WAN sind groß­flä­chi­ge Netzwerke, die sich über Länder und sogar Kon­ti­nen­te er­stre­cken. Sie verbinden nicht einzelne Rechner, sondern andere Netzwerke wie LAN oder MAN mit­ein­an­der. WANs können öf­fent­lich sein oder von Un­ter­neh­men betrieben werden, um ver­schie­de­ne Standorte über weite Ent­fer­nun­gen hinweg zu verbinden. Aber wie ist ein WAN aufgebaut, wie un­ter­schei­det es sich von anderen Netz­werk­ty­pen und welche Tech­no­lo­gien werden verwendet?

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Was ist WAN?

WAN ist die Abkürzung für Wide Area Network. Diese Netzwerke er­stre­cken sich über große geo­gra­phi­sche Bereiche und koppeln ver­schie­de­ne kleinere Netzwerke wie LANs (Local Area Networks) oder MANs (Me­tro­po­li­tan Area Networks) mit­ein­an­der. Deshalb sind sie nur im pro­fes­sio­nel­len Bereich im Einsatz.

Öf­fent­li­che WANs werden von In­ter­net­pro­vi­dern betrieben, damit sie ihren Kunden Zugang zum Internet er­mög­li­chen können. Private Wide Area Networks werden vor allem von Un­ter­neh­men ein­ge­rich­tet, zum Beispiel um Cloud Services zu er­mög­li­chen und die Netzwerke un­ter­schied­li­cher Un­ter­neh­mens­stand­or­te zu verbinden.

Fakt

Das be­kann­tes­te und größte WAN der Welt ist das Internet, ein welt­wei­ter Verbund von Rech­ner­netz­wer­ken. Daten werden zwischen den übers Internet ver­bun­de­nen Rechnern über technisch normierte In­ter­net­pro­to­kol­le über­tra­gen.

Un­ter­schie­de zu LAN, WLAN und MAN

Neben WAN gibt es auch noch die ähnlichen Begriffe WLAN, LAN und MAN. Die Tech­no­lo­gien, die sich dahinter verbergen, sind mit dem Wide Area Network verwandt, be­zeich­nen al­ler­dings jeweils un­ter­schied­li­che Struk­tu­ren. LAN und MAN un­ter­schei­den sich vor allem in der Größe vom WAN.

LAN steht für Local Area Network. Der Begriff be­zeich­net den Zu­sam­men­schluss mehrerer Computer an einem Standort (Firma, Haushalt o. ä.) zu einem Netzwerk, sodass die Rechner un­ter­ein­an­der In­for­ma­tio­nen aus­tau­schen oder auf ein anderes Netzwerk zugreifen können. Die Da­ten­über­tra­gungs­ra­te von LANs ist im Vergleich zu WANs we­sent­lich schneller, da die Distanzen im Vergleich sehr viel geringer sind.

MAN steht für Me­tro­po­li­tan Area Network. Das Netzwerk ist der größere Bruder des LAN und er­schließt Städte und Me­tro­pol­re­gio­nen über Aus­deh­nun­gen von bis zu 100 km, ist al­ler­dings immer noch kleiner als ein WAN. Das MAN verwendet Glas­fa­ser­tech­nik, um mehrere LANs mit­ein­an­der zu verbinden.

Das Wireless Local Area Network (WLAN) hingegen ist ei­gent­lich ein LAN, welches al­ler­dings nicht über Ka­bel­ver­bin­dun­gen rea­li­siert wird. Hier wird statt­des­sen Funk-Tech­no­lo­gie ein­ge­setzt, über die die einzelnen Computer un­ter­ein­an­der kom­mu­ni­zie­ren oder mit einem anderen Netzwerk, zum Beispiel dem Internet, verbunden sind. Ein WLAN kann also wie ein LAN an ein MAN an­ge­schlos­sen sein und darüber wiederum an ein Wide Area Network.

Wie funk­tio­niert ein WAN?

Da mit einem WAN nicht einzelne Rechner verbunden werden, sondern ganze Netzwerke, un­ter­schei­det sich die ver­wen­de­te Tech­no­lo­gie im Vergleich zu anderen Netz­werk­ty­pen. Es kommen andere Über­tra­gungs­pro­to­kol­le und Adress­kon­zep­te zum Einsatz.

WANs nutzen Über­tra­gungs­tech­ni­ken und -pro­to­kol­le der Schichten eins bis drei des OSI-Re­fe­renz­mo­dells. Ein WAN arbeitet also auf der Bit­über­tra­gungs­schicht (Schicht 1), der Si­che­rungs­schicht (Schicht 2) und der Ver­mitt­lungs­schicht (Schicht 3).

Wide Area Networks nutzen ein ein­heit­li­ches Adres­sie­rungs­sche­ma, weil das un­adres­sier­te Senden von Daten bei der Anzahl der ver­bun­de­nen Netzwerke in­ef­fi­zi­ent wäre. Zwi­schen­sys­te­me bzw. Netz­werk­kno­ten wie Switches, Bridges und Router sorgen dafür, dass gesendete Da­ten­pa­ke­te an die richtige Adresse wei­ter­ge­lei­tet werden. Mithilfe der Hardware werden Da­ten­pa­ke­te von einem Teilnetz in das andere wei­ter­ge­lei­tet und dort dem korrekten Netz­teil­neh­mer – egal ob PC, Smart­phone, Fernseher oder Kühl­schrank – zu­ge­stellt. Grund­le­gen­de Technik hierbei ist der TCP/IP-Pro­to­koll­sta­pel. Die ver­schie­de­nen Pro­to­kol­le dieser Protokoll-Familie sorgen bei­spiels­wei­se dafür, dass Daten korrekt adres­siert werden und Pakete auch trotz Trans­port­schwie­rig­kei­ten ihr Ziel erreichen.

Zur Da­ten­über­tra­gung werden außerdem folgende Tech­no­lo­gien ein­ge­setzt:

Als physische Über­tra­gungs­me­di­en kommen Kupfer- und Glas­fa­ser­ka­bel sowie Funk­ver­bin­dun­gen zum Einsatz. Besonders Glas­fa­ser­ka­bel sind für die Ver­bin­dun­gen über große Distanzen über Land und Wasser geeignet. Neuere Ent­wick­lun­gen sind sa­tel­li­ten­ge­stütz­te Breitband-Da­ten­über­tra­gungs­we­ge, die ver­gleichs­wei­se schnell aufgebaut werden können. In der Praxis verwendet man in der Regel einen Mix aus ver­schie­de­nen Über­tra­gungs­me­di­en. Mit so­ge­nann­ten Me­di­en­kon­ver­tern können die ver­schie­de­nen Ka­bel­ar­ten mit­ein­an­der verbunden werden. An großen In­ter­net­kno­ten, spe­zi­el­len Aus­tausch­punk­ten, sind bei­spiels­wei­se oft mehr als hundert Netzwerke zu­sam­men­ge­schal­tet, um einen ef­fi­zi­en­ten Da­ten­aus­tausch zu er­mög­li­che. Repeater sorgen dafür, dass Da­ten­pa­ke­te auch über große Distanzen hinweg keine In­for­ma­tio­nen verlieren.

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