Manjaro Linux versieht das leis­tungs­star­ke Arch Linux mit einer be­nut­zer­freund­li­chen Ober­flä­che und setzt ebenfalls auf das Rolling-Release-Prinzip. Das Ergebnis ist ein starkes Be­triebs­sys­tem für Linux, das für Neulinge und erfahrene Nutzer glei­cher­ma­ßen geeignet ist.

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Was ist Manjaro Linux?

Arch Linux ist aufgrund seiner zahl­rei­chen In­di­vi­dua­li­sie­rungs­mög­lich­kei­ten eine der be­lieb­tes­ten und be­kann­tes­ten Linux-Dis­tri­bu­tio­nen. Durch den Verzicht auf grafische In­stal­la­ti­ons- und Kon­fi­gu­ra­ti­ons­hil­fen richtet sich dieses Be­triebs­sys­tem al­ler­dings vor­nehm­lich an erfahrene User und ist nicht gerade be­nut­zer­freund­lich. Abhilfe schafft Manjaro Linux, eine Ab­spal­tung von Arch Linux, die über ein eigenes gra­fi­sches In­stal­la­ti­ons­pro­gramm sowie ein Frontend zur Pa­ket­ver­wal­tung verfügt. Manjaro Linux wurde 2011 ein­ge­führt und erhält seitdem re­gel­mä­ßig neue Editionen. Stan­dard­mä­ßig verwendet Manjaro Linux Xfce, Gnome und KDE als Desktop-Ober­flä­chen, erlaubt aber auch die Nutzung einiger anderer Optionen. Die Linux-Dis­tri­bu­ti­on wird nach dem Rolling-Release-Prinzip auf dem neuesten Stand gehalten.

Was macht Manjaro Linux be­nut­zer­freund­lich?

So kom­pli­ziert Arch Linux auf den ersten Blick ist, so einfach und be­nut­zer­freund­lich ist Manjaro Linux. Das beginnt bereits bei der In­stal­la­ti­on. Statt einer Be­fehls­zei­le wartet auf den Nutzer bei Manjaro Linux ein gra­fi­sches In­stal­la­ti­ons­pro­gramm namens Calamares, das leicht ver­ständ­lich durch die einzelnen Schritte führt. Calamares bietet die Auswahl zwischen manueller oder au­to­ma­ti­scher Par­ti­tio­nie­rung der Fest­plat­ten, erkennt Hardware ei­gen­stän­dig und kann die er­for­der­li­chen Treiber her­un­ter­la­den. Auch ver­schie­de­ne Programme sind bereits von Beginn an enthalten. Sollte noch nicht die richtige Software dabei sein, verfügt auch Manjaro Linux über pacman, stattet den Pa­ket­ma­na­ger aber mit den eigenen Frontends Octopi und Pamac aus.

Für wen ist das Be­triebs­sys­tem geeignet?

Auf den ersten Blick ist Manjaro Linux damit die ideale Lösung für jene Nutzer, die den mi­ni­ma­lis­ti­schen und in­di­vi­du­el­len Ansatz von Arch Linux schätzen, auf eine gewisse Be­quem­lich­keit al­ler­dings dennoch nicht ver­zich­ten wollen. Das ist si­cher­lich auch richtig, auf den zweiten Blick zeigt sich aber, dass das Derivat mitt­ler­wei­le wei­test­ge­hend aus dem Schatten von Arch her­aus­tre­ten konnte und für sich steht. So ist es zwar ei­ner­seits ein­steig­er­freund­lich, bietet aber auch er­fah­re­nen Nutzern viele Vorteile. Gerade durch das Rolling-Release-Modell befindet sich der eigene Rechner immer auf dem neuesten Stand, und das Be­triebs­sys­tem ist sehr schlank und schnell.

Welche Sys­tem­an­for­de­run­gen hat Manjaro Linux?

Die Sys­tem­an­for­de­run­gen variieren je nach Version. Da Manjaro Linux ver­gleichs­wei­se schlank ist, läuft das System auf vielen Rechnern. Für die Version 21.2.0 Qonos, die im Dezember 2021 ver­öf­fent­licht wurde, benötigen Sie bei­spiels­weis einen 64-Bit-Prozessor, 1 GB RAM und einen 30 GB großen Speicher. Andere Versionen kommen auch mit ge­rin­ge­ren Ka­pa­zi­tä­ten aus.

Was bietet die Linux-Dis­tri­bu­ti­on?

Manjaro Linux gibt es in ver­schie­de­nen Editionen, die sich ins­be­son­de­re hin­sicht­lich ihrer Desk­top­um­ge­bung und der ent­hal­te­nen Software un­ter­schei­den. Neben den Stan­dard­um­ge­bun­gen Gnome, KDE und Xfce kann etwa auch auf Cinnamon oder MATE zu­rück­ge­grif­fen werden. Das Software-Paket ist in jeder Edition ver­gleichs­wei­se um­fang­reich, was durch die Rolling Releases zu­sätz­lich be­güns­tigt wird. Zu den mit­ge­lie­fer­ten Pro­gram­men gehören u. a. die von Linux bekannten Libre­Of­fice, Firefox, Thun­der­bird, VLC und Gimp. Weitere Software kann bequem über den gra­fi­schen Pa­ket­ma­na­ger Pacman hin­zu­ge­fügt werden.

Welche Vor- und Nachteile hat Manjaro Linux?

Bei der Ent­schei­dung für oder gegen Manjaro Linux hilft Ihnen ein Blick auf die Vor- und Nachteile. Diese finden Sie hier:

Vorteile

  • Be­nut­zer­freund­lich­keit: Manjaro Linux wurde mit dem klaren Ziel ent­wi­ckelt, die Stärken von Arch Linux mit gra­fi­schen Hilfs­mit­teln aus­zu­stat­ten und so eine at­trak­ti­ve Al­ter­na­ti­ve für viele Nutzer zu schaffen. Auch wenn das Be­triebs­sys­tem über diesen Ansatz längst hin­aus­ge­wach­sen ist, findet er sich nach wie vor in Manjaro Linux. Die Dis­tri­bu­ti­on macht es auch Anfängern sehr einfach und er­leich­tert so auch den Umstieg von Windows.
  • Rolling Release: Dabei ist Manjaro Linux al­ler­dings kei­nes­wegs ein reines Linux für Anfänger. Durch das Rolling-Release-Modell richtet sich die Dis­tri­bu­ti­on auch eindeutig an Nutzer, die immer auf dem neuesten Stand sein wollen. User haben dabei die Mög­lich­keit, selbst zu ent­schei­den, ob sie auf die stabilen Versionen oder nur teilweise getestete Neuheiten setzen wollen.
  • Desk­top­um­ge­bun­gen: Die freie Wahl haben Nutzer auch bei den Desktops. Es gibt Editionen für un­ter­schied­li­che Um­ge­bun­gen, die sich auch hin­sicht­lich ihrer Software und Themes un­ter­schei­den. Auch deswegen spricht Manjaro Linux viele un­ter­schied­li­che Nutzer an.
  • Leis­tungs­fä­hig­keit: Hinter der schönen Schale steckt ein leis­tungs­star­ker Kern. Das schlanke Be­triebs­sys­tem ist sehr schnell, läuft sicher und ru­ck­el­frei auf den meisten Rechnern. Somit ist Manjaro Linux auch eine ver­läss­li­che Dis­tri­bu­ti­on.
  • Software: Die vor­in­stal­lier­te Software sorgt in jeder Edition dafür, dass nur wenige Programme zu­sätz­lich in­stal­liert werden müssen. Für weitere Software steht der Pa­ket­ma­na­ger Pacman mit eigenem Frontend zur Verfügung. Durch diesen können auch Pakete aus dem Arch User Re­po­si­to­ry (AUR) in­stal­liert werden.
  • Community: Die Community von Manjaro Linux hat den Ruf, hilfs­be­reit und gut or­ga­ni­siert zu sein. Bei Fragen und Problemen gibt es erstens schnelle Hilfe und zweitens stehen zahl­rei­che Do­ku­men­ta­tio­nen in vielen Sprachen zur Verfügung.

Nachteile

  • Mögliche Probleme mit AUR: Dieser Nachteil wird längst nicht alle Nutzer betreffen, wer al­ler­dings auch Arch User Re­po­si­to­ries verwenden möchte, riskiert unter Umständen Probleme mit seinem System. Nur erfahrene User sollten daher auf AUR zu­rück­grei­fen.
  • Rolling Release: Was für viele Nutzer ein Vorteil ist, mag für andere eher um­ständ­lich sein. Manjaro Linux erhält stetig Updates, und auch wenn diese in der Regel sehr sicher laufen, sind einzelne Probleme nicht aus­zu­schlie­ßen.
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