Wenn Sie Podman unter Ubuntu 24.04 in­stal­lie­ren möchten, gelingt das in der Regel direkt über die of­fi­zi­el­len Ubuntu-Pa­ket­quel­len mit nur wenigen Befehlen. Dadurch ist die Ein­rich­tung gerade für Ein­stei­ge­rin­nen und Ein­stei­ger ver­gleichs­wei­se un­kom­pli­ziert.

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Schritt 1: Vor­aus­set­zun­gen für die In­stal­la­ti­on über­prü­fen

Bevor Sie mit der In­stal­la­ti­on beginnen, sollte auf Ihrem System Ubuntu 24.04 LTS ein­ge­rich­tet sein. Außerdem benötigen Sie Zugriff auf das Terminal und ein Be­nut­zer­kon­to mit sudo-Rechten, damit Sie Sys­tem­pa­ke­te in­stal­lie­ren und ak­tua­li­sie­ren können. Sinnvoll ist zudem eine funk­tio­nie­ren­de In­ter­net­ver­bin­dung, da die Docker-Al­ter­na­ti­ve Podman und die Ab­hän­gig­kei­ten aus den Ubuntu-Pa­ket­quel­len geladen werden.

Wenn Sie Podman auf einem Server einsetzen möchten, genügt für erste Tests und kleinere Container-Projekte meist bereits ein VPS. Möchten Sie mehrere Container parallel betreiben, res­sour­cen­in­ten­si­ve­re An­wen­dun­gen ausführen oder eine stabil planbare Umgebung für pro­duk­ti­ve Workloads aufbauen, ist ein Dedicated Server häufig die pas­sen­de­re Wahl. Für die reine In­stal­la­ti­on selbst sind die An­for­de­run­gen über­schau­bar; wichtig sind aber genügend freier Spei­cher­platz, etwas Ar­beits­spei­cher (ab 2 GB) und eine sauber gepflegte Ubuntu-In­stal­la­ti­on.

Schritt 2: Pa­ket­lis­ten ak­tua­li­sie­ren

Die In­stal­la­ti­on von Podman erfolgt in wenigen Schritten. Ak­tua­li­sie­ren Sie zunächst die Pa­ket­lis­ten Ihres Systems. Damit stellen Sie sicher, dass Ubuntu weiß, welche Pa­ket­ver­sio­nen aktuell aus den ein­ge­rich­te­ten Quellen verfügbar sind.

sudo apt update
bash

Optional können Sie danach auch gleich in­stal­lier­te Pakete auf den neuesten Stand bringen:

sudo apt upgrade -y
bash

Gerade auf frisch ein­ge­rich­te­ten Systemen ist dieser Schritt sinnvoll, weil dadurch bereits vor­han­de­ne Pakete und Bi­blio­the­ken ak­tua­li­siert werden. Das senkt die Wahr­schein­lich­keit, dass es bei der In­stal­la­ti­on später zu unnötigen Ver­si­ons­kon­flik­ten kommt.

Schritt 3: Universe-Re­po­si­to­ry ak­ti­vie­ren

In Ubuntu 24.04 wird die Soft­ware­quel­len-Kon­fi­gu­ra­ti­on stan­dard­mä­ßig über Dateien in /etc/apt/sources.list.d/ verwaltet. Da sich Podman im Universe-Re­po­si­to­ry befindet, kann es in manchen Um­ge­bun­gen nötig sein, diesen Bereich zunächst zu ak­ti­vie­ren. Führen Sie dazu folgenden Ter­mi­nal­be­fehl aus:

sudo add-apt-repository universe
sudo apt update
bash

Auf vielen Systemen ist Universe bereits aktiv. Der Befehl schadet in diesem Fall nicht, sondern bestätigt lediglich die be­stehen­de Kon­fi­gu­ra­ti­on.

Schritt 4: Podman in­stal­lie­ren

Nun können Sie Podman direkt über den Pa­ket­ma­na­ger in­stal­lie­ren:

sudo apt install podman -y
bash

Ubuntu 24.04 stellt Podman als reguläres Paket bereit, sodass Sie keine zu­sätz­li­che Fremd­quel­le und in der Regel auch kein separates In­stal­la­ti­ons­skript benötigen. Der Pa­ket­ma­na­ger APT lädt Podman sowie die be­nö­tig­ten Ab­hän­gig­kei­ten au­to­ma­tisch herunter und richtet alles ein.

Schritt 5: In­stal­la­ti­on über­prü­fen

Nach der In­stal­la­ti­on sollten Sie prüfen, ob Podman korrekt erkannt wird. Dafür eignet sich die Ver­si­ons­ab­fra­ge:

podman --version
bash

Wenn die In­stal­la­ti­on er­folg­reich war, erhalten Sie eine Ausgabe mit der in­stal­lier­ten Ver­si­ons­num­mer.

Bild: Anzeige der Versionsnummer von Podman
Nach er­folg­rei­cher In­stal­la­ti­on wird Ihnen die Version von Podman angezeigt.

Zu­sätz­lich können Sie sich mit folgendem Befehl aus­führ­li­che­re In­for­ma­tio­nen zur Podman-Umgebung anzeigen lassen:

podman info
bash

Dieser Befehl zeigt unter anderem In­for­ma­tio­nen zur Host-Umgebung, zu Speicher- und Lauf­zeit­kon­fi­gu­ra­tio­nen sowie zu den ver­wen­de­ten Container-Registrys an. Gerade wenn später Probleme auftreten, ist podman info oft einer der ersten sinn­vol­len Dia­gno­se­be­feh­le.

Bild: Ausgabe von „podman info“
Mit dem Befehl „podman info“ erhalten Sie die kom­plet­ten In­for­ma­tio­nen zu Ihrer Podman-Umgebung.

Schritt 6: Über­prü­fung der In­stal­la­ti­on mit einem Test­con­tai­ner

Ob Podman nicht nur in­stal­liert ist, sondern auch korrekt arbeitet, testen Sie am ein­fachs­ten mit einem kleinen Bei­spiel­con­tai­ner. Dafür eignet sich ein Hello-World-Container, den Sie mit folgendem Befehl starten:

podman run --rm hello-world
bash

Podman lädt das Container-Image bei Bedarf au­to­ma­tisch aus einer Container-Registry (z. B. Docker Hub) herunter und startet an­schlie­ßend den Container. Die Option --rm sorgt dafür, dass der Test­con­tai­ner nach der Aus­füh­rung direkt wieder entfernt wird. Wenn alles funk­tio­niert, erscheint eine kurze Meldung, die bestätigt, dass Podman Container er­folg­reich starten kann.

Bild: Screenshot des Hello-World-Containers
Um zu über­prü­fen, ob auch Container er­folg­reich gestartet werden können, greifen Sie einfach auf den vor­de­fi­nier­ten Hello-World-Container zurück.

Falls beim ersten Start ein Image her­un­ter­ge­la­den werden muss, kann der Vorgang einen Moment dauern. Das ist normal, weil Podman das benötigte Container-Image zunächst aus einer Registry lädt. Danach läuft der Test in der Regel deutlich schneller.

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