI-Modellen weiter zu op­ti­mie­ren.

Diese GPU bietet eine noch höhere Leistung bei KI-Trai­nings­auf­ga­ben, ins­be­son­de­re bei An­wen­dun­gen im Bereich der ge­ne­ra­ti­ven KI wie Large Language Models und Bild­ver­ar­bei­tung. Auch die In­ter­con­nect-Tech­no­lo­gie wurde ver­bes­sert, was sie zu einer her­vor­ra­gen­den Wahl für große Cluster­lö­sun­gen macht.

Tech­ni­sche Details

  • Fer­ti­gungs­tech­no­lo­gie: 5 nm
  • Re­chen­leis­tung: Bis zu 1,835 PFLOPS (FP8)
  • Speicher: Bis zu 120 GB HBM2e
  • Be­son­der­hei­ten: Fort­ge­schrit­te­ne In­ter­con­nect-In­fra­struk­tur

Vorteile und Nachteile

Vorteile Nachteile
Noch höhere Leistung für KI-An­wen­dun­gen Ähnlich wie Gaudi 2: be­grenz­ter Ein­satz­be­reich außerhalb von KI
Ver­bes­ser­tes In­ter­con­nect für Cluster-Lösungen Ver­hält­nis­mä­ßig neu am Markt, daher wenig getestete Pra­xis­er­fah­run­gen
En­er­gie­ef­fi­zi­en­ter als Gaudi 2

Ein­satz­sze­na­ri­en und Emp­feh­lun­gen

Welche Server-GPU sich für Ihr Un­ter­neh­men eignet, hängt gänzlich von Ihrem in­di­vi­du­el­len An­wen­dungs­fall ab. Vor einer In­ves­ti­ti­on sollten Sie daher unbedingt Ihre Workloads ana­ly­sie­ren und die lang­fris­ti­gen An­for­de­run­gen Ihrer An­wen­dun­gen bewerten.

KI-Training und Deep Learning

Für das Training von großen neu­ro­na­len Netzen und im Be­son­de­ren Trans­for­mer­mo­del­len wie GPT sind Spei­cher­band­brei­te, Re­chen­leis­tung und Ska­lier­bar­keit ent­schei­dend. Hier eignet sich die NVIDIA H100 genauso wie die Intel Gaudi 3-CPU, die in Bench­marks bis zu 1,7 mal schnel­le­re Resultate beim Trai­nie­ren von LLMs erzielt. Für bud­get­be­wuss­te Projekte könnte jedoch auch der Intel Gaudi 2 eine in­ter­es­san­te Al­ter­na­ti­ve sein, ins­be­son­de­re bei spe­zi­fi­schen Workloads.

Emp­feh­lung:

  • High-End: Intel Gaudi 3
  • Budget-Lösung: Intel Gaudi 2

KI-Inferenz

Bei der Inferenz, also der Nutzung trai­nier­ter Modelle, sind vor allem die Effizienz und der Strom­ver­brauch wichtig. Die NVIDIA A30 ist hier eine ideale Wahl für viele An­wen­dun­gen, da sie aus­rei­chend Leistung bei ge­rin­ge­rer En­er­gie­auf­nah­me bietet.

Emp­feh­lung:

  • NVIDIA A30

High-Per­for­mance Computing

Für wis­sen­schaft­li­che Be­rech­nun­gen und Si­mu­la­tio­nen, die häufig auf FP64-Leistung an­ge­wie­sen sind, ist die NVIDIA H100 un­über­trof­fen. Die NVIDIA A30 könnte für kleinere Si­mu­la­tio­nen oder weniger an­spruchs­vol­le Workloads ebenfalls eine Option sein.

Emp­feh­lung:

  • High-End: NVIDIA H100
  • Budget-Lösung: NVIDIA A30

Big Data und Analytics

Für da­ten­in­ten­si­ve An­wen­dun­gen wie Echtzeit-Analysen ist ein hoher Spei­cher­durch­satz ent­schei­dend. Hier können sowohl die NVIDIA H100-GPU als auch Intel Gaudi 3 über­zeu­gen, wobei die Gaudi 3 durch geringere Kosten punkten könnte.

Emp­feh­lung:

  • NVIDIA H100
  • Intel Gaudi 3

Edge-Computing und kleinere Cluster

Bei An­wen­dun­gen wie Edge-Computing, die eine nied­ri­ge­re En­er­gie­auf­nah­me erfordern, ist die NVIDIA A30 dank ihres ge­rin­ge­ren Strom­ver­brauchs und ihrer guten Leistung eine passende Wahl.

Emp­feh­lung:

  • NVIDIA A30
Zum Hauptmenü