Mithilfe vir­tu­el­ler Desktops können Sie in Windows-Be­triebs­sys­te­men Ordnung bei der täglichen Nutzung von Pro­gram­men schaffen. In Windows 11 nutzen Sie virtuelle Desktops wahlweise über das Icon „Aktive An­wen­dun­gen“ in der Task­leis­te oder per Tas­ten­kom­bi­na­ti­on.

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Was steckt hinter dem Windows-Feature „Vir­tu­el­ler Desktop“?

Mit dem Feature „Vir­tu­el­ler Desktop“ bietet Windows 11 die Mög­lich­keit, weitere Desktops auf Ihrem aktuellen Gerät zu si­mu­lie­ren. Jeder neue virtuelle Desktop verhält sich dabei ganz genau wie die stan­dard­mä­ßi­ge Be­nut­zer­ober­flä­che: Nach Belieben können Sie Ver­knüp­fun­gen für den Schnell­start von Pro­gram­men anlegen oder Fenster bzw. An­wen­dun­gen öffnen, um Ihrer Arbeit nach­zu­ge­hen, einen Film zu gucken oder ein Spiel zu spielen. Für alle Desktops kann ein in­di­vi­du­el­ler Name vergeben und ein eigener Bild­schirm­hin­ter­grund aus­ge­wählt werden. Die Funktion ist seit Windows 10 stan­dard­mä­ßig in­te­griert und verfügbar – in früheren Versionen der Reihe war eine zu­sätz­li­che Software er­for­der­lich.

Hinweis

Es wird nur der aktuell aus­ge­wähl­te Desktop angezeigt. Sie müssen also zwischen dem Haupt­desk­top und den ein­ge­rich­te­ten vir­tu­el­len Desktops von Windows 11 hin und her wechseln.

Die vir­tu­el­len Windows-11-Desktops sind ins­be­son­de­re für Poweruser in­ter­es­sant, die viele ver­schie­den­ar­ti­ge Aufgaben zu be­wäl­ti­gen haben. So bietet das Feature bei­spiels­wei­se die Mög­lich­keit, auf dem Stan­dard­desk­top die An­wen­dun­gen für den gewohnten Ar­beits­all­tag aus­zu­füh­ren, während auf einem weiteren Desktop bereits eine Prä­sen­ta­ti­on oder anderer Input für ein vir­tu­el­les Meeting vor­be­rei­tet werden. Ein weiterer Vorteil: Mehrere ver­schie­de­ne Desktops ver­ein­fa­chen die Struk­tu­rie­rung von an­ge­leg­ten Ver­knüp­fun­gen.

Tipp

Sie sind un­zu­frie­den mit der Leistung Ihres Geräts? Lesen Sie in an anderer Stelle im Digital Guide, wie Sie Windows 11 schneller machen können – bei­spiels­wei­se durch eine Op­ti­mie­rung des Windows-11-Au­to­starts.

Windows 11: Vir­tu­el­len Desktop ein­rich­ten – so funk­tio­niert’s

In der nach­fol­gen­den Anleitung erklären wir Ihnen Schritt für Schritt, wie Sie virtuelle Desktops in Windows 11 hin­zu­fü­gen und ein­rich­ten und wie Sie zwischen den einzelnen Ober­flä­chen hin und her wechseln können.

Schritt 1: Manager für aktive An­wen­dun­gen und virtuelle Desktops aufrufen

Windows 11 hat wie erwähnt ein stan­dard­mä­ßig in­te­grier­tes und aktives Tool für das Ma­nage­ment von vir­tu­el­len Desktops, das darüber hinaus auch die Ver­wal­tung aller aktiven An­wen­dun­gen in der je­wei­li­gen aktiven Ober­flä­che er­mög­licht. Sie haben zwei Optionen, um diesen Manager auf­zu­ru­fen:

  1. Sie klicken auf das „Aktive An­wen­dun­gen“-Icon in der Task­leis­te.
  2. Sie verwenden die Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [Windows] + [Umschalt].

Sollten Sie das Icon nicht in Ihrer Task­leis­te vorfinden, müssen Sie die Schalt­flä­che zunächst ak­ti­vie­ren. Klicken Sie hierfür mit der rechten Maustaste auf die Task­leis­te und wählen Sie den Menüpunkt „Task­leis­ten­ein­stel­lun­gen“ aus. Im nach­fol­gen­den Menü schieben Sie den Regler beim Eintrag „Aktive An­wen­dun­gen“ nach rechts („Ein“).

Schritt 2: Neuen vir­tu­el­len Desktop erstellen

In dem Tool finden Sie nun zwei ver­schie­de­ne Bereiche vor: Im oberen Bereich sehen Sie Mi­nia­tur­an­sich­ten der Fenster, die Sie gerade auf dem aktiven Desktop auf­ge­ru­fen haben. Wenn Sie bei einem dieser Fenster auf das „X“ klicken, schließen Sie das ent­spre­chen­de Programm. Im unteren Bereich listet Windows 11 die (vir­tu­el­len) Desktops auf. Um eine neue Ober­flä­che zu erstellen, drücken Sie auf die Schalt­flä­che „Neuer Desktop“.

Schritt 3: Vir­tu­el­len Windows-11-Desktop ein­rich­ten

Sobald Sie einen neuen Desktop erstellt haben, taucht dieser in der Auf­lis­tung im „Aktive An­wen­dun­gen“-Tool auf. Windows 11 vergibt au­to­ma­tisch Zahlen für die Kenn­zeich­nung der ver­schie­de­nen Ober­flä­chen: Der ei­gent­li­che Desktop trägt den Namen „Desktop 1“, bei allen weiteren Desktops wird diese Num­me­rie­rung einfach fort­ge­führt.

Sie können einem er­stell­ten vir­tu­el­len Desktop aber auch einen in­di­vi­du­el­len Namen zuordnen, indem Sie diesen per Rechts­klick auswählen und auf den Menüpunkt „Um­be­nen­nen“ klicken.

Um den vir­tu­el­len Desktop noch deut­li­cher vom Stan­dard­desk­top oder allen weiteren vir­tu­el­len Pendants abzuheben, können Sie außerdem einen in­di­vi­du­el­len Hin­ter­grund ein­stel­len. Drücken Sie hierfür im Rechts­klick-Menü auf „Hin­ter­grund auswählen“.

Steht die Grund­kon­fi­gu­ra­ti­on, können Sie die Ober­flä­che frei nach Ihren Vor­stel­lun­gen gestalten. Legen Sie bei­spiels­wei­se ein in­di­vi­du­el­les Set an Desktop-Ver­knüp­fun­gen an, das sich von dem Ihres Stan­dard­desk­tops un­ter­schei­det. Oder rufen Sie einfach nur Programme bzw. Fenster auf, die nur auf dieser Desktop-Instanz laufen sollen.

So wechseln Sie in Windows 11 zwischen Ihren vir­tu­el­len Desktops

Virtuelle Desktops sorgen für mehr Komfort beim Ma­nage­ment aktiver An­wen­dun­gen und bei der Struk­tu­rie­rung der Be­nut­zer­ober­flä­che. Um diesen Komfort zu ge­währ­leis­ten, ist auch der Wechsel zwischen den ver­schie­de­nen Ober­flä­chen einfach und schnell durch­ge­führt – wahlweise per Mausklick im Manager-Tool oder per Tas­ten­kom­bi­na­ti­on.

Desktop-Wechsel per Mausklick:

Rufen Sie das „Aktive An­wen­dun­gen“-Tool über das Icon in der Task­leis­te auf. In der unteren Auf­lis­tung sehen Sie alle ver­füg­ba­ren Desktops. Klicken Sie den vir­tu­el­len Windows-11-Desktop, zu dem Sie wechseln wollen, per Links­klick an.

Desktop-Wechsel per Tas­ten­kom­bi­na­ti­on:

Noch schneller können Sie zwischen Ihren ein­ge­rich­te­ten Desktops mithilfe der Tas­ten­kom­bi­na­ti­on [Strg] + [Windows] + [Rechts] bzw. [Links] wechseln. Mit den Pfeil­tas­ten wählen Sie dabei entweder den nach­fol­gen­den oder den vor­an­ge­hen­den Desktop aus der Auf­lis­tung aus.

Tipp

Erstellen Sie in re­gel­mä­ßi­gen Abständen Si­cher­heits­ko­pien Ihrer Dateien, um Da­ten­ver­lust vor­zu­beu­gen. Eine der ein­fachs­ten Lösungen ist die stan­dard­mä­ßig ver­füg­ba­re Windows-11-Backup-Funktion, mit der Sie wahlweise das komplette System oder einzelne sensible Dateien extern speichern können.

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