Einen TeamSpeak-Server auf­zu­set­zen, zu in­stal­lie­ren und selbst zu hosten, ist auch heute noch eine gefragte Lösung für stabile Sprach­kom­mu­ni­ka­ti­on im Internet oder im lokalen Netzwerk. Trotz moderner Al­ter­na­ti­ven wie Discord wird TeamSpeak ins­be­son­de­re in Gamer-Kreisen weiterhin für Grup­pen­chats und Sprach­kon­fe­ren­zen genutzt. Hohe Si­cher­heits­stan­dards und eine un­über­trof­fe­ne Sound­qua­li­tät sind ein guter Be­weg­grund, einen eigenen TeamSpeak-Server zu hosten.

Free Cloud Server Trial
Virtual Private Server auf En­ter­pri­se-Level
  • KVM-basierte vServer für Ent­wick­ler
  • In­te­griert in die IONOS Compute Engine
  • Ska­lier­bar bis zur En­ter­pri­se-Cloud

Welche An­for­de­run­gen stellt ein TeamSpeak-Server?

Ein großer Pluspunkt von TeamSpeak ist der per­for­man­ce­ori­en­tier­te Ansatz der Software: Unnötige Extras, die über den grund­le­gen­den Bedarf eines Voice- und Text-Tools hin­aus­ge­hen, spielen keine große Rolle. Die Hardware-An­for­de­run­gen eines TeamSpeak-Servers fallen daher sehr über­schau­bar aus:

  • Prozessor: CPU mit SSE2-Un­ter­stüt­zung; CPU mit SSE4.x-Un­ter­stüt­zung (POPCNT aktiviert, Windows: nur 64-Bit)
  • Ar­beits­spei­cher: min­des­tens 1 Gigabyte (Ge­samt­spei­cher­be­darf hängt von der Anzahl und Größe der ge­hos­te­ten vir­tu­el­len Server ab)
  • Fest­plat­ten­spei­cher: min­des­tens 15 Megabyte (der gesamte Spei­cher­be­darf hängt stark von der tat­säch­li­chen Nutzung, der Größe und der Anzahl der ge­hos­te­ten vir­tu­el­len Server ab; zu­sätz­li­cher Platz wird für die Da­tei­über­tra­gung und die Spei­che­rung von Symbolen/Avataren benötigt)

In puncto Be­triebs­sys­tem haben Sie freie Wahl. Die TeamSpeak-Software läuft auf allen gängigen Windows-, macOS- und Linux-Geräten bzw. -Servern – sowohl mit 32- als auch mit 64-Bit-Ar­chi­tek­tur.

Je nach Größe und Art des TeamSpeak-Servers kann es außerdem er­for­der­lich sein, eine Lizenz zu erwerben: Für bis zu 32 User (ein vir­tu­el­ler Server), die den Server für private Zwecke nutzen, ist die Software kos­ten­frei nutzbar. Für mehr Slots (von 64 bis 1.024 möglich) ist der Erwerb der Gamer-Lizenz er­for­der­lich, die jährlich fällig wird. Un­ter­neh­men können TeamSpeak mit der ge­werb­li­chen Lizenz als Lösung für die interne Sprach­kom­mu­ni­ka­ti­on einsetzen.

Der eigene TeamSpeak-Server bei IONOS: Das sind die Optionen

Die mi­ni­ma­lis­ti­schen An­for­de­run­gen der Software machen es prin­zi­pi­ell einfach, die passenden Res­sour­cen für einen TeamSpeak-Server zu mieten. Bei der großen Auswahl an Providern und Tarifen ist es häufig dennoch schwierig, den Überblick zu behalten. Bei IONOS haben Sie unter anderem die Wahl zwischen folgenden zwei Server-Modellen:

vServer: Kos­ten­güns­ti­ge Stan­dard­lö­sung

Ein vServer (VPS) ist die passende Wahl für die meisten TeamSpeak-Server. Sie erhalten feste virtuelle Res­sour­cen zu einem mo­nat­li­chen Fixpreis und volle Ad­mi­nis­tra­ti­ons­rech­te.

Vorteile:

  • Aus­rei­chend Leistung für kleine bis mittlere Community-Server
  • Planbare Kosten durch festen Tarif
  • Voll­stän­di­ge Kontrolle über Be­triebs­sys­tem und Software

Cloud Server: Fle­xi­bi­li­tät und Ska­lier­bar­keit

Ein Cloud Server eignet sich, wenn Sie flexible Ska­lie­rung benötigen oder Sie Ihre Res­sour­cen je nach Bedarf anpassen möchten.

Vorteile:

  • Mi­nu­ten­ge­naue Ab­rech­nung: Sie zahlen nur für die tat­säch­lich genutzten Res­sour­cen
  • Flexible Ska­lie­rung von CPU, RAM und Speicher
  • Hohe Ver­füg­bar­keit durch Cloud-In­fra­struk­tur

Wie un­ter­schei­den sich die IONOS-Ser­ver­mo­del­le von­ein­an­der?

Sowohl beim vServer als auch beim Cloud Server erhalten Sie Zugriff auf vir­tua­li­sier­te Res­sour­cen in den Re­chen­zen­tren von IONOS. Der Un­ter­schied liegt in der Ab­rech­nungs­wei­se: Beim vServer zahlen Sie einen fixen mo­nat­li­chen Betrag für fest zu­ge­wie­se­ne Res­sour­cen. Beim Cloud Server erfolgt die Ab­rech­nung nut­zungs­ba­siert und mi­nu­ten­ge­nau.

Wenn Sie zu­sätz­li­che Res­sour­cen für weitere An­wen­dun­gen wie einen Minecraft-Server oder einen DayZ-Server benötigen, sind Cloud Server besonders vor­teil­haft, da sie flexibel ska­lier­bar sind.

Die Wahl des Ser­ver­mo­dells ist al­ler­dings nur die halbe Miete – Sie müssen sich auch für einen der jeweils ver­füg­ba­ren Tarife ent­schei­den. Diese un­ter­schei­den sich vor allem im Leis­tungs­um­fang (CPU, RAM und Spei­cher­platz). Planen Sie bei der Auswahl außerdem Res­sour­cen für das Be­triebs­sys­tem ein. Für einen Windows-basierten Server sollten Sie heute min­des­tens eine 64-Bit-CPU, 2 GB Ar­beits­spei­cher (empfohlen 4 GB) sowie 40–60 GB Fest­plat­ten­spei­cher einplanen. Bei Linux-Servern reichen in der Regel 2 GB RAM und 30 GB Spei­cher­platz für einen stabilen Betrieb aus.

TeamSpeak-Tutorial: So erstellen Sie Ihren eigenen TeamSpeak-Server

In diesem Tutorial zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie Ihren eigenen TeamSpeak-3-Server hosten und für andere Nut­ze­rin­nen und Nutzer verfügbar machen. Ex­em­pla­risch be­schrei­ben wir die einzelnen Schritte für IONOS-Kunden (vServer, Cloud Server, Dedicated Server) – als Be­triebs­sys­tem kommt Windows Server 2016 zum Einsatz.

Schritt 1: Ver­bin­dung mit dem Server aufbauen

Bauen Sie zunächst eine Remote-Desktop-Ver­bin­dung zu Ihrem Server auf. Als IONOS-Kunde erledigen Sie dies bequem über das Kun­den­kon­to.

Melden Sie sich zu diesem Zweck zunächst mit Ihren per­sön­li­chen Login-Daten im Kun­den­kon­to an. Na­vi­gie­ren Sie zu „Server & Cloud“, wählen Sie Ihr Server-Paket aus und scrollen Sie zu „Zu­gangs­da­ten“ und klicken Sie dort auf den Download-Link in der Zeile „Remote-Desktop-Ver­bin­dung“. Führen Sie die .rdp-Datei direkt aus oder legen Sie die Datei zunächst lokal ab, um sie an­schlie­ßend per Dop­pel­klick zu starten.

Bild: Zugangsdaten im IONOS Cloud Panel
Zu­gangs­da­ten im IONOS Cloud Panel

Im nach­fol­gen­den Dialog be­stä­ti­gen Sie den Ver­bin­dungs­auf­bau zum Server per Klick auf „Verbinden“.

Bild: Aufbau der Remote-Verbindung zum TeamSpeak-Server bei IONOS
Aufbau der Remote-Ver­bin­dung zum TeamSpeak-Server bei IONOS
Hinweis

Falls Sie sich zum ersten Mal auf Ihrem Server anmelden, müssen Sie Ihre in­di­vi­du­el­len Nut­zer­da­ten eingeben. Sie finden diese ebenfalls im Cloud Panel unter „Server & Cloud“ -> „Server auswählen“ -> „Zu­gangs­da­ten“ -> „Benutzer“ bzw. „Initial-Passwort“.

Schritt 2: TeamSpeak-Software her­un­ter­la­den und entpacken

Im zweiten Schritt laden Sie die Server-Software von TeamSpeak herunter und in­stal­lie­ren diese auf den ge­mie­te­ten Server-Res­sour­cen. Rufen Sie hierfür die of­fi­zi­el­le Homepage der VoIP-Anwendung auf und laden Sie im Download-Center die passende Edition herunter (32- oder 64-Bit; Windows, Linux, macOS, FreeBSD).

Bild: Screenshot des TeamSpeak-Download-Centers
Screen­shot des TeamSpeak-Download-Centers; Quelle: https://www.teamspeak.com/de/downloads/

Die her­un­ter­ge­la­de­ne ZIP-Datei entpacken Sie nach dem Download im Ver­zeich­nis Ihrer Wahl.

Schritt 3: TeamSpeak-Server ausführen und Li­zenz­ver­trag be­stä­ti­gen

In dem ent­pack­ten Ver­zeich­nis finden Sie u. a. die aus­führ­ba­re Datei ts3server.exe. Führen Sie diese per Dop­pel­klick aus und stimmen Sie danach dem Li­zenz­ver­trag zu, indem Sie auf „Accept“ drücken.

Bild: TeamSpeak: Serverstart und Lizenzvertrag
TeamSpeak: Ser­ver­start und Li­zenz­ver­trag

Das Programm prä­sen­tiert Ihnen im Anschluss die Ad­mi­nis­tra­tor-Daten sowie den API- und Privilege-Key (Be­rech­ti­gungs­schlüs­sel) für Ihren TeamSpeak-Server. Per Klick auf das Ordner-Icon kopieren Sie die je­wei­li­gen Einträge und speichern diese in einer be­lie­bi­gen Textdatei.

Bild: TeamSpeak 3 Server: Admin-Zugangsdaten
TeamSpeak 3 Server: Admin-Zu­gangs­da­ten

Schritt 4: TeamSpeak-Client starten und Be­rech­ti­gungs­schlüs­sel eingeben

Starten Sie im nächsten Schritt auf Ihrem Server den TeamSpeak-Client und wählen Sie „Weiter ohne Login“ aus. Vergeben Sie einen in­di­vi­du­el­len Nickname und klicken Sie nach­ein­an­der auf „Ver­bin­dun­gen“ und „Verbinden“.

An­schlie­ßend benötigen Sie die in­di­vi­du­el­le IP-Adresse Ihres Servers sowie das Passwort und den Login-Namen (stan­dard­mä­ßig: „ser­ver­ad­min“), die zuvor bei der Aus­füh­rung des TeamSpeak-Servers generiert wurden. Geben Sie die drei Werte ein und drücken Sie ab­schlie­ßend auf „Verbinden“.

Bild: TeamSpeak 3 Client: Server-Einrichtung
TeamSpeak 3 Client: Server-Ein­rich­tung

Es folgt die Abfrage des Be­rech­ti­gungs­schlüs­sels (Server Admin Privilege Key), nach dessen er­folg­rei­cher Eingabe Sie Ad­mi­nis­tra­tor-Rechte für den TeamSpeak-Server erhalten.

Bild: TS3-Server: Berechtigungsschlüssel benutzen
TS3-Server: Be­rech­ti­gungs­schlüs­sel benutzen

Schritt 5: TS3-Server ein­rich­ten

Mithilfe der Ad­mi­nis­tra­tor-Rechte können Sie den TeamSpeak-Server nun frei nach Ihren Vor­stel­lun­gen gestalten. Um einen neuen Channel zu erstellen, klicken Sie bei­spiels­wei­se im linken Fenster mit der rechten Maustaste auf den Eintrag des Servers, der stan­dard­mä­ßig „TeamSpeak]|[Server“ heißt, und wählen an­schlie­ßend den Menüpunkt „Channel erstellen“ aus. Dem Kanal können Sie dann einen in­di­vi­du­el­len Namen sowie ein op­tio­na­les Passwort zuweisen. Zudem lässt sich de­fi­nie­ren, ob es sich um

  • einen tem­po­rä­ren (existiert, bis der letzte Client ihn verlässt),
  • einen semi-per­ma­nen­ten (existiert bis zum nächsten Server-Neustart)
  • oder einen per­ma­nen­ten Channel (existiert, bis er manuell gelöscht wird)

handeln soll.

Bild: TeamSpeak-Server: Channel erstellen
TeamSpeak-Server: Channel erstellen

Wollen Sie den Namen des Servers oder die Will­kom­mens­nach­richt ändern, wählen Sie im Rechts­klick den Punkt „Vir­tu­el­len Server editieren“. Hier können Sie u. a. auch die Zahl an zu­ge­las­se­nen Clients oder das Server-Icon anpassen.

Schritt 6: Ports freigeben

Für die Kom­mu­ni­ka­ti­on mit dem TeamSpeak-Server müssen einige Ports in der Firewall frei­ge­ge­ben werden. Für den regulären Betrieb sind nur zwei Ports zwingend er­for­der­lich:

  • UDP-Port 9987 (eingehend): Haupt-Port für Sprach­über­tra­gung. Ohne diesen Port kann sich niemand mit dem Server verbinden.
  • TCP-Port 30033 (eingehend): Wird für Datei-Uploads und Downloads benötigt.
  • UDP-Ports 2011–2110 (eingehend): TeamSpeak nutzt UDP 2011–2110, um mit der öf­fent­li­chen Ser­ver­lis­te zu kom­mu­ni­zie­ren.
  • TCP-Port 443 (ausgehend): Falls Sie eine Lizenz für Ihren TeamSpeak-Server verwenden, müssen Sie TCP-Port 443 öffnen, damit die Li­zenz­da­ten überprüft werden können.

Um die ge­wünsch­ten Ports frei­zu­ge­ben, sind ent­spre­chen­de Regeln in den Ein­stel­lun­gen der Firewall anzulegen. IONOS-Kunden können Firewall-Regeln für ein­ge­hen­de Ver­bin­dun­gen direkt über das Cloud Panel kon­fi­gu­rie­ren:

  1. Melden Sie sich im Cloud Panel an.
  2. Rufen Sie die Rubrik „Server & Cloud“ auf.
  3. Wählen Sie den Server aus, auf dem der TeamSpeak-Server läuft.
  4. Drücken Sie im linken Sei­ten­me­nü auf „Netzwerk“ und danach auf „Firewall-Richt­li­ni­en“.
  5. Wählen Sie das Be­triebs­sys­tem aus und fügen Sie unter „Eingehend“ die Regel(n) hinzu.
Bild: Port-Freigabe im IONOS Cloud Panel
Port-Freigabe im IONOS Cloud Panel

Die Freigabe der Ports nimmt einige Zeit in Anspruch. Unter „Status“ sehen Sie den Fort­schritt der Kon­fi­gu­ra­ti­on. In einigen Fällen kann es er­for­der­lich sein, dass Sie den Server nach der Ein­rich­tung neu starten, damit die frei­ge­ge­be­nen Ports wie gewünscht über­nom­men werden.

Schritt 7: Client-Ver­bin­dung zum eigenen TeamSpeak-Server aufbauen

Sie können Ihrem TeamSpeak-Server nun jederzeit und von überall aus beitreten. Öffnen Sie hierfür einfach auf dem Gerät Ihrer Wahl die Client-Software des VoIP-Programms und drücken Sie unter dem Menüpunkt „Ver­bin­dun­gen“ auf „Verbinden“. Tippen Sie die Ser­ver­adres­se ein und hängen Sie den Sprach-Port mit vor­an­ge­stell­tem Dop­pel­punkt an:

IP-Adresse Ihres Servers:9987
txt

Wenn Sie den Standard-Port geändert haben, ersetzen Sie „9987“ durch den von Ihnen ein­ge­stell­ten Port. Al­ter­na­tiv können Sie auch eine Domain verwenden, wenn Sie diese für Ihren Server ein­ge­rich­tet haben.

Geben Sie – falls vergeben – das Server-Passwort ein und wählen Sie einen Nickname aus. Sobald Sie auf „Verbinden“ drücken, wird die Ver­bin­dung zum Server aufgebaut.

Bild: Verbindungsaufbau mit dem erstellten TeamSpeak-Server
Ver­bin­dungs­auf­bau mit dem er­stell­ten TeamSpeak-Server
Dedicated Server
De­di­zier­te Server mit mo­derns­ten Pro­zes­so­ren
  • 100 % En­ter­pri­se-Hardware
  • Kon­fi­gu­rier­ba­re Hardware-Aus­stat­tung
  • ISO-zer­ti­fi­zier­te Re­chen­zen­tren
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