Die Nextcloud config.php ist die Haupt­kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei der beliebten Cloud-Software und dafür ver­ant­wort­lich, eine Vielzahl grund­le­gen­der Aspekte des Ser­ver­be­triebs zu steuern. Die Datei lässt sich mithilfe eines einfachen Text­edi­tors anpassen. Jede Änderung sollte jedoch mit Vorsicht vor­ge­nom­men werden, da eine falsche Kon­fi­gu­ra­ti­on schnell zu In­sta­bi­li­tä­ten und Fehlern führt.

De­fi­ni­ti­on: Was ist die Nextcloud config.php?

Bei Nextcloud fungiert die Datei config.php als zentrale Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei für viele ele­men­ta­re Ein­stel­lun­gen des Ser­ver­be­triebs. Dazu zählen unter anderem grund­sätz­li­che Ser­ver­ein­stel­lun­gen und Ver­bin­dun­gen zu Da­ten­ban­ken, aber auch Si­cher­heits- und Per­for­mance­va­ria­blen. Auch Nextcloud-Logging-Optionen können in dieser Datei definiert werden, wie etwa das Festlegen des Log-Levels oder die Wahl der Log-Methoden. Es gibt aber ebenso zahl­rei­che Nextcloud-Settings, die nicht in der config.php-Datei enthalten sind. Die Ein­stel­lun­gen der Nextcloud-Apps werden in der Regel direkt über die einzelnen Ap­pli­ka­tio­nen verwaltet.

Die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei stellt ein un­ver­zicht­ba­res Werkzeug für die in­di­vi­du­el­le Anpassung und Ver­wal­tung von Nextcloud dar. Sie wird ty­pi­scher­wei­se sowohl bei der In­stal­la­ti­on der Software als auch bei Än­de­run­gen an der Cloud-In­fra­struk­tur und im Rahmen der Feh­ler­be­he­bung angepasst. Daher ist es für Nextcloud-Ad­mi­nis­trie­ren­de wichtig, zu wissen, wie sie die config.php verwalten.

Tipp

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Das Format der config.php-Datei

Allgemein handelt es sich bei der Nextcloud config.php um eine reine Textdatei mit einigen spe­zi­el­len For­ma­tie­rungs­an­for­de­run­gen für die un­ter­schied­li­chen Parameter und Werte. Diese sorgen dafür, dass die Datei er­wei­ter­bar ist und er­leich­tern darüber hinaus die In­ter­ak­ti­on mit der Nextcloud-Software. Außerdem besteht auf diese Weise die Mög­lich­keit, die Datei mit jedem Text­be­trach­tungs­tool oder über die Kom­man­do­zei­le ein­zu­se­hen.

Aus tech­ni­scher Sicht stellt die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei eine PHP-Datei mit einem spe­zi­el­len Array namens $CONFIG dar. Diese geordnete Map verknüpft Werte mit Schlüs­seln. Die einzelnen Parameter können un­ter­schied­li­chen Da­ten­ty­pen ent­spre­chen:

  • Integer: Ganze Zahlen wie „0“, „1“, „2“ und „3“
  • Float: Gleit­kom­ma­zah­len wie „1.234“ oder „77.55“
  • String: Zei­chen­ket­ten mit einer Länge von bis zu vier Kilobyte, etwa „abcdefg“
  • Boolean: Boole­scher Wert, der entweder true (wahr) oder false (falsch) ist

Das Laden der Nextcloud config.php

Die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei config.php ist im Ver­zeich­nis config/ der Nextcloud-In­stal­la­ti­on un­ter­ge­bracht und kann durch weitere hier abgelegte Daten ergänzt werden. Dazu ist es er­for­der­lich, die Datei nach dem Schema *.config.php zu benennen und korrekt zu for­ma­tie­ren.

Beim Start ana­ly­siert Nextcloud die config.php-Location au­to­ma­tisch auf Än­de­run­gen und auch während des Betriebs findet re­gel­mä­ßig eine Über­prü­fung statt. Mit den stan­dard­mä­ßi­gen OPcache-Ein­stel­lun­gen prüft die Software das Ver­zeich­nis alle zwei Sekunden auf Updates, bei den meisten vor­ge­fer­tig­ten Versionen jedoch circa alle 60 Sekunden.

Wie be­ar­bei­tet man die config.php von Nextcloud?

Wenn Sie die Nextcloud config.php be­ar­bei­ten wollen, gehen Sie wie folgt vor:

  1. Bevor Sie die Kon­fi­gu­ra­ti­ons­da­tei anpassen, sollten Sie auf jeden Fall eine Sicherung der Datei erstellen. Der passende Befehl lautet: sudo cp /var/snap/nextcloud/current/nextcloud/config/config.php config.php.bak.
  2. Als Nächstes öffnen Sie die Datei mit dem folgenden Befehl in Ihrem lokalen Text­edi­tor: sudo nano /var/snap/nextcloud/current/nextcloud/config/config.php.
  3. Fügen Sie die ge­wünsch­ten Parameter hinzu oder ändern Sie be­stehen­de Einträge ab.
  4. Speichern Sie die Än­de­run­gen und über­prü­fen Sie an­schlie­ßend, ob der Nextcloud-Server wie erwartet funk­tio­niert.

Achten Sie unbedingt auf eine korrekte Syntax, denn schon ein fehlendes Komma oder falsch gesetztes An­füh­rungs­zei­chen be­ein­flusst schlimms­ten­falls das gesamte System. Eine falsche Syntax kann nicht nur die Funk­tio­na­li­tät be­ein­träch­ti­gen, sondern auch Si­cher­heits­pro­ble­me ver­ur­sa­chen und zu Per­for­man­ce­ein­bu­ßen führen. Um mögliche Probleme schnell zu erkennen und zu beheben, empfiehlt es sich, Än­de­run­gen schritt­wei­se durch­zu­füh­ren.

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Alle wichtigen Parameter vor­ge­stellt

Die Nextcloud config.php er­mög­licht es, eine Vielzahl von Pa­ra­me­tern flexibel an­zu­pas­sen. Eine voll­stän­di­ge Liste aller ver­füg­ba­ren Kon­fi­gu­ra­ti­ons­pa­ra­me­ter mit hilf­rei­chen Kom­men­ta­ren finden Sie in der Datei config.sample.php, die im Zuge der Nextcloud-In­stal­la­ti­on auf­ge­spielt wird. Eine de­tail­lier­te Be­schrei­bung der einzelnen Variablen bietet die Nextcloud-Do­ku­men­ta­ti­on. Die nach­fol­gen­de Übersicht zeigt die wich­tigs­ten Parameter auf, die Ad­mi­nis­trie­ren­de kennen und bei Bedarf anpassen sollten:

Grund­le­gen­de Ein­stel­lun­gen

  • dbtype: Typ der Datenbank
  • dbname: Name der ver­wen­de­ten Datenbank
  • dbhost: Hostname oder IP-Adresse des Da­ten­bank­ser­vers
  • trusted_domains: Definiert, von welchen Domains oder IP-Adressen der Zugriff möglich ist

User Ex­pe­ri­ence

  • default.language: Bestimmt die Stan­dard­spra­che
  • default.phone.region: Legt die Stan­dard­re­gi­on für Te­le­fon­num­mern fest

User Session

  • remember_login_cookie_lifetime: Definiert die Dauer des Login-Cookies
  • session_lifetime: Legt fest, wann eine inaktive Session endet

Mail

  • mail_domain: Definiert die Ab­sen­der­adres­se für aus­ge­hen­de E-Mails
Hinweis

Das Kopieren sämt­li­cher Parameter aus der Sample-Datei in die config.php führt unter Umständen zu un­er­war­te­ten Problemen. Prin­zi­pi­ell empfiehlt es sich, lediglich Ein­stel­lun­gen hin­zu­zu­fü­gen, wenn eine Anpassung er­for­der­lich ist!

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